Die Business Synergetik BeComE® Selbstwertmanagement: steigert dauerhaft die Finanzkraft
Von Ludwig Utz
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Über dieses E-Book
Für das neu aufzubauende Wissen ermittelt die Business Synergetik zunächst die Leistungsprofile der Beteiligten, darauf wiederum aufbauend deren individuelle Zielvorstellungen, analysiert und bewertet dann die bestehenden Kausalitäten (Ursache-Wirkungs-Beziehungen) und sichert den daraus resultierenden Erkenntnis- und Lernvorgang gehirn- und computertechnisch ab.
Ludwig Utz
Ludwig Utz ist Versicherungskaufmann und Buchautor. Seit Jahren beschäftigt er sich mit den Themen Existenzgründung und Coaching. Er ist als Gründercoach beim Kreditinstitut für den Wiederaufbau (KfW) gelistet.
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Die Business Synergetik BeComE® Selbstwertmanagement - Ludwig Utz
Kapitel 1 Die synergetischen Arbeitshilfen
Die Zusammenfassung
Ziel des Kapitels ist es, die synergetischen Arbeitshilfen zu erläutern und am Beispiel der Gründung eines Franchise-Unternehmens deren Wirkungsweise vorzustellen. Dazu werden behandelt:
Die Denkfähigkeit wird eingesetzt für den ganzheitlichen Denkansatz, das systemisch vernetzte Denken und den darin integrierten Lerneffekt.
Die Komponenten des IT-Managements sind das Data-Mining, die soziale Netzwerkanalyse, die Chronik der Ereignisse und die geregelte Informationsverarbeitung.
Die organisatorischen Maßnahmen sind die Stellenbeschreibung, das Leistungsprofil, die Rechenschaftspflicht sowie formalisierte und offene Netzwerke.
Das Cash Flow Management dient der Feststellung der finanziellen Mittel und deren finanztechnischer Überwachung.
Zum Business- und Finanzplan werden die Rahmenbedingungen, die Leitlinien und die finanzielle Absicherung erläutert.
Zum praktischen Beispiel eines Franchise-Unternehmens werden dargestellt die Geschäftsidee, die Markteinschätzung, das Alleinstellungsmerkmal, die Organisationsgestaltung, der Persönlichkeitswert, die Nachgründungskosten, die Wettbewerbssituation, das Electronic Banking und das Verstehen der Systemzusammenhänge.
Das Inhaltsverzeichnis
1. Die Denkfähigkeit
1.1 Der ganzheitliche Denkansatz
1.2 Das systemisch vernetzte Denken
1.3 Der integrierte Lerneffekt
2. Das IT-Management
2.1 Das Data-Mining
2.2 Die soziale Netzwerkanalyse
2.3 Die Chronik der Ereignisse
2.4 Die geregelte Informationsverarbeitung
2.4.1 Die gezielte Datenreduzierung
2.4.2 Die digitalisierte Datenübertragung
2.4.3 Die ROM-Datenbank (Nur-Lese-Speicher)
3. Die organisatorischen Maßnahmen
3.1 Die Stellenbeschreibung
3.2 Das Leistungsprofil
3.3 Die Rechenschaftspflicht
3.4 Die Bewerbung
3.5 Die formalisierten Netzwerke
3.6 Die offenen Netzwerke
4. Das Cash Flow Management
4.1 Die verfügbaren finanziellen Mittel
4.2 Die finanztechnische Überwachung
5. Der Business- und Finanzplan
5.1 Die Rahmenbedingungen
5.2 Die Leitlinien
5.3 Die finanzielle Absicherung
6. Das Franchise-Unternehmen
6.1 Die Geschäftsidee
6.2 Die Markteinschätzung
6.3 Das Alleinstellungsmerkmal
6.4 Die Organisationsgestaltung
6.5 Der Persönlichkeitswert
6.6 Die Nachgründungskosten
6.7 Die Wettbewerbssituation
6.8 Das Electronic Banking
6.9 Das Verstehen der Systemzusammenhänge
1. Die Denkfähigkeit
1.1 Der ganzheitliche Denkansatz
Ludwig von Bertalanffy (1901 – 1972) hatte schon Mitte des 20. Jahrhunderts den Wert des ganzheitlichen Denkens erkannt: So liegt z.B. der Nutzen von Information eindeutig in der richtigen Auswahl nach ihrer Wichtigkeit für einen bestimmten Zweck. Die Akademie für Organisation der Gesellschaft für Organisation hat aus diesen Erkenntnissen das Ganzheitliche Organisationsmodell⁵ entwickelt und in ihr Ausbildungsprogramm übernommen.
