Eine falsche Badehose im Haifisch-Becken kann tödlich sein
Von Wolfgang Pein
()
Über dieses E-Book
Wolfgang Pein
Wolfgang Pein ist mit über 30 Buchveröffentlichungen in vielerlei Hinsicht mit einer sehr großen Bandbreite vertreten, was die Verschiedenheit der Inhalte betrifft. Seine Tiergeschichten gehören meistens dem Tierschutz und dem friedlichen Zusammenleben von Mensch und Tier. Kinderbücher spielen dies ebenso wieder., indem auch Feinde in großer Not zu Helfern und Freunde werden können. Beteiligt war er z.B. an einem Projekt, in dem sehr viele Autoren das Buch "Der letzte Satz" zugunsten des Kinderhospizes "Löwenherz" aufgelegt haben. Schafgeschichten hatten den Anfang gemacht, von denen er auch selbst einige ins Englische übersetzt hat. Diese schickte er auch ins Englische Königshaus mit den Adressaten/innen Prince William und Princess Kate in den Kensington Palast, sowie auch der Queen nach Balmoral Castle. Antworten bekam er von beiden, und der Postmann sagte oft: "Was bekommst du eigentlich immer für besondere Post!", wenn wieder ein Brief mit dem Königlichen Poststempel z.B. aus dem Buckingham Palast eintraf. Eine Einladung ins Schloss Bellevue vom Bundespräsidenten brachte ihm sein Buch "Liebe in Zeiten des Todesstreifens" ein - zu einem Podiumsgespräch (von und mit dem BP) zum 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalls. Viele und in mehreren Ländern spielende Kriminal-Romane runden sein Schaffen ab, wobei er Wert darauf legt, dass die Inhalte nicht von seinem beruflichen Schreibtisch kommen.
Mehr von Wolfgang Pein lesen
Purzelmann`s Abenteuer: Die Abenteuer eines kleinen Hasen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIrland und ein weiteres besonderes Tagebuch für Erstbesucher und Wiederholungstäter: Irland - eine bunte Faszination Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn aus Feinden Freunde werden können oder Lehrstunden aus dem Reich der Tiere: tiefgründige Tiergeschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVon Ameisen in Gefahr und einem sprechenden Brunnen: Abenteuer mit Kater Tobi Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn Tiere Hilfe brauchen - gut, dass es dann Freunde gibt.: Tier-Geschichten für Jung und Alt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn des Grabes Stimme spricht: Eine ungewöhnliche Auferstehung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchafe brauchen auch mal Urlaub: auch mal über den Zaun schauen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKünstliche Intelligenz - Kontrollverlust nicht auszuschließen: Computer-Programm auf Abwegen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchottland und ein "etwas anderes Schottisches Tagebuch": Eine Reise durch die Highlands Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin tödlicher Workshop: Falsch verstandener Ehrgeiz Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAm Anfang war es nur diese eine unbedachte Sekunde.: Ein tödliches Programm Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchottland - einmal ist nicht genug: Urlaub für alle Sinne Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGerechtigkeit ist manchmal ganz dünnes Eis: oder Murphy`s Gesetz? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebe in Zeiten des Todesstreifens: Klassenfeinde liebt man nicht Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSorry, leider kann ich nicht vergessen!: Gebrochene Versprechen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenManchmal sind Pläne für die Katz: ein Justiz-Thriller Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWarum erzählt die Maus dem Kater wohl Geschichten?: Eine ungewöhnliche Freundschaft Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAm Ende siegt (vielleicht) der Mensch: KI-Programm außer Kontrolle Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Experiment mit Autoren, die ihre ersten Geschichten vorstellen: Warum ein Eisbär Kanu fährt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchaf-Geschichten aus dem schönen Vinschgau Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNotwehr oder Schicksal - eine Frage der Sichtweise: Mehr als merkwürdige Todesfälle Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchafe mähen nicht nur Gras: Die Abenteuer zweier Schaf-Freunde Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRuhe sanft oder wie ich im Keller endete: Mit einem Blatt Papier fing alles an Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFerien beim Froschkönig: Enkel, Tiere, Abenteuer Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIrland und ein etwas anderes Irisches Tagebuch Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVier letzte Tage im Februar Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnlich wie Eine falsche Badehose im Haifisch-Becken kann tödlich sein
Ähnliche E-Books
