Über dieses E-Book
Dort können die Menschen, die sich solche Fragen stellen, Muni begegnen, um sie im Austausch mit ihm zu klären.
Dabei ist der Satsang keine Diskussionsrunde, in der die jeweiligen Themen nur theoretisch behandelt werden, sondern ein "energetisches Zusammensein", in dem das, worum es geht, sehr praktisch "erlebbar" wird.
Zum Nacherleben oder auch zum Neukennenlernen dieser Begegnungen ist das Buch in (nicht streng) chronologischer Weise so aufgebaut, wie die Begegnungen selbst:
Die Stille am Anfang ist die Grundlage des Satsangs.
Es folgen einführende Worte Munis, die einen "Impuls" für das jeweilige Meeting bieten.
Danach können die Teilnehmer Fragen stellen und mit Muni sprechen.
Die Themen sind dabei vielfältig (z.B. zur Wahrheit, zur Meditation, zum Sein und Handeln in der Welt etc.) und werden von Muni aus dem Blickwinkel von
"Befreiung" behandelt, und im abschließenden Kapitel geht es darum, was darunter zu verstehen ist.
Muni M. Weber
Seit 2005 gibt Muni öffentlich Satsang in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Indien und vermittelt seine Erkenntnis und Einsichten in Form der Lehre und der Präsenz des wahren menschlichen Ausdrucks. Website: www.muni-satsang.de
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Buchvorschau
Im Satsang sein mit Muni - Muni M. Weber
Satsang ist ein Wort aus dem Sanskrit, dass sich aus „sat = „wahr
und „sanga = „Umgang
zusammensetzt.
Es bezeichnet in der indischen Philosophie ein Zusammensein von Menschen, die durch gemeinsames Hören, Reden, Nachdenken und Versenken in die Lehre nach der höchsten Einsicht streben.
Insbesondere bezeichnet Satsang ein Zusammentreffen mit einem spirituellen Lehrer, der die Wahrheit authentisch vertritt.
Dieses Buch gibt Einblicke in Munis Satsangs:
Es lässt seine Leser in sein „Teaching" und in die von Humor geprägte Atmosphäre, in der es stattfindet, wieder oder ganz neu eintauchen.
Ausgesucht und aufgeschrieben von Bija
Inhalt des Buchs:
Kapitel: Im Satsang ankommen: Eintauchen in die Stille
Verabschiedungswürdiger Stress
Die Meditation im Energiefeld von Satsang
Unruhe nicht zu unterdrücken ist der Beginn von Ruhe
Was wären wir ohne die Stille?
Kapitel: Einführende Worte von Muni
Werden und Sein
Ein Ich im Universum ist ein Konstrukt in einem Konstrukt
Materie ist zu einer Form verdichtetes Bewusstsein
The duty of beauty
Der Widerstand gegen die Welt ist zwecklos
Die Verschiedenheit regiert
Theorie und Praxis des Advaita
Die wichtigsten Fragen
Kapitel: Es geht nicht ums Verstehen
Nichts verstehen und alles verlangen
Wir versuchen zu verstehen, was man nicht verstehen kann
Der vergleichende Verstand macht dich fertig
Voll konzentrierte Selbsterforschung ohne Stress
Vom Verstehen zur Tiefe des Nicht-mehr-Verstehen-Wollens
Koan
Kapitel: Gespräche mit Muni …
… über den Satsang
Im Satsang nach vorne gehen
Im Satsang dicht zu sein ist total gut!
Männer und Frauen im Satsang
Entzug von der Aufregung
Satsang als Auszeit von der Erschöpfung
… über Gott, die Welt und die Zeit, in der wir leben
Es gibt kein Leben nach dem Tod, keine Engel, keinen Gott und keine Reinkarnation
„Das Selbst" ist nicht transportabel
Das „wissenschaftliche" Weltbild hinterfragen
Klimakrise im Satsang
Im Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen
Weltverneinung
Wie innen so außen in der Corona-Krise
Die Vertreibung aus dem Paradies
Gerechtigkeit und goldenes Zeitalter
Die eine Wahrheit wird verschieden interpretiert und gelehrt
… über die Frage: Wie soll ich handeln?
