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Eine rätselhafte Krankheit: Die neue Praxis Dr. Norden 53 – Arztserie
Eine rätselhafte Krankheit: Die neue Praxis Dr. Norden 53 – Arztserie
Eine rätselhafte Krankheit: Die neue Praxis Dr. Norden 53 – Arztserie
eBook111 Seiten1 StundeDie neue Praxis Dr. Norden

Eine rätselhafte Krankheit: Die neue Praxis Dr. Norden 53 – Arztserie

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Über dieses E-Book

Die neue Praxis Dr. Norden - So war es nicht geplant, doch Dr. Danny Norden betrachtet es als Chance. Äußere Umstände zwingen ihn zu einem Neustart. Und diesen nimmt Danny tatkräftig in Angriff, auch, wenn er mit Abschied, Trennung, Wehmut verbunden ist. Dr. Danny Norden praktiziert jetzt in seiner neuen, modernen, bestens ausgestatteten Praxis. Mit Kompetenz, Feingefühl und Empathie geht er auf seine Patienten zu und schafft ein Klima, das die Genesung fördert: eben Dr. Danny Norden, wie er leibt und lebt, und er wird immer besser!

»Guten Morgen, Herr Winter, was können wir für Sie tun?«, fragte Sophia ihren ersten Patienten an diesem Morgen. Christian Winter, ein junger Journalist, der bisher nur hin und wieder zu einem Check-up in die Praxis gekommen war, sah mitgenommen aus. Er war blass, hatte dunkle Augenringe, sein blondes Haar wirkte strohig und er schien auffallend unruhig. »Ich denke, ich brauche etwas zur Beruhigung, ich kann im Moment nur schlecht abschalten«, sagte Christian. »Das ist kein schöner Zustand, das kann ich mir vorstellen«, entgegnete Sophia mitfühlend. »Nehmen Sie im Wartezimmer Platz, Herr Winter«, bat sie ihn. »Danke«, sagte Christian und ging in das noch leere Wartezimmer mit den bequemen gelben Sesseln, das nur durch eine Glaswand von der hellen Empfangsdiele mit dem modernen weißen Tresen getrennt war. Gleich nach ihm kamen eine junge Frau und ein älterer Mann ins Wartezimmer. So wie sie miteinander umgingen, waren sie vermutlich Vater und Tochter. Nach den beiden kam Frau Korneder, die in dem Haus gegenüber von ihm wohnte. »Hallo, Christian, bist krank?«, fragte Frau Korneder, die ein hellblaues Dirndl und darüber eine dunkelblaue Strickjacke trug. »Nicht wirklich, vermutlich fehlen mir nur ein paar Vitamine«, antwortete Christian lächelnd, als sie sich auf den Sessel neben ihn setzte. Frau Korneder war eine gute Bekannte seiner Mutter und fühlte sich dazu berufen, immer ein Auge auf ihn zu haben, seitdem seine Eltern vor ein paar Jahren an den Bodensee gezogen waren, in ihre hübsche kleine Wohnung, die sie sich nach dem Verkauf ihres Elektrowarengeschäftes gekauft hatten.
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum14. Mai 2024
ISBN9783989861275
Eine rätselhafte Krankheit: Die neue Praxis Dr. Norden 53 – Arztserie

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    Buchvorschau

    Eine rätselhafte Krankheit - Carmen von Lindenau

    Die neue Praxis Dr. Norden

    – 53 –

    Eine rätselhafte Krankheit

    Unveröffentlichter Roman

    Carmen von Lindenau

    »Guten Morgen, Herr Winter, was können wir für Sie tun?«, fragte Sophia ihren ersten Patienten an diesem Morgen. Christian Winter, ein junger Journalist, der bisher nur hin und wieder zu einem Check-up in die Praxis gekommen war, sah mitgenommen aus. Er war blass, hatte dunkle Augenringe, sein blondes Haar wirkte strohig und er schien auffallend unruhig.

    »Ich denke, ich brauche etwas zur Beruhigung, ich kann im Moment nur schlecht abschalten«, sagte Christian.

