Hochzeit machen, das ist wunderschön...: Hochzeitsbräuche und Hochzeitsessen - dazu eine kleine Kulturgeschichte der Ehe, und was man in der Ehe so alles erleben kann
Von Hermann Gutmann und Peter Fischer
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Über dieses E-Book
Hochzeit gesammelt und in humorvoller Weise verarbeitet. Herausgekommen ist ein typischer
"Gutmann", ein Genuss, nicht nur für Verheiratete oder solche, die es werden wollen …
Aus dem Inhalt: Kleine Kulturgeschichte der Ehe, Brautschleier, Brautstrauß und Brautschuhe,
Hochzeitsessen und Hochzeitstorte, Hochzeitsbräuche, Von der "Grünen" bis zur "Eisernen",
… und was man in der Ehe so alles erleben kann, Porzellanscherben bringen kein Glück,
Nachtmusik, Socken, Arbeitszimmer der Männer, Schlafende Männer, Schweigen, Zuhören,
Atemnot, Flitzen, Der Blumenstrauß u.v.m.
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Hochzeit machen, das ist wunderschön... - Hermann Gutmann
Hermann Gutmann
Hochzeit machen,
das ist wunderschön …
Hochzeitsbräuche und Hochzeitsessen –
dazu eine kleine Kulturgeschichte der Ehe, und was man in der Ehe
so alles erleben kann
1. Auflage 2008
Titelillustration: Peter Fischer
© 2008 Edition Temmen e.K.
Hohenlohestr. 21 – 28209 Bremen
Tel. 0421-34843-0 – Fax 0421-348094
info@edition-temmen.de
www.edition-temmen.de
Alle Rechte vorbehalten
Gesamtherstellung: Edition Temmen
Ebook - ISBN 978-3-8378-8057-1
Print - ISBN 978-3-86108-999-5
Inhalt
Statt eines Vorwortes
Heiraten? Ich nicht!
Der Blumenstrauß
Hochzeit machen, das ist wunderschön
Hochzeitsbitter
Die Aussteuer
Der Ring
Brautschleier, Brautstrauß und Brautschuhe
Bei der Suppe setzte es Prügel
Hochzeitssuppe
Geschmackssache
Der Vater der Braut hält eine Rede
Hochzeitstorte und Freud-und-Leid-Kuchen der Norddeutschen
Vor der Hochzeit wird gebadet
Kuchen gab es nur für die Oberschicht
Wer gut »schmiert« …
Trinkgeld
Kuss und Händedruck
»Adam« Lessing und der Apfel
Die Altländer Brauttür
Seid fruchtbar …
Männer
Traumhochzeit
Porzellanscherben bringen kein Glück
Bier- oder Ochsenhochzeit
Zweifelhafte Würde
Papierhochzeit
Nachtmusik
Baumwoll-, Leder- und Seidenhochzeit
Frauen gucken mit den Fingern
Windbeutel-, Bullen-, Fleiß- oder Rosenhochzeit
Paradiesapfel
Zinnhochzeit
Das verflixte siebte Jahr
Kleine Kulturgeschichte der Ehe
Blechhochzeit
Handschuhe
Keramik- oder Töpferne Hochzeit
Putzmittel
Hölzerne Hochzeit, Rosenhochzeit oder Gläserne Hochzeit
Socken
Stählerne Hochzeit
Zischen
Leinenhochzeit
Ein Schraubenzieher ist kein Schraubenschlüssel
Mittlere und Bronzene Hochzeit, Nickel- und Petersilienhochzeit
Krümel
Spitzenhochzeit
Schlüsselbund
Elfenbeinhochzeit
Arbeitszimmer der Männer
Kristall- oder Plünnenhochzeit
Schweigen
Bis 20 keine Feiern vorgesehen
Kuchen
Porzellanhochzeit
Zuhören
Silberhochzeit
Bügeln
Perlenhochzeit
Schweres Los
Die Zahl der Feiern nimmt etwas ab, die Zahl der Hochzeitstage aber nicht
Genuss
Rubinhochzeit
Schlafende Männer
Wir wollen jetzt wieder einen großen Schritt nach vorn machen
Goldene Hochzeit
Tanzt ihr noch?
Atemnot
Von der Weidenhochzeit bis zur Venushochzeit
Unvergessen
Diamantene Hochzeit
Flitzen
Eiserne Hochzeit
Gnadenhochzeit
Und am Schluss noch einmal Wilhelm Busch
Quellen
Weitere Titel von Hermann Gutmann:
Statt eines Vorwortes
O wie lieblich, o wie schicklich,
Sozusagen herzerquicklich,
Ist es doch für eine Gegend,
Wenn zwei Leute, die vermögend,
Außerdem mit sich zufrieden,
Aber von Geschlecht verschieden,
Wenn nun diese, sag ich, ihre
Dazu nötigen Papiere,
Sowie auch die Haushaltssachen
Endlich mal in Ordnung machen
Und in Ehren und beizeiten
Hin zum Standesamte schreiten,
Wie es denen, welche lieben,
Vom Gesetze vorgeschrieben,
Dann ruft jeder freudiglich:
»Gott sei Dank, sie haben sich!«
Wilhelm Busch
Heiraten? Ich nicht!
