Asternleuchten: Kurzroman
()
Über dieses E-Book
Sigrid Hunold-Reime
Sigrid Hunold-Reime, geboren 1954 in Hameln, lebt seit vielen Jahren in Hannover. 2000 schrieb sie ihren ersten Ostfriesland-Kurzkrimi. Ihre kriminelle Energie war geweckt. Sie konnte zwischenmenschliche Konflikte beschreiben und dabei Grenzen überschreiten. Es folgten Beiträge in diversen Anthologien. 2008 erschien »Frühstückspension«, ihr erster Kriminalroman im Gmeiner-Verlag. Die patente Protagonistin Tomke wuchs der Autorin so ans Herz, dass sie in den folgenden Kriminalromanen eine Gastrolle bekam. In den Romanen »Die Pension am Deich« und »Liebesinsel am Deich« schließlich wieder eine Hauptrolle. Auch in ihrem Kurzroman »Dann geh’ doch!» zieht es die Autorin wieder an die Nordseeküste in »ihr« Wangerland.
Mehr von Sigrid Hunold Reime lesen
Schattenmorellen: Kriminalroman Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Zu mir ans Meer: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHexentänze: Kurzroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMeine Schwester, Mutter und ich: Krimikomödie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJanssenhaus: Kriminalroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHab keine Angst, mein Mädchen: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnlich wie Asternleuchten
Ähnliche E-Books
Im Schutz des Drachen: Wanted Men: Band 2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer letzte Fürst von Stolzenfels: Fürstenkrone 121 – Adelsroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDrei leidenschaftliche Liebesromane Winter 2024 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSie konnte sich nicht erinnern: Der neue Landdoktor 73 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUnder Cover Nanny Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRot ist schön Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Liebling von Schloss Hornburg: Fürstenkinder 5 – Adelsroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStationen einer Liebe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTod in Tirol: Österreich Krimis Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMorde und andere Gemeinheiten: 13 schaurig-schöne Geschichten aus Oberberg Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Tränen des Kolibris Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine italienische Romanze Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSonne für die Seele: Dr. Norden Bestseller 456 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeißer Kuss, kaltes Herz Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPolyamorie-Lesehappen 2: Endlich Alleinlage!: Die sinnliche Komödie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebe laut oder leise: Sechs Liebesgeschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRosa Wolken Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKalte Lügen und heiße Urlaubsliebe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRote Tränen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeiße Nächte - Vier sinnliche Love Stories Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSie suchte Vergessen: Kurfürstenklinik 83 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStilles Töten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDem Leben neu geschenkt: Sophienlust Bestseller 35 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKüsse im Strandhaus der Liebe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn einem niemand glaubt …: Chefarzt Dr. Norden 1159 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Leben liebt es kurvenreich Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungenrollenspiel: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSie suchte Vergessen: Notarzt Dr. Winter 84 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas wiedergeborene Kind Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGedämpfte Schreie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Thriller für Sie
Pretty Girls: Psychothriller Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Idiot: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLass sie gehen (Ein Fiona Red FBI-Thriller – Band 1) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEwiger Atem: Thriller | Die Vorgeschichte zum internationalen Bestseller »Die gute Tochter« Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Hier irrt Maigret Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie gute Tochter: Thriller Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Rum Punch Bewertung: 1 von 5 Sternen1/5Die letzte Witwe: Ein weiterer spannungsgeladener Roman der SPIEGEL-Bestsellerautorin – Will Trent im Einsatz Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBerlin blutrot: 14 Autoren. 30 Tote. Eine Stadt. Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Tote in der Hochzeitstorte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFreaky Deaky Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie perfekte Frau (Ein spannender Psychothriller mit Jessie Hunt – Band Eins) Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Die letzte Nacht: Thriller | Der neue Thriller 2023 der SPIEGEL-Bestsellerautorin um den Ermittler Will Trent Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie ersten Tiger: Zweiter Weltkrieg, Ostfront 1942 - Der schwere Panzer Tiger I greift zum ersten Mal an Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Elementare: Eine Geistergeschichte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie verstummte Frau: SPIEGEL-Bestseller voller Nervenkitzel – für diesen Fall muss Will Trent die Vergangenheit neu aufrollen! Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMaigrets Pfeife Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStefan Zweig: Sternstunden der Menschheit Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Perfekte Image (Ein spannender Psychothriller mit Jessie Hunt—Band Sechzehn) Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Wenn Sie Wüsste (Ein Kate Wise Mystery – Buch 1) Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5KAI Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchlusstakt Bewertung: 3 von 5 Sternen3/5Tödlicher Atemzug: Thriller Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJames Bond 11 - Im Geheimdienst Ihrer Majestät Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBunny: Thriller Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Perfekte Lüge (Ein spannender Psychothriller mit Jessie Hunt – Band Fünf) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Rezensionen für Asternleuchten
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Asternleuchten - Sigrid Hunold-Reime
Impressum
Personen und Handlung sind frei erfunden.
Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen
sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Besuchen Sie uns im Internet:
www.gmeiner-digital.de
Gmeiner Digital
Ein Imprint der Gmeiner-Verlag GmbH
© 2016 – Gmeiner-Verlag GmbH
Im Ehnried 5, 88605 Meßkirch
Telefon 0 75 75/20 95-0
info@gmeiner-verlag.de
Alle Rechte vorbehalten
Lektorat: Claudia Senghaas
E-Book: Mirjam Hecht
Umschlagbild: © marteina – photocase.de; © Rike_ – istock.com
Umschlaggestaltung: Simone Hölsch
ISBN 978-3-7349-9211-7
Gedicht
Geh nicht wie mit fremden Füßen,
als hättest du dich verirrt.
Willst du nicht die Rosen grüßen?
Lass den Herbst nicht dafür büßen,
dass es Winter werden wird.
An den Wegen, in den Wiesen
leuchten, wie auf grünen Fliesen,
Bäume bunt und blumenschön.
Sind’s Buketts für sanfte Riesen?
Geh nur weiter. Bleib nicht stehn.
Nebel zaubern in der Lichtung
eine Welt des Ungefährs.
Raum wird Traum. Und Rauch wird Dichtung.
Geh nur weiter. Bleib nicht stehn.
Erich Kästner
Kapitel 1
Ich schrecke hoch. Es ist dunkel. Mein Herz schlägt hart und viel zu schnell. Und so laut, dass sein Pochen im Zimmer widerzuhallen scheint. Ich begreife. Ein Albtraum. Seine Bilder fallen innerhalb von Sekundenbruchteilen auseinander. Ohne eine Erinnerung zu hinterlassen. Nur Angst. Meine Hand tastet nach dem Lichtschalter. Ich scanne mit den Augen den Raum ab. Schlafzimmerschrank. An seinen Türen kleben die kindlichen Malereien meiner Nichten. Daneben ist an der Wand ein riesiger Fächer in prallen Sonnenfarben. Ich habe ihn von einem Spanienurlaub mitgebracht. Über dem Stuhl hängen meine Klamotten vom Vortag. Die Vertrautheit meines Schlafzimmers lässt mich ruhiger atmen. Mein Herz schlägt nicht mehr aus dem Hals. Ich lasse mich auf das Kopfkissen zurückfallen. Das Licht bleibt angeschaltet. Die Angst sitzt mir noch in allen Gliedern. Es wäre zu früh, mich auf den nächsten Traum einzulassen.
