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Amerika: Vati darf auch mit
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eBook190 Seiten1 Stunde

Amerika: Vati darf auch mit

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Über dieses E-Book

6 Wochen und 4 Tage durch Amerika.
7 Bundesstaaten. 5.000 Meilen.
26 Unterkünfte. 26 Flugstunden.
3 Weltmeere. Eine Reise beginnt.

Drei ausgewachsene Kinder und ihr Vater erkunden auf ihre Art den Wilden Westen und die Sümpfe Floridas und des Mississippi-Deltas. Von Los Angeles über San Francisco nach Las Vegas und von Miami über Orlando nach New Orleans.

Sie suchen kulinarische Highlights im Amerika des Fast Food und werden manchmal sogar fündig.

Das typische Amerika ist natürlich
allgegenwärtig.
SpracheDeutsch
HerausgeberBooks on Demand
Erscheinungsdatum19. Jan. 2022
ISBN9783755704775
Amerika: Vati darf auch mit
Autor

Julia Seggermann

Jahrgang 1988. Schule. Ausbildung zur Bürokauffrau. Pflegekraft. Gastronomie. Verwaltung. Reisende. Seit 2021 liebevolle Mutter.

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    Buchvorschau

    Amerika - Julia Seggermann

    Tag 1

    19. Januar 2018

    Los Angeles, CA

    Über unsere Anreise gestern gibt es nicht viel zu erzählen.

    Um 8 Uhr morgens fahren wir von zu Hause los, kommen zeitig am Flughafen an, checken uns und unser Gepäck ein, drücken die Mama, drücken die Mama noch einmal und streicheln die Hundeschnauze. Noch ein paar Weißwürscht und a Hoibe beim Schuhbeck genießen und rein ins Flugvergnügen. Fast 12 Stunden reine Flugzeit und gefühlte 12 Stunden „Immigration Hall" später sind wir nach 15 Stunden endlich da. Los Angeles. Endlich. Geil.

    Ab zum Autoverleih. Natürlich brauchen wir einen SUV. Natürlich machen wir ein Upgrade und holen uns die fetteste Gangster-Karre der Stadt. Radio ein. Wir haben die Wahl zwischen Straßen-Hip-Hop und mexikanischer Folklore Musik.

    Unser erstes Motel liegt direkt am „Hollywood Blvd, am Anfang des „Walk of Fame und ist ein Motel wie man es aus den besten Hollywood-Filmen so kennt. Ein alter Chinese im Office und eine kaputte Eiswürfelmaschine unter der Treppe. „Welcome to the United States". Nach der erfrischenden und sehr impulsiven Duscherfahrung drücken wir uns noch einen Burger in unserem ersten amerikanischen Burgerladen rein. Sport überall, tiefe Sitzbänke. Das Essen sehr lecker. Wir wollen ja noch, wir würden noch so gerne, aber wir sind so müde, dass wir Angst haben mit dem Gesicht in unsere Burger-Baskets zu fallen und im Meer aus übrig gebliebenen Pommes zu ersticken. Also, Gute Nacht.

    Jetzt sitzen wir hier, bei unserem ersten American Breakfast und genießen „Eggs Benedict". Der Laden, in dem wir sitzen, ist quasi unser Nachbar, etwas alternativ und hat einen sauguten Kaffee. Hätten wir gewusst, wie selten uns dieser die nächsten 6,5 Wochen begegnen wird, wären wir nicht nur drei Mal am Tag, sondern noch öfter dort eingekehrt. Mal schauen was der erste Tag in dieser großen, bunten Stadt so bringt.

    Als Vorzeige-Touristen kaufen wir natürlich dem ersten Typen, der uns anspricht, seine völlig überteuerte City-Bus-Tour ab.

