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Die Gouvernante
Die Gouvernante
Die Gouvernante
Hörbuch40 Minuten

Die Gouvernante

Geschrieben von Stefan Zweig

Erzählt von Bettina Radener

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Über dieses Hörbuch

Die Gouvernante ist eine Novelle von Stefan Zweig aus dem Jahr 1911. Ein seltsames, unerhörtes Ereignis verstört zwei anonym bleibende Geschwister – kleine Mädchen im Alter von zwölf beziehungsweise dreizehn Jahren – so sehr, dass der Erzähler am Ende des überschaubaren Textes eingestehen muss: "seit gestern sind sie keine Kinder mehr". Die zwei blutjungen Protagonistinnen haben ihre Erkenntnis komplett an den geschlossenen Zimmertüren der Erwachsenen am Ort der Handlung, einem großbürgerlichen Hause, erlauscht. Weil die zwei Kinder ihre Gouvernante lieben, sind sie über deren unübersehbare Verstörung äußerst besorgt. Zudem erhalten die Mädchen von keiner Seite irgendeine Auskunft. Mit geschärften Sinnen registrieren die Kinder, Otto, der Cousin – ein in den Prüfungsvorbereitungen steckender Student – ist in das Zimmer der Gouvernante gerufen worden. Dort wurde er von dem Fräulein mit der Hiobsbotschaft konfrontiert, es sei von ihm schwanger. Wie könnte es zu Beginn des 20. Jahrhunderts in gutbürgerlichen Kreisen anders sein – die Lauscherinnen sind noch nicht aufgeklärt. Folglich können sie nicht begreifen, was hinter der Tür eigentlich wirklich verhandelt wird. Otto, der seit Jahren im Hause des Onkels wohnt, steht nicht zu seiner Tat, sondern ergreift die Flucht; zieht aus und nimmt eine Studentenbude. Die Mutter der Geschwister jagt die Schwangere aus dem Hause. Die Gouvernante nimmt sich ein paar Stunden vor dem knapp gesetzten Kündigungstermin das Leben. Die Mutter erscheint – typisch Erwachsene – den Kindern als elende Heuchlerin. Sie schenkt ihren Sprösslingen keinen reinen Wein ein.
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum1. Nov. 2020
Autor

Stefan Zweig

Stefan Zweig (1881-1942) war ein österreichischer Schriftsteller, dessen Werke für ihre psychologische Raffinesse, emotionale Tiefe und stilistische Brillanz bekannt sind. Er wurde 1881 in Wien in eine jüdische Familie geboren. Seine Kindheit verbrachte er in einem intellektuellen Umfeld, das seine spätere Karriere als Schriftsteller prägte. Zweig zeigte früh eine Begabung für Literatur und begann zu schreiben. Nach seinem Studium der Philosophie, Germanistik und Romanistik an der Universität Wien begann er seine Karriere als Schriftsteller und Journalist. Er reiste durch Europa und pflegte Kontakte zu prominenten zeitgenössischen Schriftstellern und Intellektuellen wie Rainer Maria Rilke, Sigmund Freud, Thomas Mann und James Joyce. Zweigs literarisches Schaffen umfasst Romane, Novellen, Essays, Dramen und Biografien. Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Die Welt von Gestern", eine autobiografische Darstellung seiner eigenen Lebensgeschichte und der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, sowie die "Schachnovelle", die die psychologischen Abgründe des menschlichen Geistes beschreibt. Mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland wurde Zweig aufgrund seiner Herkunft und seiner liberalen Ansichten zunehmend zur Zielscheibe der Nazis. Er verließ Österreich im Jahr 1934 und lebte in verschiedenen europäischen Ländern, bevor er schließlich ins Exil nach Brasilien emigrierte. Trotz seines Erfolgs und seiner weltweiten Anerkennung litt Zweig unter dem Verlust seiner Heimat und der Zerstörung der europäischen Kultur. 1942 nahm er sich gemeinsam mit seiner Frau Lotte das Leben in Petrópolis, Brasilien. Zweigs literarisches Erbe lebt weiter und sein Werk wird auch heute noch von Lesern auf der ganzen Welt geschätzt und bewundert.

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