Another 2 Downunder: Südaustralien und Tasmanien in Bildern
Von Werner Keulen
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Über dieses E-Book
Für Debbie war das ein Wiedersehen mit Menschen und Orten aus Ihrer Jugend, für mich war es eine ganz neue Welt.
Diesen Reisebericht führten wir zunächst online als Reiseblog unter ANOTHER2DOWNUNDER. Das Buch ist deshalb eher ein Bilderbuch, eine farbige Erinnerung an eine schöne Zeit, und ein Anreiz für die Zukunft.
Für das Buch habe ich den Text überarbeitet und mit weiteren Bildern und Informationen ergänzt.
Ansonsten ist es die authentische Schilderung unserer unvergesslichen Reise in den Süden, down under.
Dies ist die Hardcover - Version mit durchgehend farbigem Reiseteil. Es gibt auch eine günstigere Variante als Paperback unter ISBN 9 783748 119180.
Werner Keulen
Werner Keulen, Jahrgang 1956, ist Architekt und Hobbyfotograf. Schon seit längerer Zeit entstanden von den auf Reisen aufgenommenen Fotografien "Bilderbücher" für den Eigengebrauch. Dies ist die erste Veröffentlichung eines dieser Bildbände. Von der Australien/Tasmanienreise 2016/17 gibt es auch einen bebilderten Reisebericht: Another2downunder - Südaustralien und Tasmanien in Bildern. Werner Keulen lebt und arbeitet in Deutschland.
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Buchvorschau
Another 2 Downunder - Werner Keulen
Dieser Reisebericht beruht auf unserem Reiseblog, den wir Februar 2016 bis März 2017, während der Reise täglich, geführt haben. Neben dem Spaß ging es uns damals auch um die schnelle Information unserer Freunde und Verwandten, insbesondere auch in Australien und Neuseeland. Deshalb war der Text deutsch und englischsprachig. Die englischsprachige Version habe ich hier weggelassen. Dafür wurden einige Fotos ergänzt.
Die zeitliche Abfolge des Blogs habe ich belassen und Ereignisse und Bezüge weitgehend unverändert übernommen. Dies gilt auch für Änderungen und Ergänzungen, die wir während der Reise oder kurz danach am Blog vorgenommen haben.
Anders als im Blog, beginnt das Buch direkt mit der Reise. Die Einträge davor finden sich der Vollständigkeit halber im Anhang, ebenso die Karten.
Ansonsten ist alles so authentisch geblieben, wie es war.
Werner Keulen
Im April 2018
Für Brigitte und Werner
Danke für die Inspiration!
Inhalt
Vor der Reise
Südaustralien und Victoria
Ato A – Von Aachen nach Adelaide
G’day Adelaide!
AHop to Kangaroo Island
Rocks and animals
Transit to Robe
Cicadas and Kookaburras
Wonderland
Südwärts - Southbound
Great Ocean Road
Weihnachten im Regenwald
Melbourne I - Summer in the city
Melbourne II – Boom town
Tasmanien
Tasmania
Wildlife
Zurück nach Van Diemens Land
Nostalgia
Maria Island
Unterwegs nach Freycinet
Mount Amos
Der Isthmus Pfad
Binalong
Wasser und Lavendel
In den Wilden Westen
Cradle Mountain
Zur Westküste – Strahan
Strahan- Schiffsbau und Piraten
Der lange Weg zurück
Transit to Sydney
Sydney
Sydney I- Hafenrundgang
Sydney II- Debbies Geburtstag
Nach der Reise
Zurück in den Winter
Eine Woche später
Letzte Worte
Anhang I - Der Blog vor der Reise
Anhang II- Die Karten
Vor der Reise
Februar – Dezember 2016
Im Herbst 2015 trafen Debbie und ich die Entscheidung, nach Australien zu reisen. Nach unserer Amerikareise im Frühjahr 2013 wäre das die zweite Fernreise.
Hobart, vom Mt.Wellington gesehen, 1998
Australien und Neuseeland sind in diesen Tagen beliebt bei Menschen, die der vertrauten Zivilisation für eine Weile entfliehen möchten, sei es als Rucksacktourist (backpacker) oder Aushilfswanderarbeiter ( work-and-travel), oder, für Leute mit mehr Geld, als Tourist im möglichst autarken, geländegängigen Wohnmobil (camper van).