1.2 Das systemisch vernetzte Denken
Frederic Vester (1925 – 2003) erläutert in seinem Buch Denken, Lernen, Vergessen die Biologie der Lernvorgänge und führt den Nachweis, dass alle Mühe umsonst ist, wenn man beim Lehren und Lernen gegen die Grundgesetze der biologischen Gehirnfunktionen verstößt.
Bei seinem darauf aufbauenden computerbasierten Sensitivitäts- und Denkmodell handelt es sich im Kern um eine Anleitung, wie das oft zusammenhanglose Denken und Verhalten von Menschen durch das Verstehen von komplexen Systemzusammenhängen ersetzt werden kann. In seinem Buch Die Kunst vernetzt zu denken schildert Frederic Vester, wie das zusammenhanglose Denken und Handeln zu Fehlern im Umgang mit komplexen (vielschichtigen) Systemen führt und wie bislang unlösbare Probleme auf innovative Weise angegangen werden können. Dabei macht er z.B. am Projekt der Stadtentwicklung in Jena deutlich, wie in der Wirklichkeit indirekte Wirkungen aus Beziehungsnetzen und Zeitverzögerungen oft eine Zuordnung der Ursachen verhindern. Dies führt zu Fehlern bei der Abschätzung von Folgen und erschwert die erforderlichen Eingriffe.⁶
1.3 Der integrierte Lerneffekt
Um den bestmöglichen Lernerfolg zu erzielen, geht die Business Synergetik organisatorisch in kleinen Schritten vor. Die einzelnen Arbeitsvorgänge werden Schritt für Schritt mit ihrer zielführenden Bedeutung in den Denkvorgang eingebunden und dadurch im Gedächtnis der beteiligten Menschen verankert. Sie lernen als Folge davon, ihre eigene Arbeitsleistung und die im sozialen System ablaufenden Arbeitsvorgänge zu bewerten.
2. Das IT-Management
Mit Hilfe der Informations-Technologie (IT) ist es zudem möglich, das dafür benötigte Fachwissen einzusetzen, wo und wann es gebraucht wird. Mit dem dazu erforderlichen IT-Management können sowohl der Zeitaufwand für die Kommunikation als auch für die einzelnen Arbeitsvorgänge erheblich reduziert werden.
Der Lerneffekt entsteht durch das Zusammenwirken von geistiger und digitaler Vernetzung der beteiligten Personen. Das Ergebnis ist ein Mehrwert aus erlerntem und neuem, zielführendem Wissen bei gleichzeitig gestiegener Kreativität, kristalliner Intelligenz (fachbezogen) und Produktivität der beteiligten Führungs- und Arbeitskräfte. Dadurch werden Kosten gespart, diesem Personenkreis die Gewöhnung an veränderte Verhältnisse erleichtert und gleichzeitig ihre Motivation belebt.
Die Business Synergetik baut damit auch auf das Fachwissen bezogene Wertschöpfungsnetzwerke auf und sorgt auf diese Weise auch für die geordnete und innovativ (erneuernd) ausgerichtete Entwicklung des sozialen Systems. Das IT-Management besteht aus folgenden Komponenten:
2.1 Das Data-Mining
Über das Internet, E-Mails und die Social Media wird eine ungeheure Datenmenge verbreitet, die auch sehr individuell gefärbte Informationen enthält (Stichworte: Fake News, alternative Fakten). Daraus leitet sich der Bedarf ab, die datenbezogene Logik herauszufinden, ihren Wahrheitsgehalt zu analysieren und im Hinblick auf den bestehenden Bedarf zu bewerten. Ziel dieser Maßnahme ist es,
Regelmäßigkeiten, Wiederholungen, Ähnlichkeiten oder Gesetzmäßigkeiten zu identifizieren,
aus den gewonnenen Erkenntnissen sinnvolle Lösungen zu entwickeln und
daraus neues Wissen für den eigenen Bedarf zu generieren.
