Parker karrt den "Giftprinz" ab: Butler Parker 204 – Kriminalroman
Von Günter Dönges
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Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht!
»Nun sehen Sie sich das an, Mister Parker«, sagte Agatha Simpson ein wenig schadenfroh. »Diese Leute haben doch wirklich keine Ahnung, wie man einen Lastwagen fährt! Ich denke, ich werde dem Anfänger ein paar Grundkenntnisse beibringen müssen.« Die ältere Dame, die das sechzigste Lebensjahr überschritten hatte, aber noch ungemein dynamisch war, hielt ihren leicht angebeulten Landrover an und schob ihre majestätische Fülle aus dem hochbeinigen Geländewagen. Ihr Blick konzentrierte sich auf den Sattelschlepper, der mit seinem fast riesig anmutenden Tankaufsatz in den hier flachen Graben gerutscht war. Der Beifahrer stand vorn am Fahrerhaus und signalisierte dem Fahrer Lenkausschläge. Der mächtige Motor des Sattelschleppers röhrte, die Räderpaare drehten durch und wirbelten Gras und Sand hoch. Der Tankzug schüttelte sich wie ein wütendes Tier, doch der Fahrer schaffte es nicht, das Fahrzeug vor dem weiteren Wegrutschen zu bewahren. »Das wird doch nichts, junger Mann«, stellte Lady Agatha wohlwollend und durchaus friedfertig fest. »Sie müssen den Tankzug herausschaukeln, wenn Sie überhaupt wissen, was damit gemeint ist.« »Hauen Sie ab, Madam«, erwiderte der Beifahrer, der erst jetzt auf Mylady aufmerksam geworden war. »Hauen Sie bloß ab, wir brauchen keine guten Ratschläge!« Der Fahrer schob seinen Oberkörper durch das geöffnete Seitenfenster der Fahrerkabine, erblickte Agatha Simpson, dann Parker und klinkte die Fahrertür auf. Er stieg hinunter auf die Straße und warf dabei seine kaum angerauchte Zigarette weg. Der Mann war untersetzt, muskulös, hatte ein schwammiges Gesicht und war unrasiert. »Schon gut, Leute«, rief er Lady Agatha und Parker zu.
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Parker karrt den "Giftprinz" ab - Günter Dönges
Butler Parker
– 204 –
Parker karrt den Giftprinz
ab
Günter Dönges
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Die ältere Dame, die das sechzigste Lebensjahr überschritten hatte, aber noch ungemein dynamisch war, hielt ihren leicht angebeulten Landrover an und schob ihre majestätische Fülle aus dem hochbeinigen Geländewagen. Ihr Blick konzentrierte sich auf den Sattelschlepper, der mit seinem fast riesig anmutenden Tankaufsatz in den hier flachen Graben gerutscht war. Der Beifahrer stand vorn am Fahrerhaus und signalisierte dem Fahrer Lenkausschläge. Der mächtige Motor des Sattelschleppers röhrte, die Räderpaare drehten durch und wirbelten Gras und Sand hoch. Der Tankzug schüttelte sich wie ein wütendes Tier, doch der Fahrer schaffte es nicht, das Fahrzeug vor dem weiteren Wegrutschen zu bewahren.
»Das wird doch nichts, junger Mann«, stellte Lady Agatha wohlwollend und durchaus friedfertig fest. »Sie müssen den Tankzug herausschaukeln, wenn Sie überhaupt wissen, was damit gemeint ist.«
»Hauen Sie ab, Madam«, erwiderte der Beifahrer, der erst jetzt auf Mylady aufmerksam geworden war. »Hauen Sie bloß ab, wir brauchen keine guten Ratschläge!«
Der Fahrer schob seinen Oberkörper durch das geöffnete Seitenfenster der Fahrerkabine, erblickte Agatha Simpson, dann Parker und klinkte die Fahrertür auf. Er stieg hinunter auf die Straße und warf dabei seine kaum angerauchte Zigarette weg. Der Mann war untersetzt, muskulös, hatte ein schwammiges Gesicht und war unrasiert.
