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Kara Ben Nemsi - Neue Abenteuer 19: Im Tal der Herba Juvenilis
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Über dieses E-Book

Ein beschwerlicher und gefährlicher Ritt durch die Arabische Wüste führt Kara ben Nemsi, Halef, Sir David und einen weiteren Begleiter in das Dorf Nachi am Rand des Hadschar-Gebirges. Dort treffen sie auf völlig ungewöhnliche Erscheinungen, die sich vermutlich nur im Zusammenhang mit der von ihnen gesuchten Pflanze erklären lassen. Als sie schließlich selbst in das Tal der Herba Juvenilis gelangen, wird ihnen deren Gefährlichkeit deutlich vor Augen geführt. Nur durch den Einsatz des vierten Begleiters, bei dem es sich um einen Mitarbeiter des Royal Institute of Biology in London handelt, wird es der Gruppe möglich, diese Pflanze erfolgreich zu bekämpfen, ohne sie aber vermutlich für alle Zeiten beseitigen zu können.
SpracheDeutsch
HerausgeberBLITZ-Verlag
Erscheinungsdatum30. Apr. 2024
ISBN9783957191281
Kara Ben Nemsi - Neue Abenteuer 19: Im Tal der Herba Juvenilis

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    Buchvorschau

    Kara Ben Nemsi - Neue Abenteuer 19 - Axel J. Halbach

    Kapitel 1 – Beim Eremiten der Felsengrotten

    Halef, Sir David, Sam und ich waren wieder auf Pad, wie man in Südafrika sagen würde. Die einzige Übernachtung auf unserem Weg zu den Felsengrotten hatten wir in den Räumen der verlassenen Karawanserei verbracht und kamen jetzt unserem Ziel, dem Felsgrottengebirge, immer näher. Jetzt wurde es für mich doch langsam Zeit, Halef endlich zu fragen: „Lieber Halef – vor Kurzem wolltest du mich doch einmal unterbrechen, als der Begriff dieses mir völlig unbekannten Felsengebirges im Süden fiel – was hattest du mir damals sagen wollen?"

    „Sihdi – das ist richtig! Tatsächlich waren wir beide zusammen ja bisher eigentlich nur in Richtung Norden unterwegs gewesen – unsere zahlreichen gemeinsamen Abenteuer im Wilden Kurdistan und Umgebung legen davon reichlich Zeugnis ab! Diese südliche Richtung aber, über die Karawanserei hinaus, war auch für mich lange Zeit ein unbeschriebenes Blatt – was hatte ich dort zu suchen? Das hat sich aber seit etwa zwei Jahren entscheidend geändert!"

    „Warum? Wieso? Was …?"

    „Warte nur ab! Als Erstes möchte ich dir dieses sonderbare Gebirge ein wenig beschreiben! Du wirst sehen: Je näher wir ihm kommen, umso stärker wird die Wüste zur Linken zurücktreten, während rechts immer höhere Felsengebirge emporwachsen, die sich – immer wieder von Buchten unterbrochen – wie ein Vorgebirge aneinanderreihen. Bei näherer Betrachtung ist einem dann nicht einmal klar, ob diese Formationen wirklich nur naturgegeben oder zum Teil sogar auf die Tätigkeit menschlicher Händen zurückzuführen sind!

    Dein Auge wird Mauern, Säulen, Zinnen, Erker, fensterähnliche Öffnungen und große bogenförmige Toreingänge wahrzunehmen glauben! Diese wirklich fremd­artigen Felsen begleiten dich fort und fort, bis du schließlich wie in der Art eines Hufeisens von diesen felsigen Gebilden umgeben bist. Und über diesen Felsen schweben viele Musur es Bahra, die großen ­Wüstengeier, deren Anwesenheit auf eine Ansammlung mehrerer Menschen oder Tiere jenseits der diese verdeckenden Felsen schließen lässt …"

    „Man ist dort scheinbar in eine völlig unberührte Wildnis hineingeraten …?"

    „So ist es! Aber diese Wildnis ist dennoch nicht vollkommen unberührt! Denn als ich einmal rein zufällig das erste Mal dort vorbeikam, trat plötzlich und völlig überraschend aus einem dieser Torbogen ein Mann heraus und kam auf mich zu …"

    „Das … das … das musst du mir nun wirklich näher erklären!"

