Über dieses E-Book
Gefüllt mit Magie, Leidenschaft, Hingabe, Seele, Gefühl, umhüllt mit zart schmelzender Liebe, garniert mit rosa Happy End.
Zum Zurücklehnen und Genießen.
Bon Appétit
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Rezensionen für Love Petit Fours
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Buchvorschau
Love Petit Fours - Sylvie C. Ange
Vorwort der Autorin
Liebe Leserinnen,
meine Inspiration Romances zu schreiben, liegt in der Vergangenheit, in einer glücklichen Zeit, die voll Liebe und Magie war. Im Garten meiner »Fee« tanzten geheimnisvolle Lichter, der Wind flüsterte im Windspiel, die aufgehende Sonne zauberte Kunstwerke an die Wand und der Lindenbaum, unter dem ich meinen Träumen nachgehen konnte, duftete verführerisch.
Ich widme diese, aus Träumen gewobenen, zuckersüßen Vintage-Romances meiner »Fee« und all jenen, die an die Magie der wahrhaftigen Liebe glauben. Ich freue mich mit Ihnen, wenn Sie die Zeit gefunden haben, sich für eine Weile dieser Magie hinzugeben, denn wahre Liebe ist Verschmelzung der Seelen.
Sylvie C. Ange
Merci beaucoup, für die herrliche Zeit in der Provence
o
I want to thank a dear friend for her wonderful and inspiring words.
She has a magical soul and an open heart. Thank you so much, Dear Candy.
Here are a few excerpts of her wonderful words for me:
… You are so generous and open hearted ...
… Bless you dear harmonious soul and Earth Angel …
… DE-licious, DE-lightful, DE-lovely …
You see the light in all of us! Keep Well …
Thank you for brightening my day, Dear Heart …
All the best.
o
Vielen Dank an alle Follower und Freunde aus den
sozialen Netzwerken, die meinen Blog,
in dem es nicht nur um das Lesen geht, besuchen
und immer schätzende Worte für meine Werke haben.
Many thanks to all followers and friends of
social networks that visit my blog
and always have appreciative words for my works.
Sylvie C. Ange
Magischer Duft
Short Vintage Romance
Ich will ganz dringend erfahren,
was es mit den Träumen auf sich hat.
Neben den üppig blühenden Rhododendrenbüschen, stand ein riesiger Magnolienbaum, in dem unzählige Vögel zwitscherten. Ivy liebte es zu dieser Jahreszeit, in der alles zu blühen und grünen anfing, den Schlosspark zu besuchen. Der Park wurde vor mehr als zweihundert Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, erinnerte an vergangene Zeiten, in der prachtvolle Schimmel durch die Baumalleen trabten und Damen in seidenen Roben und mit Sonneschirm neben den, in Ornamente angelegten Blumenbeeten promenierten.
Im Sommer erfreuten sich viele Touristen an den Bildern entschwundener Tage, im Frühling war es jedoch noch sehr friedlich und ruhig.
Versonnen streckte Ivy ihre Hand aus und versuchte zu erraten, wer von den bettelnden Vögel als Erster die Nüsse aus ihrer Handfläche zu erhaschen versuchte. Gerade als sich ein Vogel erhob, verspürte sie einen Stoß und sie fiel rücklings in den Schlossparkrasen, den man gar nicht betreten durfte, geschweige denn darauf liegen.
Sie fühlte Gewicht auf ihr und als sie ihre Lider, die sie vor Schreck zugepresst hatte, wieder hob, blickte sie in ein strahlend blaues Auge, das sie besorgt musterte.
Das schwarze Stirnband, das der Mensch, der auf ihr lag trug, war über das andere Auge gerutscht und wirkte wie die Augenklappe eines Piraten. Ein Jogger, natürlich … aber ein verdammt gut aussehender Jogger … der sie anstarrte, als wäre sie ein Wesen von einem anderen Stern und er machte keine Anstalten aufzustehen.
»Wollen Sie sich vielleicht endlich erheben, oder haben Sie etwas anderes vor?« Ivy prustete.
Sofort rollte der Mann von ihr, stand auf, reichte ihr die Hand und zog sie auf die Beine.
