Die Wissenschaft der Gedankenführung Band 2 - Die Intelligenz
Von Felix Brocker
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Buchvorschau
Die Wissenschaft der Gedankenführung Band 2 - Die Intelligenz - Felix Brocker
Inhaltsverzeichnis
1 Die Intelligenz(en)
2 Die Emotionale Intelligenz
3 Die Vermessung des Gehirns
4 Gene und Umwelt
5 Bewusstes und unbewusstes Lernen
6 Erinnern und Vergessen
7 Gehirnnahrung
8 Sportliche Betätigung
9 Die Ordnung des Schlafes
10 Die Intuition
11 Achtsamkeit und Meditation
12 Kreative Intelligenz
13 Kollektive Intelligenz
14 Eine Zusammenfassung der Intelligenz
Kapitel 1
Die Intelligenz(en)
Nachdem Ihnen die wesentlichen Grundlagen der Wissenschaft der Gedankenführung nach der Lektüre des ersten Bandes bereits bekannt sind, gehen wir nun mit dem vorliegenden und den weiteren Bänden näher ins Detail. Wir beginnen mit der Intelligenz.
Die Intelligenz ist ein zentrales Merkmal, das unsere Persönlichkeit so wesentlich prägt wie kaum ein anderes Persönlichkeitsmerkmal. Sie spielt daher eine tragende Rolle in der modernen Psychologie und in der modernen Hirnforschung. Auch in der öffentlichen Diskussion finden sich immer wieder hitzige Debatten rund um das Thema Intelligenz. Hier hat Thilo Sarrazin mit seinem Bestseller „Deutschland schafft sich ab", das übrigens das meistverkaufte deutschsprachige Sachbuch direkt nach dem Duden ist, einen äußerst unrühmlichen Beitrag geleistet. Die dort aufgeworfenen Thesen sind nicht nur völlig haarsträubend und menschenverachtend, sondern darüber hinaus auch noch grundlegend falsch. Sarrazins Buch spielt auf eine übertrieben populistische Weise mit den Ängsten der Menschen, einem Garanten für hohe Verkaufszahlen. In diesem Buch hingegen fußen sämtliche Erläuterungen nicht auf perfidem Populismus, sondern auf rein wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen. Die Quellen dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse werden, wie auch im ersten Band, im Fließtext und nicht in Fußnoten erscheinen, da es sich bei diesem Buch nicht um eine akademische Doktorarbeit handelt, sondern um eine populärwissenschaftliche Abhandlung. Es ist somit eine unkomplizierte und leicht verständliche Herangehensweise an ein hoch wissenschaftliches Thema, die Ihnen ein sehr viel flüssigeres Lesen dieses Buches ermöglicht. Schritt für Schritt arbeiten wir uns vor zur Beantwortung der folgenden Ausgangsfrage: Wie steht es um die kognitive Leistungsfähigkeit des Menschen, und wie lässt sie sich gezielt trainieren? Zu Beginn dieses Buches gilt es jedoch zu allererst eine weitaus simplere Frage zu beantworten: Was ist Intelligenz?
Die Intelligenz ist ein Sammelbegriff für die kognitive Leistungsfähigkeit, die Klugheit oder den Scharfsinn des Menschen. Der Begriff leitet sich von dem lateinischen Wort intellegere ab, das soviel wie „verstehen bedeutet. Mit dem Wort „intelligentia
war der römische Gelehrte Marcus Tullius Cicero im Jahre 53 vor Christus wahrscheinlich der erste Mensch, der der kognitiven Leistungsfähigkeit des Menschen einen Namen gab. Somit könnte man vom Wortursprung ausgehend zu der folgenden Definition gelangen: Intelligenz ist die Fähigkeit, Aufgaben und Probleme von allgemeiner Natur möglichst schnell zu verstehen und gleichwohl auch lösen zu können. Oder noch kürzer formuliert: Intelligenz ist schlussfolgerndes Denken.
Auf die simple Eingangsfrage „Was ist Intelligenz?" gibt es heute jedoch die unterschiedlichsten und mannigfaltigsten Antworten, und es scheint gradezu als hätte fast jeder Wissenschaftler seine eigene Antwort auf diese doch so simple Frage parat. Denn selbst im Kreise derer, die sich bereits von Berufswegen mit der Intelligenz beschäftigen, herrscht Uneinigkeit darüber, was die Intelligenz überhaupt ist. Der Begriff ist also alles andere als klar definiert. So finden wir schon an dieser Stelle ausreichend Informationen, mit denen sich Doktorarbeiten über Doktorarbeiten füllen ließen. Es gibt schlichtweg keine einheitliche und allgemeingültige Definition. Der Grund dafür, dass es (noch) keine einheitliche Definition der Intelligenz gibt, ist der, dass es sich bei ihr um ein rein theoretisches Konstrukt handelt. Die Intelligenz ist nunmal als solche nicht fassbar. Sie ist nichts Materielles. Deshalb existieren heute unterschiedliche Intelligenzmodelle nebeneinander, und jedes einzelne dieser Modelle hat seine Daseinsberechtigung. Die bekanntesten Theorien werden nachfolgend kurz und prägnant erläutert, ohne dass Sie an dieser Stelle vertieft in ein Studium der Psychologie einsteigen müssten.