    „Höre nur zu! Es war ein alter Mann, kein Araber oder Beduine aus dieser Gegend – seine verschlissene Kleidung und sein Aussehen ließen auf einen Targi, einen Tuareg schließen, wie sie weit entfernt von hier im Süden Algeriens oder Libyens zu Hause sind! Er war in einen langen weißen Burnus gehüllt, und eine Kapuze bedeckte sein dunkles, fettiges Haar! Trotz seines Alters war er von großer und kräftiger Gestalt. Sein volles Gesicht zeigte die für einen Tuareg typische Abplattung um seine Wangenknochen herum. Er hatte eine kurze, fast stumpf­förmige Nase, ein rundes Kinn und zwei kleine, aber kluge und mir gegenüber sehr freundliche Augen … nur das Litham trug er nicht, den Gesichtsschleier, der bei den Targi nur die Augen frei lässt …"

    „Halef – das hast du hervorragend beschrieben! Aber – wie konntest du dir alle diese so typischen Kennzeichen eines Tuareg bei dieser nur einzigen Begegnung merken?"

    „Du hast recht, Sihdi – das wäre mir sicher nicht möglich gewesen! Aber es ist eben nicht bei dieser ersten Begegnung geblieben! Dieses Zusammentreffen ist jetzt etwa zwei Jahre her – und seitdem bin ich, zum Teil auch gemeinsam mit einem oder zweien meiner Haddedihn, fast jeden Monat dort gewesen, um diesen Einsiedler der Felsengrotten mit dem zu versorgen, was ihm die Tiere des Gebirges nicht bringen können …"

    „Die Tiere des Gebirges? Das verstehe ich nicht! Was hat dieser Targi mit den Tieren dort zu tun?"

    „Das betrifft etwas, was du erst selber wirst sehen müssen, um es zu glauben! Dieser Targi hat mit den Tieren dort ein ganz ungewöhnliches, kaum zu glaubendes Verhältnis aufgebaut! Sie kommen ihm zu Hilfe, wenn er bedroht wird – damit meine ich vor allem die Schlangen, Schakale oder großen Wildkatzen, die er mit einer besonderen Pfeife herbeirufen kann! Die Tiere tun ihm nicht das Geringste an, sondern verteidigen ihn vehement, wenn Gefahr droht! Darüber hinaus tragen die Schakale und Wildkatzen sogar zu seiner Ernährung bei, wenn sie ihm zum Beispiel ein Kaninchen oder einen Hasen als Mittags- oder Abendmahlzeit bringen!"

    „Das geht jetzt allerdings über mein Verständnis hinaus! Ähnliches habe ich noch nie gehört oder gar erlebt! Ich muss zugeben, Halef – das erscheint mir doch alles ziemlich unglaubwürdig! Außerdem würde ein Kaninchen wohl kaum für seinen Lebensunterhalt ausreichen!"

    „Natürlich nicht! Aber wir, die Haddedihn, versorgen ihn ja etwa einmal im Monat mit allen sonst noch notwendigen Nahrungsmitteln wie zum Beispiel frisches Gemüse und Obst, die dort in den trockenen Felsen nicht wachsen! Und natürlich auch mit anderen notwendigen Dingen, um die er uns bittet! Klare Wasserquellen aus den Bergen gibt es zum Glück genug, und es kommen dort auch keine Großkatzen wie Leoparden oder Panther vor – bei denen wäre ich mir trotz seiner übernatürlichen Fähigkeiten und Verhaltensweisen den Tieren gegenüber nicht so sicher!"

    „Verhaltensweisen? Übernatürliche Fähigkeiten? Was meinst du damit?"

    „Das musst du erst selbst erleben! Er hat offenbar nicht nur den siebten, sondern auch noch einen achten oder gar neunten Sinn! Seine Gesten und Augen sagen den Tieren, dass er ihr Freund ist – wie ich schon sagte: Er kann regelrecht mit ihnen kommunizieren! Und seine Fähigkeiten gehen noch weit darüber hinaus! Er ist irgendwie eine Art Hellseher – er spürt, nein, er weiß, wenn etwas auf ihn oder andere zukommt, er kann vor Eintritt des Ereignisses darauf reagieren und vor allem auch jeden Menschen sofort richtig einschätzen, der auf ihn zukommt und der ihm bis dahin unbekannt war. Er ist eben mit mir unbegreiflichen übernatürlichen Sinnen ausgestattet."

