Leben mit Jagdhund: Praxishandbuch für ein entspanntes Miteinander
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Buchvorschau
Leben mit Jagdhund - Ines Scheuer-Dinger
Vorwort
Dieses Buch richtet sich an Jagdhundehalter, die (wieder) Freude an ihrem Hund haben oder ihre Bindung und Beziehung zu ihm verbessern möchten. Es spielt dabei keine Rolle, ob Ihr Hund aus dem Tierschutz kommt oder als Welpe bei Ihnen einzieht. Sie erfahren, wie Sie mit ihm als Familienmitglied glücklich werden können, und falls Sie Jagdscheininhaber sind und mehr als nur einen bedingungslos funktionierenden Gebrauchshund haben möchten, erhalten Sie hier außerdem einen Einblick, wie der Weg zu einem zuverlässigen und entspannten Gefährten im Alltag und auf der Jagd aussehen kann.
Ich möchte Ihnen Mut machen, sich näher mit dem Jagdverhalten auseinanderzusetzen und Lösungen und Wege gemeinsam mit Ihrem Hund statt gegen ihn zu erarbeiten. Die Arbeit auf Basis dieses Ratgebers wird nicht dazu führen, dass Ihr Hund Hasen oder Rehe weniger interessant findet, plötzlich kein unerwünschtes Jagdverhalten mehr zeigt und das Zusammenleben mit ihm durchweg problemlos verläuft. Mein Ziel ist es vielmehr, dass Sie ein Gefühl für die Bedürfnisse Ihres Jagdhundes bekommen, denn so wird das Miteinander ganz sicher entspannter. Sie finden hier also Anregungen und Tipps, wie erfolgreiches, tiergerechtes Training aussehen kann und worauf Sie im Alltag mit einem Jagdhund besonders achten sollten.
Das Leben mit Jagdhund kann anstrengend sein, wenn dessen Bedürfnisse speziell sind und/oder er diese in seiner Umwelt nur schwer ausleben kann.
Das Training am Jagdverhalten kann mühevoll sein, denn gerade jagdliche Reize lassen sich oft schlecht kontrollieren. Jagdhunde sind darauf selektiert, schnell und impulsiv zu reagieren. Zudem haben sie meist das Bedürfnis nach viel (uneingeschränkter) Bewegung. Wir sind es unserem Hund schuldig, ihn so zu trainieren, dass es allen Parteien – dem Hund, dem Halter und der Umwelt, also den Mitmenschen und den Wildtieren, gut geht.
Wenn Sie Ihren Jagdhund nicht jagdlich führen, muss Ihnen bewusst sein, dass eine bedürfnisorientierte Haltung je nachdem, wo Sie wohnen, aufwendig sein kann. Ihr Hund hat spezielle Talente, die jahrhundertelang gefördert und verbessert wurden. Sie können einen Jagdhund in den meisten Fällen nicht allein damit glücklich machen, dass Sie mit ihm zweimal täglich eine halbstündige Runde im Park drehen. Er ist auch nicht dafür gemacht, in der Fußgängerzone zu flanieren oder Sie ins Restaurant zu begleiten. Selbstverständlich können Sie ihm das alles mithilfe von durchdachtem Training beibringen, doch als Basis benötigt er in erster Linie die Möglichkeit, seine Bedürfnisse auszuleben. Nur wenn Sie die Haltung Ihres Jagdhundes als reinen Familienhund sein Leben lang als verantwortungsvolle Aufgabe annehmen und immer wieder dafür sorgen, dass er seine Talente und Fertigkeiten unter Beweis stellen kann, ohne in Konflikt mit der Umwelt zu kommen, werden Sie sich auch ohne Jagdschein über einen entspannten und glücklichen Begleiter freuen dürfen.
EIN KURZER DANK VORWEG
Ein Buchprojekt startet immer als zartes Pflänzchen. Damit es wachsen kann, braucht es einen guten Nährboden. Dieser Boden besteht zum einen aus dem, was mir meine eigenen Hunde täglich sehr charmant beibringen und beigebracht haben, und zum anderen aus dem Wissen, das ich mir im Rahmen meiner Ausbildungen, z. B. bei Dr. Ute Blaschke-Berthold und Sheila Harper, aneignen durfte. Dafür bin ich sehr dankbar. Gedüngt wird alles durch den Austausch mit meinen lieben Kolleginnen des CumCane®-Netzwerks; hier danke ich vor allem Heike Benzing und Anja Fiedler. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an Esther Follmann, die mir bei Zweifeln und Fragen immer wieder liebevoll mit Rat, Tat und unglaublich viel Fachwissen zu Seite steht.
