Über dieses E-Book
Es handelt sich um eine aktualisierte Auflage! (14. Februar 2016)
Mehr von Helmut Zenker lesen
Die Mann ist tot und lässt sie grüßen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKottan ermittelt: Der vierte Mann Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKassbach Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKottan ermittelt: Drohbriefe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Mann im Mond Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKottan ermittelt: Lonely Boys Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKottan ermittelt: Wien Mitte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Froschfest Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFür so einen wie Dich Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKottan ermittelt: Der Geburtstag Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKottan ermittelt: Hartlgasse 16a Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer hier die Fremden sind Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHinterland Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKottan ermittelt: Schussgefahr Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKottan ermittelt: Geschichte aus dem Wiener Wald Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMinni Mann Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKleine Mann - was nun? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKottan ermittelt: Nachtruhe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKottan ermittelt: Alle Morde vorbehalten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnlich wie Zünden Häuser und Bäume an
Ähnliche E-Books
Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk: Vollständige deutsche Ausgabe mit vielen Illustrationen Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Die letzten Tage der Menschheit: Tragödie in 5 Akten mit Vorspiel und Epilog Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Mein Vaterland zertrümmert: 1918-Kriegsende und Neuanfang in Briefen, Tagebüchern und Erinnerungen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Vulkan Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer stumme Prophet Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Judenauto Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTodesreigen in der Hofreitschule: Ein historischer Wien-Krimi Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSexy Zeiten - 1968 etc.: Zeitreise-Roman Band 1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Spinnennetz Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer hier die Fremden sind Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Stechlin Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Böse darf nicht siegen: Kriminelle Kurzgeschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Fall des Staatsministers Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJoseph Roth - Gesammelte Werke: Romane/Erzählungen/Journalistische Schriften (mehr als 30 Titel in einem E-Book) - Radetzkymarsch / Hiob / Die Kapuzinergruft / Hotel Savoy / Das Spinnennetz / Juden auf Wanderschaft / Tarabas / Die Legende vom heiligen Trinker / Das falsche Gewic Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKinder einer neuen Zeit: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Fremde Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie höchste Instanz: historischer Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAuf der Straße ins Ungewisse: Das Lager Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVomperloch: Ein Deserteursstück Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWasserstand und Tauchtiefe: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Stunde der Wölfe: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMendelssohn auf dem Dach Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Die bösen Jahre: Der 2. Weltkrieg, ein politischer und persönlicher Rückblick von Dr. phil. Friedrich Schmidt. Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSusanne Kerckhoff: Berliner Briefe: Eine Nachkriegsbetrachtung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJeder stirbt für sich allein Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenOberst ohne Ritterkreuz: Zwischen Befehl und Gewissen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenÜberleben ist alles Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGehängt in Auschwitz: Die Autobiographie eines Überlebenden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Puppe packt aus: Dokumentarroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Fiktion für Sie
Das Schloss Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Über die Berechnung des Rauminhalts I Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas achte Leben (Für Brilka) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStolz und Vorurteil: Der beliebteste Liebesroman der Weltliteratur Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Jugend ohne Gott Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Les Misérables / Die Elenden: Alle 5 Bände (Klassiker der Weltliteratur: Die beliebteste Liebesgeschichte und ein fesselnder politisch-ethischer Roman) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGesang der Fledermäuse Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Stille der Frauen: Epische Nacherzählung des Mythos von Booker-Prize-Gewinnerin Pat Barker Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWeiße Nächte: Aus den Memoiren eines Träumers (Ein empfindsamer Roman) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBeautiful You - Besser als Sex! Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAlles ist wahr Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Georgien. Eine literarische Reise Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch nannte ihn Krawatte Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Adolf im Wunderland Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Zimmer für sich allein Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJetzt bist Du dran!: Unvergessbare Geschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch lebe und ihr seid tot: Die Parallelwelten des Philip K. Dick Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Rückkehr der Hexen: Hexen-Thriller Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZauberberge: Ein Jahrhundertroman aus Davos Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Graf von Monte Christo Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Black Vodka Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Prozess (Weltklassiker) Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Intimes Geständnis: Erotik-Geschichten ab 18 unzensiert deutsch Hardcore Sex-Geschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie 120 Tage von Sodom - Justine - Juliette - Die Philosophie im Boudoir (4 Meisterwerke der Erotik und BDSM) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMiddle England Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAnna In: Eine Reise zu den Katakomben der Welt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas gute Buch zu jeder Stunde Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Tagesordnung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenShanghai fern von wo: Roman Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5
Rezensionen für Zünden Häuser und Bäume an
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Zünden Häuser und Bäume an - Helmut Zenker
Helmut Zenker
Zünden Häuser und Bäume an
(Roman)
Herausgeber:
Tibor Zenker
Copyright © 2015 Der Drehbuchverlag, Wien und Jan Zenker
2. Auflage, 14. Februar 2016
Alle Rechte vorbehalten
eBook: Zünden Häuser und Bäume an (Roman)
ISBN: 978-3-99041-609-9
Inhaltsverzeichnis
1. Anfang
2. Ende
3. Neuer Anfang
4. Vorbei
5. Ein anderer Anfang
6. Umstände
7. Der dritte Tag
8. Meinungsfreiheit
9. Sonntag
10. Vorträge
11. Wahrheit/Wirklichkeit/Echtheit
12. bzw.
