Die Ampel ist grün: Ein humorvoller Blick auf das Leben eines Optimisten
Von Joachim Kühnel
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Über dieses E-Book
Joachim Kühnel
Ich wurde 1955 in einem kleinen Städtchen in Sachsen-Anhalt geboren. Im Alter von sechs Jahren kam ich nach Baden-Württemberg und wuchs dort auf. Ich bin zum Glück noch immer verheiratet. Wir haben sogar drei Kinder und 4 Enkelkinder. Also inzwischen kein Youngster mehr. Mein Beruf als Projektmanager hat mich viele Jahre durch die Welt geführt. Da erlebt man Vieles. Das lässt sich nicht alles mit der Kamera festhalten. Dennoch fotografiere ich gerne. Aus Überzeugung engagiere ich mich seit Jahren für ein Entwicklungsprojekt in der Demokratischen Republik Kongo. Dort wurde die Infrastruktur verbessert und eine Nähschule aufgebaut. Weiter ist mir wichtig, dass ich einen Teil meiner gemachten Erfahrungen an junge Menschen weitergeben konnte. Das lief überwiegend durch die Betreuung von Schulabgängern einer Hauptschule. Dort sah ich den größten Bedarf. Da habe ich gerne unterstützt. Nicht alle jungen Menschen haben es leicht und werden von Zuhause angemessen unterstützt. Es ist ja eine alte Binsenweisheit, dass die Eltern von Teenies "sehr schwierige Menschen" sind - das behaupten zumindest die Teenies.
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Buchvorschau
Die Ampel ist grün - Joachim Kühnel
Zitat
Wo Menschen zusammenkommen,
muss man mit Wundern rechnen.
Was wäre die Welt,
würden wir daran glauben.
(Hannah Arendt/Harald Lesch)
Geleitwort zu diesem Buch
Lieber Leser,
die Ampel ist grün? Was soll das? -
So oder so ähnlich wirst du dich fragen, wenn du dieses Büchlein in den Händen hältst.
Dabei kennt jeder die Situation:
Man muss vor einer Ampel warten bis „grün" kommt - und man merkt es nicht gleich, träumt oder ist unkonzentriert, egal wie:
Man hat eine Gelegenheit verpasst. Ärgerlich!
Und jetzt kommt es auf den Beifahrer an. Wie reagiert er? Mit einem charmanten Weckruf oder zynisch und bissig? Beiß' ich dann zurück?
Kurzum:
Das ganze Repertoire an zwischenmenschlichem Kontaktverhalten kann reaktiviert werden, in Gutem wie in Schlechtem. Die beiden Fahrer haben es in der Hand, in einem solch kritischen Moment zu entscheiden, wird der Tag gut oder nicht.
An diesem Punkt setzt der Autor an. Er ermuntert, in solchen „Ampelsituationen" einen Vorwärtsdialog zu praktizieren, positiv und mit Humor, nicht negativ und destruktiv.
Sein Buch quillt geradezu über mit praktischen Beispielen. Man merkt die Eigenerfahrung! Und er hat die Gabe zur humorvollen Selbstironie.
Dieses Buch ist in gewissem Sinne die Ergänzung und Fortführung seiner Autobiografie aus dem Jahr 2020. Etliche Leser haben Joachim nach weiteren Geschichten aus seinem bunten Leben gefragt.
Dabei war der äußere Anlass zur Autobiografie eher das Gegenteil von Humor und Ironie. Die Eltern von Joachim waren im letzten Jahr fast zeitgleich schwer erkrankt. Zusammen mit seiner Schwester begleitete er beide Elternteile pflegend bis zum Tod.
Dabei wurden viele Kindheitserinnerungen mit ihm und den Eltern wach. Er schrieb sie nieder, sammelte sie - und erkannte schließlich:
Das sind ja nicht nur Geschichten um meine Eltern, das bin ja ich. Was ich hier niederschreibe, das ist nicht deren Leben, sondern ein Teil von mir. Und es ist herrlich, was mir widerfahren ist!
