Monsterland: Ein Geist auf der Flucht
Von Manfred Theisen und Fréderic Bertrand
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Über dieses E-Book
Manfred Theisen
Manfred Theisen wurde 1962 in Köln geboren. Der studierte Politologe forschte zwei Jahre für das deutsche Innenministerium in der Sowjetunion und arbeitete als Redakteur. Heute lebt er als freier Autor in Köln. Seine Romane wurden in mehrere Sprachen übersetzt, ausgezeichnet und auf die Empfehlungslisten der Rundfunkanstalten gesetzt.
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Buchvorschau
Monsterland - Manfred Theisen
1
Der Freund aus der Kiste
Es ist ein ruhiger Morgen. Der frische Duft von Kastanien und Gräsern erfüllt die Luft im Freizeitpark Monsterland. Die Vögel zwitschern, Piraten steigen aus ihren Betten, klettern müde an Deck und polieren verschlafen die Säbel, während die Neandertaler aus den Höhlen kriechen und sich hoch oben auf dem Berg versammeln. Die Geister im Park sind stets als Erste wach. Gleich werden sich die Monster und Zombies erheben und sogar Graf Dracula drückt in seiner bescheidenen Hütte den Deckel vom Sarg zur Seite. Alles scheint wie immer in Monsterland.
Doch in der Villa am Freizeitpark tut sich etwas. Der Geisterjäger und Parkbesitzer van Helsing versucht mit seinem Hausdiener Mister Mumie eine hübsch verpackte Kiste auf ein Rollbrett zu heben. Es klappt nicht. Immer wieder rutscht die schwere Kiste ab. »Pass doch auf! Du versaust den ganzen Boden!« Tatsächlich rieselt zwischen Mister Mumies Mullverbänden Sand aufs Parkett.
»Entschuldigen Sie, Herr van Helsing. Ich sauge das gleich weg.«
»Jetzt nicht«, meint Geisterjäger van Helsing und wischt sich mit seinem Halstuch den Schweiß von der Stirn. »Du schwitzt halt Sand und kannst ja auch nichts dafür, dass die Kiste so schwer ist.«
Zur gleichen Zeit und nur wenige Schritte entfernt liegt van Helsings Tochter Fanni im Bett. Das Rumpeln und Reden auf dem Flur haben sie geweckt. Sie schlägt die Augen auf. Neben ihrem Kissen liegt noch aufgeschlagen das Schulbuch Geister, Monster und Gruselwesen. Fanni ist gestern darüber eingeschlafen, denn morgen schreibt sie bei Mister Mumie einen Test in Gruselkunde. Als sie nun sieht, wie ihr Papa von außen die Klinke herunterdrückt, tut Fanni so, als würde sie schlafen. Sie hört ein Knirschen und dann Schritte, die näher kommen.
Eine Stimme flüstert liebevoll: »Fanni, aufwachen! Liebling!«
Sie drückt ihre Augen fester zu. Doch gleichzeitig steigt ihr ein Duft in die Nase, ein Duft von … frischen Schokomuffins! Sie liebt Schokomuffins! Sie schlägt die Augen auf. Da steht er auf dem Nachtschränkchen: ein Riesenschokomuffin in Totenkopfform.
»Trara! Trara! Dein Geburtstag ist da!«, ruft ihr Vater und zieht schwungvoll seinen Hut. Und Mister Mumie schiebt ächzend das Geschenk mit der Schleife herein.
Fanni strahlt. »Das ist ja riesig!« Ehe ihr Vater etwas sagen kann, klopft es in der Kiste und eine Stimme dringt daraus hervor: »Hallo? Hallo!?«
Fanni traut ihren Ohren nicht. Vergangenes Jahr hat sie von ihrem Vater einen Geistersucher bekommen, und davor eine Vampirbarbie. Aber ein Geschenk, das sprechen kann, das hatte sie noch nie.
»Höhöm.« Ihr Vater räuspert sich. »Liebe Fanni. Heute ist dein zehnter Geburtstag und …«
Wieder dringt ein »Hallo!« aus der Kiste.
Mister Mumie tritt kurz dagegen und zischt: »Ruhe!«
»Ist da einer drin?«, fragt Fanni.