»Es tut mir wahnsinnig leid, ich habe gerade versucht meinen Music-Player einzustellen und so zeitig in der Früh ist auf diesem Weg normalerweise niemand unterwegs.«
Sichtlich zerknirscht rückte der Mann sein Stirnband zurecht und Ivy musste feststellen, dass es ihr leichter gefallen wäre zu tadeln, wenn er einen weniger anziehenden Mund und nicht so süße Grübchen an den Wangen gehabt hätte. Sein Haar war fast so schwarz wie das Stirnband, die elastische Laufhose ließ gut durchtrainierte Beine sehen, nur der Oberkörper war von einem schlotternden T-Shirt verdeckt.
»Es gibt eben noch andere Menschen, die früh unterwegs sind. Sie sollten besser aufpassen.«
Ivy stöhnte kurz auf, als sie ihre Hand bewegen wollte.
»Haben Sie Schmerzen, kann ich Ihnen helfen?«
»Sie können mir nur helfen, wenn Sie Arzt sind. Mein Handgelenk schmerzt höllisch.«
»Dann bin ich der richtige Mann für Sie. Ich bringe Sie in meine Praxis, ich werde ein Röntgenbild machen und dann sehen wir weiter. Mein Name ist übrigens Jim Brisbay, ich bin Australier und habe hier für ein Jahr eine Praxis übernommen.«
Er war tatsächlich Arzt, wie praktisch, fängt sich die Patienten beim Joggen. Ivy musste grinsen.
»Ward, Psychotherapeutin … okay, wo ist die Praxis?«
»Nur ein paar Straßen vom Schlosspark entfernt.«
o
Praxis? Da wo er sie hinführte, entsprach fast dem Schlosspark en miniature. Das Haus und die Terrasse waren mit wogenden Glyzinien bewachsen und Ivy war hingerissen von dem betörend duftenden Blütenmeer, das einem blaulilafarbenen Wasserfall glich.
In einem angenehmen hellen Raum bat Jim Brisbay sie, sich zu setzen und kurz zu warten. Als er wiederkam strahlte er in seinem weißen Arztkittel etwas Unnahbarkeit aus.
»Sie sind also Psychotherapeutin? Studieren Sie noch, Sie sehen wie eine Studentin aus.«
»Ich bin alt genug, aber danke, ich fasse die Studentin als Kompliment auf.«
Er sah sie einen Moment an und lächelte.
»Es war eine Feststellung, Komplimente fallen bei mir anders aus, wie zum Beispiel: Sie sehen sehr hübsch aus – Sie sehen übrigens auch hübsch aus, sie gefallen mir sehr Ivy Ward.«
Ivy, sonst nicht auf den Mund gefallen, wurde verlegen. Verflixt und zugenäht. »Heiß hier, nicht wahr«, versuchte sie ihre roten Wangen zu erklären.
»Finden Sie?«
»Ja, ist vermutlich die Aufregung, die mich zum Schwitzen bringt.«
Er schmunzelte und Ivy konnte seinem durchdringenden Blick nicht mehr standhalten, sah zur Decke empor und seufzte gequält, als er ihr Handgelenk befühlte und hin- und herdrehte.
»Ist nicht so schlimm, die Palpation lässt erkennen, dass zumindest nichts gebrochen ist, dennoch machen wir nun ein Röntgenbild.«
o
»Gute Nachricht, alles in Ordnung. Mit einer Salbe und einem Stützverband ist Ihr Handgelenk nach ein paar Tagen wie neu.«
»Danke.«
»Ich möchte meine Ungeschicklichkeit wieder gut machen. Professor Leng, dem dieses Anwesen und die Praxis eigentlich gehört, erzählte mir, dass es sich hier auf der Terrasse im Duft der Glyzinien herrlich Abendessen lässt. Der Wohlgeruch beeinflusst die Speisenden positiv, lässt sie träumen und manchmal erfüllen sich die Träume.«
Ivy lachte.
»Tatsächlich? Welch wundersame Glyzinien.«
»Darf ich Sie zum Essen einladen … sagen Sie nicht nein.«
Ivys Herz machte einen Sprung. Dieser Jim Brisbay gefiel ihr sehr.
»Ich bin einverstanden, denn …«, Ivy lächelte verschmitzt, »… diese Blüten duften wirklich berauschend und ich bin tatsächlich neugierig, ob die Geschichte von Professor Leng stimmt.«
Jim reichte ihr die Hand.