(Foto: Kilian Reil)
SO ARBEITEN SIE MIT DIESEM BUCH
Beim Thema Jagdverhalten und Jagdhundehaltung sind viele Hundehalter verunsichert und demotiviert. Bei Hundetreffs hört man immer wieder: „Wenn dein Hund einen starken Jagdtrieb hat, kannst du nichts machen, oder: „Na ja, das ist ein XY-Jagdhund, da hilft nur ein Stromhalsband
, oder: „Wenn der in Spanien beim Jäger Erfolg hatte, dann kannst du da eh nichts mehr erreichen. Auch unter Jägern gibt es solche Aussagen, die wenig Hoffnung machen, etwa: „Wenn der einmal anschneidet (Wild anfrisst), ist er zu nichts mehr zu gebrauchen.
Solche Aussagen führen oft dazu, dass ein Hund keine Chance mehr auf Freilauf oder ein bedürfnisorientiertes Leben erhält. Dabei ist jeder Hund anders und längst nicht alle haben ihre Rassebeschreibung gelesen … Zudem haben sie bei aller Unterschiedlichkeit eines gemeinsam: Hunde können immer lernen! Sie können ihr Verhalten ein Leben lang anpassen! Es liegt also an uns und den Lern- und Lebensbedingungen, wenn der gewünschte Erfolg ausbleibt. Wir als Trainer unserer Hunde müssen auf die richtigen Bedingungen achten und wissen, wie Hunde lernen.
Wer sein Training mit der Einstellung beginnt, dass sich das unerwünschte (Jagd-) Verhalten des Hundes wohl kaum ändern lässt, wird tatsächlich nur schwer Erfolge erzielen. Voraussetzung ist also, dass Sie an sich und Ihren Hund glauben. Ich habe schon viele Teams betreut, die anfangs bezweifelt haben, dass ihr Hund jemals entspannt mit ihnen durch den Wald laufen, geschweige denn abrufbar sein würde. Und ich kenne auch Hunde von Jägern, die beim Schuss panisch wurden und bei denen niemand glaubte, dass sie jemals wieder mit auf eine Gesellschaftsjagd gehen würden. Dank gut aufgebautem und fleißigem Training haben diese Hunde ihre Menschen eines Besseren belehrt. Falls das Verhalten Ihres Hundes für Sie ein Problem ist, sollten Sie ihm die Chance geben, es zu ändern.
Wenn ich etwas Neues lese und davon überzeugt bin, möchte ich oft am liebsten gleich alles ausprobieren. Sollte das bei Ihnen auch so sein, dann nutzen Sie diese Motivation unbedingt, um loszulegen. Doch am besten starten Sie ohne Hund: Schreiben Sie einen Trainingsplan oder sammeln Sie Belohnungsmöglichkeiten. Tappen Sie nicht in die Falle zu versuchen, direkt all die verschiedenen Dinge mit Ihrem Hund zu trainieren. Man ist sonst ein paar Tage voll dabei und wundert sich dann, warum der Hund nicht versteht, was er tun soll.
Wenn Sie das Verhalten Ihres Hundes ändern möchten, gehen Sie es langsam und geplant an. Bedenken Sie, dass wir Menschen erst mal Zeit brauchen, um alte Gewohnheiten abzustellen oder Neues zu lernen. Wenn Sie bisher noch kein Markersignal verwenden (siehe entsprechendes Kapitel), sollten Sie sich mindestens ein bis zwei Wochen Zeit nehmen, ein solches in Ihren Alltag zu integrieren. Anfangs wird die Umsetzung der neuen Trainingstechnik holprig, unsicher und ungenau sein. Meistens versteht der Hund dann nicht, was Sie von ihm wollen, und es kann ihn auch verwirren oder verunsichern. Haben Sie also nicht nur mit Ihrem Hund Geduld, sondern auch mit sich selbst. Erst wenn Sie nicht mehr über die Verwendung des Markersignals und den Einsatz einer passenden Belohnung nachdenken müssen, können Sie sich ans eigentliche Training wagen.
Wichtig für den Trainingserfolg ist, dass Sie nicht zu viel auf einmal anstreben. Wenn Sie effektiv an der Kontrolle des Jagdverhaltens arbeiten möchten, sollten sie sich einige Zeit nur auf das Projekt „Sicherer Freilauf konzentrieren. Würden Sie sich gleichzeitig auf eine Prüfung vorbereiten und vielleicht noch weitere „Baustellen
bearbeiten, würden Sie zum einen viele Belohnungen für unterschiedliche Dinge „verbraten" und zum anderen den Hund womöglich überfordern. Kleine Schritte führen letztendlich schneller zum Ziel und erhalten die Motivation. Üben Sie Neues daher so lange, bis es Ihren Ansprüchen genügt, und gehen Sie erst dann zum Nächsten über. Nur wenn Sie motiviert bei der Sache bleiben, Ihr Handeln immer wieder überprüfen, Stolperfallen eliminieren, die Übung sehr häufig wiederholen und sie unter steigender Ablenkung gut generalisieren, wird Ihr Hund Sie mit einem zuverlässigen Verhalten belohnen.