Mutterherz Teil 1: Herzstillstand Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSelbstgerecht: Kriminalroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIm Schatten des Goldes Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen7 Ferienkrimis Januar 2023 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeiß verführt, eiskalt verlassen? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie zweite Chance Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGetäuscht Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGefährliche Entscheidung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie falsche Helena Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHerzklopfen im Sommer Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas habe ich nicht gewollt!: Dr. Norden 84 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEinmal morden ist nicht genug: Ein Kriminalroman aus dem Ruhrgebiet Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeimkehr (Ein spannender Chloe Fine Psycho-Thriller – Buch 5) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas habe ich nicht gewollt!: Dr. Norden Liebhaber Edition 27 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSOS Ich Liebe Dich Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDenk ermittelt in Linz: 30 Rätsel-Krimis Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie andere Wahrheit: Der Auftakt der spannenden Krimireihe um Rebecca Friedrichsen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSkrupellos: Thriller Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKronus’ Kinder: Kriminalroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRachemord: Thriller | John Maiden ermittelt 1 Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Verlangen - fatal und doch so stark Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUrlaub mit Flo: Kurzgeschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMein Augenlicht bist du!: Chefarzt Dr. Norden 1187 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRed Rock Ranch 08: Intrigen in Tucson: Die neue Generation No.02 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Teufel läuft Marathon: 26,2 Meilen für ein Leben Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchweigen ist tödlich Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Tag ab dem Männer die Kinder kriegen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine unberechenbare Zeugin Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebe und Schicksal Großband 1/2023 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUm Himmels Willen: zwei Engel im Einsatz Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Thriller für Sie
Pretty Girls: Psychothriller Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Idiot: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLass sie gehen (Ein Fiona Red FBI-Thriller – Band 1) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEwiger Atem: Thriller | Die Vorgeschichte zum internationalen Bestseller »Die gute Tochter« Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Hier irrt Maigret Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie gute Tochter: Thriller Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Rum Punch Bewertung: 1 von 5 Sternen1/5Die letzte Witwe: Ein weiterer spannungsgeladener Roman der SPIEGEL-Bestsellerautorin – Will Trent im Einsatz Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBerlin blutrot: 14 Autoren. 30 Tote. Eine Stadt. Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Tote in der Hochzeitstorte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFreaky Deaky Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie perfekte Frau (Ein spannender Psychothriller mit Jessie Hunt – Band Eins) Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Die letzte Nacht: Thriller | Der neue Thriller 2023 der SPIEGEL-Bestsellerautorin um den Ermittler Will Trent Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie ersten Tiger: Zweiter Weltkrieg, Ostfront 1942 - Der schwere Panzer Tiger I greift zum ersten Mal an Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Elementare: Eine Geistergeschichte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie verstummte Frau: SPIEGEL-Bestseller voller Nervenkitzel – für diesen Fall muss Will Trent die Vergangenheit neu aufrollen! Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMaigrets Pfeife Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStefan Zweig: Sternstunden der Menschheit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Perfekte Image (Ein spannender Psychothriller mit Jessie Hunt—Band Sechzehn) Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Wenn Sie Wüsste (Ein Kate Wise Mystery – Buch 1) Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5KAI Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchlusstakt Bewertung: 3 von 5 Sternen3/5Tödlicher Atemzug: Thriller Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJames Bond 11 - Im Geheimdienst Ihrer Majestät Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBunny: Thriller Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Perfekte Lüge (Ein spannender Psychothriller mit Jessie Hunt – Band Fünf) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Verwandte Kategorien
Rezensionen für Eine falsche Badehose im Haifisch-Becken kann tödlich sein
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Eine falsche Badehose im Haifisch-Becken kann tödlich sein - Wolfgang Pein
Die Handlung in diesem Kriminal-Roman ist frei erfunden.
