365 Hausmittel: Schnelle Hilfe aus der Natur-Apotheke
Von Paula Krüger
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Über dieses E-Book
• Vielfältig: 365 Hausmittel und Anwendungen zur Förderung der Selbstheilungskräfte bei Alltagsbeschwerden
• Natürliche Heilmittel: Einfach hergestellt und problemlos in der Anwendung
• Alltagswehwehchen adé: Schnelle und sanfte Linderung bei Schnupfen, Heiserkeit, Kopfschmerzen, Muskelkater & Co.
• Kinder-Special: Die besten Hausmittel gegen Schniefnase, Bauchweh, Insektenstich & Co.
Hausmittel und natürliche Heilmittel wie sie schon zu Zeiten der Großeltern verwendet wurden, erfreuen sich wieder steigender Beliebtheit. Gerade bei Alltags-Wehwehchen wie Schnupfen, Heiserkeit, Kopfschmerzen und Muskelkater sind erprobte Mittel aus der Kräuterapotheke oder einfache Anwendungen wie Hals- und Wadenwickel und Kneippgüsse zur schnellen und sanften Linderung wieder gefragt.
In diesem Sammelwerk sind 365 Hausmittel und natürliche Heilmittel mit einfachen Rezepten und Anleitungen neu entdeckt und modern aufbereitet. Erhalten Sie sich und Ihre Familie gesund, ganz ohne Chemikalien und nur mit natürlichen Zutaten aus Küche und Garten. Die besten Tipps für das richtige Verhalten im Krankheitsfall und die Förderung der Selbstheilungskräfte unterstützen die schnelle Genesung.
Dazu gibt es kompakte Nachschlageseiten für die besten Hausmittel bei Kinderwehwehchen und Erster Hilfe bei Insektenstichen, Sonnenbrand & Co. Ein wertvoller Ratgeber für die ganze Familie.
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Buchvorschau
365 Hausmittel - Paula Krüger
NATÜRLICHE HAUSMITTEL
für Gesundheit und Wohlbefinden
Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelkater oder Erkältung im Anmarsch – da muss es nicht gleich der Gang zur Apotheke sein. Altbewährte Hausmittel sind oft schneller zur Hand und helfen genauso gut, ohne den Körper durch synthetische Medikamente zu belasten.
In diesem umfangreichen Ratgeber erfahren Sie, wie Sie die Heilkraft der Natur mit Tees und Kräutermedizin nutzen und erprobte Anwendungen wie Bäder, Wickel und Inhalationen richtig einsetzen können. Wertvolle Erste-Hilfe-Tipps zeigen die besten Hausmittel bei Insektenstichen, Sonnenbrand oder Schürfwunden. Und ein Sonderkapitel verrät die sanftesten Mittel, die schon für kleine Kinder geeignet sind.
Erhalten Sie sich und Ihre Familie gesund mit natürlichen Zutaten aus Küche und Garten.
eISBN: 978-3-625-16135-6
© Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft mbH
Emil-Hoffmann-Straße 1, D-50996 Köln
Autorin: Paula Krüger
Redaktion: Stefanie Simon
Umschlagmotive:
stock.adobe.com: © aamulya (Kurkuma),
© Sea Wave (Salz), © Madeleine Steinbach (Lavendelöl),
© chamillew (Rosmarintinktur), © New Africa (Tee),
© lovelyday12 (Aloe vera)
Gesamtherstellung:
Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft mbH, Köln
Alle Rechte vorbehalten
Inhalt
Einleitung
Beschwerden der Atemwege
Erkältung
Fieber
Halsschmerzen
Husten
Rezepte aus der Natur
Kräuter für die Hausapotheke
Kräuterbäder
Kräuterteemischungen
Umschläge
Heiserkeit
Wunde Nase
Schnupfen
Nasennebenhöhlenentzündung
Hautkrankheiten
Unreine Haut und Pickel
Herpes
Warzen
Schuppenflechte
Hautpilz
Hühneraugen
Hausmittel für Kinder
Beschwerden an Muskeln und Gelenken
Muskelkater
Verspannungen
Muskelkrampf
Arthrose
Aktivierte Arthrose
Gicht
Verstauchung
Beschwerden der inneren Organe
Kopfschmerzen
Sodbrennen
Magenschleimhautentzündung
Völlegefühl
Darmträgheit
Reizdarm
Durchfall
Blasenentzündung
Reizblase
Leberbeschwerden
Erste Hilfe bei Insektenstichen, Sonnenbrand & Co.
Insektenstiche
Sonnenbrand
Schürfwunden
Blasen
Prellungen
Übelkeit
Register
WICHTIGER HINWEIS
Alle Angaben, Ratschläge und Tipps in diesem Buch wurden nach dem aktuellen Wissensstand sorgfältig erarbeitet. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Verlag und Autoren haften nicht für eventuelle Nachteile und Schäden, die aus den im Buch gemachten praktischen Hinweisen resultieren. Die in diesem Buch gemachten Vorschläge sind Anwendungen für Erwachsene und ersetzen nicht die Untersuchung und Betreuung durch einen Arzt.