Für diesen Vorgang hat sich der Fachbegriff Data Mining durchgesetzt. Die Kriminalistik setzt diese Technik z.B. ein, um Täterprofile zu erarbeiten (Fachausdruck: Profiling) oder Prognosen zu Wohnungseinbrüchen zu erstellen.
2.2 Die soziale Netzwerkanalyse
Um Erkenntnisse für sinnwidrig ablaufende Vorgänge zu erhalten, setzt die Business Synergetik die soziale Netzwerkanalyse ein. Ziel dieses Vorgehens ist es, Zusammenhänge und Abhängigkeiten von bestehenden Beziehungen zwischen Personen oder sozialen Systemen wie folgt festzustellen:
2.3 Die Chronik der Ereignisse
Um die datenbezogene Logik der Arbeitsvorgänge und Besonderheiten beurteilen zu können, wird eine Chronik zu den bisher abgewickelten Vorgängen erstellt. Aus dem dadurch gewonnenen Wissen werden sinnvolle Lösungen für die Zukunft entwickelt. In die diesbezügliche Planung bezieht die Business Synergetik auch die Interessen der Führungs- und Arbeitskräfte sowie anderer sozialer Systeme (z.B. Firmen, Stakeholder), das Kaufverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie zu befolgende Gesetze, Vorschriften und Anordnungen der Politik mit ein. Das Ergebnis ist immer eine Lösung, der nicht nur die Logik wirtschaftlicher Zielsetzungen, sondern auch ein sinnvolles Vorgehen in der Zukunft zu Grunde liegt.
2.4 Die geregelte Informations-Verarbeitung wirkt als zielführendes Bindeglied zwischen dem operativen Geschäft und dem organisatorischen Gestaltungsanspruch. Das damit verbundene Vorgehen besteht aus folgenden Komponenten:
2.4.1 Die gezielte Datenreduzierung
Durch die Recherchemöglichkeiten im Internet ist es sehr leicht geworden, an das verfügbare Wissen heranzukommen. Darüber hinaus wächst es ständig weiter an. Gleichzeitig können unübersehbare Informationsmengen bereits in analoger Form auf Papier vorliegen oder digital über E-Mails oder die Social Media rasend schnell unkontrolliert weltweit verbreitet werden. Deshalb überprüft die Business Synergetik die verfügbaren Informationen im Hinblick auf deren Bedeutung für die Zielvorgabe und reduziert sie auf die dafür wichtigen Kernaussagen. Die gezielte Datenreduzierung trägt damit entscheidend zur geregelten Informations-Verarbeitung bei.
2.4.2 Die digitalisierte Datenübertragung
Die ermittelten Fakten werden im Wortlaut übereinstimmend den beteiligten oder betroffenen Führungs- und Arbeitskräften zugeleitet. Werkzeug dafür ist die digitalisierte Datenübertragung, die es ermöglicht, die Informations-Verarbeitung digital ablaufen und die Arbeitsvorgänge zeit- und ortsunabhängig erledigen zu lassen. Auf diese Weise sind alle Beteiligten laufend über den aktuellen Sachstand informiert, womit ein kontinuierlicher Erkenntnis- und Lernvorgang verbunden ist. Dieser Umstand trägt auch wesentlich zu richtiger und zielführender Sachbearbeitung bei.
Auch die Komplexität der Kausalitäten (Ursachen-Wirkungs-Beziehungen) wird dadurch leichter verstehbar. Zusätzlich bewirkt die digitalisierte Datenübertragung mehr Sicherheit an den einzelnen Arbeitsplätzen sowie gegenseitiges Verständnis und Vertrauen. Darüber hinaus läuft der Lern- und Erkenntnisprozess nicht nur ökonomischer, sondern auch effizienter ab. Das zusammenhanglose Denken und Verhalten ist durch das Verstehen komplexer Systemzusammenhänge ersetzt. Die Beteiligten nutzen dadurch die Möglichkeiten ihres Denkapparates optimal aus, lernen voneinander (assoziatives Erlernen der Wirklichkeit)⁷ und tragen zudem ganz wesentlich zur geordneten und innovativ ausgerichteten Entwicklung ihres sozialen Systems bei.
