Fliegen statt Siegen: Vom Kopffüßler zum Herzensmensch
Von Birgit Medele
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Über dieses E-Book
Birgit Medele ist Spezialistin für Freiheit. Nach der Freiheit VON Dingen und Konventionen entwirft sie in ihrem dritten Buch die Freiheit FÜR ein neues Menschenbild: herzzentriert statt kopfgesteuert – fliegen statt siegen. "Leben statt kleben", "Hurra! Ich bin kein Engel" und "Fliegen statt siegen!" fügen sich damit zu einer Trilogie über das Verlassen menschlicher Störfelder und den Abflug in eine freie Gefühlswelt.
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Hurra! Ich bin kein Engel: Vom Abenteuer MenschSein Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLeben statt kleben: Loslassen, Ballast abwerfen und die Leichtigkeit des Seins wiederentdecken Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
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Buchvorschau
Fliegen statt Siegen - Birgit Medele
Ego versus Herz
Wovon sind die Menschen am meisten abhängig? Was können wir nicht mehr sein lassen, auch wenn wir darunter leiden? Das Denken. Es bescherte uns den Intellekt und schließlich den Fluch, den Verstand nicht mehr abschalten zu können. Wir sind in Gedanken versunken, mitgerissen von unablässigen Assoziationsketten, festgezurrt im klebrigen Netz des Gedankengewirrs. Wir sind einer Stimme im Kopf ausgeliefert, die ununterbrochen kommentiert und meist verurteilt. Diese Stimme ist das Ego. Es hat sich bei uns einquartiert, im Laufe der Jahrtausende die Zügel in die Hand genommen und sich zum Diktator emporgeschwungen. Sein Deckname ist Persönlichkeitsstruktur, kurz „ich. Das Ego ist ein Maskenbildner: es speichert Erfahrungen, bläht sie zu Meinungen und Weltbildern auf und konstruiert sich aus diesen Bausteinen ein SelbstBild. „Du brauchst eine Identität!
sagt es. „Du musst etwas werden, etwas darstellen!"
Im ersten Lebensdrittel ist das Ego ein notwendiger Bestandteil, wir wachsen heran, ergreifen Berufe und gründen Familien. Alles hat seine Zeit. Deshalb macht es keinen Sinn, Teenagern Selbstzentriertheit vorzuwerfen oder einem Kleinkind, das mit „das ist meins!" ein Spielzeug an sich reißt, Vorträge über die Tücken des Ego zu halten. Erst wenn 45-Jährige ihre Spielsachen zu ernst nehmen, besteht Anlass zur Innenschau.
Menschheitsgeschichtlich gesehen ist der Intellekt ein Zwischenschritt, der uns zu Errungenschaften verholfen hat. Wir können Symphonien niederschreiben, Raketen abfeuern, mathematische Formeln auf Tafeln kritzeln, philosophieren und Computer bauen. Letztendlich hat der Verstand uns jedoch übertölpelt und von uns Besitz ergriffen. Die Bausteine, aus denen wir unser „ich basteln, werden von Jahr zu Jahr mehr: meine Kindheit, Jugend, Ausbildung, Familiengeschichte, Berufslaufbahn, Ehrenämter, Verpflichtungen, Versicherungspolicen… Das „ich
wird immer komplexer und die Instandhaltung dieses GedankenGebäudes verschlingt den Großteil unserer Lebenskraft. Denn Gedanken bestehen aus Energie und ihre Produktion verbraucht Energie.
