Bessere! Romane! Schreiben!
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Über dieses E-Book
"Für Anfänger wichtig, für erfahrene Autoren interessant, für Profis, die wissen, dass es immer noch etwas zu lernen gibt, einfach unerlässlich." (Viktor Glass)
Jetzt mit Bonus-Kapitel:
"Wird Ihr Buch ein Bestseller?"
In 40 Fragen an Ihren Roman und ausführlichen Erläuterungen erfahren Sie, ob Ihr Roman das Zeug zum Bestseller hat.
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+ ... haben Sie mit großem Lesevergnügen wie nebenher viel Neues über das Schreiben und das Leben als Autor erfahren.
+ ... wissen Sie nach dem Selbsttest mit 40 Fragen und ausführlichen Erläuterungen, ob Ihr Roman das Zeug zu einem Bestseller hat.
Ich bin kein Literaturwissenschaftler, sondern ein Autor und Praktiker wie Sie. Ich will, dass meine Bücher Spaß machen. Erst beim Lesen. Und noch mehr, wenn Sie das Gelernte möglichst sofort bei Ihrem eigenen Roman anwenden. Wenn Sie sehen, wie viel Ihr Roman besser wird. Wenn Sie sehen, wie er nach und nach gut genug wird für Agenten, Verlage und vor allem für Ihre Leser.
Sie bringen Ihr Talent mit, Ihre Leidenschaft, Ihren Willen zum Erfolg. Das erforderliche Handwerkszeug verbessern Sie mit diesem Buch.
Ist das Buch etwas für Sie?
Eine A-Z-Anleitung zum Schreiben eines Romans ist dieser Ratgeber nicht und daher für Schreibanfänger weniger geeignet. Dafür hilft er allen Roman-Autoren bei dem, was der Titel verspricht: wie Sie Ihren Roman (noch) besser machen.
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Buchvorschau
Bessere! Romane! Schreiben! - Stephan Waldscheidt
Gute Romane gibt es viele. Sie können einen besseren schreiben. Hier steht wie ...
50 neue Schreibtipps für Romanautoren
Für Anfänger wichtig, für erfahrene Autoren interessant, für Profis, die wissen, dass es immer noch etwas zu lernen gibt, einfach unerlässlich.
Jetzt mit Bonus-Kapitel: »Wird Ihr Buch ein Bestseller?«
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+ ... wissen Sie, wie Sie Ihren Roman an mehr als 50 Stellen stärker, überzeugender, mitreißender gestalten.
+ ... haben Sie sich anhand konkreter Beispiele aus erfolgreichen Romanen die Mittel und Tricks professioneller Roman-Autoren und Bestseller angeeignet.
+ ... sind Sie zu neuen Ideen und Optimierungen für Ihren Roman animiert und inspiriert.
+ ... haben Sie Wichtiges über das Schreiben von Romanen gelernt, was Ihnen so kein anderer Ratgeber verrät.
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Ich bin kein Literaturwissenschaftler, sondern ein Autor und Praktiker wie Sie. Ich will, dass meine Bücher Spaß machen. Erst beim Lesen. Und noch mehr, wenn Sie das Gelernte möglichst sofort bei Ihrem eigenen Roman anwenden. Wenn Sie sehen, wie viel Ihr Roman besser wird. Wenn Sie sehen, wie er nach und nach gut genug wird für Agenten, Verlage und vor allem für Ihre Leser.
Sie bringen Ihr Talent mit, Ihre Leidenschaft, Ihren Willen zum Erfolg. Das erforderliche Handwerkszeug verbessern Sie mit diesem Buch.
Ist das Buch etwas für Sie?
Eine A-Z-Anleitung zum Schreiben eines Romans ist dieser Ratgeber nicht und daher für Schreibanfänger weniger geeignet. Dafür hilft er allen Roman-Autoren bei dem, was der Titel verspricht: wie Sie Ihren Roman (noch) besser machen.
