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Roter Faden Psychiatrie und Psychotherapie für Heilpraktiker: Übersichtlich und strukturiert Das lernen, was der Amtsarzt von Dir wissen will
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Roter Faden Psychiatrie und Psychotherapie für Heilpraktiker: Übersichtlich und strukturiert Das lernen, was der Amtsarzt von Dir wissen will
eBook139 Seiten2 Stunden

Roter Faden Psychiatrie und Psychotherapie für Heilpraktiker: Übersichtlich und strukturiert Das lernen, was der Amtsarzt von Dir wissen will

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Über dieses E-Book

Ich helfe Dir, Dich sicher auf das Thema Psychiatrie für die Heilpraktikerprüfung vorzubereiten.Du findest alle relevanten Themen übersichtlich und strukturiert dargestellt. Du kannst Dein Lernen an diesem roten Faden entlang zeitsparend orientieren, ohne dass Du Angst haben musst, wichtige Bereiche zu übersehen.Das Buch ist auch für Einsteiger in das Thema geeignet. Du bekommst einen klaren Blick auf die einzelnen Bereiche der Psychiatrie und entwickelst ein Gefühl für deren Zusammenspiel.
SpracheDeutsch
HerausgeberStefan Barres
Erscheinungsdatum7. Juni 2021
ISBN9783985512928
Roter Faden Psychiatrie und Psychotherapie für Heilpraktiker: Übersichtlich und strukturiert Das lernen, was der Amtsarzt von Dir wissen will

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Rezensionen für Roter Faden Psychiatrie und Psychotherapie für Heilpraktiker

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  • Bewertung: 5 von 5 Sternen
    5/5

    Feb 17, 2025

    Sehr klare Gliederung. Prima Hilfe für die Prüfung. Danke schön

Buchvorschau

Roter Faden Psychiatrie und Psychotherapie für Heilpraktiker - Stefan Barres

I. Grundlagen

Unterkapitel von Grundlagen:

Diagnostik

Der psychopathologische Befund

Klassifikationssysteme

A. Diagnostik

Du bist hier:

I. Grundlagen

➤ A. Diagnostik

Unterkapitel von Diagnostik:

Überblick

Anamnese

Untersuchung

Testverfahren

Bausteine

Anamnese

Die Befragung des Patienten

Fremdanamnese

Die Befragung anderer Personen

Psychopathologischer Befund

Die Erhebung spezieller psychischer Symptome

Testpsychologischer Befund

Zur Objektivierung, Quantifizierung und Differenzierung der Befunde.

Körper­liche Unter­suchung

V. a. zum Ausschluss körperlicher Ursachen für die Symptome

Appara­tive Unter­suchung

Bestim­mungen

Dokumentationspflicht

Die Anamnese- und Unter­suchungsbefunde müssen dokumentenecht dokumentiert werden. (BGB §630f)

Einsichtsrecht

Die Dokumentation kann vom Patienten eingesehen werden. (BGB §630g)

Aufbewahrungspflicht

Die Patientenakte ist für die Dauer von 10 Jahren aufzubewahren (BG §630f)

Defi­nition

Die Anamnese ist die Befragung des Patienten oder anderer Personen.

Formen

Krankheitsanamnese

Frühere Erkrank­ungen mit Behandlung und Verlauf

Familienanamnese

Erkrank­ungen in der Familie, Familienstammbaum

Sozialanamnese

Sozialstatus, Schule und Beruf, Lebensgewohnheiten

Sexualanamnese

Sexualität, Partnerschaft

Biografie und aktuelle Situation

Schwellenereignisse, Schwangerschaften und Kinder

Sehr gerne wird hier ein handgeschriebener Lebenslauf des Patienten verwendet.

Aktuelle Krankheitsanamnese

Beginn, Ent­wicklung, Verlauf, Auslöser, Therapiemotivation, Phasenkalender

Kate­gorien

Ein Befund macht noch keine Störung. So hat jeder schon mal etwas vergessen. In den letzten 2 Wochen aber 5 Mal einen Termin vergessen zu haben, der wichtig gewesen wäre, ist dann auffällig.

