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Die Rache der Azubine
Die Rache der Azubine
Die Rache der Azubine
eBook264 Seiten3 Stunden

Die Rache der Azubine

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Über dieses E-Book

Die fast vierzigjährige Teresa arbeitet für eine Versicherung. Sie bekommt aus einer anderen Abteilung und von ihrer Chefin eine Azubine zugeteilt, die sie mehr als unnötig nur zu gerne schikaniert. Einen Monat vorm Ende ihrer Ausbildung bekommt die junge Frau aus Unachtsamkeit der Ausbilderin ein Druckmittel in die Hand. Das Blatt wendet sich und die Azubine Felicitas nimmt fürchterliche Rache an der Ausbilderin, deren bis dahin geordnetes Leben komplett aus den Fugen gerät.
SpracheDeutsch
HerausgeberSelfpublishing
Erscheinungsdatum25. Juli 2024
ISBN9783689958183
Die Rache der Azubine
Autor

Cassandra Hayworth

Cassandra Hayworth ist 1977 in Phillipsburg (Sint Maarten) geboren und absolvierte eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. Sie arbeitete in verschiedenen Berufen, bis sie schließlich 2013 für einen Autoverleiher tätig wurde. Privat ist sie mit einer Auswanderin aus Deutschland verheiratet und lebt mit ihr und in ihrer Geburtsstadt. Sie liebt Spaziergänge durch die Natur und pflegt ihren eigenen Gemüsegarten. Das Schreiben entdeckte sie durch ihre Leidenschaft Neues mit ihrer Partnerin auszuprobieren.

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    Buchvorschau

    Die Rache der Azubine - Cassandra Hayworth

    Die Rache der Azubine

    Erotikroman

    Cassandra Hayworth

    Alle Rechte bei %autor%

    Copyright © 2024

    by %autor%

    c/o Block Services

    Stuttgarter Str. 106

    70736 Fellbach

    www.honeycassybooks.de

    Die fast vierzigjährige Teresa arbeitet für eine Versicherung. Sie bekommt aus einer anderen Abteilung und von ihrer Chefin eine Azubine zugeteilt, die sie mehr als unnötig nur zu gerne schikaniert. Einen Monat vorm Ende ihrer Ausbildung bekommt die junge Frau aus Unachtsamkeit der Ausbilderin ein Druckmittel in die Hand. Das Blatt wendet sich und die Azubine Felicitas nimmt fürchterliche Rache an der Ausbilderin, deren bis dahin geordnetes Leben komplett aus den Fugen gerät.

    Für Eliska M. und ihre tollen Ideen sowie Bernd B., der meine Fehler ausbessert.

    Inhalt

    1. Kapitel

    2. Kapitel

    3. Kapitel

    4. Kapitel

    5. Kapitel

    6. Kapitel

    7. Kapitel

    8. Kapitel

    9. Kapitel

    10. Kapitel

    11. Kapitel

    12. Kapitel

    13. Kapitel

    14. Kapitel

    15. Kapitel

    16. Kapitel

    17. Kapitel

    18. Kapitel

    19. Kapitel

    20. Kapitel

    21. Kapitel

    1. Kapitel

    Die ers­ten 38 Jah­re mei­nes Le­bens ge­hör­te ich zu den Frau­en, die man als sehr so­li­de be­zeich­nen wür­de, vor al­lem in se­xuel­ler Hin­sicht. Kei­ne Af­fä­ren, kei­ne Or­gien, kei­ne gleich­ge­schlecht­li­chen Aben­teuer, nichts der­glei­chen. Nur ge­wöhn­li­cher Blüm­chen-Sex mit mei­nem Mann, mit dem ich schon seit der ge­mein­sa­men Ab­izeit zu­sam­men war und den ich von gan­zem Her­zen lieb­te. Mein Mann And­reas war Leh­rer ge­wor­den und arbei­te auf einem Gym­na­sium. Er war bei sei­nen Schü­lern und den Kol­le­gen sehr be­liebt. Ir­gend­wie brach­te ihn ab­so­lut nichts mehr aus der Ru­he. In unse­rem Ehe­bett lief ab­so­lut nichts Be­son­de­res. Ein­fach nur ge­wöhn­li­cher Sex, meist in der Mis­sio­nars­stel­lung, der mei­nem Mann und auch mir kom­plett aus­reich­te.

