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Bruckmann Wanderführer: Zeit zum Wandern Chiemgau: 40 Wanderungen, Bergtouren und Ausflugsziele im Chiemgau
Bruckmann Wanderführer: Zeit zum Wandern Chiemgau: 40 Wanderungen, Bergtouren und Ausflugsziele im Chiemgau
Bruckmann Wanderführer: Zeit zum Wandern Chiemgau: 40 Wanderungen, Bergtouren und Ausflugsziele im Chiemgau
eBook321 Seiten1 Stunde

Bruckmann Wanderführer: Zeit zum Wandern Chiemgau: 40 Wanderungen, Bergtouren und Ausflugsziele im Chiemgau

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Über dieses E-Book

40 ausgewählte und aussichtsreiche Touren für jeden Anspruch. 5 x 5-Top-Touren führen Sie zu den stillsten Wegen, tollsten Aussichten und leckersten Hütten. GPS-Tracks zu allen Touren zum Download erleichtern die Planung und die Orientierung auf der Tour. Mit vielen Tipps für Pfade abseits des Trubels, gemütlichen Einkehr- und erfrischende Bademöglichkeiten.
Im Chiemgau ist Bayern wie auf der Postkarte: ursprünglich, gemütlich und mit atemberaubenden Ausblicken. Lassen Sie sich inspirieren von den 40 Touren in diesem Wanderführer und entdecken Sie das Gebiet rund um Waginger See, Chiemsee und die Chiemgauer Berge. Wandern Sie zu Kranzhorn, Karspitze und Hochfelln, über Almen, an rauschenden Bächen und in donnernde Schluchten. Das Alpenglühen am bayerischen Meer wird Sie verzaubern.
SpracheDeutsch
HerausgeberBruckmann Verlag
Erscheinungsdatum21. Nov. 2018
ISBN9783734314209
Bruckmann Wanderführer: Zeit zum Wandern Chiemgau: 40 Wanderungen, Bergtouren und Ausflugsziele im Chiemgau
Autor

Michael Pröttel

Der Diplomgeograf Michael Pröttel, geboren 1965, ist tätig als Journalist und Fotograf, u.a. für die Zeitschrift Bergsteiger. Die historischen und geografischen Besonderheiten europäischer Gebirgslandschaften sind seine Leidenschaft. Er ist Vorsitzender der Alpenschutzorganisation MOUNTAIN WILDERNESS Deutschland. Deshalb ist ihm ein möglichst naturverträglicher Bergsport wichtig.

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    Buchvorschau

    Bruckmann Wanderführer - Michael Pröttel

    1

    Rundtour beim Kloster Seeon

    Die Rundwanderung zu den eiszeitlichen Seen am Kloster Seeon ist ein wunderschöner Einstieg in die landschaftlich so abwechslungsreiche Welt des Chiemgaus. Im Sommer keinesfalls Badezeug vergessen!

    Wegbeschaffenheit

    Zumeist gute, breite Fußwege

    Ausgangspunkt

    Parkplatz beim Kloster Seeon; GPS 47.973862, 12.445004

    Anfahrt

    Auto: Auf der A 8 bis Ausfahrt Bernau und über Prien nach Rimsting. Hier rechts abbiegen und über Breitbrunn nach Seebruck. Von dort zum Kloster Seeon

    Einkehr

    Klostergaststätte Kloster Seeon, nur Donnerstag bis Sonntag, sowie Kiosk am Griessee

    Info

    Tourist-Information Seeon-Seebruck, Tel. 08667 7139, www.seeon-seebruck.de

    Blick auf Kloster Seeon vom Beginn der Wanderung aus

    Der Wegverlauf

    Vom Parkplatz aus gehen wir auf das wunderschöne Kloster Seeon zu, das man natürlich vor oder nach der Tour zusätzlich besichtigen sollte (siehe: Tipp). An der davor gelegenen Brücke wendet man sich nach links. Auf einem schönen Kiesweg geht es parallel zum Ufer nach Westen, wobei wir besonders schöne Blicke zurück auf das malerische Kloster genießen können. Wir stoßen auf eine Teerstraße und folgen dieser nach links (Schild: »Rundweg Nr.1«) Die Straße führt nun in den Wald hinein. Hier verlassen wir sie, indem wir an einer Kurve einem Fahrweg geradeaus folgen (Schild: »Reiten geduldet«). Zunächst geht es geradeaus und an der folgenden Gabelung halbrechts. Kurz darauf werden anhand einer Tafel die Grenzen und Wege des Naturschutzgebietes erklärt.

