Der Whippet: Ernährung, Erziehung, Training, Charakter und vieles mehr über den Windhund
Von Roland Berger
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Über dieses E-Book
Ein Windhund ist geboren, um zu laufen. Das sollten Sie bei der Haltung eines solchen unbedingt berücksichtigen. Dieser Ratgeber ist darauf ausgerichtet, Ihnen den Umgang mit einem Whippet so leicht wie möglich zu machen und Ihnen Tipps, Ratschläge, aber auch Vorschläge für seine Beschäftigung an die Hand zu geben.
Der Inhalt des Buchs ist deswegen folgender:
- Die Geschichte zum Windhund
- Charakter und Wesen des Whippets
- Ernährung, Haltung und Erziehung
- Wichtige Krankheiten erkennen
- Sinvolle Beschäftigung
- Verbände und Vereine für Windhunde
Die viele Informationen haben Ihnen hoffentlich geholfen, eine Entscheidung für oder gegen einen Whippet zu treffen. Viel Spaß beim Lesen, Stöbern und Lernen.
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Buchvorschau
Der Whippet - Roland Berger
Die Historie des Windhundes
Um einen Windhund halten zu können, sollten Sie in erster Linie auch darüber Bescheid wissen, warum es diese Rasse überhaupt gibt und wofür sie einstmals gezüchtet wurde. Nur dann können Sie Verständnis für diese einmalige Rasse aufbringen, denn sie hat in vielen Situationen ihre Eigenart und sollte nicht mit anderen Hunderassen „über einen Kamm geschert werden".
Schon in frühesten menschlichen Kulturen wurden Windhunde gehalten, um bei der Jagd auf Wild dem Menschen hilfreich zur Seite zu stehen. Sie sollten in der Lage sein, dem Wild zu folgen. Also mussten sie so schnell sein, dass sie dieses einholen und erlegen konnten, um so dem Menschen bei der Erbeutung seiner Nahrung zu helfen. Auch das Überleben der frühen Menschheit hing deshalb von diesen Hunden ab. Bis heute ist das äußere Erscheinungsbild der Windhunde weitestgehend erhalten geblieben. Sie sind heute wie damals mit sehr langen Beinen ausgestattet und überaus schlank und wendig. Ebenso hat sich auch ihr Charakter und das Wesen kaum verändert.
Der Name „Windhund bedeutet „wendischer (slawischer) Hund
. Daraus lässt sich schließen, dass Windhunde früher meist in slawischen Ländern gehalten wurden. Zudem deutet das Wort „Wind auf das altdeutsche Wort „Wint
hin, dieses bedeutet „Jagd". Deshalb kann man einen Windhund auch als Jagdhund bezeichnen.
Einige Volksstämme halten ihre Windhunde immer noch nach alter Tradition. Sie begleiten ihren Besitzer, der mit dem Pferd oder dem Kamel unterwegs ist, sind bei der Falkenjagd anzutreffen oder leben bei Wüstennomaden und reichen Scheichs.
In adeligen Kreisen diente die Jagd mit Windhunden eher dem Vergnügen, die Beduinen allerdings gebrauchten diese Hunde wirklich zur Nahrungs-beschaffung. Deshalb wurden sie damals dort auch besonders geschätzt. Die Hunde durften bei den Wüstenbewohnern mit im Zelt schlafen und wurden sehr liebevoll behandelt, weshalb ihnen hier ein Sonderstatus gegenüber anderen Hunderassen zukam. Die Wachhunde zum Beispiel lebten immer außerhalb des Lagers und hatten kaum Bezug zu den Menschen. Diese Lebensweise bei den Beduinen ist übrigens auch heute noch anzutreffen.
Auch in Europa war der Windhund schon weit vor Christi Geburt bekannt. Hier war es aber auch nur der höhergestellten Gesellschaft vorbehalten, solche edlen Tiere zu besitzen. Windhunde waren schon immer sehr kostbar und sie konnten auch nicht einfach irgendwo gekauft werden. Sie wechselten allenfalls dann den Besitzer, wenn sie als Geschenk zu besonderen Anlässen überreicht wurden. Es bestand dann aber auch eine Pflicht zur Zucht dieser Rasse, wenn ein adeliger Herr diese halten und zur Jagd benutzen wollte. Da auch nur dem Adel die Jagd vorbehalten war, kam keinem bürgerlichen Einwohner das Recht zu, je einen Windhund besitzen zu können. Und da wären wir dann auch schon bei dem Whippet.