In einer sehr lebendigen und farbigen Sprache wird die Vergangenheit neu inszeniert; pralles Leben - manchmal traurig, überwiegend heiter, manchmal nachdenklich - auf jeden Fall lesenswert und bereichernd.
Die Ampel ist grün, lieber Leser!
Carpe diem, oder:
Lebe dein Leben jetzt. Dazu will dieses Buch anregen!
Gustav Kohle Ehningen, 7. April 2021
praktischer Arzt
Regisseur des Ehninger Theaterkellers
Prolog des Autors
Die Ampel ist grün, sagt der Optimist
Was ist denn das für ein Buchtitel? Ein Lebensmotto? Die Ideologie eines Optimisten?
Wer weiß, vielleicht denkst du jetzt: Na ist ja klar. Dem Optimisten scheint doch sowieso immer die Sonne…
Tja, wenn das nur so wäre. Natürlich erlebe ich die gleichen Situationen wie jeder andere. Auch mir passieren genau die gleichen Ungeschicke - und schwuppdiwupp - stoße ich, genau wie jeder andere Mensch einmal, ein volles Glas um. Gott bewahre, dass es keine Tasse Kaffee sein möge - das wäre ja wirklich jammerschade…
Und ja, gerade auch mir passiert es immer wieder einmal, dass ich zu unbedacht rede, meiner allgemeinen Begeisterung verfalle und dabei meinem Gesprächspartner nicht aufmerksam genug zugehört oder die Situation falsch eingeschätzt habe.
Wumms:
Da haben wir den Salat. Mein Gegenüber ist verprellt, verärgert, überfahren, fühlt sich unverstanden oder nicht ernst genommen.
Dabei liegt mir all' das fern. Ich persönlich mag einen offenen, zugewandten und respektvollen Umgang untereinander. Die Menschen sind mir wichtig. Sehr wichtig sogar.
Dieses Buch soll uns miteinander einen Führerschein ausstellen. Eine Fahrerlaubnis nicht nur für grüne Ampeln, sondern einen Führerschein mit der Aufforderung, gerade die scheinbar kleinen und unwichtigen Dinge des Alltages mit einem freundlichen Lächeln auf sich wirken zu lassen und darüber möglichst oft zu schmunzeln.
Ich habe lange gebraucht, bis es mir einigermaßen überzeugend gelungen ist, die alltäglichen Unwägbarkeiten, Unpässlichkeiten und ganz besonders die Tücken des Alltags nicht mehr so ganz ernst zu nehmen. Geht das überhaupt, alles nicht so ganz ernst zu nehmen? Das kannst du nicht so recht glauben? Doch, das geht. Nicht immer, aber immer öfter.
Wie bereits erwähnt, passieren mir im Laufe der Woche die gleichen Dinge wie jedem anderen auch. Klar, zum Glück bin ich ja ein einigermaßen normaler Mensch mit vielen Schwächen, aber - auch wieder wie jeder andere - eben auch mit ein paar Stärken.
Ein kluger Mensch hat einmal gesagt:
„Versuche nicht, an deinen Schwächen zu arbeiten und sie zu verbessern. Damit erreichst du höchstens Mittelmaß. Mittelmäßige Menschen gibt es aber schon zur Genüge. Versuche lieber, deine Stärken weiter auszubauen. Damit erlangst du die Chance, auf deinen Gebieten einzigartig zu werden…"
Voilà! Klingt doch super!