Für Autoren allgemein: gut geeignet
Für Schreibanfänger: weniger gut geeignet
Für Roman-Anfänger: sehr gut geeignet
Für fortgeschrittene Roman-Autoren: hervorragend geeignet
Für Profi-Roman-Autoren: sehr gut geeignet
Inhalt
VORBEREITUNG
PLOT & STRUKTUR
ERZÄHLEN & ERZÄHLPERSPEKTIVE
DER PERFEKTE EINSTIEG
LEBENDIGE CHARAKTERE SCHAFFEN
MITREISSEND SCHREIBEN
BESCHREIBUNGEN & BILDER
SPRACHE & STIL
NACHBEREITUNG
SCHREIBEN & LEBEN
Ich freue mich auf Ihre spannenden Bücher.
Ihr Stephan Waldscheidt
schriftzeit
1. Vorbereitung
In diesem Kapitel:
Gefahren und Chancen von Moden in der Literatur
Was ist eine Prämisse und welche ist die richtige für Sie?
Über Recherche
Situationen im Roman darstellen oder durchspielen
Gefahren und Chancen von Moden in der Literatur
Das Thema Ihres Romans
Literatur ist, wie so ziemlich alles im Leben, Moden unterworfen. Bei der sprachlich anspruchsvollen Literatur sind das eher Moden von Ausdruck, Sprache und Form, bei der erzählenden Literatur (und um die geht es mir in diesem Buch) eher thematische Moden.
Beim Schreiben selbst sollten Sie sich von Moden nicht beeinflussen lassen. Doch wenn es an die Entscheidung geht, für welche Ihrer (hoffentlich zahlreichen) Romanideen Sie sich entscheiden, ist es von Vorteil, die aktuellen Moden zumindest zu kennen. Damit Sie eine kompetente Antwort auf die Frage parat haben, ob Sie lieber den Roman mit den Teenagervampiren in Angriff nehmen oder doch eher den mit den Werwölfen aus dem Altenheim.
Jede Modewelle ruft zahlreiche Nachahmer auf den Plan, das ist in allen Branchen so, der Buchmarkt bildet keine Ausnahme. Von einem Roman, noch dazu einem Jugendroman, über Vampire würden die meisten Ihnen im Jahr 2011 abraten. Zu viele Autoren tummeln sich, zum Teil schon seit Jahren, in diesem Feld. Doch womöglich bleiben die Blutsauger ähnliche Dauerbrenner wie Regionalkrimis, die so etwa Anfang der nuller Jahre über uns hereinbrachen und einfach nicht mehr weggehen.
Misstrauen Sie allen Experten, die Ihnen weismachen wollen, sie wüssten, was morgen ist. Wenn die Zukunft bekannt wäre, dann hieße sie Gegenwart, und schon dort streitet man sich über das, was gerade in ist.
Sollten Sie jedoch partout auf den Modezug springen wollen, beachten Sie Folgendes: Je später Sie eine Mode aufgreifen, desto neuer und einzigartiger sollte Ihr Ansatz sein. Kann man zu Anfang der Mode noch eine billige Kopie auf dem Markt unterbringen, fordern die Leser zunehmend ausgefallenere Ideen.
Allerdings – und womöglich gut für Sie – hat jedes Genre auch seine Fans, die immer nur das eine wollen: more of the same. Dabei müssen die Ideen so ausgefallen gar nicht sein. Oft genügt es schon, Bekanntes miteinander zu verbinden, um etwas Neues zu schaffen. Oder kennen Sie einen Regionalkrimi mit Vampiren?
Ein Indikator dafür, welche Moden ihren Zenit schon überschritten haben, sind Parodien: Wenn bereits mehrere Parodien zu den die Moden begründeten Romanen in den Buchläden liegen, ist die beste Zeit für einen Me-Too-Roman bereits vorbei. Recherchieren Sie doch mal, wie viele Parodien allein zu Harry Potter und Stephenie Meyers Twilight-Romanen erschienen sind.
Ein weiterer Indikator für den Höhepunkt des Booms und oft auch für sein Ende sind Kinofilme. Zu der Hysterie über die Filme der »Twilight«-Saga gab es bis dahin nichts Vergleichbares.
Noch ein Indikator sind Spin-Offs, auch in anderen Medien, wenn also Videogames mit Harry Potter oder neue Romane erscheinen, in denen Charaktere, Schauplätze oder Motive aus dem ursprünglichen Erfolgsroman die Hauptrolle spielen.