»Sie machen mir eine große Freude.«
o
Ivy stand vor dem Spiegel und drehte sich hin und her, rümpfte die Nase, dann zog sie die Jeans wieder aus, schleuderte sie auf den Boden und widmete sich wieder dem Inhalt ihres Kleiderschranks.
Jeans … willst du ihn verschrecken … ich brauche etwas Spektakuläres, das trotzdem nicht aufdringlich wirkt.
Sie nahm ein schmal geschnittenes grünes Kleid, das sie schon lange nicht mehr angezogen hatte. Es harmonierte ausgezeichnet mit dem Grün ihrer Augen und den rotblonden Locken, die ihr fein gezeichnetes Gesicht umrahmten.
Sie puderte ihre kleine Nase auf der sich ein paar Sommersprossen befanden, die alle süß fanden, nur Ivy nicht und tupfte ein wenig ihres Parfüms auf die Handgelenke und steckte ihre Perlenohrringe an.
Das ist es, dachte Ivy, als sie sich wieder im Spiegel betrachtete. Das Kleid schmiegte sich an ihre wohl proportionierte Figur und ließ einen wenig Einblick auf das Dekollete, wo sie noch ein wenig des Parfüms an die richtige Stelle tupfte. Zufrieden nickte Ivy.
o
»Lauren bitte, das musst du doch verstehen … ich habe die Praxis für ein Jahr übernommen und kann noch nicht zurück.«
»Jim Brisbay, du bist der sturste Kerl der mir je untergekommen ist. Professor Leng hat bestimmt Verständnis, wenn du drei Monate früher nach Hause fliegst.«
Ivy ging langsamer und blieb hinter dem Glyzinienvorhang stehen, als sie die Stimmen von der Terrasse hörte.
Vorsichtig lugte sie zwischen den Blüten auf die Menschen, die miteinander diskutierten. Die Frau, die auf Jim einredete war sehr hübsch – groß, blond, hervorragend gekleidet.
»Ich habe einen Vertrag, den ich einzuhalten gedenke und du warst einverstanden, von Anfang an.«
»Ja war ich, aber jetzt sehe ich ein, dass es ein Fehler war. Ich habe keine Lust mehr, mich dauernd von meinen Mann zu trennen und den Kindern tut es auch nicht gut.«
»Du hast ja recht, Dr. Lauren Brisbay, du …«
Ivy hielt den Atem an – Dr. Lauren Brisbay, Kinder?
Er war verheiratet … verdammt. Auch wenn sie auf Anhieb an Jim Brisbay Gefallen gefunden hatte und sich dummerweise vom ersten Augenblick ihres spektakulären Zusammenstosses in ihn verliebt hatte, aber mit einem verheirateten Mann wollte sie nichts zu tun haben. So gut gelaunt sie gekommen war, so enttäuscht ging sie.
o
Die Sonnenstrahlen, die durch das Fenster fielen wanderten durch das Zimmer. Ivy blinzelte. Ein Frühlingsmorgen wie es im Buche stand, war angebrochen, aber sie hatte nach dem gestrigen Abend keine Lust aufzustehen, doch sie musste.
Sie hatte heute mehrere Klienten, die darauf warteten, dass Psychotherapeutin Ivy Ward ihnen einen Weg zur Lösung ihrer Probleme zeigte.
Kaum dass sie ihre Brille aufgesetzt und hinter ihrem Schreibtisch Platz genommen hatte, ertönte der Summer. Der erste Klient.
»Nehmen Sie Platz Frau Wilson«, sagte Ivy, während sie in den Klientenunterlagen vertieft war.
Sie hörte ein Räuspern und blickte auf.
»Sie? Wo ist Frau Wilson? Also das ist doch … woher haben Sie meine Adresse?«
»Die haben Sie gestern als meine Patientin in der Praxis hinterlassen.«
»Ja, natürlich.« Ivy pustete eine Locke aus ihrem Gesicht.
»Also, was führt sie zu mir? Haben Sie ein Problem, bei dem ich Ihnen helfen kann?«
Jim setzte sich.
»Vielleicht … ich habe gestern eine hübsche … eine sehr hübsche Frau zum Essen eingeladen, aber sie ist nicht gekommen, obwohl ich in ihren Augen gelesen habe, dass sie von meinem Vorschlag sehr begeistert war. Was meinen Sie, hat dazu geführt, dass sie nicht mehr wissen wollte, ob Professor Lengs Erzählung stimmt?«
Ivy verschränkte die Hände und blickte ihn ärgerlich an. Wenn er nur nicht so verdammt nett aussehen würde.