Kleine Tücke am Rande:
Es dauert sehr lange, bis man seine wirklichen eigenen Stärken erkannt hat. Leider glaubt man sich selbst ja auch nicht alles. Oft weiß man seine Talente nicht zu schätzen, erachtet sie womöglich als „normal und stuft sie daher zuweilen als „wertlos
ein. „Das kann ja jeder", ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Schnell tauchen Träume auf:
„Ich möchte auch so schnell schwimmen können wie Franzi van Almsick und so toll Fußball spielen wie Kevin Kurányi. Und wenn ich dann noch so singen könnte wie Helene, dann, ja dann…"
Da ist viel zu oft der Wunschtraum der Vater des Gedankens. Schon rennt man wieder dem falschen „Ideal" nach. Davon könnte ich ein Lied singen (wenn auch nicht so schön wie besagte Helene). Denn wer sieht schon gerne außer den schönen, erfolgreichen Seiten eines Stars auch noch dessen Schattenseiten. Wer fragt sich schon ernsthaft, ob er selbst mit dieser Situation dauerhaft umgehen könnte. Das fängt doch schon beim Dorfbürgermeister an. Das ist ein toller Job. Chef der Gemeinde. 200 Mitarbeiter. Du hast das Sagen. Die Presse meldet sich regelmäßig, du gibst die Berichte und Interviews heraus. Du wirst zu Geschäftsessen eingeladen und kommst regelmäßig im Gemeindeblatt auf die Titelseite. Du fühlst dich geehrt.
Und die Kehrseite der Medaille?
Sehr lange Arbeitstage, DU musst entscheiden und vorher hoffentlich gut abwägen. Wenn doch etwas daneben geht wirst DU beschimpft. Plötzlich kannst du dich in deiner Gemeinde und in den Nachbargemeinden nicht mehr völlig frei bewegen. Es ist auf einmal nicht mehr egal, wo du oder deine Familie einkaufen oder zum Friseur geht. Wenn du da nicht aufpasst, dann heißt es ganz schnell, du würdest Diesen oder Jenen bevorzugen. Es riecht nach (Achtung, böses Wort!) Vetternwirtschaft… Willst du das???
Es stellt sich also die Frage, was wirklich zu DIR selbst passt. Du kannst es mir ruhig glauben:
Ich habe da schon viel darüber nachgedacht. Nicht ganz so einfach. Da sind viele Versuche und somit - fast schon zwangsläufig - auch Fehl-Versuche angesagt. Lassen wir uns nicht beirren. Überhaupt als Optimisten. Denn immerhin kann man es ja mal probieren. Auch hier ist der bunte Weg durch die schöne Lebenslandschaft das Ziel.
Sehr vieles ist eine Frage der Einstellung und des eigenen Umgangs mit den Situationen. Manchmal gelingt das ganz gut. Oft treibt es aber bunte Blüten und die Sache misslingt gründlich.
Dann steht man vielleicht schmunzelnd, vielleicht kopfschüttelnd vor sich selbst und wundert sich.
Wie heißt es doch in so manchem Bonmot:
„Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst".
Klingt alles total verrückt. Aber vielleicht ist doch ein bisschen was dran. Denn ich habe für mich entdeckt, dass mit genügend innerem Abstand und den Blick mehr auf die Menschen fokussiert, es oft einfacher wird, das gerade Erlebte zu ertragen. Und das, ohne gleich zu verzweifeln. Dazu findest du in diesem Buch ein paar „Schwänke, die mir selbst tatsächlich so widerfahren sind. Es „menschelt
halt überall.
Zurück zur Erinnerung an die „grüne Ampel". Diesem symbolhaften Sinnspruch der Kommunikationswissenschaftler. Man mag es ja kaum glauben, aber diese simple Aussage kann für viele Irritationen sorgen. Sie kann Missverständnisse auslösen oder sogar zu Streitereien bei Paaren führen. Auch darüber berichte ich etwas später in diesem Buch.
Andererseits ist in gewissem Sinne das Statement „die Ampel ist grün für mich tatsächlich zu einer Art Lebensmotto geworden. Denn ich bin im Grunde ein positiv denkender Mensch. Mir ist die philosophisch anmutende Frage, ob das Glas „halb voll
oder „halb leer ist, inzwischen ziemlich einerlei. Für mich ist es bestenfalls interessant, überhaupt ein Glas zu haben (gell Alex*). Als Optimist bin ich, gepaart mit meiner Lebenserfahrung recht sicher, dass sich der Rest finden wird (schon wieder: Alex!). Optimistisch eben. Und dem Optimisten ist ja grundsätzlich alles erlaubt, das nicht ausdrücklich „verboten
ist. Und selbst zu diesen Themen fällt dem erfahrenen Optimisten meist auch noch etwas ein… Positives Denken und Erleben stellt damit aber auch eine gewisse Verantwortung dar. „Wegsehen oder vor Problemchen „wegducken
gilt nicht. Ich vertraue da durchaus auf meine Stärken. Du siehst schon: „Segen und Fluch" vereint.
