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Gefangene Gedanken
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eBook66 Seiten41 Minuten

Gefangene Gedanken

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Über dieses E-Book

Wissenschaft ist Macht. Aber was, wenn sie dich beherrscht?  

Dr. Sophie Bauer ist eine brillante Neurowissenschaftlerin, die an der Schwelle einer bahnbrechenden Entdeckung steht: ein Neuro-Interface, das Gedanken lesen und beeinflussen kann. Doch als sie es an sich selbst testet, wird sie unfreiwillig zur Versuchsperson ihres mysteriösen Kollegen Julian. Mit jeder hypnotischen Suggestion dringt er tiefer in ihre Gedanken ein – und entfesselt Fantasien, von denen sie nicht wusste, dass sie sie hegt.  

Zwischen klinischer Neugier und einer beunruhigenden Erregung beginnt Sophie zu begreifen, dass ihr Wille sich auflöst. Ihr Körper gehorcht Befehlen, die sie nie gegeben hat. Die Grenzen zwischen Kontrolle und Hingabe verschwimmen. Und je mehr Julian sie manipuliert, desto mehr verlangt sie nach ihrer eigenen Unterwerfung.  

Doch ist es wirklich seine Technologie, die sie gefangen hält – oder hat er etwas in ihr geweckt, das längst darauf wartete, befreit zu werden?  

 

"Für Fans von psyhologischen Erotik-Thrillern, Machtspielen und Wissenschaft mit dunklen Absichten."

 

Entdecke, was passiert, wenn die Maschine dich besser kennt, als du dich selbst.

 

Trigger-Warnung: Diese Geschichte enthält psychologische Manipulation, Gedankenkontrolle und Machtspiele zwischen den Charakteren.  

SpracheDeutsch
HerausgeberA.M. Blake
Erscheinungsdatum12. Nov. 2025
ISBN9798232102371
Gefangene Gedanken

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    Buchvorschau

    Gefangene Gedanken - A.M. Blake

    Kapitel 1

    Der Projektionsraum lag unter einem kühlen, klinischen Licht, die LED-Paneele warfen messerscharfe Schatten über die Gesichter meiner Kollegen. Meine Finger umklammerten den schlanken Metallkörper des Neuro-Interfaces, während ich mich hinter dem Pult aufrichtete. Der Geruch von Desinfektionsmittel mischte sich mit dem leisen Summen des holographischen Displays hinter mir. »Ich denke, wir sind bereit«, sagte ich und hörte, wie meine Stimme zu glatt klang. Zu sehr poliert, bevor ich den Raum betreten hatte. Dr. Weiland verschränkte die Arme, sein skeptischer Blick wanderte vom Gerät zu meinem Gesicht. »Das ist der Prototyp? Sieht aus wie ein teurer Kopfhörer.« Ein unterdrücktes Kichern von rechts. Meine Lippen pressten sich zusammen, während mein Zeigefinger über den Aktivierungsknopf strich. »Es ist deutlich mehr als das.« Das Gerät erwachte mit einem leisen Surren, die Miniatur-LEDs entlang der Schläfenbügel blinkten auf. »Es zeichnet neuronale Muster auf und übersetzt sie in Echtzeit – Gedanken in Worte, ohne dass der Nutzer sprechen muss.« 

    Stille. Dr. Kellers Augenbraue zuckte. Nur Julian, der schweigsame Neurologe in der letzten Reihe, beugte sich vor. Seine dunklen Augen suchten nicht wie die anderen – sie scannten, als könnten sie die Schicht unter meiner Professionalität abtragen. Ich atmete tief ein. »Ich demonstriere es.« Die feinen Sensoren an meinen Schläfen fühlten sich kühl und fremd an. Ein sanfter Druck, dann das Vibrieren der Kalibrierung. Ich schloss die Augen, konzentrierte mich auf den vorbereiteten Gedanken – Apfel. Das Gerät summte. Auf dem Display hinter mir erschien das Wort in klaren, blauen Buchstaben. Wieder diese Stille. Dann Murmeln. Ein Seufzen. »Das könnte auch ein simpler EEG-Sensor sein«, warf Weiland ein. »Beweist nicht, dass Sie tatsächlich Gedanken dekodieren.« 

    Ich biss mir auf die Innenseite der Wange. Natürlich. Immer das gleiche Spiel. Als ich die Arme verschränkte, streifte der Ärmel über die Narben an meinen Handgelenken – blass, aber spürbar. Schnell ließ ich die Hände sinken. »Dann geben Sie mir ein schwierigeres Wort«, forderte ich und hielt Weilands Blick stand. Ein grünes Signal leuchtete auf. Julian war aufgestanden und näherte sich langsam dem Pult. »Wie wäre es mit etwas Abstrakterem?« Seine Stimme schnitt durch die angespannte Luft wie ein Messer. »›Sehnsucht‹.« 

    Ich zögerte. Das war kein Test mehr für das Gerät – das war ein Test für mich. Ich schloss die Augen. Sehnsucht. Nicht nur das Wort, sondern das Gefühl dahinter, dieses Ziehen in der Brust, dieser bittersüße Druck— 

    Das Display flackerte. »S-E-H-N-S-U-C-H-T«, buchstabierte die künstliche Stimme. Und dann, eine Sekunde später, ein zweites Wort,  Einsamkeit. Julians Mundwinkel zuckte. Nicht triumphierend. Verstehend. Dr. Weiland räusperte sich. »Zufall.« 

    Mein Herz schlug schneller, ein heißer Schub Frustration, den ich wegdrückte. Aber zwischen den skeptischen Blicken und Julian, der immer noch da stand, als wäre er der Einzige, der wirklich sah – da spürte ich es. Nicht nur die Scham. Sondern die Angst, diesmal wirklich zu scheitern.

    Die Luft im Seminarraum verdichtete sich, als würde unsichtbares Gewicht auf meine Schultern drücken. Julian stand jetzt direkt vor dem Pult, einen schwarzen Pappbecher in der Hand. Der Kaffee darin vibrierte mit jedem Schritt – winzige Wellen, die gegen den Rand schlugen. »Interessant, dass das System auch assoziative Muster erfasst«, sagte er und deutete auf das Display. Seine Stimme war leise, nur für mich, aber sie schnitt durch das Gemurmel. »Sie arbeiten mit mehreren Netzwerken gleichzeitig?« 

    Meine Finger krallten sich um den Pultrand, die Knöchel weiß. Nicht, weil ich die Antwort nicht kannte. Weil er die richtige Frage gestellt hatte. »Ja.« Ich tätschelte das Interface. »Primäre und sekundäre Verbindungen, um Kontext zu erfassen. Wörter allein sind

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