    Denn er macht uns das Angebot, statt 60 $ pro Person, 60 $ für uns alle drei zu zahlen. „This offer, just for you! sagt er noch augenzwinkernd. Wir haben noch 30 Minuten, bis es losgeht… Uh! Ein Souvenirladen. „LA LA LAND. Er ist riesig. Mit lauter, dröhnender Musik, Lichtshow und riesigen Bildschirmsäulen. Und einem Auto von Elvis. Und der Terminator steht da auch noch rum. Wir lassen uns dann eine gute Stunde lang durch Hollywood und Beverly Hills kutschieren und uns wird erzählt, wo die großen (und kleinen)

    Filmstars dieser Welt alle wohnen oder mal gewohnt haben, oder einkaufen oder essen gehen oder auch gestorben sind. Nach dieser anstrengenden Tour besiegen wir unseren Hunger erstmal mit einem Burger und trinken ein Bier für 9 $. „Dolby Theatre, Chinese Theatre, Roosevelt Hotel, Hard Rock Café, Madam Tussauds … Alles gesehen. Jedenfalls von außen. Abends brechen wir auf Richtung „Sunset Blvd. Wir entdecken die „Eltectric Owl. Ein superkleiner, offener Bar-Lounge-Burger-Schuppen. Perfekt für unseren Aperitif. Es ist befremdlich, eigentlich draußen zu sitzen, aber nicht rauchen zu dürfen. Man muss das „Restaurant-Gelände komplett verlassen. Zum Abendessen gehen wir auf der anderen Straßenseite ins „TOI-Rockin Thai Food. Spacige Einrichtung, gutes Essen. Es gibt „Chang-Bier und wir stoßen auf zu Hause an. Zum Digestif besuchen wir nochmal die Eule. Die Esskultur der Amerikaner ist seltsam. Alles scheint Fast Food zu sein.

    Unser Nachbartisch ist gefühlt fünf Mal belegt, während wir nur einen Hauptgang und ein Getränk genießen. Wir glauben jetzt zu wissen, warum die Amerikaner sich ewig daten, bevor sie in einer Beziehung sind. Wenn man immer nur 20-30 Minuten lang zu Abend isst … wie soll man sich da kennenlernen?

    Micha Edit: „Regst mi jetz scho auf!"

    Tag 2

    20. Januar 2018

    Los Angeles, CA

    Man kennt uns mittlerweile, an unserem zweiten Tag, in unserem Frühstücks-Restaurant. „Ah, the Germans!". Schön. Geschafft. Mal wieder.

    Der heutige Plan: „Venice Beach, „Santa Monica Pier, „Mulholland Drive, „Chinatown.

    Micha will Peking Ente. Überall. Ihr Projekt für die nächsten Wochen. Jedes Chinatown anpeilen. Es ist recht kühl und windig, aber der Himmel ist blau. Die Sonne scheint. Los geht’s!

    Wir bleiben weiterhin Vorzeige-Touristen. Am Pazifik angekommen lassen wir uns vom ersten Parkwächter auf seinen Parkplatz winken. Dieser gehört zu einem Restaurant. „The Lobster. Wenn wir dort essen, parken wir „umsonst. Ja, ein kleines Hüngerchen wär doch schon wieder zu spüren. Wir lassen uns einen Tisch geben, haben den besten Ausblick auf

    „Venice Beach" und genießen eine Vorspeisen-Variation mit Austern, Miesmuscheln, Prawns, Krabben und natürlich nem halben Hummer. Dazu gibt’s Trüffel-Parmesan-French-Fries. Lecker. Ein bisschen Wein dazu und schon kostet der Lunch 180$. Teurer Parkplatz.

    Ab zum Pier. Nur wenige Schritte und wir sind mittendrin. Meer, Strand, Sonne, Leute, Musik, Holzboden, „Bubba Gump Shrimps. Eine Spielhalle, Musiker, Stände, wo man seinen Namen in ein Reiskorn gravieren lassen kann …. Spielhalle?! Da müssen wir rein. Vati in die Sonne parken und rein ins Vergnügen. Die Halle ist groß und laut und überall rennen Kinder rum und schreien. Nach zwei Stunden holt uns Vati aus dem „Walking Dead - Automaten raus. Wir lösen noch unsere Gewinntickets ein und kriegen eine Holz-Zug-Pfeife. Das erste Mitbringsel für Felix steht somit fest.