13. Dreizehn
14. Sperrstunde
15. Wien
16. Schottentor >> Schmerlingplatz
17. Exitus
18. Leben
1. Anfang
Zwanzig Minuten vor sieben. Ernst Prantner geht zum ersten Mal durch das Werkstor, nickt das erste Mal dem armamputierten Pförtner Wartbichler zu, der breitbeinig vor seinem Bretterverschlag steht und den schweren Schlüssel hält, mit dem er jeden Tag um 6 Uhr 30 das Fabrikstor öffnet. Der Pförtner hat eine gestrickte Haube so auf, dass die Nahtstelle vorne über seiner Stirn ist. Ernst Prantner hat mit Wartbichler schon letzte Woche ein paar Worte gewechselt, dann hat ihm der Pförtner mit behaarten Fingern den Weg zum Angestelltenhaus mit dem Personalbüro gewiesen, das sich nicht auf dem Fabriksgelände befindet. Es liegt dem Eingang gegenüber, hat eine vor kurzem gekalkte Fassade.
Ein kalter, ausnahmsweise nicht nebeliger Märztag. Ernst Prantner ist mit seinem Bruder Johann gekommen, der zwei Jahre jünger und schon vier Jahre im Glöckl-Werk, einer Maschinenfabrik, beschäftigt ist. Sein Bruder war es auch, der ihm geraten hat sich im Glöckl-Werk zu bewerben, nachdem die Fabrik in Neunkirchen, in der Ernst Prantner als Dreher gearbeitet hatte, ohne Ankündigung zugesperrt worden war. Letzten Mittwoch ist Ernst Prantner eingestellt worden, heute ist sein erster Arbeitstag. Sein Blick registriert noch, was den anderen Arbeitern kaum mehr auffällt.
So zeitig?, meint Wartbichler spöttisch und fixiert Johann Prantner. Bravo!
Der Pförtner widmet Johann sein fast zahnloses Lächeln. Johann taucht fast immer erst unmittelbar vor sieben auf.
Zu früh kommen kannst du dir von Haus aus abgewöhnen, erklärt Johann dem Bruder. Die beiden sind einfach weitergegangen, der Pförtner erwartet ohnehin keine Reaktion auf seine üblichen Bemerkungen.
Der Fabrik schenk ich keine Minute, behauptet Johann. Ich habe es mir schon hundertmal ausgerechnet. Jeden Tag ein paar Minuten zu früh, das macht in ein paar Monaten schon einen Tag aus, am Ende Monate und Jahre.
Johann Prantner ist fast einen Kopf größer als Ernst, sein Gesicht ist weiß, bekommt auch im Sommer nie Farbe. Gerade deshalb heißt er beim Meister und den Kollegen nur der Neger.
Nach dem Tor geht es an den verrosteten Fahrradständern vorbei auf der kleinen schwankenden Holzbrücke über den Werkskanal, dann nach rechts zu den beiden Umkleidebaracken. Die Fabrik befindet sich praktisch auf einer Insel zwischen dem Fluss und dem Kanal. Geredet wird in den Baracken nicht viel, während sich die Arbeiter in die verdreckten Kittel beeilen. Sogar die Lehrlinge haben verschlafene Gesichter und einander nichts zu erzählen. Ernst Prantners Uniform ist und riecht frisch.
Da ist unsere sauberste Abteilung, sagt Johann auf dem Werkshof und zeigt auf die erste, niederste Halle: die Tischlerei. Keine Kunst, denkt Ernst.
