"Alexa, ich mach Schluss mit dir": Raus aus der Amazon-Beziehungsfalle
()
Über dieses E-Book
Die Hersteller von qualitativen Waren werden ökonomisch ausgepresst, kopiert (Amazon produziert dann gleich günstiger selber) und die
Konzentration auf allen Ebenen nimmt unaufhörlich zu. Und noch schlimmer: Alexa hört weltweit in allen Wohnstuben alles mit, auch die intimsten Informationen über uns kennt der weltweit größte Händler – und könnte heute schon entscheiden, was er uns morgen verkaufen will – noch fragt er uns vorher, aber bald kommt es von selber bei uns an. Amazon weiß ja auch, was wir gerne lesen und so rund um die Uhr auf unseren Amazon-Bildschirmen schauen, und wo wir dann das Buch aus Langeweile zuschlagen – da lässt man doch gleich leichter verdaubares schreiben und liefert dies an den inzwischen vollkommen unmündigen Konsumenten. Da hilft nur zu sagen "Schnauze, Alexa"!
Ähnlich wie "Alexa, ich mach Schluss mit dir"
Ähnliche E-Books
Wie digital wollen wir leben?: Die wichtigste Entscheidung für unsere Zukunft Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungeninnovare: Wie neue Ideen entstehen und zu Produkten werden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen30 Minuten Digitalisierung erfolgreich nutzen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGegenStandpunkt 3-19: Politische Vierteljahreszeitschrift Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIT und Gesellschaft: Gesellschaft Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDigitalisierung als Distributivkraft: Über das Neue am digitalen Kapitalismus Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLet's change a running system: Transformationswege in eine nachhaltige Wirtschaft Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer gesteuerte Mensch?: Digitalpakt Bildung – eine Kritik Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRadikale Veränderung fängt bei dir selbst an!: Wie wichtig Psychologie ist, um Veränderung zu erreichen. Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSteuern wir auf ein neues Mittelalter zu?: Über den digitalen Wandel Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie neue Seidenstraße: Digitalisierung und strategische Herausforderungen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDigital: Wie Computer denken Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas digitale Wirtschaftswunder: Österreichs Weg aus der Krise Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWirtschaftskriege: Geschichte und Gegenwart Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKreative PR Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie digitale Achillesferse: Wie mittelständische Unternehmen Chancen der Digitalisierung konkret nutzen können - Ein Praxisleitfaden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Entstehung des modernen Konsums: Entwicklungslinien von 1750 bis heute Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTransformationale Produkte: Der Code von digitalen Produkten, die unseren Alltag erobern und die Wirtschaft revolutionieren Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFrank Thelen – Die Autobiografie: Startup-DNA – Hinfallen, aufstehen, die Welt verändern Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFuture Pics: Ausblicke in unsere neue Lebens- und Arbeitswelt. Ein Zukunftsszenario in 10 Storys Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVision Quanten-Internet: Ultraschnell und hackersicher Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMagistri valete wir fahr´n in die Welt: Erzählte Schulzeit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Drucker: Eine Dystopie über Digitalisierung und 3D-Druck aus dem Jahr 2040 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAdaptiver Konformer Flügel: Keine Klappen mehr, die Flugzeugflügelform verändert sich jetzt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMedien, Netz und Öffentlichkeit: Impulse für die digitale Gesellschaft Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSo gelingt digitale Transformation! Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDigital Fix - Fix Digital: Wie wir die digitale Welt von Grund auf erneuern können Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHow soon is now: Wie lange wollen wir noch warten? Ein Manifest gegen die Apokalypse Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDisruption: Neuvermessung einer ver-rückten Welt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Öffentliche Ordnung für Sie
Der Defizit-Mythos: Die Modern Monetary Theory und die Gestaltung einer besseren Wirtschaft Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWissenschaft al dente Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Werte lernen und leben: Theorie und Praxis der Wertebildung in Deutschland Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAuf dem Weg zu einer Neuen Aufklärung: Ein Plädoyer für zukunftsorientierte Geisteswissenschaften Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Narrativ vom »großen Austausch«: Rassismus, Sexismus und Antifeminismus im neurechten Untergangsmythos Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHelmut Schmidt: Ein Jahrhundertleben Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Großerzählungen des Extremen: Neue Rechte, Populismus, Islamismus, War on Terror Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNeue Wörter im Duden: von 1880 bis heute Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer freie Markt und seine Feinde Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Welt der Commons: Muster gemeinsamen Handelns Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSöhne und Weltmacht: Terror im Aufstieg und Fall der Nationen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchwarz wird großgeschrieben Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWir informieren uns zu Tode: Ein Befreiungsversuch für verwickelte Gehirne Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenErnstfall für Deutschland: Ein Handbuch gegen den Krieg Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas empathische Gen: Humanität, das Gute und die Bestimmung des Menschen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDigitales Verderben: Wie Pornografie uns und unsere Kinder verändert Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVom Raum aus die Stadt denken: Grundlagen einer raumtheoretischen Stadtsoziologie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGeheimsache Italien: Politik - Geld - Verbrechen | Einleitung von Peter Kammerer Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLeichen lügen nicht: Fälle und Fakten aus der Gerichtsmedizin Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Bibel verstehen: Hinführung zum Buch der Bücher Bewertung: 3 von 5 Sternen3/5Wir Kinder der Kriegskinder: Die Generation im Schatten des Zweiten Weltkriegs Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Liebe, Sex & Sozialismus: Vom intimen Leben in der DDR Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNudge von Cass R. Sunstein und Richard H. Thaler (Zusammenfassung & Analyse): Wie man kluge Entscheidungen anstößt Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Eden Culture: Ökologie des Herzens für ein neues Morgen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenErnährung. Genuss – Gesundheit – Geschäft: Begleitbuch zum hr-iNFO Funkkolleg Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas zweite konvivialistische Manifest: Für eine post-neoliberale Welt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDemokratie fehlt Begegnung: Über Alltagsorte des sozialen Zusammenhalts Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Rezensionen für "Alexa, ich mach Schluss mit dir"
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
"Alexa, ich mach Schluss mit dir" - Johannes Bröckers
Digital Distancing
Ich bin in den letzten Wochen tatsächlich ein paar Mal gefragt worden, ob es für mich persönlich – von wegen »Schnauze, Alexa!« – denn nicht besonders ärgerlich sei, dass nun ausgerechnet Amazon und mein Spezialfreund Jeff Bezos zu den großen Corona-Krisengewinnern zählen. Ärgern ist dafür kein Ausdruck und ein eher schwacher Begriff. Was, bitte schön soll man von einem Menschen halten, der sein Unternehmen, das gerade seinen 25. Geburtstag gefeiert hat, ursprünglich mal Relentless nennen wollte: also erbarmungs- oder gnadenlos. Das sagt so einiges über Bezos und beschreibt im Kern die Unternehmensphilosophie von Amazon: Gnadenlos gegenüber dem Wettbewerb, gnadenlos zu den eigenen Mitarbeitern und letztlich auch erbarmungslos in Bezug auf uns Konsumenten, selbst wenn für Amazon laut Selbstaussage die Kundenzufriedenheit an erster Stelle steht – was ja außerdem viel besser klingt.