Wie spät ist es eigentlich? Ich richte mich wieder auf, um den Wecker zu sehen. 6.30 Uhr. Viel zu zeitig zum Aufstehen. Es ist Sonntag. Ich ziehe die Decke bis ans Kinn. Entspann dich, Vera. Das war nur ein Traum. Weiter nichts. Mir wird es unter der Decke zu warm. Ich strampel sie weg. Oder war es etwa kein Traum? Hat mich ein Geräusch aus der Wohnung geweckt? Der Gedanke nagt und lässt sich nicht beiseitewischen. Ich stehe auf. Schleiche zur Tür. Bevor ich sie öffne, greife ich zu meinem Gymnastikschwingstab. Lächerlich. Aber ich fühle mich damit sicherer. Auf dem Flur gilt mein erster Blick der Haustür. Sie ist verschlossen. Ich tapse weiter ins Wohnzimmer und schalte das Licht an. Die Fenster sind heil. Die Außenjalousie unten. Küche. Gästezimmer. Badezimmer auch nichts. Ich gehe zurück ins Schlafzimmer. Alles in Ordnung, Vera. Leg dich wieder hin. Aber in mir bleibt eine undefinierbare Unruhe. Vielleicht kam das Geräusch von draußen? Es war auch mehr ein Schrei. Hat jemand um Hilfe gerufen? Und ich habe nicht reagiert. Ich kurbele den Rollladen hoch und sehe in eine dichte Nebelwand. Direkt vor meinem Haus steht eine Straßenlaterne. Ihr diffuses Licht erscheint wie ein weit entfernter Mond. Ich öffne das Fenster. Die kühlen feuchten Nebelschwaden wabern in mein Zimmer. Ich greife nach meiner Strickjacke, ziehe sie an und bleibe am geöffneten Fenster stehen. Horche angespannt nach draußen. Stille. Ich räuspere mich.
»Hallo? Ist da jemand?«
Meine Stimme klingt erschreckend laut nach. Ich habe das Gefühl, die gesamte Nachbarschaft hat mein zaghaftes Rufen gehört. Aber keine Reaktion. Es bleibt still. Niemand antwortet aus dem milchigen Nichts. Nur das Geräusch vereinzelnd fallender Blätter ist zu hören. Auch das ist ungewöhnlich laut. Und unheimlich.
Ich schüttele den Kopf und schließe das Fenster. Schluss. Ich habe eindeutig geträumt. Was nun? Zurück ins Bett kriechen? Nein. Ich bin nicht mehr müde. Wenn ich mich hinlege und wirklich noch einmal in den Schlaf sacke, werde ich mich hinterher zerschlagen fühlen. Ich gehe in die Küche und brühe eine Kanne Tee auf. Mit einem Becher dampfenden Tee in der Hand gehe ich ins Wohnzimmer. Ich lasse die Jalousie hoch und zünde ein paar Kerzen auf der Fensterbank an. Sie brennen in orangefarbenen Schalen. Ihr warmer Lichtschein erinnert an den Sonnenaufgang. Aber draußen ist es noch dunkel und nebelig. Die kühle Tristesse passt zu der Jahreszeit. Wir haben Ende Oktober.
Ich kuschele mich in eine Wolldecke und trinke das wärmende Getränk. Der Tag kann kommen. Der Schein der Kerzen fällt auf ein paar liebevoll verpackte Liköre, Teesorten und aufgestellte Karten. Geburtstagskarten zu meinem Fünfzigsten. Der ist vier Monate her, aber ich konnte es nicht übers Herz bringen, meinen Geschenketisch abzuräumen. Daneben hängt ein großes, gerahmtes Foto von meiner Schwester Carola und ihrer Familie. Sie haben drei Mädchen. Meine Nichten. Die Fünf lächeln um die Wette. Blitzsauber und freundlich. Unschlagbar freundlich. Ich trinke einen Schluck Tee und muss lächeln.
»Was? Du willst deinen Geburtstag nicht feiern?« Meine Schwester stand vor mir wie die personifizierte Empörung. »Das geht nicht. Du wirst fünfzig. Ein runder Geburtstag. Der muss gefeiert werden. Weißt du was, ich werde die Feier
