Über dieses E-Book
Stephan Kessler
Der Autor Stephan Kessler ist 1947 in München geboren, wo er auch lebt. Der gelernte Speditionskaufmann arbeitete unter anderem auch beim Freistaat Bayern. Von Jugend an schreibt er Gedichte und machte Lichtbilder, mit denen er seine Bände illustriert. Diesen Band gestaltet er mit seinen Mandalas aus. Er befasst sich auch mit Computerkunst und der Gesangskunst als Solist und im Chor. Literarische Prosatexte verfasst er erst in neuerer Zeit. Seine Werke sind begründet auf seiner Lebenserfahrung.
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Buchvorschau
Hieroglyphen 1 - Stephan Kessler
Inhaltsverzeichnis
000 Das Sinngedicht an den Leser
001 Zum Geleit
Rhetorische Fragen
01 Gedenken
Zum 75. Jahrestag der Ermordung von Hans Quecke und Harald Dohrn in München am 29. April 2020
02 Naturlyrik
mein baum
Mal ganz Ohr
Nie ist’s recht!
03 Lesen / Bücher
hieroglyphen
Lesen: genial!
04 Humor
Alle Tage
Ein Haus
Ein Boot
Modewort
Der Mensch lebt gar nicht gern allein
Immer diese Entscheidungen!
Oh wei, oh wei!
Filmriss
Juxgedicht
Pförtner Petrus
Humor
Münchner G’mütlichkeit
05 Nonsens
Wir rattern und knattern
Der Schotte in der Grotte
06 Krankheit / Gesundheit
wahnergeben
Brillenlos
Endstation Wahn
07 Lebenslust
Hingegeben
Des Lebens Klang sei rein und klar
Zwischen Erd‘ und Himmel schweben
Rückblick
Zeitvertreib
Muse Euterpes Gunst
Fortschritt!
Zu später Stunde
Im Taumeltanz
Viele Fragen – eine Antwort
Rotes Tuch
08 Lebensbewältigung
Eigenständig
Selbsttröstung
Auf zu neuen Ufern!
leben meistern – glücklich sterben
Immer wieder
Droge ohne Gift
Arbeit
Erkenntnis
Geschafft!
Selbstgespräch (1)
Gute Aussichten
Kunststück
Umgemünzt
farbgedicht: danke
Zwei Gedanken?
09 Lebensmut
Couragiert durchs Leben!
Durch schwere Lagen
Je höher die Trauben, desto süßer der Genuss
Tatkraft verändert
Zwischenbilanz nach fünfzehn Jahren Ruhestand
Empor aus tiefsten Tiefen
Vorwärts!
Nur zu!
Selbsthilfe
Das Erlebte war dein Glück
10 Träume
Ergeben hingesunken
Deute deine Träume!
Schlichter Traum
vom träumen
11 Reisen
Schönen Urlaub!
Gruß vom Petersplatz zu Rom
Resümee des Inzell-Urlaubs 2019
Rückflug-Gedanken von DUS nach MUC
12 Glaube
Morgengebet
In Memoriam Dr. Ernst Viktor Kessler
Zuversicht!
Mein Glaube
Hilf mir, Herr, aus finst’rer Nacht!
Vertrau auf Gott, den Herrn!
Nachtgebet
Zuversicht? Zuversicht!
13 Alltag
Fragen Antworten von Berufs wegen
Du tust, was dir Gewohnheit ist
Grau und Weiß und Rot
Gute Nacht!
Gute Nacht! – Variante –
14 Heute
Sei jetzt hier!
Dieser eine Tag
das leben
Ins Ungewisse
15 Geburtstag
Ständchenschreiber
Es kommt ein Vogerl geflogen…
Vorm neuen Lebensjahr
Ständchen mir selbst – ganz ohne Anlass
Für Ständchenschreiber
Geburtstagsständchen „allgemein"
Geburtstagsständchen „allgemein" (1)
16 Kindheit
Unwiderstehlich
Unwiderstehlich (1)
Unwiderstehlich (2)
Unwiderstehlich (3)
Unwiderstehlich (4)
Unwiderstehlich (5)
17 Sport
Sportlich
Lieblingssport
kein schöner land (2)
Wanderpausen zu Ruhpolding
Spaziergang in Ruhpolding
verzögert nachempfunden
18 Liebe
…wird alles werden endlich gut
Du bist
Ganz zart und sanft
Vereint
So nah!
Du mein und Ich ganz Dein
19 Rückblick
Beste Wünsche (zur Jahreswende)
Nachwort
Abbildungsverzeichnis
Titelseite: „Magazin Staatsbibliothek" München 2007
Abbildung 1: „Galerie Staatsbibliothek"
Abbildung 2: „Nanu!"
Abbildung 3: „Verwirrung"
Abbildung 4: „Zehn Stühle"
Abbildung 5: „Bild im Bild"
Abbildung 6: „Der Ablichter"
Abbildung 7: „O2-Turm"
Abbildung 8: „Eisbachsurfer"
000 Das Sinngedicht an den Leser
Wer wird nicht einen Klopstock loben?
Doch wird ihn jeder lesen? – Nein.
Wir wollen weniger erhoben
Und fleißiger gelesen sein.
Gotthold Ephraim Lessing
1729 – 1781
001 Zum Geleit
Rhetorische Fragen
Aus jeder Richtung, off’nen Seiten
prasseln Wörter auf mich ein,
sie alle wollen mit mir streiten,
zwiegesprächig mit mir sein.
Stets mich Gedichte suchen, finden,
als wäre ich ihr engster Freund.
Sie trachten, sich an mich zu binden,
sie wollen sein mit mir vereint.
Ich gehe oft mit ihnen schwanger
und brüte viele Sätze aus.
Aus schmalem Vers wird so ein langer
und manchmal wird ein guter d’raus.
Bin ich vielleicht der Lyrik Sklave,
ihr Diener oder ihr Lakai?
Seh‘ ich gut aus, bin ich der Brave? –
Ich fühle längst mich nicht mehr frei!
Sie werden wissen, was sie haben
an einem großen, kräft’gen Mann.
Sie fressen Worte wie die Raben
und fangen gern von vorne an.
Ich fühle mich an sie gebunden,
sie tun mit mir, was sie nur woll’n.
Sie haben mich schon früh gefunden
und bringen rasch den Stein ins Roll’n.
Was soll denn jetzt aus mir nur werden?
Wo führt das Ganze mich nun hin?
Wie wird die Lyrik sich gebärden?
Hat alles Dichten Ziel und Sinn?
4. 12. 2018
01 Gedenken
Zum 75. Jahrestag der Ermordung von
Hans Quecke und Harald Dohrn in München
am 29. April 2020
Du hast einst, lieber Hans, die Erna Frank gefreit,
warst selbst im Jahre eins in Duisburg einst geboren.
Ein guter Staatsbeamter warst Du jene Zeit,
nachdem der Erste Weltkrieg achtzehn ging verloren.
Sechs Söhne hat Dir Erna seinerzeit geschenkt,
der erste konnte Jesuitenpater werden. [gelenkt.
Nach Deutschlands Hauptstadt hast Du deinen Klan
Im Wirtschaftsministerium bliebst Du ohn‘ Beschwerden.
Zwei Wochen nur vor Ende jenes Krieges Zwei
bist zu den Schwestern Herta, Else Du gekommen.
Du glaubtest dran, der Krieg, die Not wär’n bald vorbei.
Das Kohlereferat¹ hast Du auch