    Da­bei hät­te es dank der Tat­sa­che, dass ich Kon­fek­tions­grö­ße 34 trug und nicht nur ein hüb­sches Ge­sicht, son­dern auch noch lan­ge und blond ge­färb­te Haa­re be­saß, ge­nü­gend Ge­le­gen­hei­ten ge­ge­ben, wie man so schön sagt. Gut, oben­rum war ich eher knapp be­mes­sen, aber da­für wa­ren mei­ne Brüs­te auch wohl­ge­formt und schön straff. Als wei­te­re Ent­schä­di­gung be­saß ich einen klei­nen und ver­dammt kna­cki­gen Po. Was sum­ma sum­ma­rum eine Frau er­gab, die beim an­de­ren Ge­schlecht sehr gut an­kam und ge­nü­gend Bei­schlaf­mög­lich­kei­ten ge­habt hät­te. Wenn ich es denn ge­wollt hät­te. Aber so eine war ich nicht. Nein, ich doch nicht, die glück­lich ver­hei­ra­tet war und bei einer an­ge­se­he­nen Ver­si­che­rung in der Scha­dens­be­arbei­tung arbei­te­te.

    Mein Job be­inhal­te­te die Be­rech­nung der Scha­dens­sum­me an­hand von Gut­ach­ten und auch de­ren An­wei­sung an unse­ren Bank­dienst­leis­ter, die zu­ge­spro­che­ne Sum­me zu über­wei­sen. Auch in sons­ti­ger Hin­sicht war ich sehr so­li­de. Ich rauch­te nicht, ich trank nur sel­ten Al­ko­hol und ich fuhr min­des­tens drei Mal in der Wo­che Renn­rad, da­mit ich kör­per­lich in Form blieb. Selbst­re­dend, dass ich abends im­mer früh ins Bett ging und mor­gens nie­mals zu spät ins Bü­ro kam! Und krank war ich auch so gut wie nie! Ja, ich war wirk­lich ein ver­dammt bra­ves Mäd­chen. Bis zu je­nem Tag, als die­ses Mist­stück von Azu­bi­ne in unse­rer Ab­tei­lung an­fing. Von da an än­der­te sich mein Ver­hal­ten schlag­artig.

    Fe­li­ci­tas Schnei­der war ein re­gel­rech­ter Wir­bel­wind, der uns in die Ab­tei­lung ge­setzt wur­de. Aus­ge­rech­net auf mich kam dann der Ab­tei­lungs­lei­ter zu und ließ mich die 19-Jäh­ri­ge bis zu ihrer Ab­schluss­prü­fung fer­tig aus­bil­den. Eigent­lich war das sei­ne Auf­ga­be, die­se Ju­gend­li­che im Au­ge zu be­hal­ten, aber er dach­te, dass sie aus­ge­rech­net bei mir am meis­ten ler­nen konn­te. Schon nach den ers­ten bei­den Ta­gen unter mei­ner Auf­sicht hat­te ich sie im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes ge­fres­sen. Sie war so ziem­lich das ge­naue Gegen­teil von mir. Arbeits­tech­nisch ge­se­hen zu­min­dest. Kör­per­lich ge­se­hen konn­te sie aber auch eine deut­lich jün­ge­re Aus­ga­be von mir sein, nur mit grö­ße­rer Ober­wei­te ge­seg­net.

    Ein ger­ten­schlan­kes Mäd­chen mit kur­zen, kohl­ra­ben­schwar­zen Haa­ren und Au­gen­brauen­pier­cing. Bild­hübsch, aber lei­der auch eine von denen, die das ger­ne zur Schau stell­ten. Vor­nehm­lich in Form von eng­an­lie­gen­den Tops und Hüft­jeans, da­mit auch ja al­le das Ro­sen-Tat­too auf ihrem rech­ten Unter­bauch be­wun­dern konn­ten. Was ich viel­leicht noch ak­zep­tiert hät­te, wenn sie an­sons­ten flei­ßig ihre Arbeit er­le­digt hät­te. Das tat die­se fre­che Zi­cke aber nicht. Im Gegen­teil! Sie war faul, sie maul­te bei je­dem Auf­trag und sie ging min­des­tens ein­mal pro Stun­de rau­chen. Wenn nicht so­gar zwei­mal. Und last, but not least, kam sie fast je­den Tag viel zu spät.

