Von Regentropfen und Kinderlachen: Ein lyrisches Potpourri
Von Kerstin Rammelt
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Über dieses E-Book
Kerstin Rammelt
Autorin Kerstin Rammelt, geb. 1974, ist im Land Brandenburg aufgewachsen. Durch Ausbildung zum Heilerziehungspfleger und der Ausübung dieses Berufs inzwischen in Sachsen beheimatet. Immer wieder finden Erlebnisse, Gedanken, Lebenssequenzen Ausdruck in Gedichten. Seit 3 Jahren Umstellung auf eine vegane Ernährung und zunehmende Beschäftigung mit den Themen Tier- und Umweltschutz.
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Buchvorschau
Von Regentropfen und Kinderlachen - Kerstin Rammelt
KAPITEL 1
Von Traurigkeit und Ängsten
01 Unglückliche Liebe
Du, meine Liebste,
mir in meinem Herzen
so unendlich nah.
Dein Foto vor mir.
Schon leicht abgegriffen vom vielen Hervorholen in Momenten,
in denen du mir so unsagbar fehlst.
Heute ist wieder so ein Tag.
Mein Herz fühlt sich so zerrissen.
Meine Gedanken nehmen ein Wechselbad
zwischen unendlichem Glück und unsagbarer Traurigkeit.
Mein Herz vermisst dich so sehr.
Seine Rufe schicke ich in die Erdumlaufbahn, mir wünschend,
sie würden auf die deinen treffen.
Und einen Sternenregen sprühen lassen.
Meine Augen suchen den Himmel ab,
in der vagen Hoffnung,
diesen Sternenregen tatsächlich zu erblicken.
Dann wüsste ich,
dass du mich in deinen Gedanken umarmst.
Dann könnte ich für einen Moment
die Traurigkeit aus meinem Herzen verbannen.
Doch so ist und bleibt es im Moment einfach nur
eine unglückliche Liebe.
02 Traurigkeit
Mit breiten Schwingen kommt er auf mich zu,
der dunkle Vogel der Traurigkeit.
Seine großen Flügel werfen Schatten,
ihm voraus eilend.
Stück um Stück, ganz fließend,
fressen sie die letzten lichtdurchtränkten Stellen auf.
Ganz leise, ganz still.
Fast unheimlich.
Weglaufen möchte ich.
Kein einziger Schritt ist möglich.
Beine ganz starr,
gehorchen mir nicht mehr.
Die Schatten erreichen mich.
Gleich ist der Vogel über mir.
Dunkelheit hüllt mich ein.
Kälte kriecht durch meinen Körper,
überzieht alles mit einer Schicht Eis.
Ein Schrei formt sich in meiner Kehle,
Zeichen eines letzten Aufbäumens.
Der Vogel der Traurigkeit lässt sich auf mir nieder.
Noch ein Flügelschlag,
der letzte Lichtstrahl wird von Dunkelheit verdrängt.
Meine Augen, mein Herz,
sehen nur noch Dunkelheit.
Der Schrei zittert sich aus meiner Kehle,
ungehört, schon beim Entstehen zum Sterben verurteilt.
Traurigkeit hüllt mich ein.
Tränen rinnen über mein Gesicht
und erstarren zu Eis.
Rückkehr ins Licht,
ungewiss.
03 Streit
Verschiedene Meinungen
prallen auf direktem Weg
mit dem Gegenüber zusammen.
Antworten formieren sich.
Nehmen Stellung Auf.
Werden umgehend zurück geschickt.
Gefühle ballen sich zusammen.
Künden unheilvoll den Sturm an.
Wellen schlagend.
Spannung, Wut suchen sich darauf reitend ihren Weg.
Worte werden verletzender.
Jetzt wird gezielt, eiskalt berechnet, ganz bewusst.
Das Ziel im Auge.
Den Sieg.
Festgeklammert an die Überzeugung,
es gäbe eine richtige Meinung.
Die eigene.
Schon ein ganzes Leben lang gelernt.
Der Sieg ist alles, was zählt.
Nahrung für das Selbstwertgefühl.
Die eigene Verletzlichkeit verstecken.
Zähne zusammen beißen.
Keine Schwäche zeigen.
Endphase einläuten.
Worte, wie Dolche geschliffen,
treffen ins Herz.
Die Blicke,
kein Zeichen von Mitgefühl,
bemüht eiskalt.
Endlich.
Der andere bricht unter der Schlagkraft der Argumente ein.
Ziel erreicht.
Warten auf das eigene Glücksgefühl.
Stellt sich nicht ein.
Aber es war doch ein Sieg!
Ein schales Gefühl nimmt Gestalt an.
Und die Ahnung,
mich gerade eben selbst zum Verlierer gemacht zu haben.
Bedauern stellt sich ein.
Über einen trügerischen Sieg.
04 Verletzung
Ein Wort, ein Blick, eine Geste, eine Tat.
Den Weg von einem zum anderen gefunden.
Manchmal bewusst, manchmal unbewusst
auf die Reise geschickt.
Abhängig vom eigenen Seelenzustand.
Art des Empfangs ebenso.
So viele Unwägbarkeiten. Eventualitäten.
Möglichkeiten für emotionale Katastrophen.
Heute war der Boden nicht sonnenbeschienen,
als die Worte auf ihn fielen.
Im Schatten kamen Wunden an die Oberfläche.
Alte, in die die neuen Samenkörner fielen.
Sie rissen neue Furchen auf.
Die Pflanze der Verletzung erhielt neue Nahrung,
breitete sich aus wie ein Parasit
über dem aufgerissenen Feld des Herzens.
Raubt den zarten Schösslingen
der Hoffnung und des Glücks allen Lebensraum,
verschlingt Nahrung und Licht,
erdrückt.
Aufbäumen der Seele.
Widerstand gegen diesen Seins-Zustand.
Zeit, sich auf den Acker zu wagen, umzupflügen,
die Pflanzen der Verletzung mit Stumpf und Stiel auszureißen.
Und dann neu auszusäen.
Hoffnung, Verständnis, Vergebung, Liebe.
Mein Seelenland soll blühen,
duftend, farbenprächtig, strahlend.
05 Ertrinkender
Schatten auf der Seele.
Traurigkeit,
verankert in jeder Faser meines Selbst.
Das Herz klopft schwermütig.
Jedes neue Schlagen sendet schmerzvolle Wellen
bis in die