    Die Seeoner Seen entstanden wahrscheinlich vor mehr als 10 000 Jahren am Ende der Würmeiszeit als typische Eiszerfallslandschaft. Beim langsamen Rückzug der Gletscher brachen größere Eisblöcke ab und blieben inmitten von Geröllhalden liegen. Nach ihrem Abschmelzen hinterließen die Eisblöcke Toteislöcher, tiefe wassergefüllte Kessel. Aus mehreren dieser Kessel entstanden die heutigen Seeoner Seen.

    Der Griessee stellt im Sommer eine tolle Bademöglichkeit dar.

    Der weitaus größte ist der Klostersee (auch Seeoner See genannt), in dessen westlichem Teil sich die rund 2,1 Hektar große Klosterinsel mit dem bekannten Kloster Seeon befindet. Der Klostersee besteht aus drei miteinander verbundenen Toteisbecken. Die Klosterinsel ragt als Halbinsel von Westen her in den See. Gegenüberliegend am Ostufer ist der Ortsteil Seeon (früher Niederseeon genannt). Besonders deutlich abgesetzt ist das nördliche Becken des Weinbergsees, sodass eine Holzbrücke über die Bräuhauser Seeenge das Kloster auch an das Nordufer (Ortsteil Weinberg) anbindet. Sechs der Seen sind durch den Seeoner Bach miteinander verbunden, der im Griessee seinen Ursprung hat. Er verlässt den Klostersee im Osten und führt mit sehr geringem Gefälle hin zur Alz.

    Der weiter südlich gelegene Bansee sowie die Eglharter Seen im Osten, die im weiteren Sinn auch noch zu den Seeoner Seen gerechnet werden, entwässern dagegen – ebenso wie die rund sieben Kilometer südwestlich gelegenen Eggstätter Seen – über die Ischler Achen zur Alz.

    Wir gehen über einen Steg und gerade (fast weglos) einen Hang hinauf, um auf einen Fahrweg zu stoßen. Hier folgen wir links dem Schild »Rundweg«. Bei der Gabelung gehen wir halblinks und verlassen bald weiter geradeaus gehend den breiten Weg. Wir folgen nun einem schönen Pfad. An der ersten Gabelung geht es geradeaus, an der zweiten nach links (Schild »Brunnensee Rundweg«). Zwischen Schilf und Wald entlang wandern wir parallel zum Brunnensee nach Norden. Auf wieder breiterem Weg erreichen wir eine Wiesenfläche und überqueren diese nach Norden. Am Ende der Wiese stoßen wir auf einen Parkplatz. Hier wenden wir uns nach rechts und stehen auch schon an der wunderschönen, am Griessee gelegenen Badewiese (1:00 Std.). Im Sommer sollte man auf dieser Rundwanderung also unbedingt Badesachen mit in den Rucksack stecken. Die Badewiese ist allerdings gebührenpflichtig.

    Nach dem Baden geht es zurück zum Parkplatz. An der Nordseite führt ein Weg in den Wald hinein. Hier gehen wir durch eine Schranke und kommen entlang des Sees nach Osten zu zwei Bootshütten und einem weiteren Badeplatz. Der Weg führt schließlich vom Griessee weg. An einer Gabelung folgen wir dem Wegweiser nach Engering. Wieder im Wald geht es ein Stück bergan. Wir stoßen auf einen Querweg, folgen diesem nach links und gehen an der nächsten Gabelung halbrechts. Sobald wir aus dem Wald herauskommen, sehen wir rechts von uns und gerade vor uns Bauernhöfe liegen. Hier wenden wir uns gleich nach rechts und gehen weglos südlich des rechten Hofes vorbei. Dahinter beginnt ein landwirtschaftlicher Weg, dem wir weiter nach Osten folgen. (Diese weglose Variante empfehle ich, da mir auf dem normalen Fahrweg ein bellender Schäferhund beim rechten Hof den Durchgang ziemlich spannend machte!) Wir stoßen bald auf einen breiten Wirtschaftsweg und folgen diesem nach rechts (Schild: »Seeon«). Nach dem Erreichen der ersten Häuser von Seeon (1:45 Std.) folgen wir der Teerstraße hinunter zum See. Kurz vor dem See geht es nach rechts und hinter der Kirche wieder nach links. Zuletzt wandern wir über eine schöne Holzbrücke hinüber zum Kloster Seeon, wo man sich in der Klosterwirtschaft stärken kann.