    Nach dieser Anstrengung geht’s erst mal zurück ins Hotel und wir ruhen ein bisschen. Gegen 18 Uhr machen wir uns auf den Weg um die Stadt von oben zu sehen. Erstes Mal am Highway. Vollgestopft. Durch die Hollywood Hills auf den „Mulholland Drive. Es geht stetig und kurvig bergauf. Der Ausblick ist wirklich atemberaubend. Eine pulsierende, leuchtende Stadt, soweit das Auge reicht. Bis zum Horizont und wahrscheinlich darüber hinaus. LA ist riesig. Der Wahnsinn. Aber, wo ist eigentlich dieses „Hollywood Sign? Auf geht’s, wir wollen es suchen. Also runter vom Hügel und rauf auf den nächsten. Wir ignorieren gekonnt die Schilder mit „No Access to Hollywood Sign". Wir fahren und suchen und fahren und suchen …. und plötzlich stehen wir direkt davor. Es ist dunkel, nicht beleuchtet und schaut winzig aus. Micha ist enttäuscht, dass es doch viel zu winzig ist, ich verstehe nicht, warum es denn nicht beleuchtet ist und Vati sagt immer nur, dass jeder Buchstabe 15 Meter hoch ist.

    Jetzt geht’s wieder runter in die Stadt. Chinatown wartet. Wir googlen noch, wo es die beste Peking Ente geben soll, als Vati das „Golden Dragon" entdeckt. Kurzum, geile Ente, recht eigensinniges Restaurant. Das Interieur nüchtern gehalten und sicher schon in einem Alter, in dem der Umtausch ausgeschlossen ist, die Putzfrau wohl seit Wochen im Krankenstand oder im Urlaub, das Personal gewinnt wahrscheinlich nie einen Preis für Empathie und Kundenfreundlichkeit. Das alles wird begleitet vom durchdringenden Summen der Pumpen für die Hummerbecken. Aber, wie gesagt, die Ente war der Hammer. Und das für nur 30 $.

    Vati macht an diesem Abend noch den „Hollywood Blvd" unsicher, Micha und ich gehen zeitig ins Bett.

    Micha Edit: „Ich hab die Julia wieder lieb, weil sie mit mir spielen war. „

    Tag 3

    21. Januar 2018

    Los Angeles, CA

    Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg ins „Staples Center. Wir haben Karten für das Spiel der „LA Lakers gegen die „New York Knicks. Die „Lakers gewinnen am Ende mit 127 Punkten. Die „Knicks" haben 107. Schade, hätten sie mit unter 100 Punkten verloren, hätten wir zwei Tacos geschenkt bekommen. Jeder. Im ganzen Stadion. Wir dachten für 70$ Tickets hätten wir sicher ganz gute Plätze. Wir sitzen ganz oben in der vorletzten Reihe. Die Sitzreihen sind so steil angelegt, man hat Angst zu blinzeln. Jubelnd aufzuspringen, würde den sicheren Tod bedeuten. Die Sicht aufs Spielfeld ist aber super. Das Opening beginnt. Spektakulär. Die Musik, dröhnt, Laserund Lichtshow werfen ihre Strahlen durch das gesamte Stadion, die Stimmung ist super. Dann die Nationalhymne. Das gesamte Publikum erhebt sich. Totenstille. Gänsehaut pur. Erst als die Sängerin bei den letzten Tönen gesanglich noch was drauflegt, jubelt die Menge. Während dem Spiel läuft immer wieder laute Musik, das Publikum wird laufend unterhalten und in jeder freien Sekunde mit Werbung beschallt. Oder von den Popos der Cheerleader beeindruckt. Jedenfalls der überwiegend männliche Anteil des Publikums. Wenn man von der Toilette

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