Dieser ist in der Entwicklungsgeschichte des Windhundes die jüngste Rasse und entstand im 19. Jahrhundert. Er wurde gezüchtet, um dem Adel die Privilegien der Windhund-Jagd zu nehmen und um dem normalen Bürger zu ermöglichen, einen Windhund besitzen zu können. Vor allem aber wurde er für die damals illegale Hasenjagd benutzt. Einfache Bergleute und Fabrikarbeiter züchteten aus klein gebliebenen Greyhounds und italienischen Windspielen diese Rasse, indem sie sie mit kurzhaarigen Terriern verpaarten. Seit dem Jahr 1891 wird die Rasse des Whippets offiziell in einem Zuchtbuch geführt. Der Name „Whippet leitet sich aus den Wörtern „whip
und „pet ab. Übersetzt bedeutet das „Peitschenhund
und deutet auf den langen Schwanz eines Whippets hin. Es gibt mittlerweile auch wieder einen langhaarigen Whippet. Allerdings wird dieser als die eigene Rasse „Silken Windsprite" geführt, da sie nicht auf Rückzüchtungen basiert.
In der heutigen Zeit gibt es den Adel wie damals nicht mehr. Sie haben keine Vorrechte mehr, was Ländereibesitz und Jagd angeht. Aber ebenso ist heutzutage auch eine freie Jagd mit Windhunden nicht mehr möglich und verboten. Das Jagen von Wild ist den offiziellen Jägern vorbehalten. Der Windhund mit seiner eigentlichen Aufgabe hat ausgedient, denn der Mensch braucht ihn nicht mehr, um Nahrung zu beschaffen. Aber dennoch erfreut sich der Windhund immer mehr wachsender Beliebtheit, was wohl seinem eleganten und ungewöhnlichen Aussehen zu verdanken ist.
Der Whippet –
Portrait eines Windhundes
Ursprünglich wurde der Whippet im vereinigten Königreich gezüchtet. Seit 1891 wird er dort im Zuchtbuch geführt. Seine Ahnen gehen allerdings bis in die Antike zurück. Wie schon erwähnt, wurde der Whippet aus Greyhounds und Windspielen gezüchtet, die damals der Adel in Europa zur Jagd einsetzte. Später, als keine Windhunde zur Jagd mehr benötigt wurden, kam ihnen die Sport- und Wettleidenschaft der Briten zugute. Die Windhunde, auch der Whippet, wurden zum Rennpferd des kleinen Mannes. Hier konnte ein einfacher Arbeiter zu Wohlstand gelangen, wenn sein Whippet ein bedeutendes Rennen gewinnen konnte. Die Windhunde-Rennen wurden sehr ernst genommen und Hunde, die keine großen Gewinne mehr einliefen, wurden und werden leider heute noch oft einfach eingeschläfert. Der Whippet ist allerdings mittlerweile zu einem beliebten Begleithund aufgestiegen, weshalb er nicht mehr nur für Hunderennen gezüchtet wird. Er ist und bleibt aber trotzdem, aufgrund seiner genetischen Veranlagung, ein Jagd- und Renn-Hund. Geschwindigkeiten von über 50 km/h sind keine Seltenheit und es sieht sehr elegant aus, wenn der Whippet seine Runden über eine Rennbahn zieht. Da dieser Windhund nicht allzu groß ist, kann er sich aber trotzdem als ruhiger, liebevoller und anschmiegsamer Familienhund einordnen, denn er ist ein sehr umgänglicher und sympathischer Kamerad.
Abbildung 1: junger Whippet, 8 Monate alt
Wenn Sie sich für die Rasse des Whippets interessieren, können Sie sich an zwei Vereine in Deutschland wenden, die diesen Windhund betreut. Das ist einmal der Deutsche Windhundezucht- und Rennverband und zum anderen der 1990 gegründete Whippet Club Deutschland. Beide Vereine, zusätzlich auch der VDH, geben Ihnen sicherlich Auskunft über eingetragene Züchter, damit Sie bedenkenlos Ihren Welpen finden können. Sollten Sie schon so ein wunderbares Tier Ihr Eigen nennen, haben Sie die Möglichkeit, über diese Vereine Ihren Whippet an Bahnrennen und ähnlichen Veranstaltungen teilnehmen zu lassen, damit er sein Bedürfnis nach schnellem Laufen ausleben kann. Hierzu lesen Sie später weitere Informationen.