    »Das ist kein schöner Zustand, das kann ich mir vorstellen«, entgegnete Sophia mitfühlend. »Nehmen Sie im Wartezimmer Platz, Herr Winter«, bat sie ihn.

    »Danke«, sagte Christian und ging in das noch leere Wartezimmer mit den bequemen gelben Sesseln, das nur durch eine Glaswand von der hellen Empfangsdiele mit dem modernen weißen Tresen getrennt war.

    Gleich nach ihm kamen eine junge Frau und ein älterer Mann ins Wartezimmer. So wie sie miteinander umgingen, waren sie vermutlich Vater und Tochter. Nach den beiden kam Frau Korneder, die in dem Haus gegenüber von ihm wohnte.

    »Hallo, Christian, bist krank?«, fragte Frau Korneder, die ein hellblaues Dirndl und darüber eine dunkelblaue Strickjacke trug.

    »Nicht wirklich, vermutlich fehlen mir nur ein paar Vitamine«, antwortete Christian lächelnd, als sie sich auf den Sessel neben ihn setzte.

    Frau Korneder war eine gute Bekannte seiner Mutter und fühlte sich dazu berufen, immer ein Auge auf ihn zu haben, seitdem seine Eltern vor ein paar Jahren an den Bodensee gezogen waren, in ihre hübsche kleine Wohnung, die sie sich nach dem Verkauf ihres Elektrowarengeschäftes gekauft hatten. Er wollte nicht, dass sie seine Eltern in Aufregung versetzte, weil sie glaubte, er sei krank.

    »Also, das könnt schon sein, dass dir Vitamine fehlen. In letzter Zeit warst ja nicht recht oft draußen«, stellte Frau Korneder fest.

    »Ich hatte viel zu tun«, sagte Christian. Er liebte seine Arbeit als freier Journalist, dass er zu Hause arbeiten konnte und nicht an feste Zeiten gebunden war, aber manchmal war es auch eine echte Herausforderung. Im Moment schrieb er eine Story über Kinder, die nach der Geburt im Krankenhaus vertauscht wurden. Er hatte vor einiger Zeit von so einem Fall in seiner Nachbarschaft erfahren und wollte nun herausfinden, wie häufig so etwas passierte. Was sich allerdings schwierig gestaltete, da niemand gern darüber sprach.

    »Geh, nimmst dir nicht ein bissel Zeit für deine Isa? Sie wohnt doch seit letzter Woche bei dir«, sprach Frau Korneder ihn auf seine Freundin Isa an, die bis vor Kurzem noch in Wien gelebt hatte und nun endlich zu ihm gezogen war.

    »Wir kommen gut zurecht, Frau Korneder, uns geht es gut«, versicherte er seiner Nachbarin, obwohl das nicht so ganz stimmte. Seine Arbeit schien ihn mehr zu belasten, als er ursprünglich annahm. Sie beeinflusste seine Laune, und manchmal ließ er diese Laune ungerechtfertigt an Isa aus. Das war mies von ihm, daran musste sich schnell etwas ändern, sonst würde Isa sicher nicht lange bei ihm bleiben. Er musste einfach mal wieder richtig schlafen, dann würde es ihm schnell besser gehen.

    »Dann werdet ihr wohl bald heiraten«, sagte Frau Korneder.

    »Könnte sein«, antwortete Christian lächelnd.

    »Weiß denn die Alena schon von deinen Heiratsplänen?«

    »Warum sollte ich mit ihr darüber sprechen«, wunderte sich Christian, dass sie seine Ex-Freundin erwähnte, von der er sich vor vier Jahren getrennt hatte. Sie hatten damals für ein paar Monate zusammengewohnt, er hatte aber schnell gemerkt, dass es nicht passte und war wieder ausgezogen. Alena hatte ihm das zuerst übel genommen, aber inzwischen sollte sie wohl darüber hinweg sein.

