Im Spannungfeld von Ökonomie und Ethik: Orientierungen für eine gelingende Personalführung und eine grundsätzliche Anfrage
()
Über dieses E-Book
Ähnlich wie Im Spannungfeld von Ökonomie und Ethik
Titel in dieser Serie (4)
Heil ohne Kirche?: Antworten von Karl Rahner, dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der Erklärung Dominus Iesus Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebe: Drei Annäherungen an ein Phänomen: theologisch - philosophisch - paradox Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIm Spannungfeld von Ökonomie und Ethik: Orientierungen für eine gelingende Personalführung und eine grundsätzliche Anfrage Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGnade – Geist – Gebet: Texte zu Theologie und Spiritualität Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnliche E-Books
Motivierend delegieren, kontrollieren, kritisieren: Wie Sie Mitarbeiter aktivieren statt frustrieren Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRettet die Führung: Worauf es gerade in der neuen Arbeitswelt ankommt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFührung und Teamleistung: Wie empathische und authentische Führung die Teamleistung beeinflusst Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLEAD: Resiliente Organisationen durch einladende Führung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBin ich ein guter Chef?: Der Vorgesetzte im digitalen Zeitalter Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPersonalmanagement: Teil II: Personal führen und entwickeln Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLeadership Bibel: Klarheit und Souveränität in der Führung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFührung und Beratung: Kognitive Landkarten durch die Welt der Führung für Coaching, Supervision und Organisationsberatung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenErfolgreiches Führen von Mitarbeitern: Wie Organisationen ihre Mitarbeitenden langfristig motivieren und begeistern können Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenErfolg durch Leadership: Tipps zum Motivieren und Inspirieren Ihres Teams Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGeschlossene Kreise in der Führung: Weil beim Führen Verbindlichkeit zählt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWillkommen in deinem ersten Führungsjob!: Die 6 entscheidenden Methoden der Teamführung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie proaktive Führungskraft: Mit Skills und Kommunikation zu Leadership Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenCleveres Delegieren: Methoden zum zeitsparenden Delegieren Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFührung für Rechtsanwälte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFührungskultur im Wandel: Klassische und moderne Führungsansätze im Zeitalter der Digitalisierung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas FSI Führungsstilinventar und das Integrative Führungsmodell: Universität Mannheim - Fakultät für Sozialwissenschaften Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenCultural Leadership II: Instrumente der Personalführung in Kulturbetrieben Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie neue Macht der Mitarbeiter: Wie man Mitarbeiter gewinnt, begeistert und hält. Employer Clienting® Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFÜHREN VOR WISSEN: Wieso der Führungsstil entscheidend ist Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchlüsselkompetenz Zuhören Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTools für die wirksame Führung im stetigen Wandel - Vol. 1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWelpenschutz oder Kickstart?: Wie die ersten 100 Tage als Führungskraft gelingen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Preis ist zu hoch: Geld und Glück verhandeln Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMitarbeitermotivation leicht gemacht: Tipps für die Motivationsarbeit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEffektives Coaching: Der Schlüssel zur persönlichen Entwicklung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVom Kollegen zur Führungskraft - so werden Sie anerkannt: Plötzlich befördert und nun? Dieses Buch hilft wirklich weiter. Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Allgemeine Belletristik für Sie
Das Schloss Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Kinder- und Hausmärchen Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Der Struwwelpeter - ungekürzte Fassung: Der Kinderbuch Klassiker zum Lesen und Vorlesen Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Die Frau ohne Schatten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Schnupfen Bewertung: 3 von 5 Sternen3/5Das Kreuz mit den Präpositionen: Welche Präposition ist richtig? