GEWALTFREIE KOMMUNIKATION: Wie Sie durch positive Psychologie und Achtsamkeit Ihre Gesprächsführung verbessern und Konflikte mit Empathie und emotionaler Intelligenz lösen - Im Smalltalk & Erziehung
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Über dieses E-Book
Hier erfahren Sie die Macht der Kommunikations-Psychologie. Profitieren Sie von verbesserter und gewaltfreier Kommunikation im Alltag, bei der Kindererziehung oder im Bewerbungsgespräch. Gewaltfreie und gelingende Kommunikation bringt Sie in jedem Lebensbereich einen Schritt nach vorn. Dieser Ratgeber hilft Ihnen jede Auseinandersetzung mit Bedacht zu meistern, verschafft Ihnen den nächsten Sprung auf der Karriereleiter oder vereinfacht die schwierige Aufgabe der Kindererziehung. Ebenso werden Ihre Freunde Sie besser verstehen und mehr wertschätzen. Selbst mit Unbekannten kommen Sie viel einfacher ins Gespräch und finden so neue Freunde.
Erlernen Sie noch heute die unglaublichen Vorteile von gewaltfreier Kommunikation!
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Buchvorschau
GEWALTFREIE KOMMUNIKATION - Viktoria Lakefield
Einleitung
U
nter „Gewaltfreie Kommunikation" verstehen die meisten Menschen eine Kommunikation, die verbal Konflikte löst. Der Begriff ist jedoch vor allem durch Marshall B. Rosenberg geprägt. Er entwickelte für solche Zwecke bestimmte Kommunikations- sowie Konfliktlösungsmethoden. Mit seinen Methoden verstehen wir uns nicht nur selbst besser, sondern lernen auch, unser Gegenüber besser zu verstehen, ohne dabei physische als auch psychische Gewalt anzuwenden. Rosenberg erkannte, dass wir letztendlich alle danach streben, unsere eigenen Bedürfnisse zu stillen. Hin und wieder kommt es vor, dass wir abstruse Strategien entwickeln, um unsere Ziele, in dem Fall unsere eigenen Bedürfnisse, zu erreichen. Einige dieser Strategien enden in Gewalt. Dass es auch anders geht, erklären wir in diesem Buch.
Denken Sie einmal an sich selbst, wenn Sie einen Konflikt lösen wollen. Denken Sie nicht ebenso erst darüber nach, wie Sie am besten vorgehen können, um dem Konflikt beizukommen? Sie wägen ab, welcher der Wege denn der richtige ist. Bei Rosenbergs Methode ist es komplett anders: Hier wird die Frage aufgeworfen, welches Bedürfnis der Konfliktlösende mit seiner Strategie erfüllen möchte. Am Ende kommt es darauf an, einen gemeinsamen Nenner zu finden, denn Bedürfnisse sind das, was alle Menschen gemeinsam haben.
Konflikt-Lösungsstrategien sind jedoch nicht nur von einem selbst abhängig, oftmals sind sie geprägt von dem Umfeld, beispielsweise von einer bestimmten Kultur oder Religion. Aber ebenso eine besondere Situation, in der wir uns befinden, lässt unsere eigene Methode verschwimmen. Aus diesen vielen Gründen können die Strategien der Menschen unterschiedlich ausfallen, wodurch es zu weiteren Konflikten kommen kann. Eine simple Definition von „Gewaltfreier Kommunikation wäre zum Beispiel: Der Mensch ist ein soziales Wesen und versucht, seine als auch die Bedürfnisse anderer zu berücksichtigen. Die „Gewaltfreie Kommunikation
zeigt Methoden auf, wie wir es schaffen können, besser auf die jeweiligen Bedürfnisse einzugehen. Im Prinzip wünscht sich die „Gewaltfreie Kommunikation" eine Zukunft, in der alle Menschen sich gegenseitig respektieren und die Bedürfnisse des anderen in ihrem Handeln mit einbeziehen, ohne dass dabei irgendeine Form der Gewalt ausgeübt werden muss.
„Ein Vakuum, geschaffen durch fehlende Kommunikation, füllt sich in kürzester Zeit mit falscher Darstellung, Gerüchten, Geschwätz und Gift." - Cyril Northcote Parkinson
Damit Sie „Gewaltfreie Kommunikation besser verstehen können, müssen grundsätzlich zwei Begriffe geklärt werden. Zum einen der Begriff
Gewalt. Was ist Gewalt eigentlich? Wie wird Gewalt im Strafrecht behandelt? Was macht physische und psychische Gewalt mit uns? Des Weiteren muss der Begriff „Kommunikation
geklärt werden. Was ist Kommunikation? Wie funktioniert Kommunikation? Welche verschiedenen Kommunikationswege existieren? Im nächsten Abschnitt geht es zunächst einmal um die Definition von Gewalt.
1. Definition von Gewalt
„D
er Geist der Gewalt ist so stark geworden, weil die Gewalt des Geistes so schwach geworden ist." (Zitat eines unbekannten Urhebers/Autors)
Waren Sie bereits Opfer von Gewalt oder haben Sie jemanden beobachtet, der Gewalt ausübt? Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um physische oder psychische Gewalt handelt. Die Erfahrung, „Gewalt zu erfahren, tut weh und diese bei anderen Menschen mit zu erleben, macht Angst. Wer viel Gewalt erfährt, läuft Gefahr, seinen Mitmenschen irgendwann ebenfalls Gewalt anzutun. Gesellschaftlich ist dies ein gefährliches Pflaster, auf dem sich einige Menschen bewegen. Sowohl das Opfer, welches irgendwann zum Täter werden kann, als auch der Gewalttätige kommen dann aus der Gewaltspirale nicht mehr heraus und benötigen Hilfe. Aber was genau versteht man unter dem Begriff „Gewalt
? Kurzgefasst kann gesagt werden: Gewalt ist die Summe dessen, was wir einem anderen antun, egal, ob körperlich oder seelisch, insbesondere dann, wenn wir denjenigen unseren Willen aufzwingen.