Spätestens, wenn Sie sich mit Ihrem Manuskript an einen Agenten oder einen Verlag wenden, sollten Sie die aktuellen Modeströmungen kennen. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie einen Genre-Roman geschrieben haben. Die »Twilight«-Romane etwa haben ein eigenes Genre begründet: Teenagervampire.
Wenn Sie einem Verlag in den Jahren nach dem großen Erfolg einen Jugendroman über Vampire anbieten, wird Ihr Roman mit »Twilight« verglichen, ob Sie das wollen oder nicht. Sie können sich vorstellen, dass ein Vergleich Ihres Erstlings mit einem weltweiten Megaseller eher ungerecht und wenig hoffnungsvoll für Sie ausfallen wird.
Sehen Sie die Seite des Verlags: Ihre Lektorin wird sich von ihrer Chefin, vom Marketing, von der Presseabteilung, vom Vertrieb, von den Vertretern und von den Buchhändlern fragen lassen müssen, wie in Dreiteufelsnamen man denn noch einen weiteren Vampir-Roman positionieren und verkaufen solle.
Wenn Ihr Roman hingegen etwas (tatsächlich) Einzigartiges hätte, sähe die Sache womöglich anders aus. Dann rennen Sie womöglich offene Türen ein. Schließlich hat die Buchhändlerin ein ganzes Regal und einen großen Tisch speziell für Vampirbücher eingerichtet. Und die wollen gefüllt und beladen werden.
Grassiert die Mode noch eine Weile, mögen Sie mit Ihrer Vampirromanze sogar einen kleinen Erfolg haben. Womöglich ist mancher Verlag dankbar, nach dem Motto: Da weiß man, was man hat. Dann mag es sogar weniger risikoreich sein, auf das Bewährte zu setzen. Die Chance, groß abzuräumen, haben Sie jedoch eher nicht. Leider kann Ihnen niemand sagen, wann die Modewelle bricht. Das Risiko tragen Sie.
Denken Sie daran, wenn Sie mit Konzipieren und Schreiben Ihres Romans beginnen, dass zwischen dem ersten Satz, den Sie schreiben und der Veröffentlichung des Buchs mindestens zwei, eher aber drei oder noch mehr Jahre liegen werden. (Lediglich bei Kinder- und Jugendbüchern und Auftragsarbeiten geht es schneller.) Wenn der Markt heute schon gesättigt ist, was wird dann erst in drei Jahren sein?
Eine zumindest ungefähre Kenntnis von Markt und Moden ist außerdem unverzichtbar für Ihre Glaubwürdigkeit als professionell auftretender Autor. Und Sie sollten wissen, worauf Sie sich einlassen, wenn Sie Ihren Beitrag zur Mode leisten.
Und jetzt ran an die Tasten, schreiben Sie etwas Bahnbrechendes. Schlechte Kopien gibt es schon genug.
Was ist eine Prämisse und welche ist die richtige für Sie?
Drum prüfe, wer sich einen Roman lang bindet
Eine Leserin meines Blogs schriftzeit.de, dreieinhalb Fragen:
Was mache ich, wenn mir zu meiner Idee mehrere Prämissen einfallen?
Wie viele davon verfolge ich? Wohl doch nur eine?
Wie finde ich heraus, welches die richtige ist?
Zunächst einmal: Was ist eine Prämisse?
Wikipedia erklärt den uneinheitlich gebrauchten Begriff wie folgt:
Die Prämisse (v. lat.: praemissum = das Vorausgeschickte) fasst in knapper Form die Verwandlung zusammen, die eine Romanfigur im Laufe der Handlung durchmacht. Sie enthält Ausgangspunkt, Konflikt und Lösung der Figur in einem kurzen Satz.
Sie dient dem Schriftsteller als Werkzeug, um die Handlung der Geschichte auf das Wesentliche zu beschränken, indem sie der Entwicklung einer Figur ein klares Ziel gibt. Darüber hinaus lässt sich bei der Überarbeitung des Textes anhand der Prämisse überprüfen, ob die jeweilige Szene diesem Ziel dienlich und somit unverzichtbar ist.
Klar abgrenzen sollte man die Prämisse zur Moral von der Geschicht’ und zum Thema eines Romans. Letzteres bezeichnet, worum es in einem Roman wirklich geht.