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGermanische Mythologie: Vollständige Ausgabe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFaust (German Edition) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDienstanweisung für einen Unterteufel Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Zauberberge: Ein Jahrhundertroman aus Davos Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpanisch lernen in kürzester Zeit Sparpaket Teil 1,2,3,4,5 zusätzlich Anfängerteil mit schriftlicher Aussprache Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Welle: In Einfacher Sprache Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Prozeß: - mit Leitfaden zur Interpretation - Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBegegnungen mit Büchern Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Peperl Mutzenbacher - Tochter der Josefine Mutzenbacher (Ein Erotik, Sex & Porno Klassiker) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie schönsten Erzählungen von Lew Tolstoi Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Das große Buch der Verschwörungen: Vom 11. September bis zu den Schwarzen Koffern Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie schönsten Weihnachtsgedichte (Über 100 Titel in einem Band): Adventlyrik von deutschen Klassikern: Poetische Feier der Weihnachtszeit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenImmanuel Kant: Gesammelte Werke: Andhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeinrich Heine: Gesammelte Werke: Anhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Aristoteles: Gesammelte Werke: Andhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGrimms Märchen: Gesamtausgabe - 211 Kinder- und Hausmärchen Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Das Nibelungenlied: Vollständige Ausgabe der Nibelungensage Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIm Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque (Lektürehilfe): Detaillierte Zusammenfassung, Personenanalyse und Interpretation Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAndersens Märchen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHandbüchlein der Moral Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSigmund Freud: Gesammelte Werke: Andhofs große Literaturbibliothek Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSternstunden der Menschheit: Historische Miniaturen. Klassiker der Weltliteratur Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5
Verwandte Kategorien
Rezensionen für Im Spannungfeld von Ökonomie und Ethik
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Im Spannungfeld von Ökonomie und Ethik - Cornelius Keppeler
Einführung
Im Spannungsfeld von Ökonomie und Ethik
Orientierungen für eine gelingende Personalführung und eine grundsätzliche Anfrage
Cornelius Keppeler
Dem modernen westlichen Paradigma der Wirtschaft, wie es durch Adam Smith begründet wurde, liegt unter anderem das Prinzip der Aufwand/Nutzen-Relation zugrunde. Dieses führt dazu, dass für Entscheidungen ausschließlich erhebbare Kennzahlen die Grundlage sind und als Ziel des Handelns eine höhere Wirtschaftlichkeit erreicht werden soll. Unter »Wirtschaftlichkeit« werden dabei eine hohe Produktivität, eine hohe Effizienz, eine hohe Rendite und eine hohe Innovationskraft verstanden. Der Mensch scheint dabei gar nicht mehr vorzukommen – jedenfalls nicht in prominenter Rolle. Je mehr die Ökonomie den Menschen als ihren eigentlichen Bezugspunkt aus den Augen verliert, desto mehr rutscht sie in eine Selbstbezüglichkeit ab. Der Prozess dieser Ökonomisierung führt sogar so weit, dass sich dieses Denken auf andere Gesellschaftsbereiche überträgt.¹
Dass der Mensch, der als Person über eine „unantastbare Würde² verfügt, nicht auf einen Faktor unter anderen reduziert werden darf, ruft die katholische Kirche in Erinnerung, wenn sie auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil den Menschen als „Träger und Ziel aller gesellschaftlichen Institutionen
³ qualifiziert. Daraus ergeben sich zwei grundlegende Konsequenzen. Zum einen wird dadurch allen gesellschaftlichen Institutionen, wozu auch die Wirtschaft gehört, ein Dienstcharakter zugewiesen. Zum anderen erhält der Mensch in seinen unterschiedlichen Rollen innerhalb der verschiedenen politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Prozesse einen spezifischen Charakter. Da der Mensch als Person in diesen Prozessen beteiligt ist, erhalten sie eine ethische Dimension. Rekurrierend auf Immanuel Kant und seinen kategorischen Imperativ ist nur der Mensch Selbstzweck.⁴ Wirtschaftliche Aktivität sollte demzufolge nur Mittel dafür sein, dass die daran beteiligten Menschen „mehr Mensch"⁵ werden; sie darf niemals Selbstzweck werden.
Innerhalb des ökonomischen Horizonts sind personale Würde und die damit verbundenen Kategorien wie Freiheit, Solidarität oder Liebe unverständlich, weil sie anhand von Kennzahlen nicht gemessen werden können. Da der ökonomische Blick dafür blind ist, bleiben sie in einer Wirtschaft, die nicht mehr am Menschen ausgerichtet ist, sondern zum Selbstzweck mutierte, ausgeblendet. Dadurch würde das Wirtschaftsgeschehen insgesamt inhuman, weil das spezifisch Menschliche übersehen wird.
Damit die Ökonomie jedoch menschlich bleibt, sind ihr durch die Ethik Grenzen zu setzen. Dort, wo der Mensch nicht nur als Ressource oder Funktionsträger, sondern als Person betrachtet und behandelt wird, hat dies unmittelbare Auswirkungen auf die Art und Weise der Personalführung. Wie solch eine Führung, die sich an den Prinzipien der katholischen Soziallehre orientiert, aussieht und wie sie sich auch in herausfordernden Führungskontexten bewähren kann, zeigt der erste Beitrag dieses Buches.