Falls Sie, lieber Leser oder liebe Leserin, zu diesen Gruppen gehören, muss ich leider sagen, dass Sie in diesem Buch möglicherweise zu wenig Anregungen finden werden. Zum Rucksack-Reisen bin zumindest ich mittlerweile doch zu alt, und Camping? Naja, auch wenn (oder gerade weil) Debbies Eltern einen Campingplatz in Deutschland besitzen, ist das auch nicht so unser Ding. Es ist halt mit einer Menge Organisation und Nebentätigkeiten verbunden, für die mir die Urlaubszeit zu kostbar ist. Außerdem ist so ein ‚Camper Van‘ ein sperriges Teil. Auf den Pisten und Pfaden im Westen und im Outback hat so etwas, besonders mit Allrad-Antrieb, seine Berechtigung, aber in den Gegenden, die wir bereisen wollen, ist es weder nötig noch praktisch.
Warum also Australien? Natürlich schon, weil es so weit weg ist. Das war zumindest meine Motivation. Denn abgesehen von den Reisen in Europa zu meiner Studentenzeit bin ich nicht viel herum gekommen auf dieser Welt. Fernziele, die pauschal erreichbar waren, haben mich nie interessiert, improvisierte Reisen ins Blaue liegen mir ebenso wenig, und für gut geplante Individualreisen fehlte mir stets die Zeit und das Geld. Debbie hingegen war bereits zweimal in Australien, einmal für ein halbes Jahr. Das ist natürlich ihrer weit verstreuten Verwandschaft zu verdanken. Für sie also ist die Reise nach Australien eine Art Heimkehr in die zweite Heimat.
Eigentlicher Auslöser war aber dann Debbies runder Geburtstag am 13. Januar. Denn der sollte, wie wir an einem verregneten Herbstabend 2015 beschloßen, nicht, wie üblich, im kalten und unwirtlichen deutschen Winter gefeiert werden, sondern in Australien, im Sommer, und zwar in Sydney, mit Blick auf die Harbour Bridge.
Um dieses Ereignis herum planten wir zunächst den ganz großen Trip: Westküste, Nordküste, Goldküste, Great Barrier Reef, Uluru. Und natürlich der Süden und Tasmanien. Dazu hatten wir 2 Monate vorgesehen. Aber schnell stellten wir fest, dass dies nichts wäre als andauernde Fahrerei. Australien ist nun einmal ziemlich groß. Also speckten wir ab. Auch die zwei Monate waren optimistisch, schließlich sind wir beide Angestellte, und auch bei Lohnverzicht und über den von Anfang an vorgesehenen Jahreswechsel sind solche Zeiträume schwer durchzusetzen. 5 Wochen waren schließlich das machbare Maximum. Wir entschieden uns für Tasmanien, und dazu einen Road Trip zwischen Melbourne und einer anderen Stadt. Da Sydney sowieso als Endpunkt feststand, beschlossen wir, in Adelaide zu starten.
Anfang 2016 buchten wir unsere Reise bei einem lokalen, auf Fernreisen nach Ozeanien spezialisierten Reiseveranstalter. Dies hat gegenüber Einzelbuchungen über das Internet den Vorteil, dass Flüge und Unterkünfte frühzeitig bestätigt und gesichert sind. Abgesehen davon hat sich später gezeigt, dass die von uns genutzten Unterkünfte frei gebucht entweder überhaupt nicht oder nur wesentlich teurer zu haben gewesen wären. Aber, wie bereits erwähnt, mein Hauptanliegen war eher, uns vermeidbaren Stress und Zeitverschwendung vom Hals zu halten.
Zehn Monate später, am 14. Dezember 2016 starten wir unsere Reise an das andere Ende der Welt. Der Flug geht über Dubai nach Adelaide. Von da aus bereisen wir per Auto die Südküste von South Australia und Victoria. Zu Weihnachten erreichen wir Melbourne und fliegen von dort nach Hobart auf Tasmanien. Unsere große Rundreise auf dieser Insel endet am 11. Januar 2017. Wir fliegen nach Sydney und am 14.01. wieder über Dubai zurück nach Europa.