»Ich war da, das Gartentor stand offen, aber sie waren mit einer Diskussion so beschäftigt, dass ich es vorzog wieder zu gehen.«
»Das verstehe ich nicht. Sie waren da? Warum sind Sie wieder gegangen?«
Ivy glaubte es nicht, entweder war dieser Mann ein abgebrühter Casanova, oder er brauchte tatsächlich psychotherapeutische Hilfe.
»Nun, sehen Sie Dr. Brisbay, es gehört einfach nicht zu meinen Gepflogenheiten mit verheirateten Männern auf einer romantischen Terrasse zu speisen. Dies mag Ihnen altmodisch erscheinen, aber in dieser Hinsicht habe ich eben andere Vorstellungen.«
»Ich begrüße Ihre Einstellung, sie deckt sich voll und ganz mit meiner, aber was hat das mit mir zu tun?«
Jetzt platzte Ivy der Kragen, sie erhob sich abrupt.
»Jetzt reicht es aber. Wollen Sie etwa leugnen, dass die Frau auf der Terrasse Ihre Frau war? Ich hörte, wie Sie ihren Namen sagten und dass es Kinder gibt. Also spielen sie mir nichts vor … und überhaupt, ich weiß gar nicht warum ich mir das anhöre.«
Jim Brisbay lachte schallend und konnte sich gar nicht fangen.
»Was … was gibt es da zu lachen?«
»Lauren ist Ärztin und die Frau meines Bruders, sie hat während meiner Abwesenheit meine Landpraxis in Australien übernommen. Da sie mit ihrer Familie in Adelaide lebt, muss sie eine ziemlich lange Fahrt in Kauf nehmen und ist oft ein paar Tage von ihrer Familie fern, weil es die Lage so erfordert. Sie hat einen Ärztekongress genutzt um hier her zu kommen, damit sie mich persönlich nach Hause bitten kann. Es ist ihr zu viel geworden.«
Ivy senkte den Kopf. Du bist doch eine dumme Pute Ivy Ward. Es klopfte und gleichzeitig wurde die Tür geöffnet.
»Ein paar Minuten noch Frau Wilson«, versprach Ivy und wandte sich wieder Jim zu.
»Du hast in meinen Augen richtig gelesen, ich wollte sehr gern zum Essen kommen und ich will ganz dringend erfahren was es mit den Träumen unter den Glyzinien auf sich hat. Können wir noch mal vorn vorne beginnen?«
Jim Brisbay erhob sich und kam näher.
»Ich habe gehofft, dass du das sagst.«
o
Der betörende Duft der Glyzinien streifte Ivys Nase und ihr Blick wanderte zu dem grünen Kleid, das wie die hübschen Dessous auf einem dunklen Anzug lag.
Sie kuschelte sich wieder in Jims Arme und atmete noch einmal den süßen Duft der blaulila Blüten ein.
Es würde ihr letzter Frühling hier sein, aber sie würde einen Frühling nach dem anderen in einer Landpraxis im fernen Australien erleben …
Sylvie C. Ange
Witches Magic
Short Vintage Romance
Ich wusste es schon eher als du,
denn ich wollte dich von Anfang an
und ich will dich immer in meiner Nähe haben,
nicht nur eine Nacht.
Übersetzerin mit außergewöhnlichem Allgemeinwissen und elegantem Sprachgefühl für unseren Klienten gesucht.
Die Beschäftigung in Südfrankreich ist auf 1 Jahr befristet.
Voranmeldung: Agentur Chevallier - die Agentur für exquisites Personal -
»Das klingt doch unglaublich wundervoll, nicht wahr?«
Adele sah am Gesichtsausdruck ihrer Freundin, dass sie gleich etwas Gegenteiliges sagen würde.
»Du antwortest doch nicht auf die Anzeige?« Gabrielles Blick war bedeutungsvoll.
