Wie man einen Roman plant: Gliedern Sie Ihre Schritte zum Erfolg
Von K.M. Weiland
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Über dieses E-Book
Lassen Sie sich von Gliederungen helfen, eine bessere Geschichte zu schreiben!
Autoren betrachten Gliederungen oft mit Angst und Ehrfurcht. Aber wenn man sie wirklich versteht und richtig handhabt, ist die Gliederung eine der mächtigsten Waffen im Arsenal eines Autors.
Wie man einen Roman plant: Gliedern Sie Ihre Schritte zum Erfolg wird
- Ihnen helfen, die für Sie richtige Art Gliederung zu wählen
- Ihnen bei der Ideenfindung helfen
- Ihnen helfen, Ihre Figuren zu entdecken
- Ihnen zeigen, wie Sie Ihre Szenen strukturieren
- Ihnen zeigen, wie Sie Ihre fertige Gliederung formatieren
- Ihnen erklären, wie Sie Ihre Gliederung anwenden
- Ihnen die Vorteile nahe bringen
- Irrtümer beseitigen.
Selbst wenn Sie überzeugt davon sind, dass Gliederungen nichts für Sie sind, dieses Buch bietet auch diverse wichtige Tipps zu Plot, Struktur und Figuren. Außerdem beinhaltet es Exklusivinterviews mit Larry Brooks, Elizabeth Spann Craig, Lisa Grace, Dan L. Hays, Jody Hedlund, Carolyn Kaufman, Becky Levine, Roz Morris, John Robinson und Aggie Villanueva, die die folgenden Fragen beantworten:
- Wie gehen Sie bei Ihrer Buchplanung vor?
- Was ist der größte Vorteil des Planens?
- Was sind die größten Fallstricke beim Planen?
- Würden Sie in einigen Situationen einfach „drauflosschreiben” und in anderen planen?
- Was ist der entscheidende Faktor für erfolgreiches Planen?
Lassen Sie sich von Gliederungen helfen, eine bessere Geschichte zu schreiben!
K.M. Weiland
K.M. Weiland ist Gewinnerin des IPPY und des NIEA Awards. Viele ihrer Bücher, wie die Amazon-Bestseller Outlining Your Novel und Structuring Your Novel und außerdem Jane Eyre: The Writer’s Digest Annotated Classics, der Western A Man Called Outlaw, das Mittelalter-Epos Behold the Dawn und der Portal-Fantasy-Roman Dreamlander wurden international veröffentlicht. Wenn sie sich gerade nichts ausdenkt, ist sie Mentorin für andere Autoren auf ihrem preisgekrönten Blog. Sie lebt im Westen Nebraskas. Hier können Sie mehr über ihre Romane herausfinden.
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Buchvorschau
Wie man einen Roman plant - K.M. Weiland
Wie man einen Roman plant:
Gliedern Sie Ihre Schritte zum Erfolg
K.M. Weiland
PenForASword Publishing
Wie man einen Roman plant: Gliedern Sie Ihre Schritte zum Erfolg
Copyright © 2011
K.M. Weiland
Deutsche Übersetzung von Nicola Bock, 2015
Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung von Text und Bildern, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhaber und des Verlegers urheberrechtswidrig und strafbar. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung, Speicherung, Weiterreichung, Übersetzung oder die Verwendung in elektronischen Systemen.
Veröffentlicht durch PenForASword Publishing
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Kapitel Eins: Sollten Sie Ihren Roman planen?
