Reiseführer Universitäts- und Hansestadt Rostock
Von Thorsten Czarkowski und Thomas Häntzschel
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Über dieses E-Book
Auf dieser Grundlage fällt es leicht, das gegenwärtige Rostock und seine Bewohner kennenzulernen bzw. sich auf die Spuren der Hansezeit im Stadtkern, des Bädertourismus an der Ostsee oder auch der maritimen und industriellen Geschichte zu begeben.
Informative Kurzporträts stellen Rostock als Universitätssitz, Standort maritimer Industrie, Umschlagplatz für internationale Güter, kulturelles Zentrum und als Sportstadt vor. Ein Überblick zur Stadtgeschichte bringt das Wichtigste aus vergangenen Jahrhunderten auf den Punkt und macht mit berühmten Söhnen und Töchtern der Stadt bekannt.
Ein gut recherchierter Serviceteil präsentiert passende Unterkünfte in unterschiedlichen Preislagen, empfehlenswerte Restaurants, Kneipen und Cafés sowie die Adressen zahlreicher Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Zudem gibt es zahlreiche Tipps für ein abwechslungsreiches Abend- und Nachtprogramm.
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Buchvorschau
Reiseführer Universitäts- und Hansestadt Rostock - Thorsten Czarkowski
ÜBERBLICK
Stadtporträt in Zahlen
Quelle: Hansestadt Rostock, Statistisches Jahrbuch 2006.
Hochhaus an der Nordseite des Neuen Marktes
„Teepott" in Warnemünde
Am Universitätsplatz
Geschichtliches
Der Greif ist das Kennzeichen von Rostock.
Eine slawische Burg mit Namen Roztoc war bereits um 1170 bekannt. Wenig später erfolgte die Stadtgründung. Als Ort dafür gilt historisch jene Anhöhe, auf der die Petrikirche ruht. Von hier aus wuchs durch den Zustrom deutscher Siedler Anfang des 13. Jahrhunderts das spätere Gemeinwesen. Als Heinrich Borwin I. im Juni 1218 das Lübische Recht bestätigte, war die Chance auf ein erfolgreiches Fortkommen fürstlich besiegelt. Zwei weitere Siedlungen entstanden: Die Mittelstadt um den Neuen Markt und etwas später der dritte Kern am heutigen Universitätsplatz. Mitte des 13. Jahrhunderts vereinten sich die drei Teilstädte. Im 15. Jahrhundert verstärkte man die südlichen Befestigungsanlagen. Fortan war ganz Rostock von einer Mauer umschlossen.
Bereits zuvor hatte der Rat der noch jungen Stadt einen Glücksgriff getan und 1323 den nahe gelegenen Fischerort Warnemünde gekauft – die wichtige Verbindung mit der offenen See. Die durch die Gründung der Hanse geschaffenen Beziehungen verhalfen Rostock zu einer wirtschaftlichen Blüte. In Erinnerung daran trägt die Kommune heute wieder den Beinamen Hansestadt.
Die Hanse, 1356 als förmliches Bündnis geschlossen, sollte bis 1669 Bestand haben. In ihrer besten Zeit trieben etwa 200 angeschlossene Städte miteinander regen Handel. Rostocker Kaufleute machten Geschäfte im gesamten Nord-/Ostseeraum und darüber hinaus, von den baltischen Staaten bis hinunter nach Spanien. Daraus ergaben sich wichtige Impulse für die heimische Handwerkskunst und die Wissenschaft. Die Gründung der Universität 1419 machte Rostock auch zu einem frühen und bedeutenden Standort von Forschung und Lehre.
Stadtansicht um 1597
Der Dreißigjährige Krieg leitete einen Niedergang des Gemeinwesens ein. Den Schaden durch Zerstörung und Plünderung berechneten die Stadtväter nach dem Westfälischen Frieden (1648) auf rund 1,7 Millionen Reichstaler. Ein verheerender Brand im Jahr 1677 vernichtete zudem weite Teile der Alt- und Mittelstadt – die große Zeit des mittelalterlichen Rostock war zu Ende. Die Bevölkerung schrumpfte auf etwa 5 000 Einwohner.
