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Geier
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eBook39 Seiten26 MinutenKurzthriller

Geier

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Über dieses E-Book

Charlotte steht vor einem Burn-out und sucht die Einsamkeit der Nordseeküste. Zu einer Wattwanderung bricht sie zu spät auf und wird von ihrer Pensionswirtin ein Stück der Strecke gefahren. Doch was nach einer netten Geste aussah, wird zu einer bedrohlichen Erinnerungsreise. Die Pensionswirtin hat noch eine Rechnung aus Schulzeiten offen und setzt Charlotte bei auflaufendem Wasser den Elementen aus. Ein Geier lauert schon.
SpracheDeutsch
HerausgeberBoD E-Short
Erscheinungsdatum26. März 2018
ISBN9783746099507
Geier
Autor

Nike Mangold

Nike Mangold lebt zurückgezogen mal hier und mal dort. Sie besitzt Steckdosenadapter für die meisten Regionen der Erde und braucht zum Glücklichsein nur ihren Schreiblaptop und starken Kaffee.

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    Buchvorschau

    Geier - Nike Mangold

    Geier

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    Impressum

    Geier

    In der Pension war alles durchschnittlich, vom Nachttisch aus dem Möbeldiscounter bis hin zu den uninspirierten Landschaftsdrucken. Nur der Geruch stach hervor. Es stank nach Verwesung.

    Charlotte setzte sich im Bett auf und hauchte in ihre hohle Hand. Nein, aus ihrem Mund kam das nicht.

    Bei der Anreise am Abend zuvor war ihr nichts aufgefallen. Spielte ihre Nase ihr einen Streich? Das würde nur zu gut ins Bild passen. Doch Charlotte wollte jetzt nicht an die Dinge denken, die in letzter Zeit schiefgelaufen waren.

    Sie ging ins Bad und hielt es zwei Minuten lang unter der kalten Dusche aus. Der Schock wirkte. Beim Abtrocknen fühlte Charlotte sich unbesiegbar. Auch den Gestank nahm sie jetzt nur noch schwach wahr. Ihre Reisetasche enthielt Kleidung für fünf Tage. Jedes Teil war schwarz. Es gab Morgen, an denen die Wahl der Sockenfarbe Charlotte überforderte. Entscheidungsmüdigkeit nannte Dr. Chan das. Der Psychologe war ein zupackender Typ, coachte Sportler und verhalf Politikern zu sicherem Auftreten. Einen dieser Strickjacken-Analytiker hätte Charlotte auch nicht besucht. Sie musste schnell wieder mental fit werden, und würde das schaffen, indem sie Dr. Chans Tipps beherzigte: gesund essen, genug schlafen und sich an der frischen Luft bewegen. Auf ihrem Handy waren alle Arbeitskontakte blockiert, und im Büro wusste man Bescheid. Während ihrer Abwesenheit war Charlotte nicht zu erreichen.

    »Schließlich ist das kein Urlaub, sondern eine Kontemplation«, hatte ihr Chef gesagt und von seinem eigenen Burn-out erzählt. Ein Zusammenbruch gehöre im Management ja mittlerweile zum guten Ton. Von Geruchshalluzinationen war allerdings nicht die Rede gewesen.

    Mit einem Hauch Zugluft aus dem Flur kam der süßlich-beißende Gestank zurück. Charlotte schlüpfte in Thermo-Wanderkleidung und tupfte etwas »Dior Hypnotic Poison« an den Rollkragen ihres Pullovers. Bis zum Frühstück um sieben blieben ihr zehn Minuten. Sie wählte die Nummer von zu Hause. Mark meldete sich sofort.

    »Ist was passiert?«, fragte er.

    »Nein, ich wollte bloß anrufen, solange die Kinder noch da sind.«

    »Merle trödelt, und David hat sein Deutschheft verlegt. Wie ist es bei dir, im hohen Norden?«

    »Ganz okay, es müffelt nur ein bisschen. Gleich mache ich eine Wattwanderung.«

    »Heute schon? Willst du nicht

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