Das Leben wird schwer, weil das SelbstBild weiterexpandiert, bis es uns „runterzieht". Das Herz möchte MentalBallast abwerfen, doch das Ego lässt sich nicht beirren und bastelt weiter am Image. Seine Lieblingswörter sind ich, mich, mir und mein und die schmuggelt es in den Großteil aller Sätze und Gedankengänge hinein. Es redet am liebsten über sich, erzählt Anekdoten aus der Vergangenheit oder diskutiert Zukunftspläne – Hauptsache, es geht um mich. Dabei schmückt es sich gern mit fremden Federn und greift auf Familienmitglieder oder Bekannte zurück, wenn es sonst nichts zu berichten gäbe. „Mein Sohn…" Es kommentiert das Leben anderer von subtil-humorvoll bis eiskalt-vernichtend, aber immer herablassend. Denn das Ego ist auf Energiezufuhr von außen angewiesen. „Weißt du, was sie dann gemacht hat?" Um sich aufzuspielen, muss es diese anderen nicht persönlich kennen oder sicher sein, dass es sich um Tatsachen handelt. Auch Berichte aus fünfter Hand sind willkommen und werden gerne weitergegeben und ausgeschmückt. Mit der Wahrheit nimmt es das Ego nicht so genau. Wem die laut ausgesprochene Klatsch-Variante zu plump ist, greift diskret auf Kolumnen, Onlineforen oder soziale Medien zurück, um sich die erforderliche Dosis Überheblichkeit reinzuziehen. Das Ego tankt auf, in der beruhigenden Gewissheit, dass es bei anderen auch nicht besser läuft. Es pervertiert sogar den Trost.
Das Ego fühlt sich meist unverstanden und das zu Recht. Denn wer es auf „dickes Auto, dicker Geldbeutel reduziert, kratzt nur an der Oberfläche und übersieht 99% seiner Inkarnationen. Es kann weit mehr und hat sämtliche Opferrollen drauf, von „niemand versteht/liebt mich
bis hin zum Märtyrer. Es ist keinesfalls nur materialistisch, im Gegenteil! In seiner religiösen oder spirituellen Version blickt es milde auf die armen Irren herab, die ihr Heil im Konsum suchen. Vergeblich? Hätte es ihnen gleich sagen können. Es belächelt die fashion victims und ihre Modetrends „wer unterwirft sich zuerst? Ego trägt einen leicht gequälten Gesichtsausdruck, wenn „Unbewusste
sich über Fernsehprogramme, Wettervorhersagen oder Videospiele unterhalten. Es spezialisiert sich auf Arroganz in der subtil-insgeheimen Variante, in Ausnahmefällen auch offen zur Schau getragen.
Es hat sich das Abgrenzen zur Lebensaufgabe gemacht und ordnet sich ständig ein: ob über- oder unter-, spielt keine Rolle. Es leidet unter dem permanenten Unterwerfungs-Dominanz Auf und Ab, sieht aber keinen Ausweg. Ego hängt in der „Ich bin besser-schlechter als"-Achterbahn fest und hat es satt, aber was tut man nicht alles für eine Identität. Es kann nichts lassen wie es ist, sondern zwingt jedem dahergelaufenen Gegenstand ein statement auf. Der Krawatte fiel es gar nicht auf, dass sie ihre Träger in Spießer verwandelt? Auch der Turnschuh hatte keine Ahnung, dass er eine Aussage macht: rebellisch, klassisch, girlie, vintage, vegan – was hätten Sie denn gerne? „Egal, her damit sagt Ego. Egal ob Leinenbeutel oder Designertasche, Hauptsache, man weiß, wo man dazugehört! Wollen wir Plastiktüten und DosenUser verachten und die Jutetasche als Ehrenabzeichen missbrauchen? Ego zieht die Vergleichskartei heraus, sucht die passende Kategorie und stempelt am Ende das obligatorische „für gut/schlecht befunden
über die Lochkarte. Pausenloses Einordnen aller Mitmenschen und Situationen, inklusive der eigenen Wenigkeit, ist ein stressiger Job. Ego klagt über Müdigkeit und Energiemangel. Wenn ihm das alles zu viel wird, kultiviert es den bewussten Verzicht als das AlleinSeligmachende. Welche neue Hauptrolle ist lohnender: Aussteiger, ewiger Rebell oder Vorstandsvorsitzender des Minimalismusvereins?
