Heimatlos (Ein spannender Tara Strong FBI-Thriller – Buch 2)
Von Rylie Dark
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Über dieses E-Book
„Ein brillantes Buch. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und hätte nie erraten, wer der Mörder ist.“
-Lesekritik zu NUR MORD
HEIMATLOS ist das zweite Buch in einer neuen Reihe von der von Kritikern gefeierten Nr. 1 Bestseller-Autorin Rylie Dark, deren Bücher über zweitausend Fünf-Sterne-Rezensionen und -Bewertungen erhalten haben.
Tara Strong ist durch ihren Mut und ihre brillante Fähigkeit, sich in Mörder hineinzuversetzen, zum Deputy Sheriff ihres Bezirks befördert worden. Das Kleinstadtleben in den Bergen rund um den malerischen See herum sollte voller Idylle sein, aber Tara hat bereits genug gesehen, um zu wissen, dass alles eine dunkle Seite hat. Auch kleine Städte bergen Geheimnisse, jeder versteckt etwas in seiner Vergangenheit – und nebenan lauert vielleicht ein Mörder.
Tara wird von ihrer eigenen Vergangenheit heimgesucht und kämpft mit Schuldgefühlen in Bezug auf den ungelösten Fall ihrer verschollenen Schwester. Sie muss die Dämonen ihrer eigenen Vergangenheit bekämpfen, während sie versucht, in der von Männern dominierten Arbeitswelt der Polizei voranzukommen.
Wird Tara lange genug durchhalten, um den Mörder zu fangen?
Ein Thriller mit Katz-und-Maus-Spielen, unerwarteten Wendungen und nervenaufreibender Spannung, den Sie bis spät in die Nacht nicht mehr werden aus der Hand legen können. Die TARA STRONG-Mystery-Serie bietet eine neue, frische Interpretation des Genres und stellt zwei brillante Protagonisten vor, die Sie ganz einfach lieben werden.
Bücher Nr. 3 bis 5 – Spurlos, Namenlos und Gottlos – sind ebenfalls erhältlich.
„Ich habe diesen Thriller geliebt und in einer Session gelesen. Es gibt viele Wendungen und ich hätte den Täter nicht erraten … Ich habe den zweiten Band bereits vorbestellt.“
-Lesekritik zu NUR MORD
„Dieses Buch fängt mit einem Knall an … Eine hervorragende Lektüre und ich freue mich schon auf das nächste Buch.“
-Lesekritik zu WIE SIE FLÜCHTET
„Fantastisches Buch. Es war schwer, es aus der Hand zu legen. Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, wie es weitergeht.“
-Lesekritik zu WIE SIE FLÜCHTET
„Die Drehungen und Wendungen hielten mich auf Trab. Ich kann es kaum erwarten, das nächste Buch zu lesen!“
-Lesekritik zu WIE SIE FLÜCHTET
„Ein Muss für alle, die actionreiche Geschichten mit guten Plots mögen!“
-Lesekritik zu WIE SIE FLÜCHTET
„Ich mag diese Autorin sehr und diese Serie beginnt mit einem Paukenschlag. Sie fesselt dich bis zum Ende des Buches und macht Lust auf mehr.