Irrglauben über Gliederungen
Irrglaube Nummer 1: Gliederungen verlangen formale Formatierungen
Irrglaube Nummer 2: Gliederungen behindern die Kreativität
Irrglaube Nummer 3: Gliederungen nehmen die Freude am Entdecken
Irrglaube Nummer 4: Gliederungen nehmen zu viel Zeit in Anspruch
Vorteile des Planens
Es stellt ein Gleichgewicht und einen Zusammenhang sicher
Es verhindert Ideen, die in Sackgassen enden
Es bietet die Möglichkeit der Vorausdeutung
Es verteilt das Tempo gleichmäßig
Es macht auf die bevorzugte Perspektive aufmerksam
Es sorgt für eine einheitliche Charakterstimme
Es bietet Motivation und Gewissheit
Fragen an die Autoren: Becky Levine
Kapitel Zwei: Bevor Sie mit dem Planen beginnen
Wählen Sie die für sich beste Gliederungsmethode
Verschiedene Arten von Gliederungen
Mind-Map
Bebilderte Gliederungen
Landkarte
Perfekte Rezension
Planungswerkzeuge
Stift und Notizheft
yWriter Software
Kalender
Fragen an die Autoren: Larry Brooks
Kapitel Drei: Die Prämisse gestalten
Die „Was wäre wenn"-Frage
Die Prämisse in einem Satz
Identifiziert realisierbare Ideen
Verfestigt Figuren, Konflikt und Handlungsbogen
Destilliert die Essenz des Buches
Führt Sie zur nächsten Frage
Bietet eine leichte Antwort auf Fragen zu Ihrer Geschichte
Bereitet Sie darauf vor, Ihre Werke zu verkaufen
Fragen, die Sie vor dem eigentlichen Planen stellen sollten
Wie man Ideen findet
Fragen an die Autoren: Elizabeth Spann Craig
Kapitel Vier: Allgemeine Skizzen, Teil 1: Verbinde die Punkte
Die Szenenliste
Fassen Sie Ihre Szenen zusammen
Führen Sie Ihre Szenen in einer Liste auf
Heben Sie die Problemgebiete hervor
Die einzelnen Punkte verbinden
Intuitives Schreiben
Hören Sie auf Ihren Körper
Stellen Sie Fragen
Fragen an die Autoren: Roz Morris
Kapitel Fünf: Allgemeine Skizzen, Teil 2: Die Schlüsselfaktoren der Geschichte
Beweggründe, Wünsche und Ziele
Konflikt
Aufeinanderprallende Persönlichkeiten
Unerwartete Situationen
Hohe Einsätze
Innere und äußere Kämpfe
Gleichgewicht
Leitmotiv
Nutzen Sie die Figuren, um das Leitmotive mitzuteilen
Wie Sie Ihr Leitmotiv entdecken
Wie Sie Ihr Leitmotiv mit Symbolik stärken
Fragen an die Autoren: John Robinson
Kapitel Sechs: Charakterskizzen, Teil 1: Die Vorgeschichte entdecken
Ihr auslösendes Ereignis als Startrampe
Maximieren Sie Ihr auslösendes Ereignis
Was ist ein auslösendes Ereignis?
Was ist kein auslösendes Ereignis?
Wann sollte das auslösende Ereignis stattfinden?
Was begründet ein wirkungsvolles auslösendes Ereignis?
Wie man die Vorgeschichte schreibt
Die allgemeine Aussage
Die Einflussfiguren erkunden
Bildung, Arbeit und Reise erkunden
Persönliche Epochen erkunden
Die Vorgeschichte richtig nutzen
Fragen an die Autoren: Jody Hedlund
Kapitel Sieben: Charakterskizzen, Teil 2: Charakterinterviews
Charakterinterview
Intuitives Interview
Enneagramm
Fragen an die Autoren: Aggie Villanueva
Kapitel Acht: Entdecken Sie den Schauplatz und das Milieu
Wohnen Ihrer Geschichte Schauplatz und Milieu inne?
Wie nimmt Ihre Hauptfigur seinen Schauplatz und das Milieu wahr?
Beeinflussen Schauplatz und Milieu die Stimmung?
Haben Sie zu viele Schauplätze?
Der Weltenbau
Fragen an die Autoren: Lisa Grace
Kapitel Neun: Die erweiterte Gliederung: Eine Geschichte erschaffen
Was für eine Art Geschichte schreiben Sie?
Wer ist Ihr Publikum?
Aus welcher Perspektive werden Sie schreiben?