    Um sie zu dis­zi­pli­nie­ren und ein biss­chen in die rich­ti­ge Rich­tung zu schie­ben, gab ich ihr ei­ni­ge Auf­trä­ge, die sie selbst er­le­di­gen soll­te. An­geb­lich war sie ja alt ge­nug und mein­te oh­ne­hin schon al­les zu wis­sen. Na­tür­lich wuss­te sie über­haupt nichts, was ich sie dann auch im­mer wie­der spü­ren ließ. Man be­haup­te­te im­mer, dass Ver­si­che­run­gen nichts be­zah­len woll­ten, das lag aber nicht an der Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaft selbst, son­dern an den jun­gen Azu­bi­nen, die ein­fach nicht zu ge­brau­chen wa­ren. Bei ihr gab es stän­dig Ver­zö­ge­run­gen, we­gen Un­ver­mö­gen. Je­der Auf­trag, den sie selbst be­arbei­ten soll­te, lan­de­te nach ei­ni­gen Ta­gen doch wie­der auf mei­nem Schreib­tisch. Ich hat­te nur mehr Arbeit und konn­te ihr zu­se­hen, wie sie im­mer wie­der rau­chen ging.

    Da­rü­ber be­klag­te ich mich auch bei mei­nem Ab­tei­lungs­lei­ter und ließ sie im­mer wie­der bei ihm er­schei­nen. Wenn sie et­was mach­te, soll­te sie es rich­tig ma­chen oder fra­gen, wenn ihr et­was Schwie­rig­kei­ten be­rei­te­te. Sie stand nur in ganz sel­te­nen Fäl­len mal vor mei­nem Schreib­tisch und frag­te, wie sie et­was ma­chen muss­te. Den Rest der Arbeits­zeit ver­trö­del­te sie auf dem Bal­kon beim Rau­chen, an der Kaf­fee­ma­schi­ne mit den männ­li­chen Kol­le­gen, die ger­ne die Aus­sicht auf die bei­den frei­lie­gen­den Tit­ten ge­nos­sen und sich ger­ne ein­mal mit ihr im Putz­mit­tel­raum sa­hen. Die meis­ten mei­ner Kol­le­gen wa­ren ver­hei­ra­tet, man­che schon Fa­mi­lien­vä­ter, aber wenn jun­ges Fleisch vor ih­nen stand, war das so­fort ver­ges­sen.

    Fe­li­ci­tas nutz­te das auch sehr ger­ne aus. Stän­dig stand sie wie­der mit einem äl­te­ren Kol­le­gen auf dem Bal­kon, zog an ihren Räu­cher­stäb­chen und hielt ihren fla­chen Bauch in die Son­ne. Das ver­stand die jun­ge Frau unter Arbeit. Das sah ich mir zwei Wo­chen lang an, be­vor ich sie zu einem Ge­spräch in mein Bü­ro zi­tier­te und ihr ge­hö­rig die Mei­nung geig­te. In­klu­si­ve Ab­mah­nung und der Auf­for­de­rung, dass sie von nun an so­wohl ihre Arbeits­leis­tung als auch ihren Klei­dungs­stil den Ge­ge­ben­hei­ten der Ab­tei­lung an­pas­sen soll­te, wenn sie ihre Aus­bil­dung nicht vor­zei­tig be­en­den woll­te!

    »Ha­ben Sie das ver­stan­den, Frau Schnei­der?«, frag­te ich zum Schluss mit schar­fer Stim­me.

