J.B. Cool meets Jesus Christ: Und andere Stories vom bekifften Bremer Detektiv
Von Jürgen Alberts
()
Über dieses E-Book
Seit Jahren schon geistert Jürgen Alberts stets bekiffte Hauptfigur durch die Hansestadt Bremen. Die Aufträge des J.B. Cool haben es in sich: Einmal soll er herausfinden, warum der einstige Tabellenführer Werder Bremen abgestiegen ist, ein anderes Mal hält ihn die vergrätzte Weser auf Trab, die aus Protest gegen Verschmutzung und miese PR-Tricks von der Bildfläche verschwunden ist. J.B. Cool, genußsüchtig aber glücklos, hat bislang noch keinen seiner Fälle gelöst.
Mit seinem Bändchen 'J.B. Cool meets Jesus Christ' legt Jürgen Alberts die erste Sammlung ausgewählter Heldentaten des 'größten Versagers im Detektivgewerbe' vor. Und daß dieser Krimi ausgerechnet in der Bremer Edition Temmen erscheint, kann angesichts des Lokalkolorits ganz und gar nicht verwundern.
Mehr von Jürgen Alberts lesen
Fatima Bewertung: 1 von 5 Sternen1/5Der Anarchist von Chicago Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKriminelle Vereinigung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Violinkönig Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMediensiff Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFamiliengeheimnis Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Chop-Suey-Gang Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKeplers Traum Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTod eines Sesselfurzers Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Selbstmörder Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Spitzel Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEinschalttote Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Kameradenschwein Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Tiermörder Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLANDRU: Ein Mordfall aus Paris Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJ.B. Cool und der König von Bremen: Neues vom bekifften Bremer Detektiv Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Falle Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJ.B. Cool - Extra Dry: Das Letzte vom bekifften Bremer Detektiv Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFamiliengift Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Bremen-Polizei-Serie 1987-1996 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFamilienfoto Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Geiselnehmer Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZielperson unbekannt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnlich wie J.B. Cool meets Jesus Christ
Ähnliche E-Books
Leichen im Dörpskrog: Inspektor Herdenbein frisst sich durch Band IV Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerfolgung / Wahn: Angst & Schrecken - Leben & Sterben. Schwarzwald-Psycho-Rallye Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLarry Brent Classic 071: Der Totensauger von Nürnberg Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenInnere Schreie: Doppelmord im Paulusviertel Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie russische Familie: Rostock Krimi Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNichtwisser: Kriminalroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMünsterwölfe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNanogambit: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFallera Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVersandet: Ein Kanaren-Krimi Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNarr am Baum: Häfler Mordgeschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchattenGier Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKatharsis. Drama einer Familie: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHorror, blanker Horror, und ich inmitten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKokain: Studie einer Kokainpsychose Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKlaus: ein Polizeihund packt aus Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAbgetaucht: Alma Liebekinds 1. Fall. Ein Wien Krimi. Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMarathon Mosel Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWaldluft - Die Waldläufer Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLuminis-das Schwert des Lichts: 28. Lacrima Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Club Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Wolken waren groß und weiß und zogen da oben hin: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer wilde Ritt geht weiter: wer bremst, verliert Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHerr Rudi Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Mann mit der Schramme Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas blonde Frauenhaar: Krimi-Klassiker Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEingemachtes: Der Uterussammler Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGaywolf Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Zauberlehrling oder Die Teufelsjäger Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVogelfrei: Novelle Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Thriller für Sie