An dieser Stelle (weil hier noch Platz ist) vorab eine kurze Anmerkung zur Schreibweise des Genetiv-S. In Australien ist es, anders als in England oder in den USA, keineswegs üblich, den Genetiv mit einem Apostroph zu schreiben. Es heißt also „Van Diemens Land nicht „Van Diemen`s Land
. Ob dies aus der teils niederländisch beeinflussten Historie stammt, oder einfach auf die australische Lässigkeit im Umgang mit Schrift und Sprache zurück zu führen ist, weiß ich nicht. Möglicherweise ist diese Schreibweise auch offiziell falsch, aber jedenfalls weit verbreitet. Ich habe versucht, diese Schreibweise zu übernehmen, aber möglicherweise habe ich das eine oder andere Mal auch die -eigentlich richtigeenglische Schreibweise benutzt.
Noch eine Anmerkung: wir benutzen im Bericht die Zeitschreibweise des 12-Stunden Tages, AM und PM , wie in Australien.
Südaustralien und Victoria
15.12.- 27.12.2016
A to A – Von Aachen nach Adelaide
14. -15.12.2016
Wir sind unterwegs.
ICE 11 bringt uns nach Frankfurt am Main. Wir „frühstücken" mit einem Fläschchen Sekt am Fernbahnhof. Die Eincheckprozedur ist nicht kompliziert, aber zeitraubend. Die meiste Zeit verbringen wir mit warten. Es wird eine lange Nacht.
Ein Airbus 380 von Emirates bringt uns in sechs Stunden nach Dubai am Persischen Golf. Von der Stadt ist vom nächtlichen Flughafen aus leider nichts zu sehen. Der Zwischenstopp dauert fast sechs Stunden, aber die vergehen mit Aus- und Einchecken und zweimaliger Gepäckkontrolle sowie Transit zwischen den Zonen des weitläufigen Flughafens schnell und ansonsten ereignislos.
Um 2:00 AM Ortszeit startet unser Flug über den Indischen Ozean nach Adelaide, diesmal an Bord einer Boeing 777, ebenfalls von Emirates. Wir haben Plätze in der ersten Reihe. Der Vorteil ist, dass man mehr Platz hat. Der Nachteil ist, man guckt die Wand an. Es dauert einen Moment, bis ich den ausklappbaren Bildschirm entdecke. Debbie beginnt eine angeregte Unterhaltung mit der Sitznachbarin, einer Deutschlehrerin aus England, die Ihren Sohn in Australien besucht. Ich setze meine Kopfhörer auf und vertiefe mich in den nächsten Kinofilm. Meine Beine beginnen zu kribbeln, und ich denke mit Grausen an den langen Flug, der noch vor uns liegt. Dabei schlafe ich ein, und acht Stunden später wache ich auf, als das Flugzeug bereits die Nordwestküste Australiens überfliegt. Weitere vier Stunden später landen wir in Adelaide.
Mittlerweile haben wir Donnerstag, den 15.12.2016.
Die Zollformalitäten dauern eine weitere Stunde, so dass wir gegen 10:30 PM Ortszeit im Hotel einchecken konnten. Die Gesamtreisezeit beträgt gut 24 Stunden für knapp 16.000 km. Die Zeitverschiebung beträgt 9,5 Stunden.
Morgen ist Eingewöhnungstag.
G’day Adelaide!
16.12.2016
Unser erster Tag in Australien.
Wir wohnen im Chifley on South Terrace, also am Südrand des Zentrums von Adelaide. Ringsum gibt es einen Grüngürtel, und darum einen geschlossenen Ring von Vorstädten. Im Stadtkern gibt es Verwaltung und Banken, die Reste der alten Stadt und ein paar Schulen, und den angeblich größten Markt der Südhemisphäre. Adelaide ist die viertgrößte Stadt Australiens mit über einer Million Einwohnern, aber dieser Kern wirkt eher wie eine mittlere Kleinstadt.
Wir
