Über dieses E-Book
Leinad Treppe
Leinad Treppe lebt zurückgezogen und versteckt im Wendland. Gerüchten zufolge liest er einmal im Jahr während der Kulturellen Landpartie im Wendland in der Kellerassel des Kulturvereins Raum2 e.V.
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Rezensionen für Erzählungen und Artverwandtes
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Buchvorschau
Erzählungen und Artverwandtes - Leinad Treppe
Für Rachel
Inhaltsverzeichnis
Wie ich berühmt wurde
Kübel-Geschichten
Mein Therapeut riet mir
Zeitgespräche
Nasr-Edin und die Freuden des Sultans
Eine Rose für Dich
Wie ich berühmt wurde
Oder: Die Wahrheit über die Heinrich-Heine-Haus-Besetzung
Es gibt Dinge im Leben, die kann man planen. Dann führt man sie durch und sie funktionieren oder eben nicht. Es gibt aber auch Dinge, die kann man nicht planen. Wenn sie passieren, kann man versuchen, dass es klappt. Manchmal geht es aber auch schief. Und es gibt Dinge, die geschehen erst gar nicht. Oder sie geschehen ohne ersichtliche Ursache Und manchmal planen auch andere Menschen etwas. Das korrespondiert dann entweder mit den eigenen Vorhaben oder sie verhaken einander. Einer Mischung aus diesen Möglichkeiten verdanke ich es nun, dass ich berühmt geworden bin.
Erinnern sie sich an Peter Handke? Ich frage nicht, ob sie seine Bücher gelesen haben, das haben nämlich die wenigsten, sind auch nicht so wichtig, aber alle sagen sogleich: „Peter Handke? Klar! Publikumsbeschimpfung!" Damit ist sein Name verknüpft, bis heute. Die Studenten lernen so etwas in Literaturseminaren, ohne auch nur eine Zeile von ihm gelesen zu haben. Natürlich war das alles geplant, das Stück hieß ja auch so. Aber gewirkt hat es, bis heute.
Es gab da auch mal einen Autor, der sich bei einer Lesung mit einer Rasierklinge die Haut aufgeschnitten hat. Das war auch geplant. Reine Effekthascherei. Die Leute erinnern sich vielleicht noch an den Vorfall, aber wie hieß er nur? Und Friedensreich Hundertwasser hatte mal nackt eine Lesung gehalten. Berühmt wurde er wegen anderen Dingen, aber ungefähr in der Symbiose aus derartigen Handlungen wollte ich mich auf den Olymp der Kunst hieven (ohne Blutvergießen, selbstverständlich), meinen Namen auf lange Zeit in die marmornen Tafeln der Kunstschaffenden meisseln, unvergessen meinen Namen neben all den anderen Berühmtheiten stehen sehen. Warum? Um dann ein breites, cremiges Leben auf einer abgelegenen griechischen Insel zu genießen und ab und zu mal ein Buch zu schreiben. So ungefähr stellte ich mir das vor. Eine typische Männerphantasie eben. Und ich war überzeugt davon, daß der Erfolg nicht von alleine kommen würde, dafür müsste man schon etwas tun, schließlich konnte ich nicht darauf warten, bei irgendeiner zukünftigen Lesung auf ein nervendes Publikum zu stoßen, das ich beschimpfen könne. Außerdem hatte es das ja schon gegeben, und außerdem wäre heutzutage der Aufschrei lange nicht mehr so groß, so nachhaltig, so laut, so dass es mich berühmt gemacht hätte und mir ein schönes Leben ermöglicht hätte. Heutzutage muß man schon in die Tagesthemen. Und das über mehrere Tage hinweg. Direkt neben Krieg, Gesundheitsreform, Bombenanschlägen, Steuerreform, Natur-katastrophen und den Arbeitslosenzahlen.
Als ich noch studierte kam ich bei einem Besuch des Heinrich-Heine-Hauses in Lüneburg darauf, es zu besetzen. Während meiner Lesung in diesem Haus der Literatur. Das Haus war ideal, um sich in ihm zu verbarrikadieren, die Fensterfront im ersten und zweiten Stock zeigt zum Marktplatz Richtung Innenstadt, die Türen und Aufgänge sind klein und schmal. Aber der Reihe nach. Bevor ich loslegen konnte, galt es noch ein paar Hürden zu nehmen. Aber mein Plan reifte in mir. Jahrelang. Zunächst brauchte ich irgeneine Veröffentlichung, egal wo. Dann nämlich konnte ich ein neun-monatiges Stipendium im Heinrich-Heine-Haus beantragen. Sie förderten nämlich nur das zweite Buch. Während dieser Monate bekam der Stipendiant 500 Euro im Monat und wohnte im Haus im ersten Stock in der eigens für ihn vorgesehenen Wohnung, wo er schreiben sollte. Am Ende der neun Monate fand dann die Lesung statt, die ich zu meinem großen Auftritt werden lassen wollte.
Bei der ersten Veröffentlichung half mir der MDR (warum nur `mitteldeutscher Rundfunk´? Waren die Ostgebiete denn immer noch von Polen besetzt?). Ich beteiligte mich an einem Autorenwettbewerb, gewann zwar nichts, doch gehörte meine Kurzgeschichte zu den zwanzig, die in einem Sammelband veröffentlicht wurden. Das war nicht viel, aber ich konnte meinen Antrag im Literaturhaus damit einreichen. Überraschenderweise schrieben sie mir, daß ich in die engere Wahl gekommen sei, daß sie mich gerne sehen würden, da mein bisheriges Oeuvre doch recht bescheiden sei und sie feststellen wollten, wieviel Substanz denn so in und hinter mir lauern würde. Ich war recht aufgeregt an dem Tag als ich den beiden Frauen und dem Mann, die sich mir als das Entscheidungskomitee vorstellten, gegenübersaß und ihre Fragen beantwortete. Aber als ich mich erstmal warmgeredt hatte, lief es eigentlich ganz gut für mich. Ja, reden kann ich. Das habe ich bei Referaten in einigen Seminaren üben können. Ich