Eine Verwechselung oder Zuordnung mit tatsächlich jetzt oder ehemals existenten Personen ist nicht beabsichtigt, Ähnlichkeiten sind rein zufällig.
Die Orte der Handlung sind fiktiv, die Personen im Roman ebenfalls.
Eine Zuordnung zu einer bestimmten Firma ist völlig unbeabsichtigt und wurde zu keiner Zeit jemals in Erwägung gezogen.
Eine Liste der in diesem Roman
mitwirkenden Personen
befindet sich am Schluss
auf den Seiten → – →.
... ein Büro-Tower in einer großen Stadt
- 10. Etage -
----------
Inhaltsverzeichnis
23. Dezember 2015 - 19.45 Uhr
23. Dezember 2015 - 20.30 Uhr
23. Dezember 2015 - 20.30 Uhr
23. Dezember 2015 - 20.35 Uhr
23. Dezember 2015 - 20.35 Uhr
23. Dezember 2015 - 20.37 Uhr
23. Dezember 2015 - 20.45 h
23. Dezember 2015 - 22.00 Uhr
23. Dezember 2015 - 23.00 Uhr
24. Dezember 2015 - 10.00 Uhr
24. Dezember 2015 - 11.30 Uhr
24. Dezember 2015 - 12.05 Uhr
24. Dezember 2015 - 14.00 Uhr
24. Dezember 2015 - 16.00 Uhr
24. Dezember 2015 - 19.15 Uhr
25. Dezember 2015 - 9.05 Uhr
25. Dezember 2015 - 11.55 Uhr
25. Dezember 2015 - 12.20 Uhr
25. Dezember 2015 - 16.00 Uhr
25. Dezember 2015 - 19.50 Uhr
26. Dezember 2015 - zu verschiedenen Zeiten
27. Dezember 2015 - 8.30 Uhr
27. Dezember 2015 - 11.00 Uhr
27. Dezember 2015 – Südafrika
28. Dezember 2015 - 10.00 Uhr
30. Dezember 2015 - 11.00 Uhr
30. Dezember 2015 - 14.15 Uhr
30. Dezember 2015 - 20.15 Uhr
30. Dezember 2015 - 20.30 Uhr
30. Dezember 2015 - 23.00 Uhr
31. Dezember 2015 - 9.00 Uhr
5. Januar 2016 - 10.00 Uhr
6. Januar 2016 - 9.10 Uhr
6. Januar 2016 - 11.45 Uhr
... im Bungalow
18. Januar 2016 - 14.30 Uhr
12. Februar 2016 - 18.50 Uhr
12. Februar 2016 - 19.00 Uhr
12. Februar 2016 - 20.20 Uhr
13. Februar 2016 - 7.00 Uhr
16. Februar 2016
23. Februar 2016 - eine Woche später
24. Februar 2016 - 9.00 Uhr
5. März 2016 - 8.00 Uhr
6. März 2016 - Bahamas
7. März 2016
8. März 2016
9. März 2016
10. März 2016 - 11.00 Uhr
11. März 2016
12. März 2016 - Wohnung Herbst
12. März 2016 - am Flughafen
22. März 2016
23. März 2016 - Bungalow Hansson
5. April 2016
7. April 2016 - 03.50 Uhr
... in einem Loft hoch über der Stadt
7. April 2016 - 05.16 Uhr
7. April 15.30 Uhr
7. April 2016 - 16.00 Uhr
7. April 2016
7. April 2016 - 19.00 Uhr
8. April 2016 - 9.00 Uhr
21. April 2016
5. Mai 2017
23. Dezember 2015 - 19.45 Uhr
Die schwere Eichentür des Besprechungsraumes hatte sich geräuschlos geschlossen. Es war eine doppelwandige Tür, die auf der einen Seite mit Kassetten ausgekleidet war, die keinen Laut aus dem Raum entließen. Diese Tür war erst nachträglich dementsprechend ausgestattet worden, nachdem die Firma stetig gewachsen war.
