Aufbruch in eine neue Zeit: Die neue Freiheit in den Sechzigerjahren
Von Elmar Reinke
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Über dieses E-Book
In verschiedenen Episoden führt er den Leser in eine Welt des Aufbruchs, des Fortschritts, der vielen Neuerungen und am Ende auch der sozialen Umwälzungen, die z.T. in Gewalt mündeten.
Es war eine Zeit, die alles war, nur keine Zeit des Stillstands.
Elmar Reinke
Elmar Reinke, geboren 1946, hat in Kiel und Freiburg Jura studiert. Nach kurzer Tätigkeit als Rechtsanwalt ist er zunächst im öffentlichen Dienst und später in einem großen Telekommunikationsunternehmen tätig gewesen. Nach dem Ende seiner beruflichen Laufbahn hat er sich dem Thema "Schicksal des Bernsteinzimmers" gewidmet und die Erkenntnisse aus seinen Nachforschungen 2015 in einem Buch veröffentlicht. Heute lebt er mit seiner Familie in Königswinter bei Bonn.
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Buchvorschau
Aufbruch in eine neue Zeit - Elmar Reinke
Gliederung
Aufbruch in eine neue Zeit
Elfriede K. und ihr Sohn Kai
Auf der Jagd nach Autogrammen
Die Beatles in Österreich
American Sports: Im Wettkampfmodus
Berlin: »Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten«
Beim Bund in den Sixties
Maharishi Mahesh Yogi
Die Aufklärung über die Dinge des Lebens und was in den Sechzigerjahren daraus wurde
Die deutsch-französische Freundschaft
Änderungen des politischen Klimas
Das Ende der Sechzigerjahre
Aufbruch in eine neue Zeit
In den letzten Jahren hatte ich vieles von dem beschrieben, was mir in meinem bisherigen Leben wichtig war.
Eigentlich sollte der Rückblick damit abgeschlossen sein. Aber je intensiver ich mich mit der Vergangenheit beschäftigte, desto mehr fiel mir auf, dass ich auf einen bestimmten Abschnitt meiner Jugendzeit bisher nur wenig eingegangen war.
Das waren die Sechzigerjahre, die »Swinging Sixties«. Es war die Zeit zwischen den eher langweiligen Fünfzigerjahren in der Nachkriegszeit und den Siebzigerjahren, als in Deutschland und Europa wieder unruhigere Zeiten anbrachen.
Aus meiner Sicht zeigten sich in diesem Jahrzehnt die Vorboten der Änderungen, die bald kommen würden. Während nach dem Ersten Weltkrieg die »Roaring Twenties« eine neue Zeit ankündigten, brachten die »Swinging Sixties« eine plötzliche und nachhaltige Veränderung der Kultur und des Lebensstils.
Die Quelle dieser Veränderungen war London, aus musikalischer Sicht natürlich auch Liverpool. Die »Beatles«, von denen noch die Rede sein wird, stammten aus dieser Stadt.
Vieles wurde bunter, vielleicht auch etwas frecher. Und die Änderungen brachten einen frischen Wind mit sich, und sei es nur in der Mode, wie zum Beispiel die Miniröcke oder die längeren Haare, und es galt auch für das eher lässige Auftreten. Ganz besonders war es eine neue Unbefangenheit. Es hatte auch etwas Befreiendes.
Übrigens war es auch eine Ära mit neuen Erfindungen, die unser Leben bis heute prägen. In Deutschland hat vieles, was heute selbstverständlich ist, seinen Ursprung in dieser Zeit. Das gilt für vieles, von der »Pille« (ab 1961) bis zur Einführung des Farbfernsehens (ab 1969). Ähnliches galt zum Beispiel auch für Diskotheken, die allerdings inzwischen wieder an Bedeutung verloren haben.
London löste damals Paris als kulturelles Zentrum ab. Diese Stadt hatte bis dahin mit ihren Jazzlokalen, den Kinofilmen, der französischen Literatur das eher studentische und intellektuelle Umfeld geprägt.
Für mich waren die Sechzigerjahre die Zeit zwischen meinem 14. und 24. Lebensjahr. Das war natürlich auch der Lebensabschnitt, der mich besonders geprägt hat.
Im Folgenden will ich einige Geschichten aus diesem Jahrzehnt erzählen. Es sind Geschichten, die typisch für dieses Zeit waren, und solche, die ich direkt miterlebt hatte.
Die erste Geschichte ist dabei noch in der Nähe des vorangegangenen Jahrzehnts in Deutschland einzuordnen, also den Fünfzigerjahren. Man spürt sogar noch den langen Schatten der Dreißigerjahre.
Dabei wird auch der Unterschied deutlich zwischen den Fünfzigerjahren und den bald danach aufkommenden eher lockeren Sechzigern, den »Swinging Sixties«.
Elfriede K. und ihr Sohn Kai
Diese Geschichte zeigt, wie ein kleiner Vorfall an einer Schule völlig aus dem Ruder laufen kann.
Passiert war Folgendes: Es war etwa im Jahr 1959 oder 1960. Wir hatten an einem heißen Sommertag Unterricht in der sechsten Stunde, also kurz vor dem Ende des Schultags. Es war eine Mathematikstunde. Die Konzentration