»Schon gut, Leute«, rief er Lady Agatha und Parker zu. »Wir kommen allein zurecht, klar? Sie können wieder verschwinden.«
»Sie müssen mehr mit der Kupplung arbeiten«, antwortete Agatha Simpson durchaus freundlich. »Und dann natürlich nicht zuviel Gas, junger Mann. Eine Naturbegabung als Fahrer sind Sie gerade nicht.«
»Ich ... Ich hab’ andere Begabungen, Madam«, antwortete der Fahrer und rang sich ein gequältes Lächeln ab. »Aber jetzt sollten Sie abhauen, klar? Sie stören hier nur.«
»Verdrückt euch«, sagte der Beifahrer ruppig. »Wir brauchen keine Ratschläge.«
»Sie sollten sich einer gewissen Höflichkeit befleißigen, obwohl Ihre momentane Lage durchaus verständlich ist«, schaltete Parker sieh ein. Etwa mittelgroß und fast schlank, sah er aus wie das Urbild eines hochherrschaftlichen englischen Butlers. Sein Gesicht war glatt und ausdruckslos wie das eines professionellen Pokerspielers. Er trug über seinem schwarzen Zweireiher einen ebenfalls schwarzen Covercoat und eine Melone. Am angewinkelten linken Unterarm hing ein altväterlich gebundener Regenschirm.
»Mann, wir wollen keinen Ärger«, antwortete der Angesprochene und zwang sich erstaunlicherweise ebenfalls zur Ruhe wie der Fahrer. »Wir wollen nur in aller Ruhe unseren Karren flottmachen.«
»Was Sie natürlich völlig falsch anfangen, junger Mann«, erklärte die ältere Dame noch mal. »Aber bitte, ich kann warten. Sie werden mich noch um Hilfe bitten.«
Der Beifahrer wollte aufbrausen, doch dann wechselte er einen schnellen Blick mit dem Fahrer und wandte sich ab. Der Fahrer ging zurück zum Tankzug, stieg ins Fahrerhaus und machte sich erneut daran, den weggesackten Sattelschlepper auf die Straße zurückzubringen.
»Es gibt Leute, die einfach nicht begreifen wollen«, mokierte sich Lady Agatha. »Ich kann nur hoffen, daß das Ungetüm umkippt.«
»Myladys Erwartung dürfte bald in Erfüllung gehen«, meinte der Butler in seiner unnachahmlich höflichen Art. Er übertrieb keineswegs, denn das Gewicht drückte die Außenreifen immer tiefer in den weichen, wahrscheinlich morastigen Graben. Die Schräglage wurde bedrohlich.
Lady Agathas Augen funkelten in Vorfreude.
Die ältere Dame, immens vermögend, seit vielen Jahren verwitwet, mit dem Blut- und Geldadel der Insel eng verschwistert und verschwägert, war eine Frau, die stets das sagte, was sie gerade dachte. Sie pfiff auf alle Konventionen, trat in jedes erreichbare Fettnäpfchen und hielt sich unter anderem für eine einmalige Kriminalistin. Es gab nichts, was sie nicht besser wußte. Und sie merkte einfach nicht, daß es ihr Butler war, der seine Hände schützend über sie hielt und die Kriminalfälle löste.
Boshaft war sie dazu. So freute sie sich jetzt ungemein, als der Sattelschlepper sich mit der rechten Heckseite auf einen Kilometerstein legte, der sich in den Tankaufbau drückte.
»Schade um die Milch, Mister Parker«, erklärte die passionierte Detektivin ohne Bedauern. »Sie müssen zugeben, daß ich den Lastwagen aus dem Graben gebracht hätte, nicht wahr?«
»Meine bescheidene Wenigkeit würde niemals an solch einer Möglichkeit auch nur andeutungsweise zu zweifeln wagen«, gab Parker zurück. Er rechnete ebenfalls damit, daß gleich Milch auslaufen würde. Laut unübersehbarer Aufschrift auf dem Tank transportierte der Sattelschlepper Milch.
Der Tank leckte tatsächlich.
Josuah Parker schritt würdevoll zum aufgewühlten Straßengraben hinüber und blickte auf die ausgetretene Milch, die keine war. Statt der erwarteten weißen Köstlichkeit floß ein giftig schillerndes Gemisch aus schwarzem Altöl und Chemikalie aus dem Leck in den Graben.
Worüber Parker sich verständlicherweise wunderte.
*
Wenige Augenblicke später wunderte er sich erneut.
