Maradona Mío: Mein Leben mit dem Besten
Von Florian Weber
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Buchvorschau
Maradona Mío - Florian Weber
Die Erscheinung
Diego kam im Sommer 1982 in mein Leben. Wir Buben saßen achtjährig auf dem Asphalt vor dem Kaufhaus Schmederer und klebten Panini-Bilder in unsere Alben, umgehend nach dem Kauf der zwei Päckchen, weil mehr war mit den 50 Pfennigen nicht drin, die man der Mama aus dem Geldbeutel stibitzt hatte. Die Ablösefolien der Klebebilder wirbelte der Wind davon. Passanten mussten mühevoll über die achtlos hingeworfenen BMX-Räder steigen, ältere Personen murrten:
„Es Saukrippen! Habt’s woi scho lang koa Watschn mehr kriagt".
Entweder hörten und sahen wir nichts (ein bisschen so wie im Matheunterricht), predigten scheinheilig irgendwas von Notfall (ein bisschen so wie im Religionsunterricht) oder waren vertieft in unsere Aktion (ein bisschen so wie im Sportunterricht) und es wäre Wahnsinn, wär’s so gewesen, aber es könnte tatsächlich das erste Bildchen gewesen sein, das ich ausgepackt habe: Nummer 176, ein Spieler vom amtierenden Weltmeister Argentinien – Diego Armando Maradona.
Grimmiger, entschlossener Blick, in die Ferne gerichtet, als säße oben auf den Rängen in der Weite des Stadions ein Zuschauer mit einem Banner, auf dem steht: „Maradona, du Pflunzn!"
Ich mochte den Mann sofort.
Madonna, las ich anfangs. Lustig, wie die Maria, Mutter Gottes. Während ich ihn vorsichtig in den dafür vorhergesehenen Rahmen klebte, kam mir der volle Name nochmal über die Lippen. „Diego Armando Maradona."
So, dachte ich, sollte man als Fußballer heißen. Nicht Karl-Heinz oder Hansi oder Harald.
Ich blätterte zur deutschen Nationalmannschaft und platzierte dort meine nächste Klebeerrungenschaft. Uwe Reinders.
Der Mann sollte später auch einmal wegen seiner Hand beziehungsweise den Händen Berühmtheit erlangen. Nicht so wie Diegos Hand 1986 – die Hand Gottes –, aber Uwe Reinders gelang die Mutter, also die Madonna aller Einwurftore (quasi der Maradona unter den Einwurftoren). Und zwar in der Bundesligasaison direkt nach der WM ’82 gegen Jean-Marie Pfaff vom FC Bayern München. Reinders katapultierte den Ball per Einwurf aufs Tor, und der wurde von Jean-Maries Finger, übrigens in seinem ersten Spiel für die Roten, ins Netz gelenkt, somit so gültig wie sensationell.
Über Uwes Tor freute ich mich damals als vager 60er-Fan natürlich kurz.
Über Diego freute ich mich ein Leben lang.
In meinem Herzen ging sein Stern 1986 auf. Denn in diesem pummelig wirkenden kleinen Derwisch erkannte ich mich selbst. Ich war als junger Mensch auch eher klein, wenn auch ziemlich dünn und muskulös. Ich war schnell. Das war meine Waffe. Klar hatte auch ich ein paar Tricks auf Lager, aber aufgrund meines Speeds war bei mir eben der Bauerntrick (links Ball, rechts Flo am Gegner vorbei) der verlässlichste. Später kam noch eine Fähigkeit hinzu, mit der ich mir Vorteile verschaffte, aber eher Uwe-Style als Diego-Kopie: der weite Einwurf.
Was Diego da im Fernsehen bei der WM in Mexiko 1986 veranstaltete, hatte in meinen Augen etwas Zirkushaftes. Seine Rotationen und schnellen Antritte nach Tricks und Körperfinten waren etwas Neuartiges für mich. Weil manche Gegner binnen Millisekunden gefühlt Lichtjahre hinterher waren, empfand ich manche Spielszenen als Slapstick. Der Ball war wie ein Wattebausch an Maradonas Fuß, als würde er ihn mit einer kurzen Gummischnur bei sich halten. Die Bilder der TV-Übertragung waren längst nicht so brillant wie heute, aber wir hatten Farbfernsehen und unter der mexikanischen Sonne tanzte diese blau-weiß-gestreifte Nummer 10 über das grüne Parkett, Fred Astaire überhaupt nichts