Dass eine gute Personalführung keine abstrakte Gedankenspielerei sein muss, sondern sich zu ihren Erfolgsfaktoren überraschende Parallelen in anderen Zusammenhängen finden lassen, demonstriert der zweite Artikel.
Der dritte Text wechselt die Perspektive und nimmt den Geführten in den Blick. Er führt vor Augen, dass dieser nicht nur das Objekt von Personalführung ist, sondern dass er ein autonomes Subjekt innerhalb einer intersubjektiven Führungsbeziehung darstellt. In dieser Sichtweise ist er dem Vorgesetzten nicht ohnmächtig ausgeliefert. Vielmehr ist er in der Lage, durch eigene »Führungsinterventionen« sich und seinen Chef zu steuern. Zuletzt wird eine prinzipielle Anfrage an das Selbstverständnis der Ökonomie gestellt. Anhand verschiedener Interpretationsmöglichkeiten des biblischen Zinsverbots wird das Spannungsverhältnis zwischen Ökonomie und Ethik verdeutlicht. Dabei zeigt sich, dass »Wirtschaftsethik« im wortwörtlichen Sinn ein hölzernes Eisen ist, weil Ökonomie und Ethik unterschiedlichen Kategorien angehören. Da sich Ethik nicht ökonomisch verrechnen lässt, bleibt das Verhältnis zwischen beiden spannend.
¹ Vgl. Rosa, Hartmut, Unverfügbar, Berlin 2020, 14f.
² Art. 1 GG.
³ Gaudium et spes, Nr. 25.
⁴ „Handle so, dass Du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel gebrauchst", Kant, Immanuel, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Riga 1785, 429.
⁵ Laborem exercens, Nr. 9 (3).
Perspektivische Personalführung auf anspruchsvollen Anwendungsfällen
Wie die katholische Soziallehre hilft, die Herausforderungen des Führungsalltags zu bewältigen
(Bereits erschienen in: Trierer Theologische Zeitschrift 123 (2014) 322-341.)
Der Personalführung kommt aktuell eine immer größere Bedeutung zu. Dies liegt neben der veränderten Arbeitsmarktsituation – als Stichworte seien der demographische Wandel und der »war of talents« genannt – primär an dem veränderten Selbstverständnis der Mitarbeiter. Aufgrund ihrer fundierten Ausbildungen, die nicht nur fachliche Inhalte, sondern auch Methodenkompetenz vermitteln und auf persönliche und soziale Entwicklung wertlegen, verfügen die heutigen Arbeitnehmer über ein Selbstbewusstsein, mit dem sie eine Arbeitsstelle beanspruchen, auf der sie sich selbst verwirklichen können und wo sie ihre Arbeit als sinnvoll erleben. Diese Veränderung hat für die Unternehmen grundlegende Auswirkungen, wenn sie für neue Mitarbeiter attraktiv sein möchten oder sie ihre Beschäftigten an sich binden wollen. Dabei sind Vergütungssystematik, Karriereaussichten oder Arbeitsplatzgestaltung sicher von großer Bedeutung, den entscheidenden Faktor hierfür stellt jedoch die Beziehung zum direkten Vorgesetzten dar.¹ Dieses Verhältnis beginnt nicht erst mit dem ersten Arbeitstag, sondern bereits mit dem Recruiting, welches man als »Ouvertüre« des Führungsprozesses bezeichnen kann. Denn in den Bewerbergesprächen präsentiert sich das Unternehmen und wirbt mit der Möglichkeit der Umsetzung von Ideen, mit der persönlichen wie fachlichen Weiterentwicklung oder mit Raum für Selbstverwirklichung. Darüber hinaus wird über den genauen Zuschnitt des Aufgabengebietes und den Umfang des Verantwortungsbereiches gesprochen. Alle diese Rahmenbedingungen haben den Charakter von Versprechungen, die der direkte Vorgesetzte dann aus Sicht des neuen Mitarbeiters im Alltag einlösen soll. Gelingt ihm das nicht oder unvollständig, führt dies zu Frustration, Vertrauensverlust sowie Reduktion der Bindung und Loyalität. Durch das gestiegene Ausbildungsniveau der Belegschaft und das damit verbundene ausdifferenzierte Kompetenzprofil jedes Einzelnen kann es sich ein Unternehmen nicht nur auf Führungspositionen, sondern im allgemeinen Umgang mit den Beschäftigten nicht leisten, Mitarbeiter in ihrer Potenzial- und Leistungsentfaltung zu bremsen. Für die Gestaltung einer Personalführung,