    Sie kniff die Au­gen zu­sam­men und blick­te mich hass­erfüllt an. Dann nick­te sie. »Ja, Frau Mi­chels«, ant­wor­te sie be­ben­der Stim­me. »Das ha­be ich.«

    »Das freut mich«, ent­geg­ne­te ich süf­fi­sant. »Dann dür­fen Sie jetzt wei­ter­arbei­ten.«

    Sie stand auf und blick­te mich noch ein­mal mit zu­sam­men­ge­knif­fe­nen Au­gen an. Da­nach dreh­te sie sich um und rausch­te aus dem Bü­ro. ›So, du klei­ne Zi­cke‹, dach­te ich amü­siert. ›Jetzt weißt du, wo der Ha­se in die­ser Ab­tei­lung lang­läuft!‹

    Das war al­ler­dings ein Irr­tum. Die­ses Mist­stück dach­te näm­lich nicht im Traum da­ran, ihr Ver­hal­ten zu än­dern, son­dern woll­te es mir heim­zah­len! Und das auf eine Wei­se, die ich noch nicht ein­mal einem Kerl zu­ge­traut hät­te. Sie war­te­te, bis ich in der Mit­tags­pau­se war. Dann schlich sie sich in mein Bü­ro und durch­such­te die Schrän­ke und die Schub­la­den des Schreib­ti­sches. Lei­der auch die unters­te Schub­la­de, die ich aus­nahms­wei­se ein­mal nicht ab­ge­schlos­sen hat­te und in der mein pri­va­tes Note­book lag. Was im Nach­hi­nein na­tür­lich leicht­sin­nig von mir ge­we­sen war. Sehr, sehr leicht­sin­nig, an­ge­sichts der vie­len Foto­gra­fien und Vi­deo­fil­me, die sich auf der Fest­plat­te be­fan­den.

    Die meis­ten Fotos und Vi­deo­auf­nah­men wa­ren völ­lig un­ver­fäng­lich. Ge­burts­ta­ge, die letz­ten Urlau­be, Fei­ern im Freun­des­kreis. Das Üb­li­che halt. Mit einer Aus­nah­me. Der 22-mi­nü­ti­ge Film, der letz­tes Jahr wäh­rend unse­res Urlau­bes auf Mal­lor­ca ent­stan­den war. In einem schi­cken Ho­tel­zim­mer, nach drei Glä­sern Rot­wein. Mein Mann und ich beim Sex. Nichts Wil­des, nur ganz ge­wöhn­li­cher Blüm­chen­sex, aber dank unse­rer tol­len neu­en Ka­me­ra in al­len Ein­zel­hei­ten und da­mit auf kei­nen Fall et­was für die Öf­fent­lich­keit. Nicht aus­zu­den­ken, wenn die­ser Film im Inter­net lan­den soll­te. Ge­schwei­ge denn, was mei­ne Kol­le­gen und Vor­ge­setz­ten da­zu sa­gen wür­den. Oder mei­ne El­tern und Brü­der. Nein, noch Pein­li­che­res konn­te man sich kaum vor­stel­len.

    Mein Mann, Gym­na­sial­leh­rer und seit ei­ni­gen Jah­ren zu­dem auch CDU-Ab­ge­ord­ne­ter im Stadt­rat, wä­re si­cher­lich auch al­les an­de­re als er­freut ge­we­sen, wenn die­ser Film für je­den zu se­hen ge­we­sen wä­re. Von sei­nen Schü­lern und Par­tei­freun­den. Was qua­si das En­de sei­ner be­ruf­li­chen und poli­ti­schen Lauf­bahn be­deu­tet hät­te. Oh ja, wir hat­ten ein Prob­lem. Oder bes­ser ge­sagt, ich hat­te ein Prob­lem. Und zwar ein ver­dammt gro­ßes Prob­lem! Ich be­merk­te ihren Ein­bruch erst gar nicht und ging in den Fei­er­abend. Den Nach­mit­tag ge­noss ich im Gar­ten mit einem Glas küh­len Weins, wäh­rend mein Mann ein paar Arbei­ten sei­ner Schü­ler kor­ri­gier­te.

    Am nächs­ten Mor­gen er­schien ich wie im­mer über­pünkt­lich mit bes­ter Lau­ne zur Arbeit. Die Ab­mah­nung unse­rer Azu­bi­ne hat­te ich mei­nem Ab­tei­lungs­lei­ter auf den Schreib­tisch ge­pfef­fert und mich noch ein­mal sehr deut­lich über sie be­schwert. Sie hol­te sich bei ihm gleich am frü­hen Mor­gen er­neut einen An­schiss ab und ver­schwand dann erst ein­mal wie­der auf dem Bal­kon zum Rau­chen. Mei­ne Arbeits­leis­tung an die­sem Mor­gen stieg ra­sant an. Ich küm­mer­te mich nicht mehr um die Azu­bi­ne und wo sie sich he­rum­trieb. Erst am Nach­mit­tag muss­te ich mich wie­der mit ihr ab­ge­ben. Al­ler­dings in einer Form, die ich so nicht er­war­tet hat­te.

