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Buchvorschau
Dein Kompass ist dein Herz - Kai Pfrommer
Kapitel 1
Lange Zeit wohnten meine Mutter und ich zusammen mit meinem Stiefvater im Haus seines Vaters. Seit 2015 wohne ich nun wieder in dem Haus meiner Großeltern, dadurch werden auch immer wieder die Erinnerungen an meinen Opa geweckt. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass er mir ganz nah ist. Anfangs machte mir diese Empfindung etwas Angst, aber mittlerweile schleicht sich ein Lächeln auf meine Lippen, wenn ich ihn in meine Nähe denke.
So lächele ich auch jetzt. Unser Frühstück ist mittlerweile vorbei, und ich habe mich für eine kurze Zeit in den Garten zurückgezogen, um mich weiter ein bisschen an die Vergangenheit zu erinnern. Entspannt habe ich mich auf die Gartenliege gelegt und lasse mich von den warmen Sonnenstrahlen verwöhnen.
Meine liebe Uroma ist zwischenzeitlich leider verstorben. Daraufhin einigten wir uns, dass meine Oma wegen ihres Alters in den ersten Stock zog, während ich nun mit meiner Frau und meinem Sohn den zweiten Stock bewohne. Wie schon erwähnt, liegt unser Haus in einem Tal, und nicht weit davon entfernt befindet sich der Bach. Bis zum Jahre 1999 lag der Bach noch ein bisschen näher an unserem Haus.
Aber durch ein schweres Hochwasser, bei dem unser ganzer Ort unter Wasser stand, wurde der Bachlauf geändert, damit wir so ein schreckliches Ereignis in Zukunft nicht noch einmal erleben müssen. Das Jahr 1999 war für mich ein ereignisreiches Jahr. Es ist viel passiert, Gutes, nicht so Gutes und Erschreckendes, dadurch bleibt mir dieses Jahr immer unvergessen.
Wenn ich irgendwo die Zahl 1999 sehe, muss ich zuerst an meine kleine Schwester denken. Zwar haben wir nicht denselben Vater, aber für mich ist und bleibt sie einfach meine richtige Schwester. Sie spielt schon mein ganzes Leben lang eine wichtige Rolle für mich, sie gibt mir immer Halt und hat immer die richtigen Ratschläge für mich parat, und wenn ich Probleme habe, kann ich mich immer und überall auf sie verlassen. Und umgekehrt ist das auch so, ich würde sie nie im Stich lassen.
Sie kam in diesem Jahr zur Welt, und ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie aufregend diese Zeit für mich war und wie ich mich auf meine kleine Schwester gefreut habe. Sie war noch gar nicht auf der Welt, und ich hatte sie schon unheimlich lieb und konnte es gar nicht erwarten, sie endlich zu sehen, mit ihr zu kuscheln, mit ihr zu spielen und sie das erste Mal im Arm halten zu können.
In der ganzen Zeit, als meine Mutter schwanger war, habe ich mich jeden Tag an ihren Bauch gekuschelt und versucht, etwas zu hören. Manchmal trat das kleine Wesen kräftig, manchmal weniger kräftig und manchmal war auch gar nichts von ihr zu spüren.
Dabei stellte ich meiner Mutter fast jeden Tag dieselben Fragen: „Wann kann ich meine kleine Schwester endlich sehen? Wann kommt sie denn? Wann ist es endlich so weit?" Zum Ende der Schwangerschaft hin konnte ich sogar beobachten, wie der Bauch meiner Mutter Tag für Tag größer wurde, und somit steigerte sich auch die Aufregung bei mir, denn mir wurde klar, dass es womöglich nicht mehr lange dauern wird, bis meine kleine Schwester in unsere Familie tritt.
Aber eines Tages war es dann mit der Fragerei vorbei. Meine Mutter kam ins Krankenhaus, um meine kleine Schwester zur Welt zu bringen. Ich folgte mit meinem Stiefvater und konnte es kaum mehr erwarten, ich war völlig aufgeregt und hibbelig, schaute mir auch einiges von meinem Stiefvater ab, denn ihm ging es nicht anders als mir.
Obwohl ich noch sehr klein war und die ganze Sache noch gar nicht so richtig einschätzen konnte, wusste ich, dass gerade etwas Wundervolles passierte und dass dieses Wundervolle unser Leben bereichern würde. Das Wunder war meine kleine Schwester.
Damit bei mir nicht das Gefühl aufkam, vernachlässigt zu werden, wurde mir damals ein kleines Boot für die Badewanne geschenkt. Mir wurde erzählt, dass dieses Boot meine kleine Schwester mitgebracht hatte, als sie auf die Welt kam, um ihrem großen Bruder eine kleine Freude zu machen.
