Vom Blick des Mädchens
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Über dieses E-Book
Holger Niederhausen
Holger Niederhausen, geb. 1969 in Berlin, Biologie-Studium, Fortbildung zum Waldorflehrer, Mitgründung eines freien Kindergartens. Seit 1996 intensive Beschäftigung und Verbindung mit der Anthroposophie, damit verbunden mit der sozialen Frage im Großen wie im Kleinen und dem Weg innerer Vertiefung und Entwicklung. Veröffentlichung zahlreicher Bücher für Jugendliche und Erwachsene.
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Buchvorschau
Vom Blick des Mädchens - Holger Niederhausen
Das Menschenwesen hat eine tiefe Sehnsucht nach dem Schönen, Wahren und Guten. Diese kann von vielem anderen verschüttet worden sein, aber sie ist da. Und seine andere Sehnsucht ist, auch die eigene Seele zu einer Trägerin dessen zu entwickeln, wonach sich das Menschenwesen so sehnt.
Diese zweifache Sehnsucht wollen meine Bücher berühren, wieder bewusst machen, und dazu beitragen, dass sie stark und lebendig werden kann. Was die Seele empfindet und wirklich erstrebt, das ist ihr Wesen. Der Mensch kann ihr Wesen in etwas unendlich Schönes verwandeln, wenn er beginnt, seiner tiefsten Sehnsucht wahrhaftig zu folgen...
Habt doch Mitleid!
Mitleid mit allem...
Mit eurem eigenen Herzen,
das stirbt, weil ihr es
nicht lebendig haltet.
Das schwach bleibt,
weil ihr nicht schwach seid.
Das nicht berührt wird,
weil ihr die Liebe
nicht mehr kennt.
Habt doch Mitleid...
Wir leben in einer Zeit, in der es vielen materiell besser geht als je zuvor – und zugleich in einer Zeit, in der alle Gewissheiten zu zerbrechen drohen. Die Welt kann jederzeit zugrunde gehen, und der Einzelne fühlt sich machtlos, aber es interessiert ihn auch immer weniger. Wir werden mit Nachrichten überflutet, aber die Herzen sterben...
Der Mensch ist eigentlich etwas unendlich Heiliges im Weltenganzen, aber er erkennt dieses Heilige gar nicht mehr – und das Weltenganze ebenso wenig. Er hat sein eigenes Wesen noch gar nicht wahrgemacht – und verliert es bereits immer mehr. Es liegt darin eine ungeheure Tragik. Aber diese Entwicklung ist nicht zwangsläufig. Denn der Mensch hat noch ein Herz. Dieses Herz mag sterben ... aber es ist noch nicht zu spät. Tief innerlich in den Herzen lebt noch immer eine Sehnsucht. Und diese Sehnsucht ist die Hoffnung für das Leben der Herzen, denn solange in ihnen eine Sehnsucht lebt, ist es nie zu spät – niemals...
Wir sehen unsere eigene Sehnsucht nicht – und wir verleugnen sie auch. Es gehört zu der modernen Erziehung der Seelen, sich zu verleugnen. Denn die Seele selbst wird in unserer Zeit ebenfalls verleugnet. ,Psyche’ darf sie sich noch nennen, um die ,Psyche’ kümmert man sich. Sie darf auch krank sein, dann war man nicht ,stark genug’, den Anforderungen des Lebens nicht ganz ,gewachsen’. Das darf sein, es gibt Menschen, die sich dann um einen kümmern, die Gesellschaft ist ja nicht herzlos, sie ist im Gegenteil gut organisiert und darauf vorbereitet. Aber dass unsere Gesellschaft selbst krank sein könnte – sehr, sehr krank –, wer wagt das offen auszusprechen?
Die tiefste Krankheit ist es, die je denkbar war. Es ist die Krankheit, von der etwa die Bücher von Michael Ende handeln: ,Momo’ und ,Die unendliche Geschichte’. Es ist die Krankheit vom Verleugnen der Seele – und vom Verleugnen des Zartesten, was die Seele überhaupt hat: der Sehnsucht...
Eine Zeit, die die Sehnsucht zu leugnen beginnt, hat in demselben Moment begonnen, den Todeskeim in sich aufzunehmen – und dieser Keim wird sich von da an unaufhaltsam ausbreiten, weil ja dasjenige zu leugnen begonnen wurde, was das Leben selbst ist. Die Sehnsucht ist es, die das Leben der Seele ist. In ihr liegt das heilige Geheimnis verborgen. Das Geheimnis dessen, was noch alles werden kann. Was die Seele noch werden kann. Der Mensch noch werden kann. Das menschliche Miteinander noch werden kann. Was die Welt noch werden kann. Ein heiliger Ort. Ein Ort, wie ihn jetzt zunächst nur die Sehnsucht kennt – aber sie kennt ihn...
Es gehört zu der modernen Marter der Seele, zu ihrer Konditionierung in einer furchtbaren ,Gehirnwäsche’, dann, wenn sie von solchen Worten berührt zu werden ,droht’, sogleich dasjenige zu denken, was sie dann denken soll, weil die moderne Kultur es ihr beigebracht hat. Sie soll denken: fruchtloser Idealismus, sinnlose Phantasterei und Träumerei, die nicht geeignet ist, das Leben zu bestehen und den Anforderungen gewachsen zu sein. Sie ist nur geeignet, lebensuntauglich zu werden, entweder ein Träumer oder krank von den Verhältnissen. Und beide sind gleich lebensuntauglich – der Träumer und der Kranke, der Idealist und der Depressive.
Wie aber, wenn nicht diese Seelen krank wären, sondern unsere Welt? Wenn wir endlich erkennen würden, wie krank unsere Welt wirklich ist? Von Anfang bis Ende, unrettbar krank, nur noch von Grund auf zu erneuern? Und wie, wenn dieses ,von Grund auf’ bedeuten würde, zunächst einmal: von innen. Von ganz innen. Von der Seele her...
Was, wenn wir den Mut hätten, uns dies einzugestehen?
Und unsere Seele würde es sich in dem Moment eingestehen, in dem sie in der Lage wäre, in diesem einen einzigen Moment zu verweilen, der sie retten würde. Und dieser Moment würde aus dieser Welt bestehen, wie wir sie kennen, mit all ihren Einzelheiten, die wir kaum überschauen, obwohl wir sie alle kennen, wirklich alle, jede Einzelheit dieses modernen Lebens, einer Welt, die scheinbar gut funktioniert, die aber an allen Ecken und Enden wie ein furchtbares Geschwür auseinanderzubrechen droht, dieser Welt also ... und dann dem einen, reinen, unschuldigen Blick eines Mädchens, das mit entsetzten, mit unendlich erschütterten Augen auf diese selbe Welt blickt und dessen ganzes Herz in allertiefstem Leid ruft:
Was tut ihr!?
Nur dieser eine Augenblick würde die Seele retten. Ein einziger Augenblick würde reichen – aber es muss dieser Augenblick sein. Und er müsste erlebt werden. Mit dem Blick des Mädchens... Ein Blick, in dem auch sein ganzes Herz lebt, das Herz des Mädchens...
Aber wir haben weder den Blick des Mädchens, noch haben wir sein Herz. Wir können allenfalls für einen Moment fühlen, was das Mädchen fühlen mag, und auch dies nur im Ansatz – und dann fallen wir wieder in unsere eigene Seele zurück, die bereits so herz-los geworden ist, so gleichgültig, so gewöhnt an alles, so abgestumpft...
Wir wissen – wenn wir noch einen Rest an Empfindung