Sollte es Ihnen schwerfallen, über längere Zeit motiviert zu trainieren, lassen Sie sich von einem kompetenten Trainer unterstützen. Überlegen Sie außerdem, wie Sie sich selbst fürs Training mit Ihrem Hund belohnen könnten und was Ihnen sonst noch hilft, am Ball zu bleiben. Sie könnten z. B. Ihr Training dokumentieren. So können Sie später vergleichen und sich vor Augen führen, was Sie schon geschafft haben. Oft ist es auch eine gute Idee, gemeinsam mit einem Freund oder einer Freundin zu trainieren, der/die dasselbe Problem hat. Und vergessen Sie nicht: Was ist schon ein halbes Jahr Training gegen ein Hundeleben lang entspannte Spaziergänge und eine zufrieden schnarchende Jagdhundenase?!
Verhalten Sie sich im Wald rücksichtsvoll und behalten Sie Ihren Hund lieber einmal zu viel als einmal zu wenig an der Leine. (Foto: Kilian Reil)
Bevor Sie mit dem eigentlichen Training beginnen, ist ein wenig Detektivarbeit gefragt. Denn nur wenn die Lernbedinungen gut sind, die Bedürfnisse des Hundes bestmöglich erfüllt sind und er wenig Stress und Frust hat, können die Übungen und das Training greifen.
Wenn Sie Ihren Hund nicht jagdlich führen, aber am Jagdverhalten arbeiten möchten, bedenken Sie bei allem, was Sie draußen mit Ihrem Hund tun, dass Sie im Wohnzimmer von Hase, Reh und Co. zu Gast sind! Versuchen Sie deswegen, das Wild so wenig wie möglich zu stören, bleiben Sie auf den Wegen und vermeiden Sie es, Ihren Hund in der Dämmerung frei laufen zu lassen (zu dieser Zeit ist das Wild am aktivsten). Bereits das Aufsuchen und Nachstellen von Wild erfüllt den Tatbestand der Wilderei. Überprüfen Sie deshalb, bevor Sie eine der hier beschriebenen Übungen machen, ob Sie hierbei das Wild beunruhigen oder stören könnten. Wenn Sie Ihren Hund immer genau beobachten, merken Sie schnell, wo Wildtiere wohnen. Falls Sie sich nicht sicher sind, nehmen Sie Kontakt zum Jagdpächter in Ihrem Gassigebiet auf und informieren Sie sich darüber, wie Sie sich am wildfreundlichsten verhalten können. Fast jeder Jagdpächter freut sich, wenn Hundehalter das Gespräch suchen und mit ihrem Hund trainieren wollen.
Unterwegs in Wald und Feld – Hinweise für Hundehalter
Verhalten in der Brut- und Setzzeit:
Als Hundehaltern sollte uns immer bewusst sein, dass wir uns im „Wohnzimmer" von Hase, Reh, Wildschwein und Co. befinden, wenn wir mit unserem Vierbeiner in Wald und Feld unterwegs sind. Die Wildtiere können sich allein durch unsere Anwesenheit gestört fühlen. Dementsprechend umsichtig sollten wir uns verhalten, vor allem in der Brut- und Setzzeit.
Von März bis Mitte Juli sind die Tiere in Wald und Feld mit der Aufzucht ihrer Jungen beschäftigt und besonders empfindlich. Auch wenn der Hund nicht jagt oder sehr gut kontrollierbar ist, kann allein seine Anwesenheit die Elterntiere von ihren Jungen oder Gelegen vertreiben. Diese werden dann nicht mehr ausreichend versorgt oder kühlen aus. Rehe legen ihre Kitze oft ungeschützt in der Wiese oder im Wald ab und äsen an anderen Stellen, ebenso liegen junge Hasen schutzlos herum. Jungtiere drücken sich gut und geben wenig Witterung ab, trotzdem kann es vorkommen, dass der Hund sie stört oder findet. Bitte fassen Sie die Jungtiere keinesfalls an! Vorsicht ist auch an Uferrändern geboten. Dort trifft man nicht selten auf Entenküken, die leichte Beute für den Hund sind. Gerade wenn Ihr Hund an den warmen Tagen gern schwimmen geht, sollten