-Lesekritik zu WIE SIE FLÜCHTET
„Ich kann diese Autorin gar nicht genug loben! Einfach nur sagenhaft! Diese Autorin wird es weit bringen!“
-Lesekritik zu WIE SIE FLÜCHTET
„Dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen … Die Charaktere waren lebendig und die Wendungen großartig. Es fesselt dich bis zum Ende und lässt dich nach mehr verlangen.“
-Lesekritik zu KEIN AUSWEG
„Diese Autorin kann ich sehr empfehlen. Ihre Bücher lassen dich um mehr betteln.“
-Lesekritik zu KEIN AUSWEG
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Rezensionen für Heimatlos (Ein spannender Tara Strong FBI-Thriller – Buch 2)
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Buchvorschau
Heimatlos (Ein spannender Tara Strong FBI-Thriller – Buch 2) - Rylie Dark
H E I M A T L O S
(Ein spannender Tara Strong FBI-Thriller – Buch 2)
R y l i e D a r k
Rylie Dark
Bestseller-Autorin Rylie Dark ist Autorin der SADIE PRICE FBI-THRILLER-Serie, bestehend aus sechs Büchern (weitere folgen); der CARLY SEE FBI-THRILLER Serie, bestehend aus sechs Büchern (weitere folgen); der MIA NORTH FBI THRILLER-Serie, bestehend aus sechs Büchern (weitere folgen); der MORGAN STARK FBI-THRILLER-Serie, bestehend aus fünf Büchern (weitere folgen); der HAILEY ROCK FBI THRILLER-Serie, bestehend aus fünf Büchern (weitere folgen); der TARA STRONG MYSTERY-Serie, bestehend aus fünf Büchern (weitere folgen); und der ALEX QUINN THRILLER-Serie, bestehend aus fünf Büchern (weitere folgen).
Als begeisterte Leserin und langjährige Liebhaberin des Krimi- und Thriller-Genres freut sich Rylie über Ihre Nachricht. Besuchen Sie www.ryliedark.com, um mehr zu erfahren und Kontakt mit ihr aufzunehmen.
Copyright © 2023 by Rylie Dark. Alle Rechte vorbehalten. Vorbehaltlich der Bestimmungen des U.S. Copyright Act von 1976 darf kein Teil dieser Publikation ohne vorherige Genehmigung des Autors in irgendeiner Form oder mit irgendwelchen Mitteln reproduziert, verteilt oder übertragen oder in einer Datenbank oder einem Abfragesystem gespeichert werden. Dieses eBook ist nur für Ihren persönlichen Gebrauch lizenziert. Dieses eBook darf nicht weiterverkauft oder an andere Personen weitergegeben werden. Wenn Sie dieses Buch mit einer anderen Person teilen möchten, kaufen Sie bitte für jeden Empfänger ein zusätzliches Exemplar. Wenn Sie dieses Buch lesen und Sie es nicht gekauft haben, oder es nicht nur für Ihren Gebrauch gekauft wurde, dann senden Sie es bitte zurück und kaufen Sie Ihre eigene Kopie. Vielen Dank, dass Sie die harte Arbeit dieses Autors respektieren. Dies ist eine erfundene Geschichte. Namen, Charaktere, Unternehmen, Organisationen, Orte, Ereignisse und Vorfälle sind entweder das Ergebnis der Phantasie des Autors oder werden fiktiv verwendet. Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen Personen, ob lebendig oder tot, ist völlig zufällig. Jacket image Copyright daniilphotos, verwendet unter der Lizenz von Shutterstock.com.
BÜCHER VON RYLIE DARK
EIN ALEX-QUINN-THRILLER
ZUERST, MORD (Buch #1)
EIN SPANNENDER HAILEY ROCK FBI-THRILLER
HINTER DIR (Buch #1)
EIN SPANNENDER TARA STRONG FBI-THRILLER
CHANCENLOS (Buch #1)
KEIN ZUHAUSE (Buch #2)
EIN SPANNENDER MORGAN-STARK-FBI-THRILLER
ZU SPÄT (Buch #1)
ZU NAH (Buch #2)
ZU WEIT GEGANGEN (Buch #3)
EIN CARLY SEE FBI SPANNUNGSTHRILLER
KEIN ENTKOMMEN (Buch #1)
KEIN WEG ZURÜCK (Buch #2)
EIN MIA-NORTH-FBI-THRILLER
WIE SIE FLÜCHTET (Buch #1)
WIE SIE SICH VERSTECKT (Buch #2)
WIE SIE SCHREIT (Buch #3)
EIN SADIE PRICE FBI-SPANNUNGSTHRILLER
NUR MORD (Buch #1)
NUR WUT (Buch #2)
NUR SEINS (Buch #3)
NUR EINMAL (Buch #4)
INHALT
PROLOG
1. KAPITEL
2. KAPITEL
3. KAPITEL
4. KAPITEL
5. KAPITEL
6. KAPITEL
7. KAPITEL
8. KAPITEL
9. KAPITEL
10. KAPITEL
11. KAPITEL
12. KAPITEL
13. KAPITEL
14. KAPITEL
15. KAPITEL
16. KAPITEL
17. KAPITEL
18. KAPITEL
19. KAPITEL
20. KAPITEL
21. KAPITEL
22. KAPITEL
23. KAPITEL
24. KAPITEL
25. KAPITEL
PROLOG
„Ich wette, du traust dich nicht hinein."
