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Schwestern
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eBook55 Seiten37 MinutenKurzthriller

Schwestern

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Über dieses E-Book

Wäre er doch nur in einen Stripclub gegangen!

Mark verbringt ein Wochenende in Hamburg und will mit einem alten Freund ein Bier trinken gehen. Doch was als harmloses Besäufnis in einer verranzten Kneipe auf St.Pauli beginnt, endet für Mark in einem unfreiwilligen Trip in die Vergangenheit. Er trifft auf Damen, die angeblich nur sein Bestes wollen. Allerdings könnte ihre Fürsorge tödlich enden.

(Kurzgeschichte, ca. 10000 Wörter)
SpracheDeutsch
HerausgeberBoD E-Short
Erscheinungsdatum20. Okt. 2017
ISBN9783837003031
Schwestern
Autor

Nike Mangold

Nike Mangold lebt zurückgezogen mal hier und mal dort. Sie besitzt Steckdosenadapter für die meisten Regionen der Erde und braucht zum Glücklichsein nur ihren Schreiblaptop und starken Kaffee.

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    Buchvorschau

    Schwestern - Nike Mangold

    Schwestern

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    Impressum

    SCHWESTERN

    Schweiß brannte Mark in den Augen. 

    »Lass in Hamburg die Sau raus«, hatte seine Frau Charlotte zum Abschied gesagt. »Das hast du dir verdient.«

    Und nun joggte Mark um die Alster, geplagt von Seitenstichen, mit denen sein Körper ihn für das Essen der Erdnüsse aus der Minibar bestrafte. Die Nachbarin, Mutter von Zwillingen, die wie Mark ihren Job für die Familie aufgegeben hatte, beneidete ihn um den Wochenendtrip. (»Zwei Nächte in einem Luxushotel? Ganz allein? Dafür würde ich töten!«) Mark hatte grimmig genickt, entschlossen, die freie Zeit zu genießen. Vier Tage lang hatte er sich um seine Magen-Darm-kranken Kinder gekümmert, während Charlotte geschäftlich in Rio de Janeiro weilte. Bei ihrer Rückkehr am Donnerstagabend ging es Merle und David wieder gut. Dagegen musste Mark, ausgelaugt vom Trösten, Wäschewaschen und nächtlichen Fahrten zur Notdienstapotheke einen bedauernswerten Eindruck gemacht haben.

    »Du brauchst eine Auszeit«, sagte Charlotte. »Nimm meine Bonuskarte und gönn dir zwei Übernachtungen in dem noblen Hotel, in dem ich neulich war.«

    Wie jeder ihrer Vorschläge hatte das gut geklungen. Charlotte wusste ihre Ideen zu verkaufen. Doch bereits beim Einchecken fühlte Mark sich unwohl. Auch wenn er seine Freizeitkleidung zum Bügelservice schickte und seine Turnschuhe mit der französischen Seife reinigte, die im Bad lag, käme er sich beim Frühstücksbuffet, zwischen Geschäftsleuten und internationaler Schickeria, fehl am Platz vor.

    Eine Stunde lang verfolgte er in seinem Zimmer die Tour de France auf dem übertrieben großen Flachbildschirm. Aber Fernsehen konnte er jeden Abend.

    Wie ließ man die Sau raus? Mark ging zum Waschbecken, drehte das kalte Wasser auf und hielt seinen Kopf darunter. Dann schüttelte er sich und stieß einen Urschrei aus. In der Minibar standen handliche Spirituosenflaschen. Mark hatte die Finger schon um einen Drehverschluss gelegt, als er sich im Spiegel sah. Er, Mark, war kein Rockstar. Dazu fehlte ihm die Band. Feierten gewöhnliche Menschen allein, endete das nur in einem traurigen Besäufnis.

    Also rausgehen und shoppen? Mark hasste den Geruch von neuer Kleidung. Eine Hafenrundfahrt, eingezwängt zwischen Schülern auf Klassenfahrt? Auch nicht lustig. Aber laufen. Das ging überall, und es erschöpfte einen wie eine wilde Party.

    Mark sah auf die Fitnessuhr, die Charlotte ihm geliehen hatte. Noch nicht einmal vier Kilometer war er gelaufen. Obwohl er am liebsten auf einer Bank zusammengebrochen wäre, stemmte er sich dem Wind entgegen und setzte zu einer zweiten Runde an. Sein Durchhalten wurde belohnt. Er überwand den toten Punkt und schaffte sogar eine dritte Runde. Als er wieder am Hotel ankam, fühlte er sich unbesiegbar. Auf seinem Zimmer duschte er und wechselte in frische Sachen. Noch immer hielt die Euphorie an. Mark federte auf der Bettkante. Er musste sich um niemanden kümmern und hatte nichts zu erledigen. In seinem Handy scrollte er durch die Kontakte. Bernd! Wie lange hatte er den Kumpel aus Studientagen nicht mehr gesehen? Aber die Nummer war noch aktuell.

    »Hallo Bernd, ich bin es, Mark.«

    Ein peinlicher Moment der Stille folgte. Endlich schien der Blitz der Erinnerung bei dem Angerufenen einzuschlagen.

    »Alter! Wie geht es dir?«

    »Gut. Ich bin

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