Helfersyndrom
Bei sich bleiben und damit anderen dienen
Gutes tun wollen
Mitfühlend sein, ohne identifiziert zu sein
Totaler Egoismus
Projekte bevorzugen, die wie von selbst laufen
Vergebliche Haltsuche
Der Zwang, etwas zu tun
Sei vorsichtig mit dem, was du dir auf deine Schultern lädst!
… über das, was wir wirklich sind
Schauen, was ist
Das Sehen in der Anwesenheit
Identität und Bewusstsein – nicht zusammenhängend und trotzdem ungetrennt
Vom Ich über das „Ich bin oder „Wer bin ich?
zum ICH
Kapitel: Spiritualität leben und Hindernisse überwinden
Auf und Ab in der Spiritualität
Die Form neu informieren und dann alle Zeit der Welt haben
Retreat ohne Kaffee und Rauchen
Es raucht
Befreiung geht nur über den Körper
Unterscheidungskraft (Viveka)
Zugang zu allem im Kosmos
Affirmationen helfen nicht
Mitgebrachte Abhängigkeiten
Die Ablehnung von Autoritäten
Ernüchterung gehört dazu
Vom klaren Nein zum klaren Ja
Die Schönheit im Außen als Ablenkung oder Hilfsmittel
Konsequenz, die sich lohnt
Jetzt geht’s los!
Kapitel: Meditationspraxis und -erfahrungen
Leer von den anderen und leer von sich selbst sein
Fremde Stimmen in der Meditation
Atmung in tiefer Meditation
Alles verschlingend
Samadhi
Die Gedanken mit einer Gedankenkeule erlegen
Vom Bemühen und Kampf zum einfachen Sein
Da-Sein statt Angst vor dem Sich-Fallenlassen zu haben
Die Meditation als Hintertürchen für das Bewusstsein …
Kapitel: Wie kann ich meinen Wunsch nach Freiheit erfüllen?
Die richtige Methode nutzen
Die Fähigkeit, andere lesen zu können, für sich selbst nutzen
Die Erfüllung von wesentlichen Wünschen vom Leben verlangen
Öffne dich dem Glücklichsein
Wunsch nach Freiheit und Ablenkungen davon
Der Wille zur Freiheit oder zur Gefangenschaft
Askese führt nicht zur Befreiung
Der Wunsch, wissen zu wollen
Die Intensität des Wunschs nach Freiheit entscheidet
Freiheit ist möglich, aber nicht machbar
Freiheit passiert, wenn sie ansteht
Wie ändert man die Energie?
Kapitel: Satsang ist die Ausrichtung auf Befreiung und Verwirklichung
Der Unterschied zwischen Dissoziation und Verwirklichung
Wer ist erleuchtet?
Die höllische Abschussrampe für Freiheit
Anzeichen für eine Transformation
Satsanglehrer-Stellenbeschreibung
Wichtige Lehrer
Nicht zu wissen, wer man ist, ist mühevoll
Ein Individuum sein
Verwirklichung geschieht plötzlich
1. Kapitel: Im Satsang ankommen: Eintauchen in die Stille
Ein Live-Muni-Satsang beginnt in der Regel mit der Stille.
Die Teilnehmer sitzen zusammen und besinnen sich in ruhiger Atmosphäre auf sich selbst.
Die alltäglichen Gedanken treten in den Hintergrund und eine Neuausrichtung geschieht, indem man einfach still ist.
Wie wichtig es ist, den Stress des Alltags hinter sich zu lassen und sich auf sich selbst, also auf das, was man wirklich ist, zu besinnen, wird im Text „Verabschiedungswürdiger Stress" dargelegt.
Die besondere Wirkung von Stille und „Meditation im Energiefeld von Satsang" wird im zweiten Text beschrieben.
In „Die Unruhe nicht zu unterdrücken ist der Beginn von Ruhe" findet man ein gutes Rezept für einen gelungenen und ruhigen Einstieg in den Satsang (und ins Meditieren überhaupt).
Weitergehendes zur Meditation folgt in Kapitel 6.
