Der Weiße Schwan: 13 Erfolgsfaktoren und Erfahrungen im Risikomanagement
Von Bruno Brühwiler
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Über dieses E-Book
Die 13 Erfolgsfaktoren im Risikomanagement zeigen Ihnen auf, wie Sie Risiken in privaten Unternehmen und öffentlichen Organisationen systematisch beurteilen und bewältigen können.
Bruno Brühwiler
Bruno Brühwiler berät seit mehr als 20 Jahren Unternehmen in Industrie, Energiewirtschaft, Finanzdienstleistung und Gesundheitswesen sowie öffentliche Institutionen wie Bund, Kantone, Städte, Versorgungsunternehmen usw. im Risikomanagement. Schwerpunkte bilden dabei das strategische und operative Risikomanagement, einschliesslich dem Notfall-, Krisen- und Kontinuitätsmanagement. Die Erfahrung aus 400 Risikomanagement-Projekten und aus der Ausbildung von mehr als 3000 qualifizierten Risikomanagern in der Schweiz, Deutschland und Österreich prägen das Verständnis von und die Erfahrung im Risikomanagement des Autors. Zudem war Bruno Brühwiler bis 2018 Vorsitzender der Working Group ISO 31000 Risk Management in der International Standard Organisation (ISO) und langjähriger Projektleiter des Regelwerkes ONR 49000 Risikomanagement für Organisationen und Systeme (Neuausgabe als ÖNORM-Reihe D 490x:2021).
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Buchvorschau
Der Weiße Schwan - Bruno Brühwiler
1. Einführung
1.1 Zur Erinnerung
Zu Beginn möchte ich daran erinnern, dass Risiko die Auswirkung von Unsicherheit auf strategische Ziele und operationelle Tätigkeiten von Organisationen und Unternehmen ist. Dazu kommt die Beachtung von Anforderungen, seien sie aus Gesetzen abgeleitet oder in weiteren Verpflichtungen, welche die Organisation als verbindlich betrachtet, verankert. Risiken treten mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ein und können sich als plötzlich einwirkende Ereignisse oder als schleichende Entwicklungen manifestieren. Die Risiken beinhalten nicht nur Fehlentwicklungen, sondern auch Chancen und Erfolgspotentiale von Unternehmen und Organisationen.
Risikomanagement umfasst alle Führungs-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben, die auf Risiken Einfluss nehmen. Meistens denken wir dabei an die Vermeidung, Verminderung oder Kontrolle von Bedrohungen und Gefahren. Einem fokussierten Chancenmanagement von Unternehmen und Organisationen bin ich in meinem Tätigkeitsbereich noch nicht begegnet. Dies hat einen einfachen Grund: Die Behandlung von Chancen findet in der Unternehmensstrategie und in der Geschäftsplanung statt, wo strategische Ziele, operationelle Tätigkeiten und zu erfüllende Anforderungen im Detail präzisiert werden.
Der Begriff Risiko ist, trotz allen Versuchen, damit auch die Chancen einzuschließen, leider zu negativ geprägt. Demgegenüber haben es Begriffe wie Sicherheit oder Qualität viel einfacher. Sie sind positiv besetzt.
Gleichwohl hat sich das Risikomanagement in vielen Bereichen des Wirtschaftens als wichtiges Führungsinstrument durchgesetzt, z.B. in den Konzepten von Corporate Governance, was verantwortungsvolle und pflichtgemäße Unternehmensführung bedeutet.
1.2 Risikomanagement Normen
Mittlerweile gibt es viele Normen, die sich mit Risiken und mit Risikomanagement befassen. Normen stellen einen Konsens von Experten dar und betreffen nicht nur Definitionen, sondern auch die Eigenschaften und Gestaltung von Prozessen, Organisationen und Systemen.
Weltweit betrachtet dominieren heute zwei Normenwerke: Einerseits die in den USA entstandenen und durch die Wirtschaftsprüfer getragenen COSO-Normen, andererseits die aus der Industrie hervorgegangenen, global ausgerichteten ISO-Normen.
Bei der Arbeit mit diesen beiden Regelwerken fiel mir auf, dass die COSO-Standards zweigeteilt sind: Sie enthalten einerseits das „Enterprise Risk Management" und andererseits die Vorgaben für das Interne Kontrollsystem. Demgegenüber ist die ISO-Norm auf das Organisations-Risikomanagement ausgerichtet. Sie schließt das Interne Kontrollsystem nicht aus, aber erwähnt es auch nicht.
Eine Besonderheit bei den ISO-Normen besteht jedoch darin, dass ISO für das Business Continuity Management eine ganz andere Normenserie führt und damit für zwei miteinander sehr vernetzten Themen in zwei getrennten Silos arbeitet. Das ist ein großer Fehler.
Bei der Gestaltung der ÖNORM-Reihe D 490x haben wir uns die Freiheit genommen, aus ISO und COSO das Beste auszulesen. Deshalb fokussiert sich das deutschsprachige Regelwerk auf das Organisations-Risikomanagement (ISO spricht von Organisationen und nicht vom Unternehmens-Risikomanagement). Es schließt weitere Teilbereiche des Risikomanagements ein, u.a. das interne Kontrollsystem, auch das Compliancemanagement, die Informations- und Datensicherheit und weitere Bereiche.
Was bedeutet dieses Bild? Das in der Mitte stehende Organisations-Risikomanagement übernimmt die Aufgabe, den Fortbestand der Organisation zu sichern. Es ist die Pflicht der obersten Leitung, sich mit den größten Risiken zu befassen.
Damit verbunden sind weitere Teilbereiche des Risikomanagements. Sie sind über eine Schnittstelle mit dem Organisations-Risikomanagement verbunden. Die meisten ihrer Risiken sind zwar nicht bestandsgefährdend, aber gleichwohl von entsprechenden Spezialisten zu bearbeiten. So kümmern sich die Juristen häufig um das Compliancemanagement, die Finanzfachleute (Revisoren) um das Interne Kontrollsystem und Sicherheitsfachkräfte um die Sicherheit von Menschen, Sachen und der Umwelt usw.
Wo bleibt nun das Kontinuitätsmanagement? Wir haben es in den Risikomanagement-Prozess integriert, weil nämlich jedes der oben aufgeführten Risikomanagementbereiche ein Notfall-, Krisen- und Kontinuitätsmanagement erfordert.
Mit diesem Wissen über die Risikomanagement-Regelwerke sind Sie als Leser für die nachfolgenden Ausführungen bestens vorbereitet.
1.3 Schwarze und weiße Schwäne
Für die Menschen in der alten Welt waren alle Schwäne weiß. Es handelte sich um eine unangefochtene, evidenzbasierte Feststellung. Dieser Befund