»Warum nicht? Ich brauche dringend einen Job und dieser scheint für mich passend. Ich bin eine sehr gute Übersetzerin und mein Allgemeinwissen ist doch ganz in Ordnung. Im Augenblick gibt es nicht so viel Auswahl an gut bezahlten Jobs, oder kannst du mit ein paar hundert Euros im Monat leben, wenn schon die Miete so viel kostet? Du mit deinem exklusiven Job kannst dir das wohl nicht vorstellen.«
Gabrielle verdrehte die Augen.
»Du hast ja recht … aber das klingt fast zu perfekt. Es gibt sicher einen Haken. Wer ist dieser Klient und was wird bezahlt? Das steht hier nicht, obwohl es das sollte. Ein Schlechtpunkt für die Agentur. Adele, du wirst vielleicht verschleppt und landest wer weiß wo.«
Adele lachte.
»Ich glaube, du hast in letzter Zeit zu viel deiner geliebten Romane gelesen. Hast du schon vergessen: Wer bizarre Gedanken hegt, zieht sie auch an. Auf so einen Gedanken wäre ich gar nicht gekommen.«
»Du hast dich also schon entschieden.«
»Ja, der Zeitpunkt ist genau richtig, das ist ein Zeichen.«
Gabrielle zog die Stirn kraus.
»Welches Zeichen dies tatsächlich ist, wird sich bald herausstellen.«
o
Adele war fasziniert von dem malerischen Dorf, in dem sie angehalten hatte. Die Straßen waren so schmal, sodass sie sich manchmal fragte, ob sie hier überhaupt fahren durfte. Die typischen Steinhäuser, die eine traditionelle Atmosphäre ausstrahlten, sahen aus, als ob sie einem Gemälde entsprungen waren. Es gab so viele Sehenswürdigkeiten, für die sie aber im Moment keine Zeit hatte. Sie musste ihren Termin einhalten und wenn sie weiter damit liebäugelte, sich die Gärten mit üppigen Lavendelbüschen anzusehen, würde sie mit Sicherheit zu spät kommen. Seufzend startete sie den Mietwagen und fuhr weiter.
Noch immer wusste sie nicht, was sie erwarten würde. Die Agentur, gelegen in einem riesigen Gebäude, mit exklusivem Büro und noch exklusiveren Personal, hatte sie ausgiebig geprüft, ihr mitgeteilt, dass sie geeignet für den Job sei und ihr ein Dokument zum Unterschreiben gegeben, welches Regeln zur Diskretion enthielt. Unter anderem durfte sie niemanden ihren Aufenthaltsort mitteilen. Das Gehalt war unglaublich außergewöhnlich, doch Auskunft über den Arbeitgeber wurde nicht gegeben.
Laut Navigationsgerät musste sie sich ganz in der Nähe ihres Zieles aufhalten. Vielleicht hatte Gabrielle recht gehabt und alles war ein großes Fiasko. Nur keine negativen Gedanken, rügte sie sich. Enttäuscht sah Adele auf die Nummer. Das Bistro war malerisch wie die Steinhäuser, aber hier war sie sicher nicht richtig, oder doch?
Zögernd ging sie hinein. Sie war froh, dass sie nicht wie sonst, ihr weißes Sommerkleid trug, sondern sich für Jeans und Shirt entschieden hatte und ihre helle Haarflut zu einem Zopf gebunden hatte. Aber sie blieb nicht unbemerkt. Sie wurde mit neugierigen Blicken bedacht.
»Adele Nouvel?«
Ein liebenswürdig blickender Mann mit grauem Haar stand plötzlich vor ihr.«
»Ja, aber woher wissen Sie wer ich bin?«
»Die hier ansässigen Leute fahren nicht so einen Mietwagen. Mein Name ist Seraphin Gaspard. Ich bin entsendet, um sie zu begutachten. Danach werde ich Sie zum endgültigen Reiseziel bringen.
Adele sah den Mann in die Augen, die von vielen Fältchen umgeben waren. Er wirkte vertrauenswürdig und sehr freundlich. Er lachte.
»Ich sehe, dass sie irritiert sind, aber Sie brauchen sich nicht zu fürchten. Ich bin der Chauffeur.«
Als er sah, dass Adele fragend die Augenbrauen hochzog, lachte er erneut.
»Ich bin sozusagen ein Faktotum und habe genaue Anweisungen, welche Fragen ich Ihnen noch stellen soll.«
Adele atmete tief durch. Es wurde immer mysteriöser. Die ganze Reise wäre umsonst gewesen, wenn sie falsche