Kate­gorien, die für die Dia­gnostik einer Störung bei der Anamnese betrachtet werden müssen sind:

Dauer der Symptome

Häufigkeit der Symptome

Intensität der Symptome

Leidensdruck durch die Symptome

Einschränkungen durch die Symptome

Selbsteinsicht in die Symptomatik

Struk­turierte Anamnese

Speziell bei der Krankheitsanamnese werden gezielt die Befunde des psychopathologischen Befundes mit ihren bedeutenden Kate­gorien abgefragt

Bei der Depression z. B. müssen Symptome über mindestens zwei Wochen auftreten. Nur bei besonders schweren Symptomen genügt eine kürzere Dauer für die Diagnose.

Dabei könnte die Fragestellung dann lauten:

Während der letzten vier Wochen...

...gab es eine Zeitspanne, in der Sie sich fast jeden Tag nahezu durchgängig niedergeschlagen gefühlt haben?

Wenn ja: Wie lange hielt dies insgesamt an (2 Wochen)?

haben Sie das Interesse oder die Freude an fast allen Aktivitäten verloren?

Wenn ja:

War dies an fast jedem Tag der Fall?

Wie lange hielt das an (2 Wochen)?

In den schlimmsten 2 Wochen im vergangenen Monat...

haben Sie da ab- oder zugenommen?

Wenn nein: Wie war ihr Appetit im Vergleich zu sonst?

Mussten Sie sich zum Essen zwingen?

hatten Sie irgendwelche Schlafprobleme?

War dies fast täglich der Fall?

Auf diese Weise können Befunde sehr genau beschrieben werden.

Körper­liche Unter­suchung

Inspektion (Betrachtung)

Körperhaltung, Mimik, Bewegung, Haut

Palpation (Abtasten)

Lymphknoten, Schilddrüse, Leber/Galle, Abdomen, Pulsstatus

Perkussion (Abklopfen)

Lunge, Bauchraum, Nasennebenhöhlen, Niere, Wirbelsäule

Auskultation (Abhören)

Atemwege, Herz, Gefäße, Verdauungstrakt

Funktionsprüfungen

Blutdruck, Reflexe, Sensibilität, Bewegungsapparat (z. B. Pyramidenbahnzeichen)

Appara­tive Unter­suchung

Messapparate

EKG (Elektrokardiografie), EEG (Elektroenzephalografie), EOG (Elektrookulogramm) zur Identifizierung der REM-Phasen

Bildgebende Verfahren

Röntgenstrahlen

Analoge Darstellung: Normales Röntgen und Angiografie (mit Kontrastmittel)

Digitale Darstellung: Computertomografie (CT)

Magnetfelder

Kernspintomografie = Magnetresonanztomografie (MRT)

Gammateilchenmessung

Messung der Verteilung radioaktiver Teilchen, die ins Blut gespritzt wurden und sich im Gehirn nach dem Grad der Aktivität verteilen.

SPECT

Single-Photon-Emissions-Computer-Tomografie

PET

Positronen-Emissions-Computer-Tomografie

Ultraschall

Sonografie

Dopplersonografie

Ein tongebendes Verfahren bei bewegten Teilchen. Es gibt z. B. Aussagen über den Blutfluss.

Labor

Routine

BSG, Differenzialblutbild, Blutzucker, Leberwerte (GOT/AST, GPT/ALT, G-GT), Kreatinin

Zusätzlich

Elektrolyte, Hormone, Harn, Schwangerschaftstest

Drogenscreening

Alkohol, Amphetamine, Opiate, Barbitu­rate, Benzodia­zepine, LSD, Cannabis, Halluzinogene, Kokain

Du bist hier:

I. Grundlagen

➤ A. Diagnostik

➤ d. Testverfahren

Unterkapitel von Testverfahren:

CAGE-Fragebogen

Glasgow-Coma-Scale

MMST

Uhrenzeichen-Test

Beck-Depressions-Inventar

Beck-Angst-Inventar

Defi­nition

Da viele Befunde je nach Therapeut sehr unterschiedlich wahrgenommen werden können, wird mithilfe standardisierter Testverfahren versucht, einen gewissen Grad an Objektivier- und Quantifizierbarkeit zu erreichen.

Es gibt zahllose psychologische Tests, von denen hier nur ein paar kurze Beispiele aufgeführt werden.

Kate­gorien

Grundlegend kann man Testverfahren danach unterscheiden, ob es sich um ein Selbst- oder ein Fremdbeurteilungsverfahren handelt und ob ein Test störungsgruppenbezogen oder störungsgruppenübergreifend ist.

1. CAGE-Fragebogen

Defi­nition

Der CAGE-Test ist ein störungsgruppenbezogenes Selbstbeurteilungsverfahren.