ZUM GEBRAUCH DIESES BUCHES
Die Hausmittel und Anwendungen in diesem Buch sind, mit Ausnahme des Sonderkapitels auf Seite 102 – 107 , für die Behandlung Erwachsener gedacht.
Soweit nicht anders beschrieben, sind alle im Buch verwendeten Kräuter und Pflanzenteile in getrocknetem Zustand zu verwenden.
EINLEITUNG
Natürliche Heilmittel
DIE BEWÄHRTE KRAFT DER HAUSMITTEL
Natürliche Heilmittel als Alternative zu synthetischen Medikamenten erleben derzeit ein großes Comeback. Die selbstverständliche Einnahme von Medikamenten wird, gerade bei alltäglichen Beschwerden, zunehmend kritisch gesehen, zu oft sind schädliche Nebenwirkungen zu befürchten, zumindest aber eine unnötige Belastung des Organismus. Viele haben noch Mittel aus Kindertagen in Erinnerung, die bei Erkältung, Magenbeschwerden und anderen harmloseren Leiden zum Einsatz kamen, meist basierte die Behandlung auf Kräutertees, Wickeln und Bädern. Diese traditionellen Mittel der Volksmedizin werden heute wiederentdeckt und gegen vielerlei Beschwerden erfolgreich eingesetzt, die Wirksamkeit verschiedener pflanzlicher Inhaltsstoffe konnte auch schon wissenschaftlich nachgewiesen werden.
Der Gebrauch von Kräutern scheint so alt zu sein wie die Menschheit selbst. Kräuter wurden schon in der Steinzeit wertgeschätzt, das belegen Funde im heutigen Irak, wo sie als Grabbeigaben entdeckt wurden. Ihre tatsächliche Verwendung zu Heilzwecken wurde erstmals auf babylonischen Tontafeln aus dem 3. Jahrtausend vor Christus festgehalten. Aus dieser Zeit stammt auch eine umfangreiche Sammlung schriftlicher Zeugnisse aus Ägypten über die Heilwirkung von Pflanzen, ähnliche Sammlungen sind aus China und Indien bekannt, wo dort beschriebene Mittel bis heute fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der ayurvedischen Heilkunst sind.
Auch in der europäischen Antike wurde das Wissen um die Wirkung von Heilkräutern genutzt und erweitert. Als einer der Begründer der abendländischen Medizin gilt Hippokrates, der eine umfangreiche „Kräuterlehre" verfasste. In Deutschland waren es die mittelalterlichen Klöster, die in ihren Bibliotheken und in ihren Kräutergärten das Wissen über Heilpflanzen und ihre Verwendung kultivierten. Noch heute wird die Äbtissin Hildegard von Bingen verehrt, die ihre medizinischen Kenntnisse in Rezepten für konkrete Beschwerden nutzbar machte.
VOM RÖMISCHEN BAD ZUR WASSERTHERAPIE
Aber nicht nur die heilende Wirkung von Kräutern, sondern auch die des Wassers ist seit alters her bekannt. In der griechischen und römischen Antike dienten öffentliche Bäder nicht nur der Reinigung, sie waren ein Ort der Regeneration und auch der Therapie durch die Anwendung heißer und kalter Bäder. Erst in der Neuzeit wurde in Deutschland die Wirkung der natürlichen Thermalquellen wiederentdeckt und genutzt, es entstanden vielerorts Badeanlagen, der Zusatz „Bad" wurde Bestandteil der zugehörigen Ortsnamen. Bekanntester Vertreter der Wassertherapie ist der Pfarrer Sebastian Kneipp, der im 19. Jahrhundert die noch heute angewendeten Standards für die kneippschen Bäder, Wickel und Güsse etablierte.
DIE MODERNE MEDIZIN SINNVOLL EINSETZEN
Die Entwicklung von synthetischen Medikamenten im 20. Jahrhundert hat sich als Segen für die Menschheit erwiesen. Mit ihnen konnten erstmals viele Erkrankungen, die mit großem Leiden einhergehen oder tödlich enden können, wirksam behandelt werden. Bei ernsthaften Erkrankungen können diese Medikamente durch Naturheilmittel nicht ersetzt, bisweilen aber sinnvoll ergänzt werden. Bei alltäglichen Beschwerden und harmlosen Erkrankungen jedoch lohnt sich eine Rückbesinnung auf die schonenden Heilkräfte aus der Natur.
Richtiges Verhalten im Krankheitsfall
DER ARZTBESUCH IST WICHTIG
Wenn körperliche Beschwerden auftreten, sollte man nicht auf den Besuch beim Arzt verzichten. Das gilt insbesondere bei Kindern, Schwangeren oder Menschen, die an Vorerkrankungen leiden. Aber auch bei unerklärlichen Symptomen, starken Schmerzen, Fieber, Benommenheit, länger anhaltenden oder häufiger auftretenden Beschwerden sollte die Ursache unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Gemeinsam mit dem Arzt kann eine geeignete Therapie besprochen werden, auch kann er individuelle Hinweise zum Einsatz von alternativen oder begleitenden Maßnahmen wie Tees, Salben, Bädern, Wickeln, Inhalationen geben. Fragen Sie konkret nach geeigneten Mitteln oder halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie ein bestimmtes Hausmittel anwenden möchten.