Das kann natürlich manchmal Überraschendes zu Tage fördern. Legen wir also los, lassen uns nicht beirren, denn:
Die Ampel ist ja grün.
Joachim
* PS:
Für diejenigen, die sich momentan nichts unter dem Ruf nach „Alex" vorstellen können:
Alex ist meine Lieblingswirtin und damit die Chefin unserer Stammkneipe.
Möge sie die Corona-Krise gut überstehen.
Die Axt im Haus…
Ich möchte mit einem etwas schwereren Thema beginnen. Denn dieses Thema hat mich damals – ach was, bis heute - beeindruckt, sobald ich daran denken muss. In den frühen 60er Jahren wohnte ich mit meinen Eltern in Böblingen in der Friedrich-List-Straße. Meine Mutter hatte dort ihre erste kleine Lebensmittelfiliale der Firma Klett anvertraut bekommen. Wir wohnten im gleichen Haus direkt nebenan, praktisch in einer Art Dienstwohnung. Ringsherum, in den direkt angrenzenden Nebenstraßen, fanden sich überwiegend Zweifamilienhäuser. Entlang des Straßenverlaufes stadtauswärts in Richtung Freibad und Stadion befanden sich sehr lange Reihen aus ziegelbewehrten Reihenhäusern. Immer jeweils gleich 10 oder gar 12 Reihenhäuser. Kleinstadt-typische Bauweise der Nachkriegszeit.
Schräg gegenüber zum Lebensmittelgeschäft stand auch so ein Zweifamilienhaus. Außen mit roten Ziegelsteinen ummauert. Eigentlich sah es etwas einfach, vielleicht sogar traurig aus. Vielleicht wirkte es auch nur so auf mich, weil ich ja inzwischen wusste, was hinter der Fassade ablief.
In diesem Haus wohnte eine Arbeiterfamilie mit vier Kindern. Tagsüber sah alles aus wie überall in diesen Tagen: vier munter herumtollende Schulkinder im Alter zwischen etwa 6 Jahren und 12 Jahren. Die Mutter hängte am Waschtag die Wäsche der Familie – und das ist bei vier Kindern und zwei Elternteilen schon auch viel Wäsche – auf dem Hof neben dem Haus auf die Leine. Die war zwischen Wohnhaus und Holzlagerschuppen gespannt. Davor stand, für mich sah das damals bedrohlich aus, ein grober Hackklotz mit eingehauener Axt. Die Mutter der Familie kam auch zum Einkaufen zu meiner Mutter ins Geschäft. Nur Gemüse kaufte sie nie, denn das hatte die Familie selbst im Garten.
Manchmal war ich auch zum Spielen dort bei dieser Nachbarsfamilie im Hof. Von Weitem sah alles ganz üblich und normal aus. So wie bei vielen anderen Familien auch. Aber irgendwie fühlte sich das Zusammenleben, ja sogar das Spielen mit diesen Kindern anders an, als das Zusammensein mit den anderen Kindern die ich aus meiner Schule kannte. Wie ich diese Zeilen gerade schreibe fällt mir auf, dass ich die Kinder dieser Familie nie in meiner Schule getroffen habe. Dabei waren die doch in etwa in meinem Alter. Und wir wohnten „gleich nebenan". Also mit Blick auf das Einzugsgebiet der Ludwig-Uhland-Schule sicher kein Problem. Hm, das ist mir bislang noch überhaupt nicht bewusst gewesen.
Wie gesagt, tagsüber ging es annähernd normal zu. Das eine oder andere Mal haben wir auch in deren Wohnhaus gespielt. Das kam aber sehr selten vor. So wie ich überhaupt eher selten bei dieser Nachbarsfamilie war. Aber wenn es später wurde, so gegen 16 Uhr, dann wurde die Familie stiller. Das Spielen musste beendet werden. Alles wurde aufgeräumt.