    „Halef – das alles hast du zwar sehr gut beschrieben, aber dennoch erscheint mir vieles davon doch mehr als unwahrscheinlich! Auf so viele Spekulationen oder Ahnungen habe ich noch nie eine Reaktion, eine Planung begründet! Außerdem sind wir jetzt vollkommen von unserem eigentlichen Thema abgekommen – wir sind hinter den Buschräubern her und nicht hinter einem offenbar mit besonderen Fähigkeiten ausgestatteten Eremiten! Und wer weiß, was die Buschräuber diesem doch recht seltsamen und einsam lebenden Menschen angetan haben!"

    „Keine Sorge, Sihdi! Im günstigsten Fall werden diese drei Burschen schleunigst das Weite gesucht haben!"

    „Mögest Du recht haben! Aber deren geplanter Überfall auf uns?"

    „Der wird ihnen eben nie und nimmer möglich gewesen sein!"

    „Deine Zuversicht in allen Ehren! Aber ich kann mir nicht helfen – Du scheinst mir inzwischen selbst einige mir bislang unbekannte Sinne zu haben! Auf der einen Seite diese drei brutalen Buschräuber und auf der anderen ein nicht nur seltsamer, sondern wohl auch recht harmloser, tierliebender Einzelgänger …"

    „Es wird genauso gewesen sein, wie ich es dir gesagt habe! Warte nur ab, bis uns der Eremit – wie du ihn nennst – von seiner Begegnung mit den Buschräubern berichtet! Außerdem dürften diese Burschen von der Anwesenheit des dort lebenden eigentümlichen Menschen nichts gewusst und ebenso wenig dürften sie von dessen Namen gehört haben, unter dem dieser Tuareg bei uns, bei den Haddedihn und anderen, bekannt geworden ist!"

    „Ein Name? Was für ein Name?"

    „Wir haben ihn Pelewan Bei genannt, und auch er selbst gibt sich jetzt diesen Namen. Als Pelewan Bei wird im Grunde ein auf den Aberglauben der Araber zurückzuführender Geist bezeichnet. Diesen Aberglauben hat sich der Targi zu Nutze gemacht: Ein Pelewan Bei kann nicht sterben; sein Leib sieht zwar aus wie Fleisch und Blut, aber keine Kugel, keine Lanze kann ihn treffen oder gar töten! Du siehst ihn nicht, selbst wenn er an deiner Seite steht – und dennoch ist er manchmal da, direkt neben dir – und schon wieder verschwunden, bevor du ihn hättest berühren oder gar festhalten können! Und sein Blick durchdringt alles, seine Sinne lesen die Gedanken der anderen wie ein Buch …"

    „Halef – das alles ist für mich, für jeden von uns – ich hatte natürlich die wesentlichen Aussagen von Halef meinen nicht Arabisch kundigen Freunden in Kurzform übersetzt – „kaum zu glauben und noch viel weniger zu begreifen! Fast habe ich das Gefühl, dass auch bei dir der Aberglaube ein wenig durchgegangen ist! Aber – lassen wir doch alles auf uns zukommen – wir werden ja sehen, was uns erwartet!

    Dabei blieb es, und wir ritten langsam weiter. Mir war wohl noch nie so zweifelnd und unerklärlich zumute wie jetzt, als uns nur noch wenige Kilometer von dem Felsengrottengebirge trennten, deren erste Ausläufer schon in der Ferne zu erkennen waren – und dann traf alles genauso ein, wie Halef es uns beschrieben hatte: um uns herum die teilweise menschlichen Aktivitäten ähnelnden Naturgebilde, nichts Lebendiges war bis jetzt zu sehen gewesen, nur über uns schwebten die von Halef erwähnten Musur es Bahra …

    Vor uns öffnete sich ein teilweise von einer Felswand überdachter Platz, wir stiegen ab – und in genau diesem Augenblick trat aus einem der umliegenden Torbögen genau der Mann hervor, den Halef uns so gut beschrieben hatte! Er kam auf uns zu und streckte uns beide Arme grüßend entgegen.

    „Ahla wa Salahu wa Marhaba – seid alle auf

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