    Lan­ge nach der Mit­tags­pau­se kam sie fröh­lich mit einem Um­schlag unter dem Arm in mein Bü­ro, setz­te sich un­ge­fragt auf den Stuhl vor mei­nem Schreib­tisch und grins­te mich breit an. Dann sag­te sie, »Von jetzt an wirst du das tun, was ich von dir ver­lan­ge. Sonst wird dein hüb­scher Por­no im Inter­net lan­den. Hast du das ver­stan­den, Te­re­sa?«

    Ich sah sie nur kurz an und dach­te noch, ›Schö­ner Bluff, du Schlan­ge, aber da­rauf fal­le ich nicht he­rein. Da musst du dir schon was Bes­se­res aus­den­ken.‹ Es war nicht un­ge­wöhn­lich, dass man unter 40 auch mal eige­ne Por­nos auf dem Com­pu­ter hat­te. Sei es, um die neue Ka­me­ra aus­zu­pro­bie­ren, oder sich ein­mal selbst da­bei be­ob­ach­ten zu kön­nen. Das konn­te na­tür­lich nur eine Ver­mu­tung von ihr sein, aber da hat­te sie die Rech­nung oh­ne mich ge­macht. So ein­fach ließ ich mich von ihr nicht ins Bocks­horn ja­gen. Ich be­gann zu grin­sen, sah ihr in die Au­gen und mein­te nur ab­fäl­lig, »Net­ter Ver­such, aber du wirst dir schon et­was Bes­se­res aus­den­ken müs­sen, um mich aufs Glatt­eis zu füh­ren. Geh an dei­ne Arbeit und lass mir mei­ne Ru­he!«

    Fe­li­ci­tas ließ sich nicht be­ir­ren, warf mir den Um­schlag auf den Schreib­tisch und wie­der­hol­te ihre For­de­rung noch ein­mal. Mit zitt­ri­gen Fin­gern griff ich zu dem Um­schlag, öff­ne­te ihn und kipp­te den In­halt auf mei­nen Schreib­tisch. Mir blieb fast das Herz ste­hen, als ich den Hin­tern mei­nes Gat­ten er­kann­te und mein Ge­sicht mit ver­dreh­ten Au­gen unter ihm. Sie hat­te noch deut­lich mehr Bil­der aus­ge­druckt. Da­rauf ich kom­plett un­be­klei­det, mein Mann mit auf­ge­rich­te­tem Schwanz und auch wie ich breit­bei­nig auf dem Bett lag, um ihn zu emp­fan­gen. Jetzt war es an der Azu­bi­ne, breit zu grin­sen. Da­zu hielt sie mir ihr Han­dy hin und spiel­te mir den von mei­ner Fest­plat­te ge­stoh­le­nen Film ab.

    Noch ein letz­tes Mal for­der­te sie, »Du wirst ab jetzt das tun, was ich von dir ver­lan­ge, Te­re­sa.«

    Hat­te ich eine Wahl? Nein, mit den Bil­dern in der Hand hat­te ich kei­ne an­de­re Wahl mehr und die jun­ge Aus­zu­bil­den­de hat­te mich völ­lig in der Hand. »Ja«, krächz­te ich mit be­ben­der Stim­me und trä­nen­nas­sen Au­gen.

    »Dein Mann wird kein Wort er­fah­ren«, fuhr sie fort. »Und auch sonst nie­mand! Ist das klar?«

    Hilf­los und völ­lig ver­zwei­felt nick­te ich nur sprach­los. Was hat­te die­ses Mist­stück denn nur mit mir vor?

