Die Schönheit unserer Welt entdecken: Lob der Schöpfung, Lied der Erde
Von Anselm Grün und Rudolf Walter (Editor)
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Über dieses E-Book
Anselm Grün
Anselm Grün, Dr. theol., geb. 1945, Mönch der Benediktinerabtei Münsterschwarzach, geistlicher Begleiter und Kursleiter in Meditation, Fasten, Kontemplation und tiefenpsychologischer Auslegung von Träumen. Seine Bücher zu Spiritualität und Lebenskunst sind weltweite Bestseller – in über 30 Sprachen.Sein einfach-leben-Brief begeistert monatlich zahlreiche Leser (www.einfachlebenbrief.de).
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Buchvorschau
Die Schönheit unserer Welt entdecken - Anselm Grün
Wundern, Staunen, Ehrfurcht
Ein Mensch, der sich nicht wundern kann,
der nicht ständig staunt
oder nicht ständig anbetet –
und wäre er auch Präsident zahlreicher
königlicher Akademien
und hätte er die großen Entdeckungen aller
Laboratorien
und Observatorien in seinem Kopfe gespeichert –
ist nichts anderes als ein paar Brillengläser,
hinter denen sich keine Augen befinden.
THOMAS CARLYLE (1795–1881)
Thomas Carlyle, der schottische Essayist aus der Epoche der Romantik, verlangt vom Menschen drei Haltungen, damit er sich wirklich als Mensch verstehen kann: sich wundern, staunen und anbeten. Die Schöpfung zeigt uns so viele Wunder der Schönheit. Doch wir nehmen sie für selbstverständlich.
Da braucht es die Haltung, sich wundern können über die vielen Wunder, die Gott uns in der Natur immer wieder erleben lässt: das Wunder der Schönheit einer Blume, das Wunder der Fülle und zugleich Kraft eines Wasserfalls, das Wunder eines hohen Berges mit seiner einmaligen Gestalt, die sich jetzt schon über Jahrtausende den Menschen zeigt.
Die zweite Haltung ist das Staunen. Das Wort „staunen hängt mit „stauen
zusammen. Stauen bedeutet: den Fluss hemmen, stehen bleiben. Staunen kann man nicht im Vorbeigehen. Da muss man stehen bleiben, still werden, um das zu bestaunen, was sich uns in der Natur anbietet. Wir staunen über den Fleiß der Ameise, über das Zusammenwirken der Bienen, aber auch über die Kraft eines Stieres.
Die dritte Haltung ist die Anbetung. Das ist ein religiöser Ausdruck. Wir beten Gott an, der so groß und allmächtig ist, vor dem wir anbetend schweigen, weil uns die Worte fehlen, das Unbegreifliche zu beschreiben. Anbeten heißt: ganz und gar auf Gott schauen und sich selbst dabei vergessen.
Wenn wir aufhören, um uns selbst zu kreisen, ständig unsere Befindlichkeit zu beobachten, sondern uns vergessen, dann erleben wir uns wahrhaft frei. Für Georges Bernanos besteht die Gnade aller Gnaden darin, sich selbst vergessen zu können. Das Paradox besteht darin, dass wir gerade dann, wenn wir uns selbst vergessen, ganz wir selbst sind. In der achtsamen, staunenden Begegnung mit der unbegreiflichen Dimension der Schöpfung kann dies gelingen.
Sinnvoll und schön
Gott,
du nimmst den Zeichenstift – und die Linien
tanzen.
Du spielst die Flöte – und die Töne schimmern.
Du bewegst den Pinsel – und die Farben singen.
So wird alles sinnvoll und schön jenseits
der Zeit, in dem Raum, der du bist.
Wie könnte ich irgendetwas zurückhalten
von dir?