Verabschiedungswürdiger Stress
Wir brauchen dringend ein intaktes Nervensystem, ein entstresstes Nervensystem, ein entspanntes Nervensystem.
Ohne das ist tiefe Meditation nicht möglich und ohne das ist es nicht möglich, bei sich zu bleiben und sich nicht von dem, was uns scheinbar von außen bedrängt, einholen und einkriegen zu lassen.
Das Nervensystem ist blockiert, wenn wir im Beziehungsstress sind und die sich nicht beziehende Ungetrenntheit nicht im Blick haben.
„Freiheit ist identisch mit Entspannt-Sein."
Ist das System im Stress, versucht es automatisch, sich zu bewahren, und dann bewahrt es auch alle Tendenzen, die uns nicht dienen und die uns als einen Jemanden erscheinen lassen, der von sogenannten anderen getrennt ist.
Die Wahrheit ist, dass es überhaupt keine Trennung gibt, auch wenn es verdammt nochmal so aussieht.
Zum Glück bist du nicht verdammt, denn wenn es ansteht, kann sich dein gesamtes System erholen und in den Genuss kommen, ohne Stress zu sein.
„Wenn der Stress aufhört,
ist Glückseligkeit die zwangsläufige Folge."
Ist dein Nervensystem intakt, bleibst du entspannt und bist nicht mehr genervt.
Wenn du noch genervt bist, dann von dir bzw. von dem, was du denkst und glaubst zu sein, also von deiner falschen Identität.
Jetzt ist die Zeit des Abschieds von deiner falschen Identität gekommen! Jetzt ist es genug mit der Irritation und dem Stress!
Wenn du weißt, dass der Stress unnötig ist und nirgendwo hinführt, kann sich dein System von ihm verabschieden.
Von dem, was du wirklich bist, kannst du dich nicht verabschieden, aber alles andere ist verabschiedungswürdig – alles!
Gönne dir, nichts zu tun
T: „Ich habe in letzter Zeit das Gefühl,
dass mir das alles zu viel wird mit der Achtsamkeit,
mit dem Fühlen des Körpers und damit, bei der Atmung zu sein.
Sollte ich mal etwas Urlaub von der Achtsamkeit machen?"
Muni: „Ja, mache Urlaub von dem Stress und von dem Machen.
Setzte dich einfach hin und gönne dir, nichts zu tun.
Es ist die höchste Form von Meditation, wenn niemand da ist,
der meditiert und etwas leisten muss.
Mache Urlaub von dem Stress,
dass du rund um die Uhr Achtsamkeit üben musst,
und mache dir eine gute Zeit,
in der du nicht von dir verlangst,
dass keine Gedanken oder Gefühle da sind.
Verlange nichts. Das ist Urlaub.
Nichts zu tun, ist Urlaub von sich selbst.
Einfach da zu sein, ist der Urlaub sogar vom Urlaub,
in dem man irgendwo hinfährt."
Die Meditation im Energiefeld von Satsang
C: In der vorletzten Dienstagsmeditation (Muni lädt alle Interessierten dazu ein, jeweils dienstags von 20:00 bis 21:00 Uhr zeitgleich mit ihm zu meditieren) stellte ich mir vor, dass ich mich mit deinem Energiefeld verbinde und konnte dies deutlich spüren.
Eine Woche später spürte ich dagegen nicht mehr, dass ich ein Teil dieses Felds bin.
Muni: Auch wenn du es nicht spürst, bist du es trotzdem, wenn du zu dieser Zeit meditierst.
C: Weil du die Absicht hast, die Teilnehmer sozusagen „einzusammeln"?
Muni: Wenn ich mich dienstags hinsetze, nehme ich euch alle in mein Herz.
C: Es besteht dann also eine direkte Verbindung zwischen dir und den Meditierenden?
Muni: Natürlich! Jeder, der sich in dieses Feld einklinkt, kann diese Energie für seine Meditation nutzen.
Darüber hinaus hat es eine Wirkung, sich regelmäßig zu bestimmten Zeiten an denselben Ort zu begeben und sich dort zu öffnen.