Weitere Kriege folgten. Der Nordische (1700 – 1721), von Schweden mit Dänemark, Polen, Brandenburg-Preußen und Russland geführt, brachte mit Fremdbesatzungen der Stadt Leid über die Bevölkerung. Der Siebenjährige (1756 – 1763) verursachte schwere Schäden. Rostock verarmte zusehends. Ein weiteres militärisches Kapitel wurde 1806 aufgeschlagen, als in Mecklenburg die „Franzosenzeit" begann. Die mit der Besetzung durch Napoleons Truppen verbundenen Nöte der mecklenburgischen Bevölkerung inspirierten den aus Stavenhagen stammenden Schriftsteller Fritz Reuter (1810 – 1874) zu einem seiner Werke.
Von 1806 bis 1813 war Mecklenburg durch französische Truppen besetzt.
Die bürgerlich-demokratische Revolution von 1848/49 hinterließ ihre Spuren in sehr gemäßigter Form. Liberale Errungenschaften wurden durch den Freienwalder Schiedsspruch von 1850 revidiert. Die Wiedereinführung von Prügel- und Todesstrafe sowie Pressezensur kennzeichneten die Jahre nach der Revolution. Die erhoffte Demokratisierung der Stadtverfassung blieb zunächst auf der Strecke. Erst 1887 entstand aus den „Hundertmännern", einem seit 1583 bestehenden Bürgerausschuss, ein demokratisches Gegengewicht zum patrizischen Rat.
Unterdessen brachte die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts wirtschaftliche Fortschritte mit sich. Schiffbau und Handelsschifffahrt kamen in Schwung. Der Bedarf an Transportleistungen stieg. Holz, Erz, Steinkohle und Kolonialwaren wurden über den Hafen am Warnowufer eingeführt. Die Neptunwerft stieg mit rund 2 000 Beschäftigten am Anfang des 20. Jahrhunderts zum größten regionalen Arbeitgeber auf. Bedeutende Rostocker Unternehmen jener Zeit waren auch die Bierbrauerei Mahn und Ohlerich sowie die chemische Fabrik von Dr. Friedrich Witte, zu deren wichtigen Produkten die Stoffe Koffein, Pepsin und Pepton gehörten. Als sichtbares Zeichen der Moderne fuhren seit 1881 Pferdestraßenbahnen und seit 1904 elektrisch betriebene.
Angesichts einer stetig wachsenden Einwohnerzahl erreichte Rostock seine Kapazitätsgrenzen. Bereits seit 1820 hatte die Bebauung den ehemaligen Stadtkern überschritten, seit 1870 entstanden das Arbeiterviertel Kröpeliner-Tor-Vorstadt und das Villenviertel in der Steintor-Vorstadt. Damit war der Grundstein für großräumige Entwicklung gelegt. Nach dem Ersten Weltkrieg begann der Bau der Siedlungen Brinckmansdorf, Gartenstadt und Alt-Reutershagen. In den 1930er Jahren kamen das Hansa- und das Komponistenviertel sowie Dierkow hinzu. 1935 kletterte die Einwohnerzahl auf die 100 000er-Marke.
Flugzeugablaufbahn der Heinkel- Werke, um 1930
Nach dem Ersten Weltkrieg hatte eine maßvolle wirtschaftliche Stabilisierung begonnen. In der Weimarer Republik festigte Rostock seine Stellung als Hafenstadt und Versorgungszentrum für Mecklenburg, obwohl die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise deutlich spürbar waren und Ende der 1920er Jahre große Probleme verursachten. Neue ökonomische Impulse brachte der immer stärker werdende Tourismus. Zu einem Unternehmen von überregionaler Bedeutung wuchsen in den 1920er Jahren die Ernst Heinkel Flugzeugwerke in Warnemünde heran, die sowohl zivile als auch militärische Flugzeuge konstruierten und fertigten.
Der Neue Markt vor seiner Zerstörung im Jahre 1942
Mit dem Nationalsozialismus verlieh die Rüstungsproduktion der Stadt einen neuen industriellen Stellenwert. Der Flugzeugbau in den neu errichteten Heinkel-Werken in Rostock-Marienehe und bei Arado in Warnemünde diente der Kriegsvorbereitung. Verbunden mit dem massiven Ausbau der Rüstungsindustrie waren die Dominanz des gesellschaftlichen Lebens der Stadt durch den Nationalsozialismus und der 1939 begonnene Angriffskrieg, der schließlich auf Deutschland zurückschlug. Der Zweite Weltkrieg hinterließ schwere Schäden, etwa 40 Prozent der Stadt wurden bei Luftangriffen zerstört. Von der massiven Bombardierung durch britische Bomber im April 1942 sollte sich das alte Stadtbild nie wieder erholen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Einwohnerzahl