Der Beifahrer kam um das Heck des Sattelschleppers herum und schwang sehr unternehmungslustig einen Schraubenschlüssel, der den Dimensionen des Fahrzeugs angepaßt war. Dieses Gerät war gut und gern einen halben Meter lang und sollte eindeutig als Waffe verwendet werden. Der Beifahrer wollte damit auf Parker einschlagen, der allerdings sofort reagierte und höflich einen halben Schritt zur Seite trat.
Der Schraubenschlüssel zischte knapp am Butler vorüber und knallte dann mit großer Wucht gegen den Tankaufbau. Bevor der Angreifer sich neu versammeln konnte, warf Parker mit ruckartiger Bewegung des Unterarmes den Universal-Regenschirm senkrecht hoch in die Luft. Mit der rechten Hand griff er dann nach dem unteren Viertel des Schirmes und setzte den Bambusgriff seines Regendaches auf die Stirn des Beifahrers.
Da dieser Schirmgriff mit Blei ausgegossen war, fiel dieses Anklopfen sehr nachdrücklich aus. Der Beifahrer produzierte einen erstickt-ächzenden Laut, warf den Schraubenschlüssel in die Luft und sich zu Boden. Er scharrte noch mit den Beinen in der aufgewühlten Erde des Straßengrabens und gab dann Ruhe.
Josuah Parker hatte keine Zeit, sich um seinen Gegner zu kümmern. Der Fahrer des Sattelschleppers war ausgestiegen und stürmte heran. Auch er schwang einen Schraubenschlüssel und wollte den Butler damit niederknüppeln.
Doch Parker war nicht der Mann, der sich aus der Fassung bringen ließ. Er unterband den Angriff auf fast elegante Art. Mit der Schirmspitze stach er nach dem Solarplexus des Mannes, der daraufhin sichtlich unter Luftnot litt, ebenfalls die improvisierte Waffe wegwarf und auf dem Boden Platz nahm. Er hüstelte, schnappte zwischendurch verzweifelt nach Luft und krümmte sich wie ein getretener Wurm.
»Sie werden sicher begreifen, daß man Ihre Handlungsweise nur mißverstehen kann«, sagte Parker. »Ferner muß man wohl unterstellen, daß Sie sehr wohl wissen, daß Sie keine Milch transportieren.«
Lady Agatha erschien am Heck des Tankzuges.
»Seien Sie vorsichtig, Mister Parker«, warnte sie. »Ich habe einen dieser Lümmel mit einem Schraubenschlüssel gesehen und ...«
»Die Sache hat sich bereits erledigt, Mylady«, meldete Parker höflich, »die beiden Herren leiden momentan unter gewissen körperlichen Schwächen.«
»Ich wußte sofort, daß man den Subjekten nicht trauen kann«, redete sie weiter und blickte auf die Männer, die von der schwarzen Ölbrühe umspült wurden. Dann stutzte sie mit einiger Verspätung und runzelte die Stirn.
»Das ist doch keine Milch«, konstatierte sie empört.
»Man dürfte verbotenerweise chemische Abfälle transportiert haben, Mylady.«
»In einem Tankzug für Milch? Nicht zu glauben!« Sie schüttelte den Kopf. »Es war also doch gut, daß ich die Abkürzung gewählt hatte, nicht wahr?«
»Mylady dürften es wieder mal in den Fingerspitzen gespürt haben«, entgegnete Parker gemessen.
»Ich werde den Dingen auf den Grund gehen.« Sie beugte sich vor, schnupperte ein wenig und verzog angewidert das Gesicht.
»Eine undefinierbare Chemikalie, Mylady«, sagte der Butler. »Es empfiehlt sich, eine Probe zu nehmen, um sie später analysieren zu lassen.«
»Genau das wollte ich gerade anregen.« Sie nickte wohlwollend. »Erledigen Sie das, Mister Parker. Ich werde die beiden Lümmel nicht aus den Augen lassen.«
Während sie diese Feststellung traf, ließ sie ihren perlenbestickten Pompadour kreisen. In diesem kleinen Handbeutel, der an langen Schnüren an ihrem linken Handgelenk baumelte, befand sich ihr sogenannter Glücksbringer. Es handelte sich dabei um ein Hufeisen, das von einem massiven Brauereipferd stammte. Agatha Simpson wußte mit diesem Glücksbringer geschickt umzugehen. Parker hatte also keine Bedenken, zum Landrover zurückzugehen.
Er