David drehte sich um und starrte seinen älteren Bruder Jonny an. „Was?"
Jonny kicherte, ein Geräusch, das David mehr als alles andere störte. „Du hast mich schon verstanden. Ich wette, du traust dich nicht hinein."
David drehte sich wieder zur Höhle um. Tatsächlich hatte er sich das selbst zuzuschreiben. Er hatte seine Gefühle nicht verborgen – hatte nicht versucht, die Tatsache zu überspielen, dass ihm der Anblick der Höhle unheimliche Angst machte. Er atmete stark durch die Nase aus.
„Na los, versuchte Jonny ihn zu ködern. „Oder bist du etwa ein Feigling?
„Ich bin keine fünf mehr, schnauzte David zurück. „Das funktioniert nicht mehr bei mir.
„Stimmt, stimmt, kicherte Jonny. „Ich vergaß. Du bist fünfzehn. Schon ein richtiger Mann. Ist das der Grund, warum du Angst vor einer blöden Höhle hast?
David starrte ihn finster an. Es war einfach idiotisch. Niemals würde er dort hineingehen, nur weil Jonny ihn dazu drängte. „Halt die Klappe, Jonny. Geh du doch hinein, wenn du so tapfer bist."
Jonny lachte. „Ich bin ja nicht derjenige, der dort zitternd herumsteht und sich nach seiner Mami sehnt. Ich wusste ja nicht, dass du dich noch immer vor der Dunkelheit fürchtest."
David ballte seine Hände zu Fäusten. „Ich fürchte mich nicht mehr vor der Dunkelheit."
„Ach, wirklich?, neckte ihn Jonny. „Du rennst also nicht nach Hause und machst das Bett nass wie früher, als Mama das Licht ausgeschaltet hat?
Es reichte. David grummelte, streifte seinen Rucksack von den Schultern und ließ ihn zu Boden fallen. Dort blieb er auf dem angedeuteten Pfad liegen, der Wanderern ermöglichte, den Berg zu erklimmen – der Pfad, den sie hätten hinaufklettern sollen. Aber natürlich musste der blöde Jonny den blöden Vorschlag machen, neben dieser blöden Höhle eine Pause einzulegen. „Also gut, schnauzte er ihn an. „Dann schau her.
Er machte einen Schritt in die Höhle hinein, obwohl seine Beine zitterten, sobald er es tat.
Der Eingang zur Höhle war niedrig, aber genau die richtige Höhe, um ihm Eintritt zu gewähren, wenn er nur ganz leicht den Kopf einzog. Im Inneren des Berges war es derart gedrängt, dass das Licht nur wenige Meter hineinreichte. Vermutlich lebte ein Bär oder etwas anderes hier drin und er war kurz davor, zu Tode zerfleischt zu werden, nur um es seinem blöden Bruder zu beweisen. David ging weiter, bis er den Boden nicht mehr vor sich sehen konnte, als das schmale, silberne Licht vom Eingang durch seinen eigenen Körper blockiert wurde. Dann atmete er tief ein.
Noch ein Schritt, und die Dunkelheit würde ihn völlig verschlingen.
„Macht ja nichts, wenn du Angst hast, rief Jonny hinter ihm her. „Dann rufe ich Mama an und sage ihr, dass sie hierherkommen soll, um dich an die Hand zu nehmen!
David biss die Zähne zusammen und machte einen weiteren Schritt nach vorn.