    »Mei­ne Aus­bil­dung ist in einem Mo­nat vor­bei«, mein­te sie mit einem schmut­zi­gen Grin­sen im Ge­sicht. »Dann lö­sche ich den Film und kein Mensch wird je­mals da­von er­fah­ren. So­fern du ein bra­ves Mä­del bist und al­les tust, was ich von dir ver­lan­ge!«

    »Ich ver­ste­he nicht ganz ….«, krächz­te ich.

    »Kei­ne Sor­ge, das wirst du schon bald ver­ste­hen«, grins­te sie mich an. »Du machst ein­fach nur ge­nau das, was ich dir per SMS auf­tra­ge.«

    Da­nach stand die Aus­zu­bil­den­de auf, grins­te mich noch ein­mal ext­rem breit an und ver­ließ oh­ne ein wei­te­res Wort mein Bü­ro. ›Zeig die­ses Mist­stück an‹, schrie mein Ver­stand. We­gen Dieb­stahl und Er­pres­sung! Ich at­me­te tief durch und griff zum Hö­rer mei­nes Tele­fons, um die Poli­zei an­zu­ru­fen. Doch noch be­vor ich die ers­te Zahl ge­tippt hat­te, ließ ich den Hö­rer wie­der sin­ken. Nein, die Ge­fahr, dass die­ser obs­zö­ne Film trotz­dem im Inter­net lan­de­te, war ein­fach viel zu groß. Und die Fol­gen wä­ren noch grö­ßer. Ich muss­te, ob ich es nun woll­te oder nicht, die­sem Mist­stück ge­hor­chen. Zu­min­dest, bis ich einen Aus­weg aus die­ser Si­tu­a­tion fand.

    Am Nach­mit­tag war ich für ab­so­lut nichts mehr zu ge­brau­chen. Mein gan­zes Den­ken han­del­te nur noch von der Er­pres­sung und dem, was Fe­li­ci­tas wohl von mir ver­lan­gen wür­de. Eben­falls war wich­tig, wann sie eigent­lich da­mit an­fan­gen woll­te. Bis zum Fei­er­abend war die schlan­ke Frau mit den kur­zen schwar­zen Haa­ren nicht mehr zu se­hen und mein Han­dy schwieg. Auch mein Mann muss­te mehr­fach bei mir nach­fra­gen, bis er mal eine Ant­wort be­kam. Er be­merk­te sehr schnell, dass mich et­was be­las­te­te. Auf sei­ne Nach­fra­ge, was mir denn die Kon­zent­ra­tion raub­te, gab ich vor, auf der Arbeit ein klei­nes Prob­lem zu ha­ben. Da­bei konn­te er mir oh­ne­hin nicht hel­fen und be­schäf­tig­te sich auch nicht mehr da­mit.

    Die ers­te SMS von Fe­li­ci­tas kam am nächs­ten Mor­gen, als mein Mann ge­ra­de ins Auto stieg und ich brü­tend über mei­nem Kaf­fee in der Kü­che saß. Ich at­me­te tief durch und öff­ne­te die Nach­richt von ihr mit zitt­ri­gen Fin­gern. Sie ver­lang­te von mir, dass ich in einem be­son­de­ren Out­fit bei der Arbeit er­schei­nen soll­te. Ich soll­te mir eine wei­ße Blu­se mit kur­zen Är­meln an­zie­hen. Da­zu ein knie­lan­ger Rock und hoch­ha­cki­ge Schu­he. Na­tür­lich ver­zich­te­te sie auch nicht da­rauf, mich noch ein­mal auf unse­ren Deal hin­zu­wei­sen. Mit der Faust schlug ich so hart auf den Tisch, dass ich bei­na­he mei­nen Kaf­fee ver­schüt­te­te und rief, »Du Mist­stück. Du mie­ses klei­nes Mist­stück!«

    Eine gu­te Stun­de spä­ter er­schien ich dann in dem von ihr ge­for­der­ten Out­fit an mei­nem Arbeits­platz. An­sons­ten trug ich eigent­lich nur Busi­ness-Ho­sen und lang­ärm­li­ge Blu­sen. An die­sem Mor­gen hat­te die wei­ße Blu­se kur­ze Är­mel, da­zu trug ich einen ko­balt­blau­en Rock und dun­kel­blaue Pumps. Ge­nau das, was ich eigent­lich zu ver­mei­den such­te, pas­sier­te dann auch. Je­der Mit­arbei­ter, dem ich auf dem Weg in mein Bü­ro be­geg­ne­te, be­trach­te­te mich auf eine be­schä­men­de Wei­se. Vor­sich­tig for­mu­liert könn­te man sie als ›aus­zie­hend‹ be­zeich­nen. Män­ner wa­ren eben Au­gen­tie­re und je mehr Haut zum Vor­schein kam, um­so schmut­zi­ger wur­de ihre Fan­ta­sie, die man am bes­ten in den Au­gen er­kann­te.