Beispiel:
In Stephen Kings Roman »Es« wäre ein zentrales Thema lebenslange Freundschaft. Das Thema an der Oberfläche aber ist der Kampf einer Gruppe von Männern und Frauen gegen ein Monster, das unter anderem in der genialen Verkleidung des Clowns Pennywise auftritt.
Die Prämisse von »Es« könnte lauten:
Echte Freundschaft führt zum Triumph über ein Monster.«
Hier drin steckt, nach obiger Definition von Wikipedia
* als Ausgangspunkt: die Freundschaft;
* als Konflikt: der Kampf gegen das Monster; und
* als Lösung: der Triumph über das Monster.
Man kann noch tiefer gehen und fragen, wofür das Monster steht. King macht es uns einfach, indem er das Monster sich von Furcht ernähren lässt. Eine tiefergehende Prämisse lautet also:
»Echte Freundschaft führt zum Triumph über die schlimmsten Ängste.«
In vielen Schreibratgebern wird gerne behauptet, ein Roman müsse exakt eine Prämisse haben und diese könne und müsse der Autor von vornherein in einem Satz festmachen. Diese Aussage vereinfacht sehr stark.
In manchen Fällen ist diese Vorgehensweise nützlich, etwa in der oben geschilderten Aufgabe der Prämisse, eine Szene mittels der Prämisse auf ihre Verzichtbarkeit zu überprüfen. In vielen Fällen ist die starke Vereinfachung jedoch falsch.
Tatsächlich kann ein Roman eine ganze Reihe von Prämissen haben und beweisen. In Romanen, die mehrere Helden ins Rennen schicken oder die Handlung aus mehreren Perspektiven schildern, kann und sollte jeder Erzählstrang seine eigene Prämisse besitzen.
Doch selbst damit hat man noch nicht alle Prämissen erfasst.
Ein Roman kann die Geschichte mehrerer Helden mit eigener Prämisse erzählen – und bei jedem Helden mehrere Geschichten. Manche nennen das die Layer oder Erzählebenen. Jede Ebene kann wiederum eine eigene Prämisse haben.
Beispiel:
Der Roman von Mikael Niemi, »Populärmusik aus Vittula«, erzählt von zwei Hauptfiguren: vom Ich-Erzähler und von seinem Freund Niila.
Beim Erzähler könnte die Prämisse lauten:
»Musik machen in der Jugend führt zu einem glücklichen Leben als Erwachsener.«
Bei seinem Freund lautet sie eher:
»Musik machen in der Jugend führt zum Selbstmord.«
Aber diese Prämissen betreffen jeweils nur eine Erzählebene. Auf einer anderen Erzählebene, auf der es um die Freundschaft des Ich-Erzählers mit Niila geht, lautet die Prämisse des Ich-Erzählers, ein wenig umständlich, etwa so:
»Das Anregen und Pflegen einer Freundschaft führt zu einer wichtigen Erfahrung und Art von Liebe, die das spätere Leben aufwertet.«
So gibt es durchaus Romane, deren Helden mehrere Geschichten erleben, und jede hat ihre eigene Prämisse.
Dan Simmons etwa erzählt über seinen Roman »Drood« (ein komplexer Historiengrusler über Charles Dickens’ unvollendetes letztes Buch und über seinen Freund und Kollegen Wilkie Collins) Folgendes: Ein Freund von ihm habe ganz richtig erkannt, dass er da eigentlich sieben Romane geschrieben habe. Eben weil der Hauptplot über so viele verschiedene Ebenen verfügt.
Und dann sind da noch die angerissenen Erzählstränge oder Ebenen, die der Autor bewusst nicht ausgearbeitet hat, um dem Werk am Ende etwas Offenes, Authentisches, Lebensnäheres zu verleihen. Diese Stränge und Ebenen verweigern sich absichtlich dem Beweisen der Prämisse.
So weit, so kompliziert. Zurück zu der letzten Frage der Leserin: Woher weiß man nun, welche Prämisse die Richtige ist?
Hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Vielmehr kommt es darauf an, was für einen Roman man schreiben will. Je nach Prämisse kann dasselbe Thema zum Krimi, zur Horrorgeschichte oder zur Komödie werden.