2.4.3 Die ROM-Datenbank (Nur-Lese-Speicher)
Die wesentlichen Arbeitsergebnisse werden digital aufbereitet und automatisch in eine zentrale ROM-Datenbank übermittelt. Die digitalisierten Informationen betreffen sowohl durchgehende Ketten von verwaltungstechnischen Arbeitsvorgängen als auch an getrennten Arbeitsplätzen erzeugte Daten. Dadurch kann deren erneute Zusammenfassung oder Darstellung als Grundlage für die geregelte Informations-Verarbeitung entfallen. Über Zugriffsberechtigungen werden dem betroffenen Personal der laufende Einblick und damit die jederzeitige Kontrolle der erzielten Arbeitsergebnisse ermöglicht. Auf diese Weise werden nicht nur die Arbeitsvorgänge sicherer abgewickelt, sondern auch beschleunigt und Arbeitszeit eingespart.
3. Die organisatorischen Maßnahmen
Die Kommunikation innerhalb oder zwischen sozialen Systemen orientiert sich am Bedarf aus der Arbeitsteilung und der dazu erforderlichen Beschaffung und Verarbeitung von Informationen. Die Transformation (Umwandlung) von Information in zielführendes Wissen ist deshalb ein kritischer Erfolgsfaktor, der durch folgende organisatorische Maßnahmen beeinflusst werden kann:
3.1 Die Stellenbeschreibung
In der Stellenbeschreibung werden der Zweck der Stelle, die damit verbundenen Aufgaben, die dafür erforderliche Qualifikation, die zur Verfügung gestellten IT-Anwendungen und die mit der jeweiligen Stelle verbundenen Rechte und Pflichten (Kompetenz) dokumentiert. Danach sind die anfallenden Aufgaben den Führungs- und Arbeitskräften ihren Fachkenntnissen und ihrer Leistungsfähigkeit entsprechend zuzuordnen und evtl. Lücken entweder durch Aus- bzw. Weiterbildung oder die Einstellung neuen Personals zu schließen. Aus der bereichsbezogenen Aufgabenverteilung leiten sich dann das Organigramm und die Führungsstruktur ab.
Den Beteiligten müssen ihre damit verbundenen Rechte und Pflichten sowie zielorientiert danach zu handeln bewusst gemacht werden. Dies betrifft insbesondere die Methodik, die Richtlinien sowie die Kommunikation und Interaktionen. Letztere sind hinsichtlich ihrer Machbarkeit zu kontrollieren und auf die Bedürfnisse der Beteiligten abzustellen (soziale Intelligenz).
3.2 Das Leistungsprofil
Beim Leistungsprofil handelt es sich um die Darstellung der wesentlichen Stationen des persönlichen Werdegangs. Dieser Leistungsnachweis ist darüber hinaus die Grundlage für die Absicherung der Kongruenz (Übereinstimmung) der beim Arbeitseinsatz zu erfüllenden Aufgaben mit dem dafür geforderten Fachwissen sowie der damit verbundenen Verantwortung (Pflichten).
Für soziale Systeme, die sich aus mehreren Personen zusammensetzen (z.B. einer Firma, eines Vereins, eines Verbandes, einer Gemeindeverwaltung oder den sonstigen Institutionen von Staaten), ist die Kongruenz der individuellen Leistungsprofile mit den in der Stellenbeschreibung geforderten unerlässlich.
3.3 Die Rechenschaftspflicht
Das persönliche Fachwissen ist Grundlage für die Zuordnung von Aufgaben an die dafür benötigten Führungs- oder Arbeitskräfte. Darauf abzustellen sind die mit der Aufgabenzuordnung verbundenen Rechte und Pflichten. Letztere sind als spiegelbildliches Gegengewicht zu der dafür zu tragenden Verantwortung zu verstehen. Das heißt, die Führungs- und Arbeitskräfte unterliegen der Rechenschaftspflicht für ihr zielgebundenes Handeln.⁸
Silvia Richter-Kaupp schreibt in ihrem Skript zum Vortrag Die Konsequenzen des 6. Kondratieff für das Management der Human Resources zum Thema Arbeitsorganisation (Nikolai Kondratieff, 1892 – 1938, war Professor für Wirtschaft und der Begründer der Theorie der langen Wellen, die sogenannten Kondratieffzyklen):
Jobs für Menschen gestalten, statt Menschen für Jobs einstellen. Das bedeutet, die einzelnen zu besetzenden Stellen an die Stärken der Arbeitskräfte anzupassen, statt sie in bestimmte vordefinierte Stellenbeschreibungen hineinzuzwängen, wo ein Teil ihrer Talente gar nicht zum Tragen kommt.