Wählen Sie die richtige Anzahl an Perspektiven
Wählen Sie die Perspektive des Charakters, der am meisten zu verlieren hat
Wählen Sie die Perspektive des Charakters, der die interessanteste Stimme hat
Spielen Sie mit Stimme und Zeiten
Strukturieren Sie Ihre Geschichte
Anfang
Mitte
Ende
Drei fundamentale Elemente einer Geschichte
Humor
Action
Beziehungen
Stärken Sie Ihre Geschichte mit dem richtigen Rahmen
Der Dominoeffekt: Jede Szene muss von Bedeutung sein
Rückwärts planen
Fragen an die Autoren: Dan L. Hays
Kapitel Zehn: Die verkürzte Gliederung: Zeichnen Sie Ihre Straßenkarte
Organisieren und analysieren Sie Ihre Szenen
Teilen Sie Ihre Geschichte in Kapitel und Szenen ein
Halten Sie die Leser bei der Stange
Kontrollieren Sie das Tempo
Schneiden Sie Überflüssiges heraus
Fragen an die Autoren: Carolyn Kaufman
Kapitel Elf: Schlussfolgerung: Benutzen Sie Ihren Plan
Abschlussbemerkungen
Danksagung
Wie immer schulde ich vielen Menschen Dank, die mich während des Schreibens dieses Buches angeregt, ermutigt, kritisiert und mir assistiert haben. In keiner bestimmten Reihenfolge sind diese Menschen:
Meine Schwester Amy: mein Fan Nummer 1, eine außerordentliche Cheerleaderin und sie teilt immer ihre Schokolade mit mir.
Die fabelhaftesten Testleser auf dem Planeten: Daniel Farnum, Lorna G. Poston, Braden Russell, Janalyn Voigt und Linda Yezak.
Meine unendlich unterstützende, ermutigende und eigensinnige Familie: Ted, Linda, Derek und Jared.
Meine Interviewpartner: zehn der weisesten und großzügigsten Autoren, die ich kenne. Alle erklärten sich bereit, ihre Erfahrungen mit mir in diesem Buch zu teilen: Larry Brooks, Elizabeth Spann Craig, Lisa Grace, Dan L. Hays, Jody Hedlund, Carolyn Kaufman, Becky Levine, Roz Morris, John Robinson und Aggie Villanueva.
Wordplayers überall: Großen Applaus an die Leser meines Blogs Wordplay, Hörer meines Podcasts und Zuschauer meines vlogs. Für Menschen wie Euch tue ich, was ich tue. Dieses Buch ist für Euch!
Einleitung
Die Kunst des Romanschreibens ist wie ein großes Meer voller Möglichkeiten. In ihm gleicht der Autor einem Schiff, das sich von den Wellen umherwerfen lässt. Und das ist eine aufregende Fahrt! Aber das Romanschreiben ist auch ein Handwerk, und das stellt das gleiche Schiff auch unter das Kommando eines Kapitäns, der weiß, wie er seine Seekarten lesen muss und wie er mit seinem Schiff umgehen muss, um auf dem richtigen Kurs sicher durch die Geschichte zu kommen. Auf der handwerklichen Seite geht es vor allem um die Organisation und da wird die Szenenabfolge – also der Plan des Romans – besonders wichtig.
Durch meinen Blog und meinen Lektoratsservice komme ich mit Tausenden von Autoren in Kontakt. Eine der Fragen, die mir oft gestellt wird, betrifft das Thema des Planens, des Erstellen einer Gliederung Wie geht das? Warum sollte ich das tun? Ist es die Zeit und Mühen wert? Meine Antwort auf die letzte Frage ist ein ausdrückliches Ja. Meine Romane zu planen hat meinen eigenen Schreibprozess verwandelt: aus meinem kreativen Zufallsprozess wurde ein verlässliches System, mit dem ich Geschichten erzähle. Durch das Gliedern kann ich mit Zuversicht auf den Wellen meiner Geschichte reiten, die Kunst innerhalb der Bahnen des Handwerks lenken und so solide Geschichte schaffen. Und das Beste daran? Dieser Prozess ist ganz und gar erlernbar.
In diesem Buch zeige ich Ihnen im Detail meinen Prozess. Wir werden uns die Vorteile des Planens ansehen und werden einige der typischen Irrtümer aus dem Weg räumen, die Autoren vor der Planung von Romanen zurückschrecken lassen. Wir werden herausfinden, welche der Arten, einen Roman zu planen, Ihrer Persönlichkeit, Ihrem Lebensstil und Ihren Schreibpräferenzen am besten entgegenkommt. Und dann werden wir von der Prämisse aufwärts in die einzelnen Schaffensschritte Ihrer Gliederung (und somit auch Ihrer Geschichte) eintauchen.