Wir haben Selbstbilder entworfen und wieder abgestoßen, andere restauriert oder auf Hochglanz poliert. Dieses Sammelsurium an Rollen und Meinungen muss nun aufrechterhalten werden. Der Verstand vereinnahmt uns, wir bemerken oft gar nicht mehr, dass wir von Gedanken und daraus entstehenden Emotionen ferngesteuert sind. Wenn wir in assoziativen Feldern feststecken, nehmen wir die tatsächliche Situation nicht mehr wahr. Wir liegen im Bett, alles warm und sicher – soweit, so gut. Warum wälzen wir uns von einer Seite auf die andere? Weil uns so viel durch den Kopf schießt. Wir sind gedankenverloren, umgetrieben vom nächsten „was, wenn…?" Der Kopf hat sich vom Körper abgetrennt und hält uns in einer Phantomwelt angsterregender Konzepte gefangen. Das Ego hat uns in sein Labyrinth aus Halluzinationen gelockt, wir tapsen von einem wirren Gedankengang in den nächsten und finden nicht mehr heraus.
Bis wir uns an den Ausweg aus dem Kopfkino erinnern und erleichtert in die unmittelbare Umgebung zurückplumpsen. Nur ein Stockwerk tiefer ist alles in Ordnung. „Entwarnung! Ich liege gemütlich im Bett, momentan alles im grünen Bereich."
Die Freiheit beginnt beim Hinterfragen der MentalKonzepte, die wir mit der „Realität" verwechseln. Wir müssen nicht alles glauben, was uns durch den Kopf geht! Das Ego hat den Zugang zum Herzen unter Kopflastigkeit verschüttet und wir bezahlen einen hohen Preis: die Lebensfreude. Wenn Gedankengerüste die Wahrnehmung vernebeln, begegnen wir keinem Mitmenschen mehr, sondern nur den Bildern, die wir uns von ihnen machen. Mein Kollege, Vater, meine Ärztin, Chefin… Wir sind „im Bilde", das heißt vollgestopft mit Vergangenheit, in Rollenspielen verheddert und daher unfähig zu wahrer Kommunikation.
Das Ego ist der unablässige Gedankenstrom, der uns zu Kopffüßlern macht und vom Herzen abschneidet. Wir versickern im Morast sinnlosen ImKreisDenkens und schwupps, ist uns wieder ein kostbarer Augenblick abhanden gekommen, obwohl wir mittendrin sitzen. Wir sind nur scheinbar anwesend: Der Körper mag sich in einem Konzertsaal befinden, doch die Musik wird immer wieder ausgeblendet, weil wir abschweifen und gedanklich woanders sind. Das Ego entfremdet und entführt uns vom Leben, „verkopft". Es entgeht uns, wie das Kind lacht, die Sonne untergeht, das Blatt vom Baum fällt… Der Vogel singt an uns vorbei und Schönheit geht ins Leere, weil wir Definitionen dazwischengeschaltet haben: ein Rotkehlchen, ein Eichenbaum, ein Rokkokogebäude, ein impressionistisches Gemälde. Wer sieht da noch Formen und Farben, wer entziffert Geräuschkulissen, andächtig? Wir haben ein Begrenzungs-Programm am Laufen, das uns am Leben vorbeisteuert. Kein Wunder, dass Ego Definitionen liebt, der Wortstamm umfasst sein Gesamtprogramm: festsetzen, abgrenzen, einschränken, begrenzen, beschränken, Defizit, deformieren, defensiv, Degen und degeneriert – „da ist alles drin! ruft Ego begeistert. Es feilt schon am nächsten AusDruck und markiert das geruhsame Wesen, das uns leise zuwinkt, als „Baum
.
Die Definition leistet ganze Arbeit und presst sofort allen Lebenssaft der Unmittelbarkeit aus unserer Begegnung. Kommunion wird unmöglich, Assoziationsketten ziehen uns weiter und weiter auseinander: ein Laub-, Nadel-, Obst-, Nutz-, Zier-, Apfel- oder EichenExemplar? Ein Baum, der zu Holz verarbeitet wird? Der nicht gefällt werden soll, der erkrankt oder bedroht ist und geschützt werden muss? Der so und so alt oder so und so viel wert ist… Wir hängen wieder im Kopf fest, inklusive Brett davor.
Das Herz weiß den Ausweg aus dem Getrenntsein, das der EgoScanner uns auferlegt. Es ruft uns nach innen, in die unermesslichen