Auch die Decke entsprach dieser Anforderung. Der Fußboden hatte einen sogenannten doppelten Boden. Wichtige interne Dinge, die nicht für jedes Ohr bestimmt waren, konnten jetzt keinesfalls nach außen dringen.
Der beauftragte Architekt hatte vor einigen Jahren die Vorstellung dieses Raumes mit sichtlicher Genugtuung genossen, nachdem er den Umbau abgeschlossen hatte.
Die Firma gab sich alle Mühe, ihre Sitzungen in diesem speziellen Raum geheim zu halten. Regelmäßig hatte die firmeneigene Sicherheitsabteilung den Raum auf Dinge zu testen und zu untersuchen, die zum Abhören benutzt werden konnten. Die entsprechenden Protokolle darüber waren stets zur Zufriedenheit des Auftrag gebenden Verwaltungsrates ausgefallen.
Auch heute hatte die letzte Überprüfung noch kurz vor der jetzt anstehenden Sitzung der Führungsetage stattgefunden, und wie immer war das gewünschte Ergebnis erreicht und entsprechend protokolliert worden. Sämtliche Fenster waren geschlossen, obwohl diese eine Öffnung zuließen - nicht wie Fenster in den modernen Gebäuden, die keinerlei Luftzufuhr außer der Klimaanlage zuließen. Doch wer sollte auch von außen schon die zehnte Etage belauschen?
Der Sicherheitschef, der vielleicht auch schon zu viele Krimis sah, hatte zu bedenken gegeben, dass schließlich heut zu Tage äußerst gute Mikrofone auf dem Markt sind, die Worte lautlos übertragen.
Sogar das Ablesen von den Lippen hatte er zu bedenken gegeben, was einige der bei der Vorstellung des neu gestalteten Raumes zu bemerkenswerten Kopfschütteln gebracht hatte und süffisantem Lächeln. Um keine eigene Verantwortung übernehmen zu müssen, hatte man sich dann doch daraufhin geeinigt, die Fenster mit blickdichten Stoffen zu versehen. Letztendlich war es in den vergangenen Jahren auch oftmals um Summen gegangen, die in den zweistelligen Millionenbereich gingen. Hinzu kam, dass auch die Industrie-Spionage von Jahr zu Jahr vermehrt zu nahm. Und weder Bilanzsummen noch technisches Know-how sollten schließlich nach außen dringen. Somit war man sich sicher, alles getan zu haben, um eine optimale Sicherheit zu gewährleisten – falls es die überhaupt gibt?
Der Sicherheitschef konnte seinen Stolz kaum verbergen, hatte doch auch er all seine Ideen umgesetzt, gegen manche Bedenken. Alles war perfekt für ihn gelaufen, nach menschlichem Ermessen. Sämtliche weiteren Wünsche nach Sicherheit waren ihm erfüllt worden. Sicherheit?
Dieser heutigen Besprechung waren bereits mehrere andere an vielen Tagen der letzten drei Wochen voran gegangen.
Und heute sollten jetzt alle Dinge zum Abschluss gebracht werden. Heute war der entscheidende Tag – für alle Menschen in dieser Firma, und das waren nicht gerade wenige.
----------
Die altehrwürdige Standuhr im Besprechungsraum hatte schon bereits vor einigen Minuten 20.00 Uhr geschlagen. Bis auf den Chef war der komplette Aufsichtsrat bereits eingetroffen. Eine gewisse Unruhe machte sich breit. Es lag aber nicht daran, dass niemand es wagte, sich schon am Buffet zu bedienen, das aufreizend lecker im selben Raum angerichtet war.