Durch diese Wiederholung manifestiert sich eine Energie, die nach einiger Zeit – man könnte fast sagen „schon darauf wartet", dass du dich hinsetzt.
Und wenn du es tust, merkst du den Unterschied in dir.
Daher ist der Dienstag so wertvoll.
Ich höre immer wieder von den Menschen, die daran teilnehmen, dass diese Meditation ihnen hilft und dass die räumliche Entfernung dies nicht verhindert.
Trotzdem ist es klar, dass eine größere Nähe auch mit einer größeren Intensität einhergeht.
Sonst würde niemand mehr zum Satsang kommen, sondern nur noch aus der Ferne winken, und dann würde uns viel Spaß entgehen, den wir hier zusammen haben.
Angedockt sein:
Muni: „Du nutzt dein Potenzial, um dich selbst zu boykottieren.
Das ist der Wahnsinn."
X: „Oberwahnsinn!"
Muni: „Daher bist du eines meiner Sorgenkinder!
Die Sorge lässt erst nach, wenn ich sehe,
dass diese Tendenz von dir aufhört.
Bis dahin leide ich,
und nur du kannst mein Leiden beenden."
X (lacht): „So etwas höre ich jeden Tag noch von anderer Seite.
Darauf falle ich nicht mehr herein!
Aber ehrlich gesagt,
ich finde es schön und spannend,
wie du das mit dem Sorgenkind formulierst.
Das heißt ja auch, dass da wirklich eine Verbindung ist."
Muni: „Ja, die ist da."
X: „Ich spüre seit Monaten,
dass ich genau in den Zeiten ruhiger werde,
in denen du irgendwo Satsang gibst,
oder wenn sich deine Gruppen
zum Meditieren treffen."
Muni: „Das ist eigentlich gar nicht gut,
weil du dann das Gefühl hast,
du musst selbst nichts mehr für dich tun,
aber dass du das mitbekommst, zeigt,
dass du gut „angedockt" bist.
Nutze das einfach für dich!"
Unruhe nicht zu unterdrücken ist der Beginn von Ruhe
H: Satsang insgesamt macht mich ruhig, die Meditation dagegen unruhig.
Muni: Sie verursacht nicht wirklich Unruhe. Sie holt nur die Unruhe hervor, die in dir vorhanden ist.
Meditation an sich ist Ruhe, aber wenn du dich zur Meditation hinsetzt und glaubst, du müsstest ruhig sein, dann gibt es Unruhe.
In der Meditation, so wie ich sie als sinnvoll verstehe, sollte möglichst niemand da sein, der meditiert.
Das ist natürlich von einer „ich"-Idee nicht zu verlangen, trotzdem ist es gut, das zu wissen und sich nicht einzumischen.
Sich nicht einzumischen heißt, sich hinzusetzen und nicht zu erwarten, dass Gedanken oder Gefühle nicht auftauchen oder dass Unruhe oder Frustration oder Minderwertigkeitsgefühle oder ängstliche Ausdrucksqualitäten nicht da sind.
Diese nicht zu versuchen zu unterdrücken, ist der Start für Ruhe bzw. das Ende von Unruhe. Dann ist so wenig wie möglich von deinem „ich" präsent.
„In dem Moment, in dem du einfach nur da bist
und nichts hinbekommen musst,
bist du an das, was du bist, hingegeben.
Und das, was du bist, ist absolut still."
Meditation ist das, was uns still sein lässt, weil sie das ausdrückt, was wir sind, ohne dass wir eingreifen.
In dem Moment, in dem wir eingreifen, hat Meditation mit dem, was wir sind, nicht mehr viel zu tun, denn dann regiert die Identifikation mit dem Körper.
Einfach anwesend sein
„Sei anwesend!
Dann siehst du mit der Zeit, was nicht anwesend ist:
Nicht anwesend ist eine „ich"-Idee.
Nicht anwesend ist die Vergangenheit.
Nicht anwesend ist die Zukunft.
Noch nicht mal die Gegenwart ist anwesend.
Wenn dir das genügt, bist du hier im Satsang richtig!"
Was wären wir ohne die Stille?
Sie ist ein Gleichmacher, ein Weichmacher und ein Reichmacher.