Pretty Girls: Psychothriller Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Idiot: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLass sie gehen (Ein Fiona Red FBI-Thriller – Band 1) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEwiger Atem: Thriller | Die Vorgeschichte zum internationalen Bestseller »Die gute Tochter« Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Hier irrt Maigret Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie gute Tochter: Thriller Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Rum Punch Bewertung: 1 von 5 Sternen1/5Die letzte Witwe: Ein weiterer spannungsgeladener Roman der SPIEGEL-Bestsellerautorin – Will Trent im Einsatz Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBerlin blutrot: 14 Autoren. 30 Tote. Eine Stadt. Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Tote in der Hochzeitstorte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFreaky Deaky Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie perfekte Frau (Ein spannender Psychothriller mit Jessie Hunt – Band Eins) Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Die letzte Nacht: Thriller | Der neue Thriller 2023 der SPIEGEL-Bestsellerautorin um den Ermittler Will Trent Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie ersten Tiger: Zweiter Weltkrieg, Ostfront 1942 - Der schwere Panzer Tiger I greift zum ersten Mal an Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Elementare: Eine Geistergeschichte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie verstummte Frau: SPIEGEL-Bestseller voller Nervenkitzel – für diesen Fall muss Will Trent die Vergangenheit neu aufrollen! Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMaigrets Pfeife Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStefan Zweig: Sternstunden der Menschheit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Perfekte Image (Ein spannender Psychothriller mit Jessie Hunt—Band Sechzehn) Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Wenn Sie Wüsste (Ein Kate Wise Mystery – Buch 1) Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5KAI Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchlusstakt Bewertung: 3 von 5 Sternen3/5Tödlicher Atemzug: Thriller Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJames Bond 11 - Im Geheimdienst Ihrer Majestät Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBunny: Thriller Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Perfekte Lüge (Ein spannender Psychothriller mit Jessie Hunt – Band Fünf) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Verwandte Kategorien
Rezensionen für J.B. Cool meets Jesus Christ
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
J.B. Cool meets Jesus Christ - Jürgen Alberts
Jürgen Alberts
J.B. Cool meets Jesus Christ
und andere Stories vom bekifften Bremer Detektiv
temmen-ebook_logo.jpgDas Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
© Edition Temmen 2015
Hohenlohestraße 21
28209 Bremen
Tel. 0421-34843-0
Fax 0421-348094
info@edition-temmen.de
www.edition-temmen.de
Alle Rechte vorbehalten
Herstellung: Edition Temmen
E-Book ISBN 978-3-8378-8041-0
ISBN der Printausgabe 978-3-86108-140-1
J.B. Cool meets Jesus Christ
An Xmas-Story
Als ich an diesem dezemberlichen Morgen in das Innere meines Kopfes sah, wußte ich, daß die Zeit der Ruinen angebrochen war: überall gedankliches Gerümpel, verlassene winterliche Baulücken, Angefangenes, Halbfertiges, Unvollendetes. Dazwischen eine Lage Rauschmittel, die jeden Vorarbeiter vom Gerüst gestürzt hätte.
Mit schwankenden Gedankengängen fertig zu werden, gelingt ja nicht nur Meerschweinchen oder Staatssekretären, es ist zum Volkssport geworden, seit zum Frühstück jede Menge Happypillen gereicht werden. Dreimal täglich, zwingt Lachen rein, Entertaintaintainment total.
Ich verdutzte.
Mein Schreibtischstuhl, ein Fünfroller vom TÜV abgenommen, hatte die Farbe gewechselt. Und auch die Form. Überhaupt, er sah ziemlich barock aus. Oder war es doch Rokoko?
»Theo«, rief ich in die Kochkombüse, »hast du eine Anschaffung getätigt? Und wenn, von welchem Geld? Beantworte die zweite Frage zuerst!«
Das Schweigen konnte nicht lauter sein. Das schiere Nichts als Antwort auf die gestrige Streitfrage, einen bitteren Disput, Thema: Das Stockige im Alltag, wie Bloch es prinzipiell hoffnungsvoll formulierte, und wie es weggeht. Theo war ganz anderer Meinung. Ich hielt dagegen, daß die chemische Gehirnwäsche für mich auch eine Lösung sein könne. Natürlich nicht für Karl Marx, dessen Satz »Opium ist Opium für das Volk« weiterhin Bestand hat.
»Aua«, sagte der Schreibtischstuhl vernehmlich, als ich mich niedersetzte. Nun konnte er auch noch sprechen, der Rokokochair. Wer hat schon den singenden Särgen aus Toronto gelauscht?
Ich fuhr hoch.
Ganz bleich.
Drehte mich um.
Da stand mein altes Stück wieder an seinem Platz. Genug der Halluzinationen, dachte ich. Vielleicht war der letzte Pilz gestern nacht schlecht.
Das Telefon bärte.
Abnehmen oder nicht abnehmen, das ist die Frage. Wenn mal wieder der Kontohenker dran war, dessen Scharfbeil täglich über unsere Köpfe sauste ... dann langte ich doch zu.
»Pardon«, sagte das Telefon laut. Obwohl sich niemand in der Leitung meldete.
Vielleicht war dies der Tag der Höflichkeit, an dem sich jeder für alles und jedes entschuldigte. Nur ich wußte nicht mehr, warum Knigge einen Orden angeheftet bekommen hatte. Auch ein Bremer für alle Gelegenheiten.