Jetzt war es vollkommen dunkel, so dunkel, dass er überhaupt nichts mehr sehen konnte. Noch ein wenig länger und seine Augen würden sich daran gewöhnen, aber er wollte nicht zögern und Jonny den Eindruck geben, als hätte er den Mut verloren. Und außerdem war hier vielleicht gar kein Bär drin. Vielleicht war es etwas Tolles, wie uralte Felsmalereien oder ein Versteck mit Räubergold oder einfach richtig coole Felsen. David machte drei weitere, entschlossene Schritte nach vorn –
Doch dann blieb sein Fuß an etwas hängen und er fiel zu Boden. Er stieß einen heftigen Schrei aus, als er hinfiel, und landete auf einer Fläche, auf der Felsbrocken verstreut lagen. Sein Knie stieß heftig gegen die flache, harte Steinoberfläche. Er fluchte und betastete es, dann spürte er die Nässe frischen Blutes unter seiner Hand. Na toll. Jetzt hatte er sich am Knie verletzt.
„Davey?, rief Jonny ihm zu. „Was ist passiert?
Jetzt klang er besorgt, der Blödmann. Geschah ihm recht. David dachte kurz daran, das Ganze hinauszuzögern und ihn noch mehr zu beunruhigen, aber sein Knie tat ihm wirklich weh. „Ich bin über einen Felsen oder so etwas gestolpert", rief er zurück. Wahrscheinlich würden sie gleich nach Hause gehen müssen. Was für eine verschwendete Wanderung.
Er blinzelte in die Dunkelheit hinein und versuchte, das Ausmaß seiner Knieverletzung einzuschätzen. Seine Augen gewöhnten sich immer mehr daran, aber er konnte bloß eine dunkle Blutspur erkennen – nicht, wie tief oder schlimm die Wunde wirklich war. Sie tat furchtbar weh. Er musste sie sich draußen im Licht ansehen. Er drehte sich um, da er nicht wieder über dasselbe Ding stolpern wollte, und suchte nach dem lockeren Stein oder Vorsprung, der ihm im Weg gestanden war.
Dann erstarrte er.
Zu seiner Rechten lag eine große Gestalt. Etwas Unbewegliches und Dunkles, etwas, das er in der Finsternis nicht ganz ausmachen konnte. Aber ein Fels war es nicht. Es hatte nicht die spitzen oder flachen Kanten von Gestein.
Es sah aus wie …
David beugte sich vor, blinzelte und versuchte, seine Augen an das Licht zu gewöhnen.
„Oh mein Gott, sagte er, dann schrie er. „Jonny! Hilfe!
„Was ist passiert?, fragte ihn Jonny. Sein Körper blockierte das restliche Licht vor dem Eingang der Höhle. David wurde fast gänzlich in Dunkelheit getaucht, was noch schlimmer war als zuvor. „Davey, wo bist du? Was ist los?
„Hier liegt …, sagte David und schluckte, als er sein letztes Bisschen Mut zusammennahm, um zu antworten. „Jonny – hier liegt eine tote Frau!
1. KAPITEL
Deputy Sheriff Tara Strong atmete tief durch und öffnete die Akte auf dem Tisch.
Hier unten im Archivraum war es still. Der einzige, leicht wackelige Tisch, der in der Ecke des Raumes stand, war klein, aber wenigstens hatte sie hier ihre Ruhe. Sie wusste, dass keiner der anderen Mitarbeiter des Sheriffsamts von Edgar County, darunter der Sheriff selbst, irgendwann heute hier hinunterkommen würden. Es sei denn, ein dringender neuer Fall erreichte sie.
Sie hatte den ganzen Platz für sich allein. Und zugleich war sie alles andere als allein. Das Gewicht der Erinnerungen spähte ihr über die Schulter, saß wie ein Kloß in ihrem Hals und ließ ihren Blick wandern.
VERMISST GEMELDETE PERSON, war oben auf dem ersten Blatt Papier zu lesen. NAME: CASSANDRA STRONG. ALTER: 15.
Tara schluckte und musste ihren Blick abwenden. Sie strich ihr blondes Haar hinter die Ohren, um sie sich aus den Augen zu halten. Die Luft war staubig – die Akte und der dazugehörige Behälter mit Beweismaterial war schon jahrelang nicht mehr benutzt worden, was, wie sie sich selbst einredete, der Grund war, weshalb ihre Augen tränten. Sie waren bloß gereizt, mehr nicht.
