Kleiner Didaktikus: Eine Einführung in Lehr- und Lernprozesse Grundlagen
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Über dieses E-Book
Das gleiche Problem mit dem Fehlen von ausgebildetem pädagogischem Personal gibt es in vielen Unternehmen, kommunalen und staatlichen Einrichtungen für die Ausbildung und Betreuung von Lehrlingen und Auszubildenden. Erfahrene Fachkräfte müssen dann Aufgaben als Ausbilder, Lehrfacharbeiter, Mentoren oder Coaches übernehmen, die für sie neu sind und die eine höhere Verantwortung bedeuten.
In dieser Situation ist es nötig, dem betroffenen Personenkreis ein leicht verständliches, logisch strukturiertes und wissenschaftlich begründetes Studien- und Nachlesematerial in der Anfangsphase der pädagogischen Tätigkeit zur Verfügung zu stellen.
Selbstverständlich kann das hier vorgelegte Handbuch keine gediegene pädagogische Aus- und Weiterbildung ersetzen. Es soll eine erste Hilfe für das begriffliche Verständnis der neuen Aufgaben sein, ohne bereits sogenannte moderne didaktisch-methodische Vorgehensweisen auch unter dem Einfluss digitaler Medien vorzustellen und zu diskutieren.
Mit dem "Kleinen Didaktikus" will der Autor einen kurzen Einblick in die didaktische Struktur des Lehr- und Lernprozesses geben und eigene Erfahrungen aus einer über 50jährigen Lehr- und Forschungsarbeit vermitteln.
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Buchvorschau
Kleiner Didaktikus - Hans Joachim Dr. habil. Buggenhagen
ITF
Innovationstransfer- und Forschungsinstitut
Schwerin e.V.
Gutenbergstr. 1
19061 Schwerin
E-Mail: buggenhagen@itf-schwerin.de
Internet: www.itf-schwerin.de
Vorbemerkungen
Das vorliegende Handbuch soll eine praktische Hilfe und Anleitung insbesondere für frei- und nebenberufliche Lehrkräfte, Dozenten und Trainer für die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Lehr- und Lernprozessen sein.
Die Aktualität des Handbuches ergibt sich aus der Tatsache, dass
immer häufiger Fachkräfte aus den verschiedensten Bereichen der Wissenschaft, der Wirtschaft und Technik in allgemeinbildenden Schulen, Beruflichen Schulen oder in der beruflichen Aus- und Weiterbildung als Lehrkräfte, Betreuer, Mentoren, Tutoren oder gegenwärtig als „Seiteneinsteiger" ohne eine pädagogische Ausbildung tätig werden,
die Verantwortlichen und Vorgesetzten häufig aus Kompetenz- und/oder Zeitgründen selbst nicht in der Lage sind, die nebenberuflichen oder neuen Mitarbeiter in der Anfangsphase ihrer pädagogischen Tätigkeit entsprechend zu unterstützen,
gegenwärtig kaum ein praktikables und didaktisch vereinfachtes Handmaterial für den o.g. Personenkreis zur Verfügung steht.
Auf die Diskussionen von theoretischen Grundpositionen zum Bildungs- und Erziehungsprozess im Allgemeinen wurde bewusst verzichtet.
Einige Grundsätze seien vorangestellt:
Jeder Vermittlungsprozess durch den Lehrenden ist aus der Sicht der Aneignung von Inhalten durch den Lernenden zu gestalten, wenn dieser zielgerichtet und motiviert lernen und arbeiten soll. Dabei steht immer der Lernende im Mittelpunkt und der Lehrende tritt in den Hintergrund. Der Lernende eignet sich Wissen, Können und Kompetenzen durch selbstständiges aktives Handeln an.
Im Mittelpunk der Ausführungen steht die Handlungsorientierung für den Lernenden. Die Handlungsorientierung selbst ist keine Methode, sondern ein übergreifender didaktischer Ansatz, der für viele methodische Gestaltungsmöglichkeiten offen ist.
Der Erfolg in der pädagogischen Arbeit wird im Wesentlichen vom methodischen Vorgehen der Lehrenden und Lernende bestimmt. Daher steht dieser Aspekt im Zentrum vieler Ausführungen und Beispiele.
Die Didaktik befasst sich begrifflich ganz allgemein mit der Gestaltung von Vermittlungs- und Aneignungsprozessen, also Lehr- und Lernprozessen.
Die Bezeichnung des Handbuches als „Kleiner Didaktikus", soll darauf hinweisen, dass es sich nur um eine kurze Einführung in wesentlich komplexer zu betrachtende Prozesse handelt.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in dem Handbuch allgemeine und eher konservative Grundlagen bereitgestellt werden und modernere methodische Lösungen nicht aufgenommen wurden.