Auch aus diesem Grund ist das Fachwissen der Führungs- und Arbeitskräfte auf die vorgegebene Zielsetzung auszurichten und in deren Stellenbeschreibung aufzunehmen. Auf diese Weise ist es möglich, die Produktivität der Arbeitsleistung insgesamt zu steigern und durch Anerkennung von Leistungen zusätzlich die Motivation bei den Führungs- und Arbeitskräfte zu erhöhen.
3.4 Die Bewerbung
Das Leistungsprofil ist nicht nur eine Visitenkarte der Persönlichkeit und ihrer Qualifikation, sondern auch die entscheidende Richtschnur für ihren Werdegang. Für die eigenen Zwecke sollte das Leistungsprofil sehr umfangreich sein, also viele Details der einzelnen Lebensstationen enthalten. Das erleichtert spätere Entscheidungen über die Gestaltung des eigenen Lebensweges. Für eine Bewerbung z.B. kann es jedoch schon genügen, sich auf die für die angestrebte Stelle wichtigen Daten zu beschränken, d.h. sie auf die Bedürfnisse der Stellenanbieterinnen oder Stellenanbieter auszurichten. Mit dieser Auslese ist für die Bewerberinnen oder Bewerber gleichzeitig ein Entscheidungsvorgang verbunden, der Aufschluss gibt über die Übereinstimmung ihrer Visionen (persönliche Vorstellungen) mit den Anforderungen der angestrebten Stelle. Die Anbieterinnen oder Anbieter können daraus entnehmen, ob bzw. inwieweit Bewerberinnen oder Bewerber für die zu besetzende Stelle qualifiziert sind.
3.5 Die formalisierten Netzwerke
Alle natürlichen Personen in einer Volkswirtschaft verfolgen ihre Individual-Interessen innerhalb mehr oder weniger formalisierter Netzwerke. Dabei handelt es sich um freiwillige, zeitlich begrenzte Zusammenschlüsse, die ein gemeinsames Ziel der nachhaltigen Entwicklung verfolgen. Die Effizienz (Maß der Wirtschaftlichkeit) ergibt sich aus der Summe der individuellen Leistungspotenziale. Daraus ergeben sich nach dem Gesetz des Zusammenwirkens (Synergien) Leistungen, die in ihrer Summe die volkswirtschaftliche Gesamtleistung bestimmen. Diese wird wiederum beeinflusst durch die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Die höhere Effizienz einer Volkswirtschaft gegenüber einer anderen zeigt sich i.d.R. in geringeren Erwerbslosen-Zahlen.
3.6 Die offenen Netzwerke
Die Business Synergetik gestaltet ergänzend dazu offene Netzwerke auf der Grundlage systemisch vernetzter Wertschöpfung und der Lehre vom Zusammenwirken (Synergetik). Dabei handelt es sich um die zielorientierte Gestaltung der zwischen sozialen Systemen bestehenden Beziehungen, die ihrerseits den gegebenen Bedarf und das Fachwissen zur Grundlage haben. Bei offenen Netzwerken handelt es sich um gehirn- und computertechnisch verknüpfte IT-Anwendungen, die entweder ad hoc (für einen bestimmten Zweck) oder auf Dauer gebildet werden.
Wesentlichster Bestandteil offener Netzwerke ist der wahrheitsgetreue und zuverlässige Austausch sowie die entsprechende Verfügbarkeit von Informationen. Dieser Grundsatz wird als oberste Ordnungsinstanz auf das gesamte soziale System einschließlich seines Umfeldes mit allen seinen internen und externen Aufgaben angewendet. Die Effizienz ergibt sich aus dem Zusammenwirken der Potenziale (Leistungsfähigkeit) der beteiligten Führungs- und Arbeitskräfte. Dadurch wird auch die meist einseitige Sichtweise durch systemisch vernetztes Denken und Handeln ersetzt. Das Ergebnis sind sinnvolle Entscheidungen, natürlich unter Beachtung der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Offene Netzwerke sind für alle Beteiligten und Betroffenen synergetisch wirkende Arbeitshilfen zur positiven Entwicklung ihrer kristallinen Intelligenz und zur Stärkung ihrer Wirtschaftskraft.