Tara biss sich auf die Lippe und las weiter. Die Umstände zum Verschwinden ihrer Schwester vor zehn Jahren waren ihr nicht neu. Sie brauchte die Worte, die auf dem Blatt gedruckt waren, kaum zu lesen, um ihre Erinnerungen zu lenken. Sie konnte die Stimme von Cassie von dieser Nacht hören, die ihr im Kopf herumspukte und ihrer älteren Schwester sagte, dass sie sich mit Freunden treffen wollte. „Ich schleiche mich hinaus ... Maddie trifft sich mit mir unten an der Straße."
Allerdings wusste Tara, wie die Geschichte ausging. Wie Maddie sich gar nicht mit Cassie getroffen hatte. Wie sie am vereinbarten Ort in ihrem Auto gewartet hatte – in ihrem brandneuen Auto, als erste unter allen Freunden von Cassie, die eines bekommen hatten –, Cassie aber nie gesehen hatte. Wie die Ermittlungen darauf hindeuteten, dass Cassie sich vielleicht im Ort des Treffens geirrt hatte, nicht mehr hatte warten wollen und allein zu Fuß zum See gegangen war – und womöglich im Dunklen hineingeraten war, obwohl sie den Grund des Sees geschlämmt und nichts gefunden hatten.
Wie es nur fünf oder zehn Minuten gewesen sein konnten, die sie dort allein gewesen war, bis Maddie sowieso mit dem Auto dorthin gefahren war, sie sich aber nicht begegnet oder überhaupt gesehen hatten. Wie Maddie gedacht hatte, dass ihre Freundin sie im Stich gelassen hatte und erst am nächsten Tag begonnen hatte, sich Sorgen zu machen.
Wie sowohl Tara als auch ihre ältere Schwester Jessy derart am Boden zerstört gewesen waren angesichts des Verlusts, dass sie beide in der Strafverfolgung Arbeit fanden, und doch alle beide nicht den Mut hatten, den Fall selbst wieder zu öffnen.
Tara seufzte und lehnte sich gegen den Stuhl zurück, dann machte sie kurz die Augen zu. Mut war hier das Stichwort. Das alles tat so weh. Sie erinnerte sich an das letzte Mal, das sie ihre Schwester gesehen hatte, wie sie ihr zum Abschied gewunken hatte, kurz bevor sie auf die Straße gelaufen und in der Dunkelheit verschwunden war.
Tara hatte gewusst, dass Cassie sich mit Freunden treffen wollte. Sie hatte sie gehen sehen und ihren Eltern kein Wort gesagt.
Und Cassie war nie zurückgekommen.
Sie wusste zwar nicht, warum, aber sie hatte erwartet, dass die Akte irgendein neues, aufregendes Geheimnis bereithalten würde. Sie war damals siebzehn gewesen, als Cassie verschwunden war, und hatte sich stark an den Suchaktionen beteiligt. Sheriff Braddock hatte sie ausführlich befragt – es war das erste Mal, das sie dem Mann, den sie heute ihren Chef und Mentor nannte, begegnet war. Sie hatte sich den Suchteams angeschlossen, die das Gebiet um den See herum absuchten. Sie hatte ihn gebeten, ihn angefleht, die Suche nicht einzustellen, bis sie schließlich für beendet erklärt worden war. Sie war monatelang selbst jeden Tag dort hingegangen – zunächst, um den Wald im Schatten der Rocky Mountains, das Ufer des großen Sees und alle kleinen Seen dahinter, die Campingplätze und die Höhlen abzusuchen. Später würde sie den See nur ansehen und in Tränen ausbrechen.
Draußen vor der Tür hörte sie Geräusche, woraufhin Tara sich kurz schnäuzte, sich mit den Händen über das Gesicht wischte und die Akte vor ihr zuschlug. Gerade als sie sie weglegen und ihre Recherche verbergen wollte, ging die Tür auf.