Die Methodik des Romanplanens ist eng mit der des Geschichtenerzählens und des Organisierens Ihrer Aufzeichnungen verknüpft. Darum werden wir auch wichtige Elemente des Handwerks abdecken und über Charakter, Schauplatz, Struktur, Konflikt und Leitmotiv sprechen. Als Bonus finden Sie Interviews mit angesehenen Romanautoren und Memorienschreiber, die mir unschätzbare Einblicke in ihre Planungserfahrungen gaben.
Auf den kommenden Seiten werden Sie Dinge entdecken, die Ihre bestehenden Gliederungsmethoden stärken und erweitern oder sie verändern Ihren Schreibprozess grundlegend. Mein Ziel ist es, ein Handbuch zu schaffen, das Sie durch die Grundlagen des Gliederns führt und das Sie dazu inspiriert, dieses unbezahlbare Werkzeug zu nutzen, um Ihre Geschichten auf die nächste Ebene zu heben.
Viel Spaß beim Schreiben!
K.M. Weiland
Oktober 2011
Kapitel Eins
Sollten Sie Ihren Roman planen?
„Bei der Vorbereitung auf eine Schlacht habe ich stets festgestellt, dass Pläne nutzlos sind, aber Planung unerlässlich ist."
—Dwight D. Eisenhower, US-Präsident
Autoren teilen sich im Allgemeinen in zwei verschiedene Kategorien: in diejenigen, die ihre Romane planen und diejenigen, die sie nicht planen. Ich sage zwar „Kategorien, aber „Armeen
wäre wohl das passendere Wort, denn diese beiden Lager der Autorenwelt führen oft einen leidenschaftlichen Krieg zur Verteidigung ihrer jeweiligen Methode. Vielleicht haben Sie den folgenden Dialog schon einmal gehört, oder waren sogar selbst Teil eines solchen Gesprächs:
Peter Planer: Ohne Plan bin ich verloren. Ich brauche ihn, damit ich weiß, wohin ich gehe. Er macht die Reise so viel einfacher. Wie kann jemand überhaupt eine schlüssige Geschichte schreiben ohne eine Vorstellung davon zu haben, was passieren soll? Denke nur einmal daran, wie viel Zeit du verschwendest, Szenen zu schreiben, die in Sackgassen enden, oder Nebenhandlungen zu schreiben, die ziellos umher irren.
Ina Intuition: Woher nimmst du nur die Geduld – und die Zeit – Wochen oder gar Monate damit zu verbringen, eine Geschichte zu planen? Mich würde es verrückt machen, wenn ich so lange warten müsste, bis ich zu schreiben anfangen kann. Abgesehen davon verliere ich doch jede Entdeckerstimmung wenn ich schon vorher weiß, wie die Geschichte enden wird.
Ohne Frage haben beide Seiten gute Argumente. Aber woher wissen Sie, welche von ihnen die Wahrheit sagt? Halten Sie sich fest – hier kommt eine schockierende Nachricht.
Beide sagen die Wahrheit.
Schreiben – wie jede Kunstform – bietet wenig Absolutes. Wenn es das täte, würde es sich schnell durch vorgegebene Muster, Ideen und Methoden lähmen. Nirgendwo ist das offensichtlicher als im Schreibprozess selbst. Schreiben ist wie ein Kartenspiel, das jeder Autor ein wenig anders mischt. Genau wie unsere Geschichten (so hoffen wir) unverwechselbar sind, so sind es auch unsere Persönlichkeiten und unser Lebensstil – und, im Ergebnis, auch unsere Arbeitsmethoden. In dem Bemühen, unser Handwerk zu verbessern, studieren wir gierig die Meister und lesen jedes Ratgeberbuch und Autoreninterview, das wir finden können. Leider verstehen wir oft nicht, dass eine Methode oder Routine, die für einen Autor erfolgreich funktioniert, dadurch nicht zu einem allgemeingültigen Prinzip wird.