Der Chef hieß Albert Hansson und ließ sich Zeit. Alles war bereits besprochen, aber ganz zufrieden mit der jetzt anstehenden und auch zu erwartenden Entscheidung war er nicht. Für ihn war die Firma nicht nur reines Kapital.
Er hatte diese bereits von seinem Vater übernommen, der auch – wie er – die Menschen darin gesehen hatte, Menschen, auf die man sich verlassen konnte, bereits viele Jahrzehnte lang verlassen konnte.
Albert Hansson hatte noch das Gespür von Fürsorge im Blut, das Gespür von Verantwortung Menschen gegenüber. Aber er hatte eigentlich auch keine Wahl – nicht nur eigentlich.
Wie gesagt – die Firma hatte schon viele Jahre auf dem Buckel. Mit ihrer durchdachten Führung war sie immer noch gut aufgestellt, auch wenn sie mit der Neuzeit und inzwischen vielen Konkurrenten schwer zu kämpfen hatte. Und diese neuen Märkte, vor allem aus Übersee und dem östlichen Raum, verlangten unverzügliches Handeln, sollte sie nicht ihre Werte verlieren und ihr Marktwert ins bodenlose fallen.
Ein letzter Blick fiel auf die Bilanz der Firma, deren positive Kurve fast eine ganze Wand einnahm. Wie schon so oft kam ihm der Gedanke, dass es in seiner Firma keinen Junior-Chef gab, denn sein Sohn hatte andere Ideen und war zu keiner Zeit in die Firma eingestiegen. „Warum nennen mich einige wohl Senior-Chef?" lächelte er vor sich hin.
Obwohl - dass sein Sohn gar nichts mit der Firma anfangen konnte, das betrübte ihn schon sehr, da unterschied er sich wohl nicht viel von anderen Vätern. „Vielleicht wäre dann alles anders gekommen und der heutige Tag müsste so nicht enden, dachte er, und diesen Gedanken hatte er heute nicht das erste Mal. „Aber wer weiß das schon
, fuhr er weiter in seinen Gedanken fort. „Es ist ja nicht auszuschließen, dass sich Sven der Meinung des Aufsichtsrates anschließen würde. Viel Geld auf einen Schlag, das zählt wohl heutzutage bei den meisten – was zählt da schon eine Firma, die alle Erschütterungen der Zeit überstanden hat, die Generationen alt ist, vielleicht zu alt für diese Welt? Eigentlich ist es schade, dass ich nun alles allein abwickeln muss."
Er schüttelte den Kopf, Wehmut überkam ihn. Dann schaute er noch einmal auf seine Uhr und spürte beinahe körperlich, wie die Zeit auf ihn wartete, die Zeit, den Besprechungsraum zu betreten.
Auf dem Wege dorthin lag das Büro seiner treuen Mitarbeiterin, die sein besonderes Vertrauen besaß. Auf seine Chef-Sekretärin konnte er sich immer verlassen.
Das Vertrauen ging soweit, dass sie sogar ab und zu seine Privatkonten verwaltete, wenn er für längere Zeit im Ausland weilte. Da war sie die erste Wahl, wenn es darum ging, alles zu regeln, was es zu regeln galt.
Seine Vertraute war – er überlegte - nun wohl schon an die 20 Jahre in dieser Position in seiner Firma. Er hatte damals die Auswahl höchstpersönlich vorgenommen, als diese Stelle vakant war. Bewusst hatte er damals kein „junges Luder" eingestellt. Er brauchte kein Galionspüppchen für den ersten Blick. Er brauchte einen reifen Menschen um sich herum, der bereits wusste, was er wollte, und er hatte diese Entscheidung niemals bereut – bis heute nicht.