»Theo«, ich wagte einen zweiten Versuch, »hier wird Etikette gewahrt. Komm mal her, kannst was lernen!«
Wir sind höflich, aber nicht döflich, hatte ich in China formuliert, als Chinesen uns frech ins Gesicht logen, es sei kein Mao-Tai mehr da. Der weltweit einzige Schnaps, den man am Morgen danach unter den Achseln riechen kann. Igitt.
Kein Stuhl, kein Telefon.
Keine Unterhosen haben die nebenan, wir haben hier keine Socken - die alte DDR-Weisheit. Mein Gott, wenn doch wenigstens Erich da wäre, um mir alles zu erklären.
Ich öffnete das Fenster und sah die Menschen mit grimmigen Gesichtern nach Geschenken jagen. Auch keine Alternative.
Hätte ich in mich gehen müssen als Ruinenbaumeister, als Polier der Erinnerungen, als Hilfswilliger, der keinen Sack Zement heben kann? Oder als Vermauerter, Gemörtelter, Verfugter?
»Entschuldigung, nicht anfassen«, sagte die Stehlampe, als ich sie anknipsen wollte. Damit ein wenig Helligkeit meinen Tag verschönte. Melancholeriker brauchen Licht und Schokolade, Sonne, Sand und Wellen und manches mehr, von dem ich freitags nachts so gerne träumte.
Ich schaute meine Stehlampe an. Wer hatte ihr das Sprechen beigebracht? Und mit welcher Absicht?
Wenn die Gegenstände zu reden beginnen, müssen die Redner verstummen, sagt ein albanisches Sprichwort.
Wahrscheinlich waren das Theos Scherze, der um Gutwetter bittelte, damit ich ihm nicht das Taschengeld kürzte. Immerhin stand sein Renommee als Chefkoch auf dem Spiel. Ich mußte ihm vor drei Tagen Herdverbot erteilen, weil die Nudeln sich geweigert hatten, in den völlig mißratenen Sugo aus Mischbenzin und Nähmaschinenöl zu hüpfen. Aufstand der Teigwaren. Geriet denn alles aus den Fugen? Und nur, weil wieder der eilige Abend vor der Tür stand?
Time is flying, fleeing, time is on my side, sangen die Stones, als sie nicht mehr wußten, wohin.
»Ich bin Jesus Christus«, sagte die Blumenvase, »mußt du mich denn dauernd antatschen?«
»Entschuldigung«, erwiderte ich meinerseits verdattert. Die sprechende Blumenvase mußte einen Sprung in der Schüssel haben. »Entschuldigung vielmals, gnädige Wasserträgerin.«
Umgeben von Rätseln, sich gegenseitig um Verzeihung bittend, war dies das Vorspiel zu einer wunderlichen Freundschaft. Der nächste Gegenstand, der zu mir sprach, würde aus dem Fenster fliegen. Das Polizeirevier gegenüber brauchte dringend neue Scheiben. Wenigstens sollten sie mal geputzt werden.
Die Tür ging auf.
Theo. In Höchstselbiger Person. Mein Assistent und Chefkoch. Ausgeschlafen wie ein Waldesel.
»Was grämst du dich so, mein Bruder? Willst du getröstet sein?« Er hob die Arme, die vom portugiesischen Tejo bis zum Zuckerhut in Rio reichten. Und zurück.
»Theo, vergiß gestern. Du kriegst heute was auf die Kralle, damit du beim Bäcker ein paar Wecken holen kannst.«
Der verklärte Blick meines Gegenübers ließ nichts Gutes erwarten.
»Ich bin Jesus Christus«, sagte Theo. Von dem ich genau wußte, daß er Zenker hieß.
»Ich dachte, die Blumenvase sei Jesus Christus!«
»Das war ich vorhin. - Nun bin ich hier drin.«
»Wo drin?«
»Hier drin!«
»Da drin?«
»Ja, doch.«
»Nit möööglich.«
»Hier drin. Im Theo!«
»Und das tut gar nicht weh?«
Theo Christus schüttelte sich, wie nasse Pudel, wenn sie von den Baptisten zu lange unter Wasser getauft werden.
»Theo, das ist Blasphemie, Größenwahn, religiöses Fieber, nimm dein Feldbett und streck dich lang.«
Ich wollte meinen Assistenten an der Schulter packen, aber der wich geschickt aus. Wir starteten ein kleines Räuber-und-Gendarm-Spiel, das ich