Frau Tünnermann wird von einer schweren Sorge heimgesucht.
Ihr ältester Sohn will nicht heiraten. Der hat nicht einmal eine Freundin.
»Heiraten gehört zum Leben«, spricht sie aus dem Schatz ihrer Erfahrungen.
Ihr Sohn sagt: »Du bist von gestern! Wer heiratet denn heute noch. Nur Verrückte, die sich nach ein paar Jahren sowieso wieder scheiden lassen. Nee, also, heiraten – ich auf keinen Fall.«
Frau Tünnermann seufzt heimlich in sich hinein. Sie versteht die jungen Leute nicht.
Ihr Sohn hat eine kleine Wohnung bezogen – nett eingerichtet, das muss sie zugeben. Geschmack hat er.
Die Wohnung besteht aus einer kleinen Küche, einem winzigen Schlafzimmer mit einem Bett
darin und einem etwas größeren Wohnzimmer, in dem sich ein Tisch mit vier Stühlen, ein bequemes Sofa, ein Bücherregal, eine Stereoanlage mit allem, was dazugehört, und ein Fernsehapparat befinden.
Während seiner Freizeit liegt er auf dem Sofa und hört Musik, natürlich keine Klassik. Gelegentlich liest er ein Buch. Meistens guckt er fern, häufig einfach nur gegen die Decke.
Kein Zweifel, der junge Herr Tünnermann genießt das Junggesellendasein.
»Der ist nicht normal«, sagt Herr Tünnermann, doch ein bisschen neidisch ist er schon auf seinen Sohn, der sich aufs Sofa legen und gegen die Decke gucken kann – und dabei von keinem gestört wird.
»Wie kannst du so etwas sagen?«, stellt sich Frau Tünnermann vor ihren Sohn. »Der ist absolut normal. Der ist nur bequem.« Und sie fügt hinzu: »Das hat er von dir!«
»Ich bin immerhin verheiratet«, erklärt Herr Tünnermann, und seine Frau sagt: »Hat aber auch lange genug gedauert, bis ich dich endlich in die Puschen gebracht habe.«
Herr Tünnermann lässt diese Bemerkung auf sich beruhen. Was sollte er dazu auch sagen?
Unlängst, an einem Sommersonntag, hatte der junge Herr Tünnermann Lust auf eine Fahrt ins Blaue.
Er ist mit dem Fahrrad durch die Landschaft gefahren, nicht wie ein Rennfahrer, dazu fehlt ihm auch die Kostümierung, sondern ganz gemütlich. An Feldern und Wiesen vorbei und durch ein Waldstück.
Unterwegs freute er sich schon auf die Rast in einer ihm bekannten Landgaststätte, die berühmt ist für ihre klodeckelgroßen Koteletts. Zu dem Kotelett gibt es Bratkartoffeln und Salat. Und natürlich trinkt er dazu ein frisch gezapftes Bier!
Tünnermann, was willst du mehr!
In dem kleinen Waldstück kurz vor seinem Ziel traf er ein junges Paar.
Die beiden waren verzweifelt. Die junge Frau hielt sich das Bein. Sie schien Schmerzen zu haben.
Tünnermann bremste und fragte, ob er helfen könne.
Die junge Frau war, wie ihr Freund berichtete, unglücklich über eine Baumwurzel gestürzt und hatte sich verletzt. Es war selbst für einen Laien nicht zu übersehen, dass sie sich ein Bein gebrochen hatte.
Und, wie das so ist, das junge Paar hatte ausnahmsweise kein Handy dabei, um nach Hilfe zu rufen.
»Wenn man es wirklich einmal braucht, hat man es vergessen«, klagte der Freund des Mädchens.
Der junge Herr Tünnermann konnte aushelfen. Er geht grundsätzlich nicht ohne Handy aus dem Haus.
Er rief den Notruf an, und nach etwa einer halben Stunde wurde die junge Dame ins Krankenhaus gebracht.
Tünnermann und der andere tauschten die Adressen aus, und Tünnermann machte sich daraufhin auf den Weg in seine Landgaststätte, wo er alles so vorfand, wie er es erwartet hatte. Die Bratkartoffeln waren besonders knusprig.
Am nächsten Tag erkundigte sich der junge Herr Tünnermann nach dem Zustand der jungen Frau.
Sie lag noch im Krankenhaus, und so schnell, hieß es, werde sie wohl nicht gesunden. Der Bruch war etwas kompliziert.
Der junge Herr Tünnermann weiß, was sich gehört.
Er besuchte die junge Frau, brachte ihr einen Blumenstrauß mit und unterhielt sich mit ihr. Als der Freund der jungen Frau erschien, kam es zu einem angenehmen und abwechslungsreichen Gespräch, das nur kurz durch eine Visite des Chefarztes mit Gefolge unterbrochen wurde.
Die beiden Männer warteten auf dem Gang und beschlossen, nach dem Besuch noch ein Bier in der Stammkneipe des jungen Mannes zu trinken. Es wurde ein langer Abend.
Der junge Herr Tünnermann ließ es sich auch in der Folgezeit nicht nehmen, häufiger ins Krankenhaus zu gehen.
Mal mit Blumen, mal mit Pralinen, mal mit einem Buch, weil