Silvia Herbst, Chef-Sekretärin - Vorzimmer Albert Hansson – so stand es an der Tür, vor der er jetzt stand.
„Da – da ist es schon wieder, dachte er sich. „Schon wieder dieses Wort CHEF.
Er musste direkt lachen, leise vor sich hin, wie er dachte. Doch ganz so leise konnte es nun auch nicht wieder gewesen sein – denn die Tür, vor der er stand, öffnete sich. Frau Herbst schaute erstaunt hinaus auf den Flur und sah ihren Chef direkt vor sich stehen.
„Guten Abend Herr Hansson! Ich freue mich, dass Sie so spät am Abend noch eine dermaßen gute Laune haben, aber darüber kann ich mich bei Ihnen ja wirklich nie beklagen."
„Ich musste gerade an etwas Lustiges denken, sagte der Chef. „Aber glauben Sie mir, liebe Frau Herbst, eigentlich steht mir der Sinn heute Abend nicht nach Spaß. Wie Sie wissen, findet gleich noch eine schwerwiegende Besprechung mit dem gesamten Aufsichtsrat statt. Und ich komme mir so vor, als ob ich gleich in einem Haifischbecken schwimmen soll, und dass, obwohl ich ja wohl der Chef bin.
Nun musste auch seine Mitarbeiterin schmunzeln. „Sie werden auch diesen Schwimmwettbewerb zum Nachteil der Haie gewinnen. Da bin ich mir sicher, Herr Hansson."
„Ihr Wort in Gottes Ohr, oder wie sagt man? Drücken Sie mir die Daumen, dass ich die passende Badehose anhabe. Ach ja – noch eines: Es ist schon spät, und die Nacht wird noch lang werden. Sie haben ja alles getan, was sie vorbereiten sollten. Auch hat der Service bereits das Buffet angeliefert und Getränke stehen bereit. Den Rest muss ich jetzt allein abwickeln.
Für heute ist alles getan, schließen Sie ihre Arbeit für heute Abend also ab und gönnen Sie sich den verdienten Feierabend – einen hoffentlich entspannteren Abend als bei mir wünsche ich Ihnen. Ach ja, ich wünsche Ihnen noch recht schöne Feiertage. Wir sehen uns dann ja am Montag nach Weihnachten wieder."
Es folgte ein Händedruck vom Chef, ein langer Händedruck, der Silvia Herbst irgendwie als „anders als je zuvor" auffiel. Dazu schien Traurigkeit im Blick des Chefs zu sein, der ja gerade noch einen Scherz gemacht hatte.
Frau Herbst machte sich ziemliche Sorgen, als sie erwiderte: „Danke sehr, Herr Hansson – dann schließe ich mein Büro und gehe. Bis zum Montag also, hoffentlich angenehme Weihnachtstage auch für Sie."
Albert Hansson nickte nachdenklich und gab ihr noch einmal die Hand, was Frau Herbst nur noch nachdenklicher machte.
Sie konnte nicht wissen, dass die Worte „... muss ich jetzt allein abwickeln nicht aus seinem Kopf weichen wollten – „ abwickeln
!
Dann machte sich Hansson auf den Weg in den Konferenzraum, wo man ihn schon sehnlichst erwarten würde, und er stellte sich die einzelnen Gesichter vor, die seiner Entscheidung entgegen fieberten. Und das mit dem Senior-Chef, das würde ja auch bald vorbei sein.
----------
23. Dezember 2015 - 20.30 Uhr
Diana Herbst hatte ihre Einkäufe erledigt. Sie war darüber mehr als glücklich. Schließlich war es kurz vor Weihnachten, und sie hatte schon die wenigen Geschenke ausgesucht und gekauft, die auf ihrer Liste standen. Sie warf noch einmal einen letzten Blick darauf und musste zugeben - es war eine recht kurze Liste. „Eine
