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Mord in Bärenklau: Krimi
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eBook171 Seiten1 Stunde

Mord in Bärenklau: Krimi

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Über dieses E-Book

Roman von Peter Wilkening



Im beschaulichen Bärenklau geschieht Unbegreifliches: Die attraktive Maria wird urplötzlich vermisst, ein Unfall scheint ausgeschlossen.

Während die Ermittlungen der Polizei scheinbar ins Leere laufen, formiert sich entschlossen eine Bürgerwehr. Man will selbst für Recht und Ordnung sorgen, Bärenklau soll sauber bleiben. Doch die Ereignisse überstürzen sich und was als couragierte Gemeinschaft begann, entwickelt sich zum Mob. Bald kann sich niemand mehr seines Lebens sicher sein – und die junge Maria gerät in Vergessenheit. Bis eines Tages plötzlich Wahrheiten ans Licht kommen, die für alle Betroffenen schwere Folgen haben...

Peter Wilkening geboren am 12.6.1962 in Bremerhaven, gelebt in Berlin und Bärenklau (Oberkrämer), verstorben am 3.7.2018
SpracheDeutsch
HerausgeberCassiopeiaPress
Erscheinungsdatum30. Sept. 2023
ISBN9783753210896
Mord in Bärenklau: Krimi

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    Buchvorschau

    Mord in Bärenklau - Peter Wilkening

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author

    © dieser Ausgabe 2023 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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    Alles rund um Belletristik!

    1

    Sie lebt schon immer in Bärenklau. Sie ist eine Einheimische. Mittlerweile 35 Jahre alt. Sie hat die Wende mit 17 Jahren erlebt. Da fuhr sie mit ihrem damaligen Freund Frank mit seinem Trabbi nach West-Berlin.

    Wie waren sie euphorisch und was ist heute noch davon übriggeblieben?

    Der Alltag ist schnell wieder gekommen. Die Alltagssorgen. Manchmal wünschte sie sich die alten Verhältnisse zurück. Ihr Freund ist wahrscheinlich an der Wende zerbrochen.

    War er vorher bei der LPG als Schlosser beschäftigt, kam für ihn nach der Wende bald die Arbeitslosigkeit. Sein Betrieb wurde abgewickelt. So wie viele andere auch.

    Nun hat er fast seinen Lebensmut eingebüßt. Und sie konnte es mit ihm nicht mehr ertragen. Sein ausgeprägter Pessimismus übertrug sich auch auf sie. Sie wollte wieder richtig glücklich sein. Unbeschwert das Leben genießen. Befreit lachen können. Ausgelassen fröhlich sein.

    In dieser Phase lernte sie Karl näher kennen. Er war verheiratet, aber an einem Verhältnis sehr interessiert. So kamen sie sich im Frühling des Jahres 1995 näher.

    Es passierte im Wald in Bärenklau. Auf einem Spaziergang. In der Nähe des Hochstandes. Er hatte eine Decke mitgebracht und ging ihr sogleich an die Wäsche. Aber er war zugleich zärtlich und erfahren. Sie spürte bei ihm Geborgenheit und Sicherheit.

    Ganz anders als bei Frank. Und Karl stellte auch in Aussicht, sich für sie eines Tages zu entscheiden und sich von seiner Frau zu trennen.

    Damals als junge Frau mit 23 Jahren glaubte sie an ihn. Heute würde sie es nicht mehr tun. So war sie eigentlich während des Verhältnisses mit Karl nie richtig glücklich und fühlte sich eher ausgenutzt. Aber sie ließ die Sache noch eine Weile weiterlaufen.

    Bis sie 3o wurde. Da machte sie einen Schlussstrich und beendete diese Geschichte. Sehr zum Leidwesen von Karl. Nun bettelte er um eine Fortsetzung. Er versuchte es mit allen möglichen Beteuerungen und Verlockungen. Aber sie blieb standhaft, wahrscheinlich zum ersten Mal in ihrem bisherigen Leben. Ihre berufliche Geschichte ist auch schnell erzählt. Sie machte 1990 Abitur und fing dann eine Ausbildung zur Bankkauffrau in „West-Berlin" an.