    We­nig spä­ter tän­zeln­de auch Fe­li­ci­tas oh­ne vor­her an­zu­klop­fen in mein Bü­ro und mus­ter­te mich mit einem Blick, der sich zu mei­ner Ver­wun­de­rung kaum von dem der männ­li­chen Mit­arbei­ter unter­schied. Die­ser Blick von ihr lös­te et­was in mir aus, was ich de­fi­ni­tiv in die­ser Si­tu­a­tion nicht er­war­tet und schon gar nicht woll­te aus. Mein Unter­leib zeig­te ein wohl­be­kann­tes Krib­beln in einem Aus­maß wie schon ewig lan­ge nicht mehr. Zu To­de be­schämt saß ich auf mei­nem Stuhl und fleh­te in­ner­lich, ›Lieber Gott, bit­te tu mir das nicht an. Bit­te, bit­te nicht.‹

    »Bra­ves Mäd­chen«, hör­te ich Fe­li­ci­tas mit zu­frie­de­ner Stim­me sa­gen, be­vor sie sich ein­fach um­dreh­te und aus mei­nem Bü­ro ver­schwand.

    Ich at­me­te ganz tief durch. Ein­mal. Zwei­mal. Und noch ein drit­tes Mal. Aber das Krib­beln hör­te nicht auf. Im Gegen­teil. Es wur­de stär­ker und stär­ker, wäh­rend ich mit ban­gem Her­zen auf die nächs­te SMS war­te­te. Die kam auch eine gu­te Stun­de spä­ter und ver­hieß nichts Gu­tes. Ich soll­te mei­nen Slip und den BH aus­zie­hen, bei­des in einen Um­schlag ste­cken und ihr brin­gen. Wie ein Fisch auf dem tro­cke­nen schnapp­te ich ei­ni­ge Se­kun­den nach Luft, be­vor ich zum Hö­rer griff und ihre Num­mer wähl­te.

    Nach­dem sie ab­ge­nom­men hat­te, krächz­te ich mit ver­sa­gen­der Stim­me »Das kann ich nicht!«

    »Du kannst das und ich glau­be auch, dass du es willst!«, sag­te sie mit einem Ton­fall, der kei­nen Wi­der­spruch zu­ließ.

    »Bit­te«, fleh­te ich, »Tu mir das nicht an!«

    Völ­lig un­be­ein­druckt ant­wor­te­te sie, »Du hast zehn Mi­nu­ten«, be­vor sie ein­fach auf­leg­te.

    »Schei­ße«, flüs­ter­te ich, im­mer noch den Hö­rer in der Hand. »Schei­ße, Schei­ße, Schei­ße!«

    Ein paar Mi­nu­ten spä­ter wisch­te ich mir die Trä­nen aus den Au­gen und hol­te tief Luft. Dann ging ich mit einem Brief­um­schlag auf die To­i­let­te, wo ich mit häm­mern­dem Her­zen mei­nen Slip und BH aus­zog. Noch ein kur­zes Zö­gern, be­vor ich bei­des in das Ku­vert leg­te und es sorg­fäl­tig ver­schloss. An­schlie­ßend ging ich wie auf Wat­te zu ihrem Schreib­tisch.

    »Bit­te sehr«, flüs­ter­te ich, als ich ihr das Ku­vert in die Hand drück­te und da­für ein zu­frie­de­nes und gleich­zei­tig er­reg­tes Lä­cheln ern­te­te.

    »Dan­ke«, ant­wor­te­te sie schmun­zelnd.

    ›Ich has­se dich‹, dach­te ich, wäh­rend ich zu mei­nem Bü­ro zu­rück­ging und mir da­bei so nackt

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