1 Einführung
Im Rahmen dieser Handreichung werden einige Begriffe verwendet, die den Ausführungen vorangestellt werden.
Die Didaktik ist neben der Allgemeinen Pädagogik, der Historischen Pädagogik und der Vergleichenden Pädagogik eine Fachdisziplin der Pädagogik, die sich mit der Theorie und Praxis der Lehr- und Lernprozesse beschäftigt.
Sie wird auch als Lehre vom Lehren und Lernen oder als Lehrkunst bezeichnet.
Als Grundlage der Analyse und Planung der Lehr- und Lernprozesse beschäftigt sie sich mit den didaktischen Konzepten. Der Gegenstand der Didaktik reicht über den „Unterricht" hinaus und berücksichtigt u. a. die Selbstlernprozesse, das tätigkeitsintegrierte Lernen und das selbstgesteuerte Lernen.
Neben der allgemeinen Didaktik gibt es für die einzelnen Lehrfachgebiete spezielle Methodiken, die auch oftmals als Fachdidaktik bezeichnet werden.
Während sich die Didaktik mit der Theorie und Praxis der Lehr- und Lernprozesse beschäftigt,
ist die Methodik die Lehre von den Methoden, die zum Erreichen vorgegebener Ziele in den Lern- und Lehrprozessen eingesetzt werden. Die Methodik ist ein Teil der Didaktik.
Verkürzt und vereinfacht formuliert ist die
Didaktik die Lehre vom WAS und die
Methodik die Lehre vom WIE der Vermittlung und Aneignung unter Beachtung der Besonderheiten der einzelnen Fachgebiete (wie Sprachen, Mathematik, Naturwissenschaften, Musik oder Sport)
Grundsätzlich gilt für die Didaktik und Methodik gleichermaßen:
Die Lehrenden müssen den Lernenden nicht nur das Wissen, sondern auch die Methoden und Techniken zur Erreichung des Zieles im Lernprozess vermitteln. Die Lehrenden müssen daher das Lehren lernen und das Lernen lehren.
Der Didaktik liegen Prinzipien zu Grunde, die für alle Methodiken gelten und daher einen gewissen verbindlichen Charakter für alle Lehr- und Lernprozesse haben. Zu der Anzahl der didaktischen Prinzipien gibt es unterschiedliche Auffassungen.
Die Wesentlichsten sind
• das Prinzip der Wissenschaftlichkeit,
• das Prinzip der Aktivität und Bewusstheit,
• das Prinzip der schöpferischen Tätigkeit,
• das Prinzip der Verbindung von Theorie und Praxis,
• das Prinzip der Anschaulichkeit,
• das Prinzip der Systematik,
• das Prinzip der Fasslichkeit und
• das Prinzip der bleibenden Aneignung.
Eine andere Systematik geht von folgenden Prinzipien aus, auf die hier kurz eingegangen werden soll
Prinzip der ethischen Verantwortung
Bei der Bereitstellung und Aufbereitung von Inhalten ist zu berücksichtigen, dass allen Lernenden zu jedem Zeitpunkt die Konsequenzen ihres Handelns bewusst gemacht werden. Das betrifft besonders die positiven und negativen Wirkungen ihres Handelns auf Mensch, Gesellschaft und Umwelt einschließlich der Neben- und Folgewirkungen. Dabei gewinnen die Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung zunehmend an Bedeutung.
Prinzip der Wissenschaftlichkeit
Das Wissen, das von den Lernenden erworben werden soll, muss nicht im vollen Umfang den neuesten und umfassenden Stand der Wissenschaft und Technik entsprechen. Aber es muss didaktisch aufbereitet werden und darf dem Stand der Wissenschaft und Technik nicht widersprechen. Eine wissenschaftliche Idealisierung ist erlaubt.
Prinzip der Aktivität und Bewusstheit
Beim Erwerben von Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz ist zu beachten, dass ohne eigene Aktivität der Lernenden nur schwer eine Bewusstheit über das Wesen der gegebenen Informationen zu erreichen ist. Andererseits ist keine Aktivität ohne Bewusstheit über Ziel und Sinn der Aktivitäten zu erreichen. Geschickte Fragetechniken (Sokratische Methode, Mäeutik) können die eigene Aktivität der Lernenden fördern.
Prinzip der schöpferischen Tätigkeit
Dem Lernenden ist, ausgehend von dem Lernziel und der gegebenen Lernsituation, der Lernweg bewusst zu machen. Der Lernende ist zu befähigen, den Lern- und Arbeitsprozess selbst schöpferisch zu gestalten. Der Lernende benötigt die dazu erforderliche Methodenkompetenz.
Prinzip der Verbindung von Theorie und Praxis
Die zu erwerbende Fach- und Methodenkompetenz ist durch Kenntnisse über die jeweils