Ein Gleichmacher in dem Sinne, dass sie die Unterschiede aufhebt, die sich auf der Oberfläche präsentieren, denn in der Stille gibt es keinen Jemand, der diese Unterschiede machen könnte, weil alle scheinbaren „Jemande" in ihr aufgehoben sind.
Ein Weichmacher, weil mit dem Wegfallen der Tendenzen auch diese Härte im System wegfällt, die nur bestimmte Dinge im Blick hat und alles andere ausschließt. Dein System wird transparent, offener und empfindsamer.
Ein Reichmacher deswegen, weil du sehen kannst, was das Leben dir an Reichtum bietet, wenn dein ganzes Potenzial durchzuschimmern beginnt.
Du wirst erst dann innerlich reich sein, wenn niemand mehr da ist, der für sich reklamiert, dass er reich ist.
Sich dauernd daran erinnern, wie wertvoll Stille ist
(Muni nach der Meditation im Satsang):
„Eigentlich ist es ein Verbrechen,
aus der Stille herauszukommen
und dann etwas zu sagen.
Nur weil alle die Wichtigkeit der Stille vergessen
– man könnte auch sagen, weil alle sich immer wieder vergessen –
sind dann doch wieder Worte nötig.
Der Wunsch nach Verwirklichung bedeutet,
sich dauernd daran zu erinnern,
wie wertvoll Stille ist, und sie dauerhaft zu sein.
Dann ruhst du nicht nur in ihr,
sondern bist identisch mit ihr:
Du bist still!
(Schweigen)
Bist du wirklich still, dann kann es ruhig auch wieder laut werden.
Das Laute reißt dich dann nicht mehr aus der Stille
– also aus dir selbst –
heraus."
2. Kapitel: Einführende Worte von Muni
Nach der Stille spricht Muni einführende Worte zur Einstimmung im Satsang. Die Teilnehmer hören und reflektieren sie zunächst und können im weiteren Verlauf Fragen dazu stellen.
Diese Satsang-Einführungen lenken die Aufmerksamkeit der Teilnehmer auf die für die Wahrheitssuche wesentlichen Themen.
In diesem Kapitel sind Auszüge einiger dieser Einführungen beispielhaft niedergeschrieben.
Werden und Sein
Eine Frage, die sich jeder schon einmal gestellt hat oder vielleicht immer wieder stellt, lautet:
„Wie ist es dazu gekommen, dass ich hier bin und dass ich existiere?"
„Warst du vor deiner Geburt auch schon „du"?
Was bist „du" jetzt?
Was bist „du" nach der Erscheinung dieser Form?
Und wie kommt es, dass du „ich zu dir sagst?
Dieses „ich ist die große Täuschung, denn nach der Geburt gibt es genauso wenig einen Jemanden, der „ich
zu sich sagen könnte, wie es ihn davor gab.
Gäbe es diese Energie nicht, aus der die Idee entsteht, sich mit dem „Samen eines bestimmten Ausdrucks zu identifizieren, würdest „du
immer in deinem ganz natürlichen Ausdruck verweilen, und du hättest keine Kenntnis von dir als ein Jemand, der du nicht bist, also als eine Ausdrucksform, die nichts mit „dir" zu tun hat.
Diese Energie, die zur Identifikation mit dem Ausdruck drängt, ist eine Energie des Werdens und Immer-weiter-Gehens.
Sie hebt die Ganzheit und Ununterschiedenheit deiner wahren Identität komplett auf und führt zu der Wahrnehmung von Vereinzelung, Aufgliederung und Getrenntheit des Bewusstseins.
Aber tatsächlich geschieht diese Trennung nicht, denn die Essenz ist immer gleichbleibendes Sein.
Nur auf der Ebene der Täuschung und der scheinbaren Geburt entsteht der Eindruck eines Werdens statt des wahren Seins.
Wenn die Energie des Werdens sich erlöst hat, taucht Bewusstsein wieder in sich selbst ein, und der Zustand des wahren Seins taucht wieder auf.
Tatsächlich gibt es gar keine Unterbrechung dieses Zustands.