Warum es nicht ausreicht, sich bloß zu ärgern, können die folgenden Zahlen verdeutlichen: Eine kürzlich von Americans for Tax Fairness und dem Institute for Policy Studies vorgelegte Studie hat die Vermögenszuwächse von Amerikas Milliardären während des Corona-Lockdowns untersucht. Danach konnte sich Amerikas Geldelite von Mitte März bis Mitte Mai 2020 über einen Vermögenszuwachs von 434 Milliarden Dollar freuen. Alleine die Top Five machten ein Plus von 75,5 Milliarden Dollar und natürlich steht auch in diesem Ranking Jeff Bezos auf Platz eins (vor Bill Gates und Marc Zuckerberg) – mit einem Vermögenszuwachs von 35 Milliarden. Von Mitte März bis Anfang Juli verzeichnete das Unternehmen Amazon einen Wertzuwachs von 702 Milliarden Dollar.¹ Und stimmen die Berechnungen von Comparisun, dann könnte Jeff Bezos schon 2026 der erste Billionär der Menschheitsgeschichte werden: 1 000 000 000 000 Dollar – so viel haben 2013 ungefähr alle Arbeitnehmer in Deutschland zusammen verdient. Ärgerlich? Nein, obszön! Denn während Bezos & Co. sich ihre Taschen mit für Normalsterbliche absurden Summen vollstopften, starben in den USA zur gleichen Zeit Zehntausende am Virus, mehr als 30 Millionen Amerikaner verloren ihren Job und den meisten von ihnen wird in den kommenden Wochen eine Räumungsklage wegen nicht bezahlter Mieten oder Kredite ins Haus flattern.
Anfang März veröffentlichte Bezos einen rührenden Brief an seine Amazonier. Darin schreibt er: »Wir erbringen Menschen auf der ganzen Welt einen wesentlichen Dienst, besonders denen, die am verwundbarsten sind, wie etwa Senioren. Menschen, die sich auf uns verlassen. Ich stehe nicht allein mit meiner Dankbarkeit für die Arbeit, die Sie leisten. Ich habe Hunderte Nachrichten von Kunden erhalten und in den sozialen Medien gelesen, in denen sie Ihnen allen danken.« Und weiter heißt es: »Es gibt kein Benutzerhandbuch dafür, wie man sich zu Krisenzeiten wie diesen fühlen soll, und ich weiß, dass es für Sie alle viel Stress bedeutet. Meine Liste an Sorgen ist – sicherlich wie Ihre auch – sehr lang: Von meinen eigenen Kindern und Eltern, Familie und Freunden reicht sie bis zu Ihrer Sicherheit, meinen Kollegen und Kolleginnen und zu denen, die sehr krank sind, und letztlich auch bis hin zu den wirtschaftlichen Folgen. Bitte kümmern Sie sich um sich selbst und Ihre Lieben. Ich weiß sicher, dass wir diese Zeit überstehen werden, gemeinsam.« Bei diesen warmen Worten könnte einem ja glatt das Herz aufgehen. Nur leider sprechen Jeffs Taten dann doch eine deutlich andere Sprache. Während Bezos sein Vermögen von März bis Juli 2020 um über 70 Milliarden steigern konnte, gestand er seinen Mitarbeitern in den Logistikzentren einen Corona-Bonus von zwei Dollar pro Stunde zu, der aber auch Ende Mai schon wieder auslief. Kritische Mitarbeiterinnen wie Emily Cunningham oder Maren Costa, die schon häufiger Amazons mangelndes Engagement für den Klimaschutz kritisiert hatten und bessere Corona-Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen forderten, wurden gefeuert, obwohl sich an 74 US-Logistikstandorten Mitarbeiter infiziert hatten.² Wegen mangelnder Schutzmaßnahmen mussten per Gerichtsbeschluss die Amazon Logistikzentren in Frankreich für vier Wochen schließen und auch in Deutschland kam es an den Standorten in Winsen, Bad Hersfeld und Pforzheim zu zahlreichen Infektionen. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, die seit Jahren mit Amazon einen bisher vergeblichen Kampf um Tarifverträge führt,