Es geht um die Störungsgruppe der substanzbedingten Störungen, speziell um die Alkoholabhängigkeit.

Die Fragen

Hatten Sie jemals das Gefühl, Sie müssten Ihren Konsum an alkoholischen Getränken verringern? (Cut down)

Hat Ihr Umfeld schon einmal Bemerkungen über Ihren Alkoholkonsum gemacht? (Annoyed)

Hatten Sie schon einmal den Eindruck, dass Sie zu viel trinken? (Guilt)

Haben Sie schon einmal am Morgen Alkohol gebraucht, um in Form zu sein? (Eye opener)

Das Ergebnis

Jedes Ja bekommt einen Punkt. Ab 2 Punkten gilt eine Abhängigkeit als sehr wahrscheinlich.

2. Glasgow-Coma-Scale

Defi­nition

Der Glasgow-Koma-Index ist ein international anerkannter Test zur Beurteilung des quantitativen Bewusstseinszustandes. Es handelt sich um ein fremdbeurteilungs- und störungsbezogenes Verfahren.

Notfall

Dieser Test kommt in jeder Notfallsituation zur Anwendung.

Durch­führung

Augenöffnen

Wann öffnet der Patient die Augen?

Spontan (4), nach Aufforderung (3), nach Schmerzreiz (2), gar nicht (1)

Motorik

Wie reagiert der Patient?

Gezielt nach Aufforderung (6), gezielte Abwehrbewegung bei Schmerzreiz (5), ungezielte Abwehrbewegung bei Schmerzreiz (4), Beugesynergismen (3), Strecksynergismen (2), keine Reaktion (1)

Sprache

Wie kann sich der Patient verbal äußern?

Orientiert und klar (5), verwirrt (4), einzelne Wörter (3), einzelne Laute (2), keine Reaktion (1)

Ergebnis

Über 15 Punkte

keine quantitative Bewusstseinsstörung

13-14 Punkte

leichte Bewusstseinsstörung

9-12 Punkte

mittelschwere Bewusstseinsstörung

3-8 Punkte

Schwere Bewusstseinsstörung (in der Regel mit Intubationspflicht)

3. MMST

Defi­nition

Es werden kognitive Defizite festgestellt. Es handelt sich um einen störungsgruppenübergreifenden Test mit Fremdbeurteilung. Es werden z. B. Orientierung, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Rechnen, Lesen usw. getestet.

Anwendung

Es ist der am häufigsten verwendete Test zur Diagnose und Verlaufskontrolle der Alzheimer-Erkrankung.

Durch­führung

Dem Patienten werden eine Reihe von Fragen gestellt, bzw. Aufgaben gegeben. Die Dauer liegt insgesamt bei ca. 10 Minuten.

Orientierung:

In welchem Jahr leben wir?

Welche Jahreszeit haben wir?

Welches Datum haben wir heute?

In welcher Ortschaft sind wir?

Wo sind wir?

Auf welchem Stockwerk sind wir?

Merkfähigkeit

Der Untersucher spricht langsam drei Begriff vor und fragt sie dann ab.

Nach einigen anderen Aufgaben werden die drei Begriffe erneut abgefragt.

Aufmerksamkeit und Rechnen

Zählen Sie bei 100 beginnend in Siebener-Schritten rückwärts (100, 93, 86, 79, 72, 65). Nach fünf Schritten wird gestoppt.

Kognition

Dem Patienten werden zwei Gegenstände gezeigt, die er benennen soll.

Z. B. Armbanduhr, Kugelschreiber

Wiederholung

Der Patient soll einen einfachen Satz wiederholen.

Z. B. Kein Wenn und Aber.

Dabei ist nur ein Versuch erlaubt.

Kognition

Der Patient muss einer dreiteiligen Aufgabe nachkommen:

a. Nehmen Sie das Blatt Papier,

b. falten Sie es in der Mitte

c. und lassen Sie es auf den Boden fallen.

Reaktion

Die Testperson soll einen Satz lesen und ausführen.

Z. B. Schließen Sie die Augen.

Schreiben

Die Testperson soll einen beliebigen vollständigen Satz aufschreiben.

Ein Satz mit Subjekt und Verb gilt als erfolgreiche Lösung der Aufgabe.

Abzeichnen

Die Testperson soll eine Form aus zwei Fünfecken abzeichnen.

Das Bild: psych-mmstform.jpg

MMST Zeichenform

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