Sie wollte nicht, dass Sheriff Braddock wusste, dass sie sich den Fall erneut vornahm – noch nicht. Sie wollte ihn nicht verletzen mit dem implizierten Vorwurf, er hätte nicht gut genug daran gearbeitet, selbst wenn die Möglichkeit bestand, dass dies der Fall war. Er hatte in all den Jahren seitdem zu viel für sie getan.
„Tara? Bist du da drin?"
Tara räusperte sich, als sie die Akte zurück in die Schachtel legte, und glättete ihr Haar ein letztes Mal zur Sicherheit. „Hey Glenn."
Ihr Partner trat hinter den Regalen hervor, die mit Akten vollstanden. Die meisten Schachteln mit Beweismaterial waren recht leer, und fast alle von ihnen waren staubig. Hier gab es keine großen Fälle, zumindest meistens nicht. Abgesehen von Cassies Verschwinden und dem Mörder, der vor kurzem sein Unwesen im Gebiet der Seen getrieben hatte. Doch der war nun weg – der Fall gelöst.
Glenn warf ihr einen besorgten Blick zu. Seine sanften, braunen Augen sahen im grellen, gelben Licht der Glühbirne über ihnen strenger aus, und sein lockiges, verworrenes, braunes Haar warf Schatten über sein Gesicht. „Was machst du denn hier unten ganz allein?", fragte er.
Tara zuckte mit den Schultern. „Ich räume bloß ein wenig auf", sagte sie. Sie wollte nicht erwähnen, an welchem Fall genau sie arbeitete.
„Ach so. Na ja, der Sheriff will uns sehen, sagte Glenn. „Sieht so aus, als hätten wir einen Fall.
Taras Augenbrauen schossen hoch, ihr Herz fing an, laut zu pochen. Früher hatte sie sich gewünscht, dass in ihrer Kleinstadt Wyatt oder dem umliegenden Bezirk ein wenig mehr los war. Aber seit dem letzten Fall und mit den Gedanken an ihrer Schwester, die ihr im Kopf herumspukten, hoffte sie, dass es nichts Ernstes war. „Was für ein Fall?", fragte sie.
„Irgendjemand hat eine Leiche gefunden, sagte Glenn finster. Er deutete mit dem Kopf zur Tür. „Komm schon. Wir müssen zum Berghang fahren.
***
Tara schaute sich in alle Richtungen um, als Glenn das Auto neben der Stelle parkte, an der sich der Pfad verengte. Er musste vorsichtig vorgehen, um neben dem Wagen des Sheriffs und dem anderen Streifenwagen, der bereits da war, Platz zu finden. „Wer kommt noch dazu?", fragte sie.
„Collins und Bryant", sagte Glenn und nannte zwei andere Deputies, die mit ihnen zusammenarbeiteten. Es stand Tara zwar nicht wirklich zu, es zu sagen, und sie hasste es, schlecht über ihre Kollegen zu reden, aber sie waren nicht gerade das Beste, was der Bezirk zu bieten hatte. Collins war ein älterer Herr, der bereits sein halbes Leben als Deputy gedient hatte und nie den Willen oder die Fähigkeit gezeigt hatte, seine Karriere weiter voranzutreiben. Bryant war quasi ein Anfänger und war erst an ein paar Fällen beteiligt gewesen.
Eines war jedenfalls klar: Glenn und sie würden die treibende Kraft hinter den Ermittlungen sein, es sei denn der Sheriff übernahm selbst die Führung. Tara stieg mit einer neu gewonnenen Dringlichkeit aus dem Auto aus, bereit, den Fall mit all seinen Einzelheiten in Angriff zu nehmen.
„Wie weit ist es von hier?", fragte Tara und schaute zum Pfad hinauf. Sie konnte niemanden sehen – weder den Sheriff noch Collins oder Bryant, und auch keine Zeugen. Von ihrem Standpunkt aus konnte sie niemanden außer Glenn sehen.