Fall mir nicht auf, sagt Johann noch. Er gibt Ernst die Hand, dann fällt ihnen auf, wie blöd das wahrscheinlich ausschaut. Johann verschwindet in die Tischlerei, Ernst steckt die Hand rasch in die Tasche der Arbeitsjacke zu den Tabakresten.
Fünf vor sieben heult die Sirene auf, fast gleichzeitig die Sirene der nahen Gummibude, in der fast nur Frauen beschäftigt sind, dann auch noch die Sirene der Papierfabrik auf der anderen Seite des Flusses.
Ernst Prantner betritt die Montagehalle, geht unter den Deckenkränen durch, an den Schmiedefeuern vorbei, wo die Schweißer versammelt sind. Ein jüngerer Arbeiter turnt schon einen halb fertigen Baukran hoch. Im Glöckel-Werk werden Maschinen aller Art produziert, Kräne, Pressen, auch landwirtschaftliche Maschinen. Punkt sieben beginnt der Maschinenlärm zu brodeln. Ein paar hallende Schreie sind noch zu hören, dann nur noch Kreischen, Zischen, Rattern, Dröhnen. Die Sinfonie der Arbeit ist immer noch ein Marsch.
Die Maschinenhalle, wo die Dreher ihre Bänke haben, kann derzeit nur durch die Montagehalle erreicht werden, weil beim Tor zur Maschinenhalle ein Gerüst aufgestellt wird. In der Dreherei wird Ernst Prantner schon erwartet.
Sind Sie der Wiener?, fragt ihn der Meister, der vor seinem etwas erhöhten Aquariumbüro steht.
Ja, sagt Prantner.
Der Meister, ziemlich dünn, etwa 50 Jahre alt, sagt: Kommen Sie. Den Namen des Meisters erfährt Prantner erst später, als er eine der Unterschriften auf den Schreibtischblättern entziffern kann: Josef Streibl. Ernst Prantner ist von Anfang an der Wiener, obwohl er die letzten Jahre in Neunkirchen gearbeitet und gelebt hat. Der Meister geht vor dem neuen Dreher ins Aquarium. Von hier aus, das merkt Prantner sofort, kann man mühelos alle Drehbänke und die Bohr- und Hobelmaschinen kontrollieren.
Die Bänke stehen unten in drei Reihen hintereinander. An fast allen stehen Männer, die keine Zeit haben von ihrer Arbeit aufzuschauen. Streibl will, dass Prantner den Empfang der Werkzeuge mit seiner Unterschrift quittiert.
Ich hab ja noch keine, will Prantner einwenden.
Die kriegen Sie gleich.
Der Meister bekommt seine Unterschrift. Dann zeigt er dem Neuen vom Aquarium aus die Drehbank, die ab jetzt seine ist. Immerhin, denkt Prantner, eine normale, kleine, keine der Ringelspiel- oder Riesenbänke.
Arbeit kriegen Sie gleich, sagt Streibl. Er zeigt ein freundliches Gesicht: Sagen Sie mir am Abend, ob Sie das Tempo an unseren Bänken gewohnt sind. Am Anfang rege ich mich nie auf.
Danke.
In ein paar Tagen müssen Sie es gewohnt sein.
In der Werkzeugmacherei holt sich Ernst Prantner, was er braucht. Schließlich übernimmt er die Bank: auch aus der Nähe kein Monster, ein Modell mittleren Alters, mit dem er, glaubt er wenigstens, bestimmt zurechtkommen wird. Prantner stellt die Werkzeuge und die Ölkanne ab. Noch ein Blick zu den Nebenbänken, sie scheinen alle in einem Höllentempo zu laufen. Heute muss Prantner nur Schrauben fertigen, mehr hat man ihm anscheinend nicht zugetraut. Das Geräusch seiner Bank stimmt in das Pfeifen der anderen Bänke ein. Morgen wird Prantner schon Watte in den Ohren haben.
Schnell ist es so, wie es für ihn immer an den Bänken ist. Keine Gedanken, nur Konzentration, höchstens Bilder fallen ihm ein, keine Sätze, nicht einmal Worte.
Um drei viertel neun heult wieder die Sirene: Frühstück. Ernst Prantner lernt ein paar Kollegen kennen, die sich jetzt nicht lange mit