    Diese beendete sie vier Jahre später erfolgreich. Danach arbeitete sie in Berlin bei der Profitbank und verdiente mit 22 Jahren bereits gut.

    Leider wurde sie wenige Jahre später in einen Unterschlagungsfall verwickelt und zur Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses aufgefordert, obwohl sie keine Schuld trug. Dies kommt ihr heute im Rückblick wie ein böser Alptraum vor. Sie kennt den wahren Schuldigen, aber die Leitung der Bank schenkte ihr keinen Glauben. Und sie konnte es nicht beweisen. Mit 27 schon arbeitslos und unehrenhaft entlassen. Das war eine schwere Zeit. Aber nach 2 Jahren fand sie wieder einen Job.

    Man gab ihr wieder eine Chance. Im Supermarkt. In Leegebruch. Bei Super Aktiv. Sogar als Filialleiterin. Da konnte und kann sie ihre kaufmännischen Bankkenntnisse einbringen.

    Seit 6 Jahren ist sie jetzt dort beschäftigt. Und sie ist zufrieden. Mit sich und ihrem Leben. Sie ist selbständig und unabhängig. Im Remontehof hat sie eine kleine aber feine Einliegerwohnung bezogen. Sie hat in Bärenklau noch ihre Eltern, Bekannte und Freunde. Mit Frank und Karl hat sie aber keinen Kontakt mehr.

    Und das ist auch besser so.

    2

    Er wohnt seit 13 Jahren in Bärenklau. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern. Beide Kinder wurden hier geboren. Sie sind seinerzeit von „West-Berlin" aus Kostengründen hierher umgezogen. In eine schöne Doppelhaushälfte mit 160 qm Wohnfläche zuzüglich Dachboden und einem schönen Garten. Gerade vor ein paar Wochen wurde die Hausfassade neu gestrichen. Jetzt strahlt sie wieder in einem frischen Gelbton. Das passt gut zu dem roten Dach. Für 430.000,– DM konnten sie damals ihr Häuschen erwerben. In Berlin hätten sie für die gleiche Qualität 200.000,– DM mehr bezahlt. So nehmen sie den weiten Arbeitsweg von 40 km auf sich. Es lohnt sich trotzdem. Auch die Steuer hilft ein wenig dabei. Sie wohnen im Knutbärweg in der Bärensiedlung. Mit dem Haus haben sie bereits ein wenig Pech gehabt. Zuerst musste das Dach neu gedeckt werden, dann war die Terrasse zu sanieren. Da kamen schnell 30.000,– DM zusammen. Und das war nicht alles. In den 13 Jahren haben sie insgesamt mehr als 35.000,– € ins Haus gesteckt. Sie sprechen in diesem Zusammenhang immer von einer Sparbüchse mit einem großen Loch. So müssen auch sie ihr Geld zusammenhalten. Sicherlich verdient er als Bankdirektor einer kleinen Filiale in Berlin ganz gut, aber sie wollen ja auch ein wenig leben. Sich auch mal einen Urlaub gönnen. Den Kindern soll es gut gehen. Deshalb hatten sie vereinbart, dass seine Frau für die Kinder dasein und nicht mehr arbeiten gehen sollte. Das Schulgeld für die Privatschule in Berlin-Frohnau bezahlt sich auch nicht von allein. Aber wenn er nach getaner Arbeit am Nachmittag nach Hause kommt, fühlt er sich unendlich wohl. Entweder im Winter im Haus am offenen Kamin sitzen oder im Sommer auf der schönen Terrasse entspannen. Mit einem kühlen Getränk oder auch zwei. Da lohnt sich der Aufwand. Beruflich befindet er sich gegenwärtig in einer kleinen Sackgasse. Es hatte in der Vergangenheit einmal eine unangenehme Angelegenheit gegeben. Seitdem haftet ein kleiner Makel auf ihm. Auch wenn man ihm seinerzeit nichts anhängen konnte. Für höhere Aufgaben kommt er zunächst nicht mehr in Betracht. Er hat diese Sache verdrängt und aus seinem Gedächtnis gestrichen. Es ist ja auch schon so lange her. Wenn die Erinnerungen kommen, dann spricht er seiner Frau gegenüber von einer Verschwörung. Und sie glaubt ihm. Sie hält zu ihm. Sie liebt ihn schließlich.