DAG HAMMARSKJÖLD (1905–1961)
Dag Hammarskjöld war als Generalsekretär der Vereinten Nationen ein überragender Diplomat, und ein integrer Friedensbringer. Aber neben seinem politischen Handeln erkannten viele nach seinem gewaltsamen und bis heute ungeklärten Tod, dass er ein Mystiker war, der sich auch für seine persönliche Lebensgestaltung zeitlebens mit den Traditionen der Religionen auseinandersetzte. In einer oft aphoristisch verdichteten Prosa hat er in den Aufzeichnungen „Zeichen am Weg", die 1963 veröffentlicht wurden, sein Leben als Ort der Verantwortung verstanden. Sein ganzes Streben war, sich Gott zu öffnen und sich von Gottes Geist durchdringen zu lassen. In den Zeilen über Gottes Zeichenstift wird spürbar, dass er die Welt mit anderen Augen angeschaut hat. Hinter allen schönen Farben der Natur sah er Gott, der diese Farben geschaffen hat. Hinter all den wunderbaren Tönen ist es Gott, der das Instrument spielt. Die Schöpfung ist für ihn von Gott erfüllt. Aber zugleich verweist sie ihn auf den Raum jenseits aller Zeit, auf den Raum, in den uns Gott im Tod einlädt. In diesem Raum werden wir die Schönheit der Farben und der Töne auf neue Weise erleben und in dieser Erfahrung auch unser eigenes Dasein als sinnvoll erfahren.
Wem gehört die Erde?
Wem gehört die Erde?
Wem gehören Erz und Öl?
Wer kettet die Menschen
an schwere Waffen
und handelt behende
das Gleichgewicht aus?
Die Händler haben
das Sagen. Warum?
Heilig ist ihnen nur ihre Habe,
die Macht und der Friede,
solange er nützt.
In Banken und Börsen
hört man sie beten,
in Angstträumen sprechen
die Glücksvermehrungslitanei,
das Mater Unser der Ökonomie.
Der im Himmel wohnt,
kann wunderbar spotten,
der lacht, wenn er will,
diese Weltherren kaputt.
Er weckt zum Leben, wen er will.
Er gibt zum Leben, was er will.
Die sich bergen an ihm,
können glücklich sein.
ARNIM JUHRE (1925–2015)
Für den Dichter und Verfasser geistlicher Lieder Arnim Juhre war die Bewahrung der Schöpfung ein großes Anliegen. In vielen seiner Gedichte kommt er auf dieses Thema zu sprechen. So auch in dem Gedicht, das eine ganz grundlegende Frage stellt: „Wem gehört die Erde? Der Autor kennt die Bedrohung unserer Welt, er weiß um die Erkenntnisse der Ökologie und ist doch ganz in der christlichen Tradition beheimatet. So erkennen wir auch in diesem Gedicht Anklänge an die Sprache der Psalmen. Schon die erste Frage erinnert an Psalm 24,1: „Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt.
Nachdem Juhre die Herrschaft der Händler beschrieben hat, die die Erde ausbeuten und nur auf ökonomischen Gewinn aus sind, und von ihrer „Glücksvermehrungslitanei als ihrer einzigen Form zu beten gesprochen hat, spricht er vom Lachen und Spotten Gottes über diese Menschen, die meinen, sie hätten alles in der Hand. Hier steht Psalm 2,4 im Hintergrund: „Doch er, der im Himmel thront, lacht, der Herr verspottet sie.
Und dann schildert er Gott als den, dem die Erde gehört. Gott weckt zum Leben, wen er will. Das Leben ist in der Hand Gottes und nicht in der Hand der Händler. Juhre schließt mit dem trostvollen Wort: „Die sich bergen bei ihm, können glücklich sein."
Arnim Juhre hat viele seiner Gedichte auch für den Gemeindegesang geschrieben. Aber seine Lieder sind keine Triumphlieder, sondern Lieder des Suchens inmitten einer Welt, in der Gott immer weniger vorkommt. So mahnt er die, die seine Lieder im Gottesdienst singen; „Sing nicht so schnell dein Glaubenslied. Sing nicht so laut, so grell." Wir sollen in aller Ehrlichkeit und Offenheit die Welt anschauen, so wie sie ist. Und wir dürfen uns unsere eigenen Zweifel eingestehen. Erst dann können wir unsere Glaubenslieder singen und unser Vertrauen ausdrücken, dass wir angesichts dieser von bloß ökonomischen Maßstäben beherrschten Welt bei Gott geborgen sind. Und dann geben das Gedicht und das Lied uns die Hoffnung: dass diese Welt auch für künftige Generationen Heimat sein