»Nein, nein, mein Kind. Ich habe nur gemurmelt«, erklärt Mumie. »Denn ich musste soeben lesen, dass ein russischer Milliardär Draculas Schloss gekauft hat.«
»Also, Fanni«, unterbricht ihn van Helsing und setzt den Hut wieder auf. »Du wünschst dir doch schon so lange einen Spielkameraden und Freund. Heute sollen zu deinem zehnten Geburtstag …«
Weiter kommt er nicht, denn nun hämmert und rumort es noch lauter in der Kiste. Irgendetwas will unbedingt raus. Und dann geht alles ganz schnell: Die Kiste wackelt, die rote Schleife fällt herunter, Holz splittert und KRAAAAAACKS fliegt das ganze Geschenk auseinander. Mit erhobenem Schwert springt ein junger Burggeist daraus hervor. Er trägt einen geringelten Pulli, grüne weite Hosen, rote Schuhe, hat blonde Haare und ein mächtiges glänzendes Schwert.
Fanni ist geschockt: Soll das etwa ihr Geschenk sein? Was ist das denn für eine doofe Idee? Freunde verschenkt man nicht! Egal wie süß dieser Geist auch aussieht, so einen Freund kann ihr Vater gleich wieder einpacken.
Van Helsing greift sich einen Stuhl und hält ihn wie ein Schutzschild vor sich: »Nimm das Schwert herunter, Finn! Beruhige dich.«
Der junge Geist wundert sich. Woher kennt der Mann seinen Namen? Wie ist er überhaupt hierhergekommen? Und wie soll er sich beruhigen? Schließlich hält ihm der Mann einen Stuhl vor die Nase und dieses Mädchen trägt einen Schlafanzug mit lauter Gespenstern und Monstern in Käfigen. Und was sucht der Kerl mit den Mullverbänden neben ihm? Der sieht aus wie eine ägyptische Mumie. Das sind ihm zu viele Verrückte vor dem Frühstück. Er hat Hunger, gespenstisch gigantischen Hunger.
Finn packt das Schwert fester und sagt laut: »Buhuhu!«
Doch ein Buhuhu schreckt weder Fanni noch van Helsing. Schließlich ist Finn im Haus eines Geisterjägers gelandet.
»Leg deine Waffe ab«, befiehlt Fannis Vater. »Ich bin Mark van Helsing. Wir wollen dir nichts Böses.«
Der Geist starrt auf die Narbe des Geisterjägers. Sie sitzt wie ein Haken auf seiner Wange. Im selben Moment springt Fanni vom Bett, reißt das Geisternetz von der Wand und will es dem Geist überwerfen. Doch der hechtet zur Seite und angelt sich, schwuppdiwupp, mit der Schwertspitze den Schokomuffin.
»Hey, lass das!«, ruft Fanni entrüstet. »Lass sofort …!«
Mit nur drei Bissen verschwindet haps, haps, haps ihr Muffin in Finns Mund. Fanni ist stinksauer. Die Sommersprossen auf ihrer Nase glühen: »Du verfresse ner … «
»Tut mir leid! Musste sein! Mehr passt sowieso nicht rein«, reimt Finn. Die Krümel sprudeln dabei aus seinem Mund wie aus einem Springbrunnen. Dann rennt er zur Tür hinaus.
»Geisteralaaaarm!«, schreit van Helsing. Fanni zieht ihren grün gepunkteten Rock an, wirft sich noch einen Pulli über und folgt ihrem Vater. Der rutscht prompt vor der Tür auf Mumies Sand aus und schliddert auf dem Hosenboden wie auf einer Schlittschuhbahn. Dabei kommt er Finn immer näher. Gerade will er ihn am Hosenbein packen, da biegt der Geist scharf nach links in den Gang ab und van Helsing prallt mit voller Wucht gegen die Wand. Reglos bleibt er liegen.
Finn hat das aus dem Augenwinkel gesehen. Er stoppt, lässt sein Schwert fallen und will dem Geisterjäger zu Hilfe eilen. Doch jetzt schießt schon Fanni um die Ecke. Van Helsing hat sich mühsam aufgerichtet und spornt seine Tochter an: »Los, hol ihn dir!«
Finn macht auf dem Absatz kehrt und flieht durch eine Tür und eine steile Treppe hinunter in den Keller.
2
Das Land der lebenden Puppen
Der Keller der Villa