Am Beginn steht das Intelligenzmodell des Briten Charles Edward Spearman aus dem Jahre 1904. Dieses Intelligenzmodell ist unter den Wissenschaftler das wohl am meisten anerkannteste. Es ist das Modell des sogenannten Generalfaktors der Intelligenz. Spearman beobachtete, dass Personen, die mit sehr unterschiedlichen Intelligenzmessverfahren getestet wurden, in jedem einzelnen dieser Testverfahren annähernd gleich gut abschnitten. Wer also in dem einen Intelligenztest gut abschnitt, der erzielte auch ein gutes Ergebnis in einem völlig anderen Intelligenztest. Derjenige, der zum Beispiel über gute sprachliche Fähigkeiten verfügte, der verfügte zudem auch über gute mathematische Fähigkeiten. Somit mussten nach Spearmans Beobachtungen sehr generelle Denkprozesse wie etwa das logische Denken, jedes Testergebnis, wenn auch in einem leicht unterschiedlichen Ausmaß, beeinflussen. Daher stammt auch die Bezeichnung seines Intelligenzmodells als Generalfaktor-Theorie.
Das Intelligenzmodell mehrerer gemeinsamer Faktoren von Louis Leon Thurstone ist eine Weiterentwicklung der Generalfaktor-Theorie Spearmans. Thurstone ging davon aus, dass es im Geist eine gewisse Struktur geben müsse. Eine intelligente Leistung lasse sich daher nur durch mehrere generelle Faktoren erklären. Dabei ging Thurstone genau wie Spearman zwar von einer allgemeinen Intelligenz aus, jedoch setze sich diese allgemeine Intelligenz mindestens aus sieben generellen Faktoren zusammen: verbales Verständnis, Wortflüssigkeit, Rechenfähigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, Merkfähigkeit, Wahrnehmungsgeschwindigkeit und siebtens das Erkennen einer allgemeinen Regel. Diese sieben Fähigkeiten stehen jedoch nicht getrennt nebeneinander, sondern sie bilden als die sogenannten Primärfaktoren eine Einheit, die allgemeine Intelligenz.
Aus dem Modell mehrerer gemeinsamer Faktoren entstand wiederum ein weiteres Intelligenzmodell und zwar das Modell der fluiden und der kristallinen Intelligenz. Das Modell der fluiden und kristallinen Intelligenz wurde im Jahre 1963 von Raymond Bernhard Cattell, einem ehemaligen Assistenten Spearmans, entwickelt. Es besteht aus zwei übergeordneten Faktoren, der fluiden und der kristallinen Intelligenz, denen dann die sieben allgemeinen Primärfaktoren der Intelligenz von Thurstone untergeordnet wurden. Die fluide Intelligenz ist die Fähigkeit, sich schnell und effektiv neue Informationen aneignen zu können. Sie entscheidet mithin darüber, wie gut und wie schnell jemand lernen kann. Sie ist die angeborene Fähigkeit, sich neues Wissen erschließen zu können, ohne dass notwendigerweise frühere Lernerfahrungen benötigt werden. Die fluide Intelligenz bildet somit die Grundlage für die kristalline Intelligenz, die mitunter auch bereichsspezifische Intelligenz genannt wird. Die kristalline Intelligenz umfasst das gesamte Wissen und alle Fähigkeiten, die sich ein Mensch seit seiner Geburt angeeignet hat. Es sind Fähigkeiten und Informationen, die sich aus früheren Lernerfolgen im Gehirn verfestigt haben. Sie sind dort gewissermaßen „kristallisiert".
Schließlich entwickelte Howard Gardner, Erziehungswissenschaftler an der renommierten Harvard Universität, in den 1980er Jahren sein weltweit viel diskutiertes Modell der Multiplen Intelligenzen. Nach Gardners Überzeugung sei der traditionelle Intelligenzbegriff viel zu eng ausgelegt, da die Intelligenz ein ganzes Bündel der unterschiedlichsten Fertigkeiten sei, die zur Problemlösung und zur Überwindung von Schwierigkeiten erforderlich sind. Anfangs erfasste er die gesamte Bandbreite der menschlichen Potenziale in sieben eigenständigen Intelligenzen. Es handelt sich um Intelligenzen, die völlig unabhängig voneinander bestehen. Demnach kann ein Mensch, wie exemplarisch ein autistischer Mensch, in einem ganz speziellen Gebiet ein wahres Genie und in einem anderen wiederum eine absolute Niete sein. Kürzlich fügte Gardner den ursprünglich sieben, die übrigens auch die Grundlage für die sogenannte Emotionale Intelligenz bildeten, noch zwei weitere Intelligenzen hinzu:
1. Die sprachlich-linguistische Intelligenz
2. Die logisch-mathematische Intelligenz
3. Die musikalisch-rhythmische Intelligenz
4. Die bildlich-räumliche Intelligenz
5. Die körperlich-kinästhetische Intelligenz
6. Die interpersonale-soziale Intelligenz
7. Die intrapersonale-selbstbezogene Intelligenz
(Die sechste und die siebte Intelligenz ließen sich auch als Emotionale Intelligenz zusammenfassen.)
8. Die naturalistische Intelligenz
9. Die existenzielle Intelligenz
Während die ursprünglichen sieben Intelligenzen bereits durch ihre Bezeichnung