Wieder schleicht sich ein Lächeln auf meine Lippen, wenn ich über diese Geste meiner Familie nachdenke, da ich ja nun weiß, wie sie gemeint war. Dabei kommt mir immer wieder in den Sinn, und darauf freue ich mich schon ungemein, wie es sein wird, wenn ich eines Tages mit meinem Sohn ins Krankenhaus fahren werde, damit er seine kleine Schwester oder seinen kleinen Bruder kennenlernen kann.
Bei diesen Gedanken bekomme ich sofort eine wohltuende Gänsehaut, und ich spüre gleich, wie mein Herz anfängt, schneller zu schlagen. Dieses Ereignis wird ein weiterer großartiger Moment in meinem Leben sein, zusammen mit meiner Frau und meinem Sohn.
Als ich meine kleine Schwester dann endlich das erste Mal sehen durfte, war das für mich ein sehr aufregender Augenblick. Einerseits hatte ich Angst, dieses kleine, unschuldige Geschöpf auf den Arm zu nehmen, aber auf der anderen Seite konnte ich es kaum erwarten. So nach und nach wurde mir klar, dass ich nun ein großer Bruder war, und ich nahm mir vor, dass ich sie immer und überall beschützen und lieben würde, auch wenn sie einmal einen Fehler machen sollte. Obwohl ich noch gar keine Ahnung vom Leben hatte, wollte ich ihr alles zeigen.
Meine Mutter legte sie für einen Mittagsschlaf immer in ihr Bettchen in unser gemeinsames Kinderzimmer. Ich durfte leise mit meinen Legosteinen neben ihr spielen, aber als ich sie so ruhig und friedlich bei mir liegen sah, presste ich mich durch die Gitterstäbe des Bettchens und legte mich einfach zu ihr, um mit ihr zu kuscheln.
An einem Tag legten wir uns zusammen mit meiner Mutter und meinem Stiefvater in ihr großes Bett für einen Mittagsschlaf. Meine Schwester und ich wurden eher wach, und aus der Langeweile heraus fing sie an, die Federn aus dem Kissen zu holen. Ich fand das natürlich genauso toll und faszinierend, dass diese Federn im Kissen waren. Also spielten wir mit unserem neuen Spielzeug fröhlich auf dem Boden, bis meine Mutter aufwachte und uns dabei erwischte. Sie fand das natürlich nicht so lustig, schließlich lag der gesamte Boden voll mit den weißen Federn.
Dennoch hatten wir immer unseren Spaß, und ich vermisse diese gemeinsame Zeit und diese wundervollen Ereignisse unserer Kindheit, aber wir werden nun einmal alle älter, wir können die Zeit nicht anhalten und wir können nicht für immer Kind sein.
Ich atme tief durch, schließe kurz die Augen und schnaufe tief die frische Frühlingsluft ein. Wie am Morgen auch zwitschern verschiedene Vögel in den Bäumen. Ich kann teilweise sogar den Bach plätschern hören. Somit kommt mir gleich die nächste Erinnerung des Jahres 1999 in den Sinn.
Es war ein heißer Sommertag im Juli. Es war den ganzen Tag schon drückend heiß und sehr schwül, und uns war allen klar, dass es heute wahrscheinlich noch zu einem heftigen Gewitter kommen würde. Und als unsere Vorahnung wahr wurde, wurde auch unser schlimmster Albtraum wahr.
Ein schweres Unwetter brach über uns herein. Es schüttete wie aus Eimern, und innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich mein geliebter und vertrauter Bach in eine braune Brühe und einen reißenden Fluss. Die Strömung wurde unheimlich schnell, überflutete in Sekundenschnelle den Sportplatz und riss sogar die Brücke dorthin mit sich. Wellen, wie ich sie nur aus dem Fernsehen kannte, schlugen über das Ufer.
Das Wasser machte nicht halt, und keiner konnte es so richtig aufhalten. Das ganze Dorf wurde von dieser Flut einfach überrascht. Niemand konnte wegen eines Gewitters mit so einem schrecklichen Ausmaß rechnen. Niemals im Leben hätte ich damit gerechnet, dass aus einem unscheinbar kleinen, friedlichen Fluss eine tödliche Falle werden könnte.
Da der Keller meiner Oma einen halben Meter tiefer als die Straße lag, lief dieser ohne Umwege voll, sie hatte gar keine Chance zu reagieren oder das Wasser irgendwie aufzuhalten. Zu unserem und ihrem Glück war sie an diesem Tag zu Hause geblieben, da ihr Auto in der Werkstatt war. Durch ihre Schlafzimmerrenovierung zu dieser Zeit hatten wir zur Überbrückung schon ihre Kleidung in den Keller gebracht, bis wir mit ihrem Zimmer fertig