BEWEGUNG TUT GUT
Die früher oft verordnete strikte Bettruhe ist heutzutage umstritten, wenn eine Erkrankung nicht automatisch ins Bett zwingt. Fühlt man sich erschöpft, sollte man schlafen oder ruhen, lässt die Kraft es aber zu, tut auch ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft oder zumindest ein ausgiebiges Recken und Strecken am offenen Fenster gut. So wird die Tätigkeit von Herz und Lunge angeregt, auch verhindert ein bisschen Bewegung den Abbau der Muskulatur. Hierbei sollte man aber Maß halten und sich keine Anstrengung zumuten. Wichtig ist in jedem Fall, regelmäßig zu lüften und durch Wasser oder geeignete Tees für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen.
Zubereitung von Heilmitteln
Es gibt einige Heilmittel, die schon durch den einfachen Verzehr ihre Wirkung entfalten, wie zum Beispiel das Kauen von Haselnüssen gegen Sodbrennen. Oft ist jedoch mehr Aufwand nötig, um die in den Pflanzen enthaltenen Wirkstoffe für den Körper nutzbar zu machen. Je nach Pflanze wird dabei auf die Blüten, die Früchte oder Samen oder auch die Wurzeln oder die Rinde zurückgegriffen. Gelöst und damit nutzbar gemacht werden die Inhaltsstoffe durch die Einwirkung von Hitze, Wasser, Öl oder Alkohol. Durch die unterschiedlichen Verfahren enthält man so ein pflanzliches Heilmittel als Tee oder Absud, als Öl oder Tinktur oder auch als Salbe, das dann – je nach Mittel und je nach Beschwerden – eine innerliche oder äußerliche Anwendung möglich macht.
AUFBEWAHRUNG
Bei der Aufbewahrung sollte das Mittel von allen Einflüssen, die das Mittel verändern und damit in seiner Wirkung beeinträchtigen können, ferngehalten werden. Am besten eignen sich Verpackungen und Gefäße, die vor Lichteinfall und Feuchtigkeit schützen, also beispielsweise Weißblechdosen und dunkle Glasgefäße, die an einem kühlen Ort aufbewahrt werden.
ANWENDUNG
Die wirksamen Inhaltsstoffe von Pflanzen, aber auch Bäder und Wickel haben einen Effekt auf den Organismus. Deshalb sind die richtige Dosierung und Anwendungsdauer wichtig, um die gewünschte Wirkung zu erzielen, unerwünschte Wirkungen aber zu vermeiden. Jeder Organismus hat seine Besonderheiten und reagiert individuell. So kann ein Mittel bei einer Person den größten Erfolg haben, bei einer anderen aber überhaupt keine Wirkung zeigen. Viele der pflanzlichen Mittel entfalten ihre Wirkung erst nach einiger Zeit der regelmäßigen Anwendung, deshalb ist manchmal etwas Geduld gefragt. Wenn allerdings eine Unverträglichkeit festgestellt wird, sollte die Anwendung sofort abgebrochen werden.
Bei einigen pflanzlichen Mitteln besteht natürlich die Gefahr einer allergischen Reaktion. Wenn Sie zum Beispiel eine Allergie gegen Korbblütler haben, sollten Sie selbst die vielseitige Kamille meiden. Es empfiehlt sich in jedem Fall, eine Rezeptur dahingehend zu überprüfen, ob Sie auf einen der Bestandteile allergisch reagieren könnten.
Besonders vorsichtig sollte man bei der Anwendung von Hausmitteln während der Schwangerschaft sein. Einige von ihnen können unter Umständen mehr schaden als nutzen. So können einige Kräuter, wie zum Beispiel der Rosmarin, Wehen auslösend wirken. Halten Sie also Rücksprache mit Ihrem Frauenarzt, denn nicht nur das gewählte Mittel, sondern auch die Schwangerschaftswoche kann entscheidend sein, ob ein Mittel geeignet oder aber ungeeignet ist.
Auch bei Kindern sollten Hausmittel generell mit Bedacht eingesetzt werden. Das gilt besonders für Babys und Kleinkinder, die auf die Wirkstoffe der Pflanzen sehr viel empfindlicher reagieren als Jugendliche und Erwachsene. Für Babys und Kleinkinder sind zum Beispiel ätherische Öle tabu. Für Kinder unter einem Jahr auch Honig, da er Bakterien enthalten kann, die der unausgereifte Organismus noch nicht unschädlich machen kann. Die Mittel und Anwendungen in diesem Buch sind in erster Linie für die Anwendung bei Erwachsenen gedacht. Eine Anwendung bei Kindern sollte, auch hinsichtlich der Dosierung und Dauer, mit dem Kinderarzt besprochen werden. Einige sanfte Hausmittel für die kleinen Patienten finden Sie in einem Sonderkapitel ab S. 102.