    »Die Alena wohnt doch seit ein paar Wochen hier bei uns in der Fußgängerzone. Ich sehe sie ab und zu. Sie fragt auch immer nach dir. Ich hab ihr erzählt, dass du bald heiratest. Sie meinte, dass sie leider nicht so viel Glück hatte, sie ist noch auf der Suche nach dem perfekten Mann.«

    »Ich wünsche ihr viel Glück, dass sie ihn findet. Einen schönen Tag, Frau Korneder«, sagte er, als Daniel Norden ihn in diesem Moment bat, in sein Sprechzimmer zu kommen.

    »Ja, dir auch, grüß deine Isa von mir.«

    »Das mache ich gern«, entgegnete Christian.

    »Hallo, Herr Winter, bitte, nehmen Sie Platz«, bat Daniel seinen ersten Patienten an diesem Morgen. »Was kann ich für Sie tun?«, fragte er, nachdem sich Christian auf einen der beiden gelben Stühle vor seinen Schreibtisch gesetzt hatte.

    »Ich kann in letzter Zeit nicht mehr gut schlafen, tagsüber bin ich dann oft gereizt. Meine Freundin, die gerade erst zu mir gezogen ist, findet das gar nicht gut, zumal wir eigentlich vorhatten, unsere Hochzeit zu planen. Wenn ich so weitermache, wird daraus aber vielleicht nichts mehr werden.«

    »Haben Sie denn schon einmal mit jemandem zusammengewohnt?«

    »Während meiner Studienzeit habe ich eine Zeit lang in einer WG mit zwei Studienkollegen gewohnt, da gab es nie Probleme. Irgendwann bin ich mit Alena, meiner damaligen Freundin, in ein kleines Appartement in der Nähe des Stachus` gezogen, das ging aber nicht lange gut. Nach einem halben Jahr bin ich ausgezogen, weil sie mich mit ihrem beinahe manischen Ordnungsbedürfnis fast wahnsinnig gemacht hatte.« Frau Korneder hatte ihn gerade an diese Zeit mit Alena erinnert, nur deshalb kam er jetzt überhaupt darauf, seinem Arzt von ihr zu erzählen.

    »Ist Ihre Freundin ihr in diesem Punkt ähnlich?«

    »Nein, überhaupt nicht, sie achtet schon auf Ordnung, aber sie holt nicht gleich den Staubsauger, wenn ein Krümel auf dem Boden liegt oder desinfiziert jeden Tag das Badezimmer.«

    »Es liegt also nicht daran, dass Ihnen allzu viel Nähe Probleme bereitet?«

    »Nein, auf keinen Fall, jedenfalls nicht mit Isa. Ich bin sehr glücklich, dass sie jetzt bei mir ist. Ich denke, ich bin einfach nur überarbeitet und kann deshalb nicht richtig schlafen.«

    »Recherchieren Sie noch immer über Babys, die nach der Geburt vertauscht wurden?«, wollte Daniel wissen. Er konnte sich noch gut daran erinnern, dass Christian ihm vor ein paar Wochen, als er wegen einer Gastritis bei ihm war, von dieser Geschichte, an der er gerade arbeitete, erzählt hatte.

    »Ich habe viele Tränen gesehen. Die betroffenen Familien, die erfahren, dass das Kind, das sie lieben, nicht ihr eigenes ist, sind traumatisiert. Und in den Krankenhäusern spricht man auch nicht gern über solche Vorfälle, aber sie zu verschweigen, ist keine gute Idee, deshalb schreibe ich diese Geschichte. Aber ich muss auch hin und wieder abschalten können.«

    »Das verstehe ich, Herr Winter.«

    »Ich weiß, dass Sie das nachvollziehen können. Ich habe auch die beiden Familien interviewt, die erst durch den Besuch in ihrer Praxis herausgefunden haben, dass ihre Kinder vertauscht wurden. Sie erinnern sich bestimmt noch an das Kind mit der Iris-Heterochromie.«

    »Ja, natürlich erinnere ich mich daran«, sagte Daniel. Die beiden jungen Mütter, die sich damals in seiner Praxis begegneten, hatten einiges durchmachen müssen, als ihnen klar

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