    3

    Er ist seit der Gemeindereform der Gemeindedirektor von der Gemeinde Oberkrämer. Vorher war er in der Gemeindeverwaltung Oberkrämer der Abteilungsleiter des Hauptamtes. Die Gemeinde Oberkrämer besteht aus den Ortsteilen Bärenklau, Schwante, Vehlefanz, Bötzow, Marwitz, Neu-Vehlefanz und Eichstädt. Er wird auch Karl der Große genannt, weil er in seiner Gemeinde alles entscheidet und nichts ohne ihn läuft. Vor der Wende war er in keiner Partei, aber man sagt ihm auch heute noch Stasi-Kontakte nach. Doch dieses Thema wird unter seinen Parteifreunden gemieden. Man will es sich nicht mit ihm verscherzen. Eine Zeit lang wurde er sogar als Kreisrat vom Landkreis Oberhavel gehandelt. Aber irgendwie hat es dann doch schließlich nicht gereicht. Er ist zufrieden, mit dem was er erreicht hat. Vor zwei Jahren wurde die Dotierung seiner Stelle angehoben. Nun bekleidet er die Besoldungsgruppe A 16. Immerhin wird er damit bezahlt wie ein Schulleiter und Oberstudiendirektor oder leitender Oberregierungsdirektor. Das ist doch schon etwas. Und er musste hart dafür arbeiten.

    Privat führt er eine glückliche Ehe. Schon seit vielen Jahren. Er hat zwei erwachsene Söhne. Ja gut, wenn man so lange zusammen ist, dann kommt man manchmal im Ehealltag auf dumme Gedanken. So erging es ihm mit Maria. Sie war so viel jünger als er. Er erlag einfach ihren Reizen. Mit 23 wirkte sie so fraulich und gleichzeitig jugendlich. Er musste sie einfach haben und besitzen. Und die 25 Jahre Altersunterschied merkte man ihm überhaupt nicht an. Er liebte sie stets wild und ungestüm. Da konnten auch die jungen Burschen nicht mithalten.

    Für seine Frau tat ihm diese Episode schon leid. Sie ließ sich natürlich in Bärenklau, seinem Wohnort, nicht verheimlichen. Aber alle schwiegen und taten so, als wäre nichts. Er ist froh, dass er nach 7 Jahren wieder heil aus dieser Affäre herauskam. Zugegeben, von sich aus hätte er diese Beziehung nicht aufgelöst.

    Da bewunderte er die Stärke von Maria. Das hätte er ihr nicht zugetraut. Nun nach 5 Jahren hat er dieses Verhältnis aus seinen Gedanken verdrängt. Es geht ihm ohne diese Beziehung erheblich besser. Er muss nicht mehr ständig seine Frau belügen. Und sie verstehen sich auch wesentlich besser als früher. Manchmal dachte er, dass seine Frau sogar ein wenig stolz auf ihn wäre, da er bei einer erheblich jüngeren Frau landen konnte.

    Jedenfalls ist sie auch heute noch immer sehr aufmerksam ihm gegenüber.

    Er hatte damals nur einen Fehler gemacht. Ein einziges Mal ist er schwach geworden und hat sich verplappert. Hat zu viel von sich Preis gegeben. Sich offenbart. Gegenüber Maria. Im Anschluss an eine besonders schöne und intensive Liebesnacht im Hotel. Er erzählte aus seiner Vergangenheit. Von der Stasi und ihren Methoden und von seiner Mitwirkung, wenn auch nur in einem einzigen Fall. Wenn er daran zurück denkt, könnte ihm schlecht werden.

    Warum hat er sich nur so gehen lassen? Hoffentlich hält Maria dicht. Er will schließlich seine baldige Pensionierung nach A 16 nicht gefährden.

    Aber ein Funken Unsicherheit bleibt zu jeder Zeit bestehen.

    4

    Er fühlt sich schlecht. Gestern hat er in der kleinen Kneipe in Bärenklau wieder einen über den Durst getrunken. Nun ist auch seine Brieftasche leer. Wenn der Kater einsetzt, wird ihm seine

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