    Kloster Seeon

    Der Bezirk Oberbayern hat die alte Klosterruine 1986 erworben und mit einem Kostenaufwand von 30 Mio. Euro von Grund auf renoviert. Mitte 1993 wurde das Kultur- und Bildungszentrum eröffnet. Im Kloster Seeon sind zum Übernachten Einzel- und Doppelzimmer vorhanden. Man kann die Wanderung mit einer Veranstaltung im Kloster Seeon kombinieren: Neben dem liebevoll zusammengestellten Kulturprogramm (vor allem Klassik, Jazz und Volksmusik) ist der jährliche Christkindlmarkt im Kloster Seeon einen Ausflug wert. Diese Rundtour ist auch im Winter sehr schön, wenn nicht zu viel Schnee liegt. Weitere Infos unter www.klosterseeon.de

    Ausgangs- und Endpunkt ist das traditionsreiche Kloster Seeon.

    2

    Um die Eggstätter Seenplatte

    Die Eggstätter Seen bieten waldreiche Rundwege und im Sommer eine schöne Bademöglichkeit. Für Fotografen ist natürlich der Herbst sehr zu empfehlen.

    Wegbeschaffenheit

    Gute Wald- und Fußwege, teils Fahrwege

    Ausgangspunkt

    Parkplatz Hartmannsberg; GPS 47.910782, 12.349008

    Anfahrt

    Auto: A 8 bis Ausfahrt Bernau. Über Prien und Bad Endorf nach Hemhof/Hartmannsberg. Parkplatz östlich der Schlossgaststätte. Zug: Mit dem Meridian bis Bad Endorf. Bus 9511 nach Hartmannsberg

    Einkehr

    Hartseestüberl, Dienstag Ruhetag, www.hartseestueberl.de

    Info

    Tourismusbüro Prien a. Chiemsee, Tel. 08051 6905-0, www.tourismus.prien.de

    Der Wegverlauf

    Direkt beim Parkplatz sehen wir eine verrostete Schranke und daneben ein Schild »Wanderweg zur Seenplatte«. Dem breiten Fußweg folgen wir nach Norden und wandern am ersten kleinen Weiher vorbei. Dann stoßen wir auf einen breiteren Weg, der uns entlang des schönen, von vitalem Buchenmischwald eingerahmten Kesselsees weiter Richtung Norden führt. An einer Gabelung folgen wir nach rechts dem Schild »Hartsee Rundweg« und halten uns an der nächsten Gabelung geradeaus. Nachdem wir den Einbessee passiert haben, gehen wir an der großen Wegkreuzung rechts weiter in Richtung Hartseestüberl. Bei den nächsten zwei Gabelungen gehen wir jeweils links und somit etwas bergab. Nun geht es entlang des Hartsees weiter nach Norden. Kurz danach kommen wir aus dem Wald heraus und sehen im Osten die Häuser von Eggstätt liegen. Es geht wieder in den Wald, wir halten uns an einer Gabelung links und erreichen sogleich den netten Badeplatz unterhalb des Hartseestüberls (0:50 Std.). An schönen Sommertagen ist das natürlich genau der richtige Ort, um eine längere Badepause einzulegen und sich vielleicht die Entstehungsgeschichte der Seen vor Augen zu führen: Die Eggstätter Seen sind eine Gruppe von 18 Einzelseen mit einer Gesamtfläche von rund 3,5 km² nordwestlich des Chiemsees. Die Seenplatte gilt neben den Osterseen am Südende des Starnberger Sees und den Seeoner Seen als bedeutendste Eiszerfallslandschaft des bayerischen Alpenvorlandes. Die Seen stellen mit Wasser gefüllte Toteislöcher dar. Toteis entstand, als das Eis der mächtigen Gletscher am Ende der Eiszeit nicht gleichmäßig wegtaute. Es blieben mehr oder weniger große Blöcke im ehemals eisbedeckten Gebiet zurück. Vom aktiven Gletscher nachströmendes Schmelzwasser lagerte neben und schließlich über den Eisblöcken große Mengen an Sedimenten ab. Erst nach dem Abschmelzen des Eises im Untergrund sackte die Oberfläche über dem Toteis langsam nach, und es konnte sich ein Toteisloch bilden. Lag der Boden des Kessels unterhalb des Grundwasserspiegels, entstand ein

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