Glenn richtete seinen Gürtel und zog ihn etwa einen Zentimeter am Rumpf hoch, dann schaute er zum Pfad hinauf. „Der Sheriff meinte, wir müssten schon ein wenig gehen, antwortete er. Er warf Tara einen leicht verschmitzten Blick zu. „Möchtest du hier eben warten, bis wir zu dir herunterkommen?
Tara spöttelte. „Das schaffe ich schon."
„Wirklich?, fragte Glenn mit einem Grinsen. „Wenn es zu weit für dich ist, verstehen wir das natürlich.
Tara tat so, als wollte sie nach ihm schlagen. „Komm schon", sagte sie. Die Sonne stand hoch am Himmel und das Augustwetter war entsprechend warm. Es würde eine ungemütliche Wanderung den schlängelnden Pfad am Berghang hinauf werden, wenn sie mehr als zehn Minuten dafür brauchen würden, was Tara stark annahm.
„Hat der Sheriff dir sonst noch etwas erzählt?", fragte Tara, zum einen, weil sie sich informieren wollte, zum anderen, weil sie damit angeben wollte, dass sie gar nicht außer Atem war. Der Pfad war nicht allzu steil, aber sie mussten aufpassen, dass sie nicht über lockere Steine und Felsen stolperten.
„Nein, ich habe nur den Anruf erhalten, dass wir hier hinauffahren sollen, und habe dich dann so schnell wie möglich geholt, sagte Glenn. „Ein Krankenwagen ist aber nicht da, also ist die Sache wohl eindeutig. Keine Rettung möglich.
„Oder die Leiche ist schon älter, sagte Tara. Sie schirmte sich mit der Hand die Augen ab und schaute hinauf. Am Himmel war auch kein Hubschrauber zu sehen. Das wäre die andere Option für eine Bergrettung gewesen, und da der Boden hier derart uneben war, wären sie höchstwahrscheinlich in der Luft gewesen, um jemanden zum Bezirkskrankenhaus zu fliegen. „Vielleicht ist es ja eine unserer vermisst gemeldeten Personen.
„Schon möglich, stimmte Glenn hinter ihr zu. Er hatte sich instinktiv auf dem schmalen Pfad hinter sie eingereiht, um ihr die Führung zu überlassen. „Wie viele offene Fälle haben wir denn hier oben?
„Vier oder fünf, würde ich sagen, schätzte Tara. „Ganz sicher bin ich mir nicht. Dafür müsste ich mir die Akten vornehmen. In den letzten Jahren gab es nur eine Handvoll Personen, die nicht gefunden wurden.
Sie beide konnten sich die wahrscheinlichsten Todesursachen aus dem Stehgreif vorstellen. Wenn man in Edgar County im Schatten der Berge lebte, war man sie gewöhnt. Es gab Angriffe von Bären und Berglöwen, Schlangenbisse und jene, die das Pech hatten, in Schluchten oder Höhlen hinunterzufallen. Durch Tierangriffe verursachte Tode kamen zwar selten vor, aber die Verletzungen konnten andere Faktoren komplizierter machen – und die Furcht konnte Menschen dazu treiben, merkwürdige und gefährliche Dinge zu tun, wie vor Bären wegzurennen, ohne mit dem Gelände vertraut zu sein.
Ältere oder unerfahrene Wanderer konnten ihre Fähigkeiten überschätzen und steckenbleiben. In der Nacht konnte es zu gewissen Jahreszeiten eiskalt werden, und wilde Tiere konnten dies noch gefährlicher machen. Viele Menschen, die sich verirrten oder in der Not die Nacht draußen verbringen mussten, kamen nicht wieder hinunter. Flüssigkeitsmangel, Verletzungen oder Tod durch einen Sturz, Herzstillstand, Blitzeinschläge in höheren Lagen, Selbstmorde – das waren die fünf häufigsten Gründe für all die Fälle, die im Sheriffsamt von Edgar County landeten.
„Das werden wir wohl schon bald herausfinden, sagte Glenn. „Hey, hast du schon mit deiner Schwester gesprochen?
Tara stöhnte. „Nein", sagte sie. Ihre Wanderung würde wohl lange genug