Im Allgemeinen mögen die Menschen die schützende Solidität von „Regeln". Wir mögen die Gewissheit, dass, wenn wir jeden Tag eine Seite schreiben und das fünf Tage die Woche, wir innerhalb eines Jahres ein Buch beenden werden und es innerhalb von zwei Jahren veröffentlicht sein wird. Aber so funktioniert das Leben nicht. Es könnte sein, dass es die perfekte Methode für Sie ist, wenn Sie eine Seite am Tag schreiben. Dann wäre das Buch innerhalb eines Jahres fertiggestellt. Allerdings könnte die Starrheit eines solchen Zeitplans auch verhindern, dass Sie mehr Worte produzieren. Vielleicht würden Sie viel besser arbeiten, wenn Sie sich erlaubten, flexibler zu sein und sich weniger unter Druck setzten.
Jeder Autor muss für sich selbst herausfinden, welche Methode für ihn am besten funktioniert. Nur weil Margaret Atwood die Methode X und Stephen King die Methode Y anwendet, ist das noch lange nicht Grund genug, ihnen blind nachzueifern. Lesen Sie viel, lernen Sie alles, was Sie nur können über das, was für andere Autoren funktioniert und experimentieren Sie damit. Dadurch entdecken Sie, welche Methoden Ihnen die besten Ergebnisse bringen.
Meine eigene Schreibmethode ist ein sich ständig weiterentwickelnder Prozess. Was für mich vor fünf Jahren noch funktionierte, funktioniert heute nicht automatisch immer noch. Und was für mich heute richtig ist, ist es nicht automatisch noch in weiteren fünf Jahren. Mit jeder Geschichte, die ich schreibe, lerne ich etwas mehr über mich und welche Vorgehensweisen mich am produktivsten machen. Ich verfeinere meine Arbeitsgewohnheiten ständig, höre immer auf meinen Instinkt und passe auf, wenn ich das Gefühl bekomme, dass ich mich zwinge, einer Struktur zu folgen, die einfach nicht funktioniert.
Nur der einzelne Autor kann Experte seiner Fertigkeiten sein. Sie sollten nie das Gefühl haben, als müssten Sie sich zwingen, die Schreibmethoden von jemand anderem zu spiegeln – egal, wie erfolgreich die Person sein mag. Finden Sie, was für Sie funktioniert und bleiben Sie dabei. Dies trifft besonders dann zu, wenn es darum geht, die Entscheidung zu treffen, ob man einen Roman besser plant oder ob man einfach drauflos schreibt, ihn also aus der Intuition heraus schreiben sollte. Ob Sie ein Peter oder eine Ina sind, kann zu großen Teilen von Ihrer Persönlichkeit abhängen. Tatsache ist, dass manche Menschen einfach nicht gut mit Gliederungen zurechtkommen. Sie finden, dass diese Art von Plänen ihre Kreativität einschränkt und verhindere, dass sich die Geschichte während des Schreibens entwickeln kann. Oder sie merken, dass das Arbeiten an einer Gliederung ihre kreativen Bedürfnisse so sehr stillt, dass sie kein Interesse mehr daran haben, das eigentliche Buch zu schreiben. Aber für jeden, der versucht, seinen Roman im Vorhinein zu planen und entscheidet, dass es nichts für ihn ist, probiert es jemand anderes aus und entdeckt einen Weg, mit dem er ergiebiger und effizienter schreiben kann.
Ich bin eine von ihnen. Ich habe mir immer Ideen auf Erinnerungszettelchen notiert, damit ich wusste, in welche Richtung die Geschichte gehen sollte. Aber erst als ich meinen sechsten Roman, Behold the Dawn, begann, habe ich das Planen ernsthaft versucht. Drei intensive Monate verbrachte ich damit, Ideen zu umreißen und Szenen zu organisieren.
Und das Ergebnis?
Nicht nur schuf ich die beste Geschichte, die ich bis zu dem Zeitpunkt geschrieben hatte, ich hatte auch das leichteste, berauschendste Schreiberlebnis meines Lebens. Diese Geschichte floss wie keine zuvor. Ich schreibe die Leichtigkeit fast vollständig den Monaten zu, in denen ich die Geschichte geplant hatte.
Danach,