Beispiel:
Thema: Mädchen und Junge lieben sich.
Prämisse von Roman 1: »Wahre Liebe führt zur Verwandlung des Jungen in einen Vampir.«
Genre von Roman 1: Horror-Romanze.
Prämisse von Roman 2: »Wahre Liebe führt zur gemeinsamen Aufklärung eines schrecklichen Verbrechens.«
Genre von Roman 2: Krimi, Thriller.
Prämisse von Roman 3: »Wahre Liebe führt zur Überwindung von Religionsgrenzen und Fußpilz.«
Genre von Roman 3: Multikulti-Komödie.
Die Prämisse muss aber keineswegs am Anfang des Romanschreibens stehen. Wirkungsvoller ist es, mit einem Charakter zu beginnen, mit Was-wäre-wenn-Fragen, mit Plotschnipseln – und von dort aus, etwa dem Problem des Charakters, die Prämisse zu entwickeln. Um sie dann mit dem Roman zu beweisen. Oder, wie wir gesehen haben, die vielen Prämissen.
Womit wir bei der Prämisse des Romanautors wären:
»Einen Roman zu schreiben, führt zu verdammt viel Arbeit.«
Über Recherche
Die wundersamen Entdeckungen beim Bierdeckelsammeln
Sie stecken fest? An irgendeiner Stelle Ihres Romans geht es einfach nicht mehr weiter. Womöglich fehlen Ihnen – Banalitätsalarm! – einfach nur Inhalte, genauer: etwas, worüber Sie schreiben können, was jedoch außerhalb Ihres Wissens oder Ihrer Erfahrungen liegt.
Zeit, Ihren Horizont zu erweitern.
Blättern Sie in einem Lexikon oder Wörterbuch oder im Web. Fündig geworden?
Stecken Sie bei einem ganz speziellen Thema fest, dann finden Sie Leute, die sich damit auskennen. So könnte eine Krimiautorin – Banalitätsalarm die Zweite! – bei der Polizei nachfragen. Falls Ihr Schurke Bierdeckel sammelt, gehen Sie zu einer Bierdeckelmesse.
Oft, nein, so gut wie immer finden Sie bei gezielter Recherche neben den gesuchten Informationen auch reichlich Beiwerk: Anekdoten (»Das rote da, auf diesem Bierdeckel, da hatte der Reich-Ranicki Nasenbluten, weil ihm Günter Grass …«), neuen Einblicken (»Die Bierdeckelindustrie lässt heute in nordkoreanischen Sweatshops fertigen. Ich trinke Bier nur noch im Stehen.«) oder Verweisen zu anderen Themen, an die man nie gedacht hätte (»Über die Filzindustrie, ja, wegen Bierfilz, da müssten Sie mal schreiben. Ich meine, Filz! Das sind Tierhaare. Die armen Biester werden gequält, weil wir saufen wollen. Und die Regierung spielt mit. Wenn da mal einer richtig graben würde …«)
Nicht selten ist das Beiwerk interessanter als das Gesuchte und findet Eingang in den Roman. Oder führt ihn womöglich in eine neue Richtung.
Im Extremfall haben Sie am Ende Ihrer Recherche die Idee für einen ganz neuen Roman gefunden und zugleich schon seine Grundlagen da stehen: »Die verfilzte Republik«, ein Politthriller.
Situationen im Roman darstellen oder durchspielen
Warum Sie Ihren Mann als Leiche im Wohnzimmer drapieren sollten
Da steht die Heldin Ihres Romans endlich, frisch aus den Zeilen gepellt, klug, schön, mit einem eisernen Willen und glorreichen Zielen ausgestattet und so vollgepackt mit inneren Konflikten, dass sie kaum noch denken kann.
Na, dann kann der Roman ja mal losgehen. Bestimmt wird der gut, ein Bestseller, mindestens.
Aber da fehlt doch was.
Sie meinen, andere Personen? Ebenso klug und mit Zielen und inneren Konflikten beladen wie ein Sherpa mit Bergausrüstung und frischer Yakbutter? Kein Problem.
Da fehlt noch immer was.
Oh, klar, die Leute im Roman müssen was tun.