1.1. Viele Facetten der Gewalt
Wenn Sie der Gewalt entkommen möchten, dann werden Sie sich zunächst einmal bewusst, was in Ihrem Leben Gewalt ist, oder, um es anders auszudrücken, welche Verhaltensweisen normal sind und welche eher in Richtung Gewalt tendieren.
Oftmals beginnen Gewaltszenarien harmlos. Zwei oder mehr Menschen sind unterschiedlicher Meinung. In einem Streitgespräch fallen dann Schimpfwörter und der Umgangston wird lauter. Die Argumente gehen aus und schnell wird es unsachlich. Einige Menschen neigen dann dazu, körperlich gewalttätig zu werden. Andere machen ihrer Wut durch Schreien Luft. Sie können es sich denken, bereits das gegenseitige Anbrüllen ist Gewalt. Zwar mag im Diskurs das Augenmerk hauptsächlich auf die körperliche Gewalt gerichtet sein, jedoch können ebenso psychische Aspekte zu einem Opfer- und Täterprofil führen. Körperliche Auseinandersetzungen sind bei verzweifelten Menschen oftmals das letzte Mittel, sich zu wehren, da sie bereits viele non-verbale Psychospielchen, Ausgrenzungen oder Beleidigungen ertragen mussten oder sogar bereits verprügelt wurden. Sie sehen: Gewalt ist nicht gleich Gewalt.
Darüber hinaus zeigen wiederum andere Menschen eher ein selbstverletzendes Verhalten. Ein paar davon sind sogar suizidgefährdet. Wie weit muss die Gewaltspirale also gehen, bis jemand so weit ist, seinen Körper und damit sich selbst zu verletzen?
1.2. Verhalten von Opfer, Täter &
Zuschauer
Opfer von Gewaltattacken sind meistens aus Angst wehrlos. Oben drein sind sie in ihrer misslichen Lage allein. Menschen in der Opferrolle tragen dieses Bild von sich nach außen. Sie lassen den Kopf hängen und signalisieren jedem, dass sie schwach sind.
Täter sind natürlich diejenigen, die die Gewalt ausüben. Ihre Körperhaltung signalisiert dem Opfer massive Überlegenheit. Täter agieren meistens in Gruppen. Sie haben also ein paar Menschen, die sich ihnen angeschlossen haben beziehungsweise hinter ihnen stehen. Dem Täter sind die Folgen seiner Tat egal. Oftmals blind macht er solange weiter, bis sein Opfer sich nicht mehr rührt.
In vielen Gewaltszenarien tummeln sich mehrere Zuschauer. Der Täter interpretiert die Menschenmenge oftmals als Zuspruch, weiter zu treten und zu schlagen. Es gibt aber ebenso viele Situationen, in denen Zuschauer eingreifen, um dem Opfer zu helfen. Jedoch ist es bei einer Prügelei für den Zuschauer manchmal gar nicht erkennbar, wer eigentlich das Opfer und wer der Täter ist. Es gibt auch Fälle, in denen beide Seiten sowohl Opfer als auch Täter sind. Die Grenze zwischen Täter sowie Opfer ist oftmals fließend.
1.3. Rechtfertigung von Gewalt
Nach getaner Gewaltauseinandersetzung sagen Täter Dinge wie:
„Ich musste mich wehren, schließlich hat er/sie angefangen!"
„Das hat sich irgendwie ergeben, ich bin da irgendwie rein geraten!"
„Manche Menschen muss man schlagen, weil sie einen sonst nicht verstehen!"
Sie merken, solche Aussagen des Täters sollen dazu dienen, die Schuld abzumildern, ja, seine Tat regelrecht zu verharmlosen. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall, wenn Täter sich hinterher für ihre Gewalteskapaden entschuldigen und regelrecht erschrocken sind, dass sie überhaupt zu solch einer Gewalt fähig sind. Das Ganze zeigt, dass wir nicht in Schubladen denken dürfen, denn der Täter kann unter Umständen vielleicht ebenfalls ein Opfer gewesen sein oder bereut seine Tat sogar im nächsten Augenblick.
Wenn Sie eine solche Situation zwischen zwei Beteiligten lösen wollen, ist es wichtig, beide Seiten zu kennen, um Rückschlüsse darauf ziehen zu können, wie es überhaupt zu der entsprechenden Prügelei kommen konnte. Sprechen Sie mit dem Opfer und mit dem Täter – beziehen Sie in einem Konflikt-Nachgespräch sogar beide gemeinsam ein, damit sich eine solche Situation nicht mehr ergibt.
1.4. Entkommen Sie der Gewaltspirale
Wir alle kennen es: Zunächst wird sachlich über etwas diskutiert und schon wird herumgeschrien, da jeder seine Meinung durchboxen will. Leider nehmen einige dazu tatsächlich die Fäuste. Nur wie kann diese Gewalt überhaupt verhindert werden?
Das alte Sprichwort, „Der Klügere gibt nach", trifft