4. Das Cash Flow Management
Der Cash Flow (engl. für Geldfluss, Kassenzufluss, deutsch auch eigenerwirtschaftete Mittel) ist eine wirtschaftliche Messgröße. Sie stellt den aus der Geschäftstätigkeit erzielten Nettozufluss liquider Mittel während einer Periode dar. Das Cash Flow Management ermöglicht die Bewertung der Liquidität (Zahlungsfähigkeit) und Bonität (Kreditwürdigkeit) und wird wie folgt bearbeitet:
4.1 Die verfügbaren finanziellen Mittel
Die verfügbaren bzw. vorhandenen finanziellen Mittel sind der Gradmesser für die Finanzkraft sozialer Systeme und setzen sich beispielsweise wie folgt zusammen:
Erträge aus betrieblichen Leistungen und Grundvermögen oder aus Kapitalanlagen (z.B. Grundbesitz, Aktien, Pfandbriefe, etc.);
finanzielle Aufwendungen für den Geschäftsbetrieb, wie z.B. Personal-/Verwaltungskosten und Zinsen für Kredite oder Darlehen.
4.2 Die finanztechnische Überwachung
Die Einnahmen und Ausgaben werden finanztechnisch anhand der relevanten Bankauszüge und Barausgaben überwacht. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um eine möglichst aktuelle und differenzierte Darstellung des Cash Flow nach Einnahmen- und Ausgabenarten mit einer Prognose auf das zu erwartende Jahresergebnis bzw. in die fernere Zukunft. Diese laufend zu aktualisierende Übersicht kann als Grundlage dienen, um
schnell entscheiden zu können, beabsichtigte oder überraschend erforderliche Ausgaben zu finanzieren,
den Überweisungs- bzw. Geldverkehr mit Banken tagfrisch zu kontrollieren und betrügerische Absichten zu erkennen sowie
die vom Staat zum Wachstum der Wirtschaft beabsichtigten Steuererleichterungen schnell wahrnehmen zu können (z.B. Zuschüsse für neue Geschäftsideen).
5. Der Business- und Finanzplan wird auf der Grundlage der präskriptiven (vorausschauenden)
Analyse konzipiert und enthält Regeln, mit denen die gesteckten ökonomischen Ziele angestrebt, gesteuert und kontrolliert werden. Er dient dem Zweck, Konflikte erst gar nicht auftreten zu lassen bzw. deren Lösung zu erleichtern.⁹ Folgende Inhalte sind wesentliche Elemente für die Gestaltung:
5.1 Die Rahmenbedingungen
Der Business- und Finanzplan wird gestaltet nach den Vorgaben des Ministeriums für Wirtschaft der BRD sowie den dazu von der IHK herausgegebenen Empfehlungen. Eine klare Gliederung der Inhalte sowie ein einfacher und leicht verständlicher Schreibstil sind wichtig für die Akzeptanz durch die beteiligten Führungs- und Arbeitskräfte. Eine knapp gefasste Zusammenfassung am Anfang erleichtert das Verständnis für den nachfolgend im Detail geschilderten Sachverhalt.
5.2 Die Leitlinien
Mit den Leitlinien steuert und kontrolliert die Leitung eines sozialen Systems den sinnvollen Einsatz des zur Verfügung stehenden Fachwissens. Sie sind in erster Linie als Handlungsvorgabe für die einzelnen Arbeitsbereiche und deren Führungs- und Arbeitskräfte bestimmt. Deren statische oder dynamische Beziehungen werden mit einer IT-Anwendung auf drei Ebenen wie folgt geregelt:
Die Grundstruktur besteht aus einem gehirn- und computertechnisch verknüpften und von der Leitung des sozialen Systems gesteuerten und kontrollierten Wertschöpfungsnetzwerk.
Die dafür festgelegten Regeln werden