Wie sieht ein Whippet aus?
Diese Rasse ist mit einem sehr kurzen Fell ausgestattet und seine geringe Körpergröße von bis zu 51 cm macht ihn zu einem idealen Familienhund. Das Gewicht schwankt je nach Größe zwischen 6,8 und 19 kg. Der Körperbau ist typisch für einen Windhund, eben sehr schlank und zierlich mit überaus langen Beinen. Seine Sportlichkeit bestätigt sich durch den breiten Brustkorb. Durch das abgewinkelte Becken trägt der Whippet seine Rute meist zwischen den Hinterbeinen. Die dunklen, ausdrucksvollen Augen sitzen an seinem langgestreckten Kopf vorne, was wichtig für diesen sogenannten Sichtjäger ist. Die Ohren fallen eher klein aus und sollen gerne in Form einer Rose gefaltet sein. Der Whippet hat eine stolze Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren.
Eine Besonderheit des Whippets ist, dass er wegen des sehr kurzen Felles keine Unterwolle besitzt und zudem auch weniger Talgdrüsen hat. Das führt dazu, dass er eigentlich kaum nach Hund riecht, aber sehr kälteempfindlich ist und dementsprechend mit einer Schutzdecke ausgestattet sein sollte, wenn das Wetter einmal nicht so schön ist.
Bei den Whippets sind laut Zuchtbuch alle Farben erlaubt. Dies ist in der gesamten Hundezucht selten. Meist gibt es Vorgaben zur Farbe einer Rasse. Bei diesem schönen Windhund sind meist schwarz, weiß, rehfarben, gestromte Farben, blau und rot zu finden.
Manchmal ist bei den Whippets ein angezüchteter Gen-Defekt zu finden. Hierbei handelt es sich um das sogenannte „Bully-Whippet-Gen". Das Muskelwachstum ist dann zu stark ausgebildet und der betroffene Hund sieht wie ein Bodybuilder aus. Wenn nur ein Elternteil dieses Gen in sich trägt, wird es keine Folgen haben und der Nachkomme bleibt gesund. Sollten aber beide Elternteile betroffen sein, kann es bei den Welpen zusätzlich zu Herz- und Augenkrankheiten kommen. Zuchthunde von seriösen Züchtern sind aber darauf getestet, so dass es fast ausgeschlossen ist, einen Welpen mit diesem Gen-Defekt zu erwerben.
Gefährliche Trendfarben
Leider gibt es Fellfarben, die von defekten Genen herrühren, daher sollten Sie bei der Anschaffung eines Whippets hier doch ein wenig aufpassen. Dies ist übrigens bei allen Hunderassen der Fall und nicht nur bei den Whippets. Das wären zum Beispiel die Farben Blau, grau oder Schoko. Dies sind sogenannte Dilute-Farben, die als Nebenwirkung eines Gen-Defektes auftreten. Dieses Dilutions-Gen „verdünnt" quasi die ursprüngliche Fellfarbe des Hundes und diese wird dadurch aufgehellt. So wird zum Beispiel aus einer braunen Fellfarbe eine silberne und aus einer schwarzen wird eine grau-blaue Fellfarbe. Diese Mutation können Sie schon bei der Geburt der Welpen erkennen, denn diese Aufhellung der Fellfarbe ist hier bereits sichtbar. Der Hundeverband FCI (was die FCI ist, wird in einem der nächsten Kapitel beschrieben), erkennt bei den Whippets die meisten Farben, die durch dieses Gen entstanden sind, nicht als Rassestandard an, weil es zu möglichen gesundheitlichen Problemen kommen kann. Allerdings gibt es Hunderassen, bei denen die Zucht mit Trägern des Dilutions-Gens erlaubt ist. Das wären zum Beispiel die Deutsche Dogge und der Weimaraner. Wie schon erwähnt, kann es zu Beeinträchtigungen in der Gesundheit des betroffenen Hundes kommen. So schön und außergewöhnlich eine durch dieses Gen hervorgerufene
