Neben der Spur: Ein Dülmen-Thriller
Von Sascha Pranschke (Editor) und Sarah Meyer-Dietrich (Editor)
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Über dieses E-Book
Warum sind die Dülmener bloß so neben der Spur? Mit dieser Frage geht es schließlich um Leben und Tod. 45 Jugendliche aus Dülmen und Umgebung haben diesen Roman geschrieben, der mit einer Mischung aus Spannung, Liebe und Humor genauso vielstimmig daherkommt wie seine Autoren. Der Roman ist Nachfolgeband der Bücher "Stromabwärts. Ein Emscher-Roadmovie", "Grenzgänger. Ein Ruhrpott-Roadmovie" und "Endstation Emscher. Zwei Hellweg-Krimis" – Grenzgänger-Leser dürfen sich auf ein Wiedersehen mit Brian und Tara aus "Picknick im Park" freuen.
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Buchvorschau
Neben der Spur - Sascha Pranschke
Neben der Spur
Ein Dülmen-Thriller
Herausgegeben von
Sascha Pranschke und Sarah Meyer-Dietrich
Neben der Spur. Ein Dülmen-Thriller entstand im Rahmen des Projekts Spurenstoffe-Krimi, das zum Großprojekt Den Spurenstoffen auf der Spur in Dülmen gehört und sich gleichzeitig als Teil der Projektfamilie FlussLandStadt. Eure Heimat – euer Roman versteht.
Den Spurenstoffen auf der Spur in Dülmen
FlussLandStadt. Eure Heimat – euer Roman
Sascha Pranschke, Sarah Meyer-Dietrich, Hg.
Neben der Spur. Ein Dülmen-Thriller
1. Auflage Mai 2015
ISBN 978-3-8375-1423-0
ISBN ePUB 978-3-8375-1604-3
Alle Rechte der Verbreitung, einschließlich der Bearbeitung für Film, Funk, Fernsehen, CD-ROM, der Übersetzung, Fotokopie und des auszugsweisen Nachdrucks und Gebrauchs im In- und Ausland sind geschützt.
© Klartext Verlag, Essen 2015
www.klartext-verlag.de
Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek
Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet unter http://www.dnb.de abrufbar.
Grußwort
Liebe Leserinnen und Leser!
Vor Ihnen liegt mit diesem Buch bereits der vierte Band unserer Projektfamilie »FlussLandStadt. Eure Heimat – euer Roman«. Genauso spannend und berührend wie seine Vorgänger »Stromabwärts«, »Grenzgänger« und »Endstation Emscher« spielt auch in dem Thriller »Neben der Spur« das Wasser eine wichtige Rolle. Im Mittelpunkt stehen »Spurenstoffe« von Medikamentenrückständen im Wasser. Schülerinnen und Schüler in Dülmen und Umgebung haben sich intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt, die für uns alle und vor allem für Unternehmen der Abwasserentsorgung und Trinkwasserversorgung zu einer immer größeren Herausforderung wird.
Rückstände von Medikamenten und Hormonen gelangen etwa durch Ausscheidungen von Tieren und Menschen, aber auch durch unsachgemäße Entsorgung in das Abwasser, in das Grundwasser, in die Flüsse und über den Wasserkreislauf teilweise sogar in das Trinkwasser. Spuren vieler Substanzen, die in unsere Gewässer gelangen, bleiben dort länger nachweisbar als gewünscht. Umso wichtiger ist es für das »Langzeitgedächtnis« des Wassers und unserer Umwelt, sorgsam mit solchen Stoffen umzugehen. Die möglichen Folgen der Gewässer- und Trinkwasserverunreinigung schildern die jungen Autoren in dieser Fiktion drastisch und deshalb besonders eindrucksvoll. Sie vermitteln dieses komplexe Thema aus ihrer Alltagswelt heraus, die die Vielfalt unserer Gesellschaft widerspiegelt. Auch das geschieht so packend, dass man das Buch nicht weglegen mag, sondern vollkommen fasziniert Seite für Seite verschlingt.
Nur dieses Verweben von neu erworbenen Fachkenntnissen mit der eigenen Lebensrealität löst emotionale Prozesse aus, die vielleicht nachhaltiger auf unser Verhalten wirken, als es sachlich vermitteltes Wissen vermag. Dazu gehört ein anderer Umgang mit diesen Stoffen und der Umwelt als bisher, aber auch ein anderer Umgang miteinander. Achtsamkeit, Respekt, Toleranz und Akzeptanz sind Worte, die auf diese Stränge der Geschichte im Umgang der Schülerinnen und Schüler miteinander zutreffen. Das Ringen der Protagonisten um diese Tugenden führt nicht immer zum Erfolg, aber sie wünschen es sich. Das allein ist schon wichtig und gut.
Insofern sind die Schülerinnen und Schüler, die gemeinsam die vorliegende Geschichte entwickelt und konsequent zu einem spannenden Thriller gebracht haben, hervorragende Botschafter in ihre Familien und Freundeskreise hinein für das kritische Thema und seine möglichen Konsequenzen.
Der Schutz des Wassers ist eine für unsere zukünftigen Generationen nahezu lebenswichtige Aufgabe. Unser Trinkwasser ist das in Deutschland am schärfsten kontrollierte Lebensmittel und viele Gesetze sorgen für die gute Qualität unserer Gewässer. Für uns ist das selbstverständlich, in vielen anderen Regionen der Welt jedoch nicht. Wir hoffen, dass die jungen Autoren von der Textwerkstatt und von dem erworbenen Wissen profitiert haben. Dass sie selber wachsam ihre Umwelt wahrnehmen und den Wert intakter Naturgüter zu achten gelernt haben. Wir danken ihnen dafür sehr herzlich und voller Respekt! Vielleicht hat unsere Arbeit beim Lippeverband und bei der Emschergenossenschaft Begeisterung hervorgerufen und Interesse bei ihnen für unsere wasserwirtschaftlichen Unternehmen als Ausbilder und Arbeitgeber geweckt. Wir würden uns freuen, einige von ihnen bald bei uns wiederzusehen!
Ihnen und Euch, den Leserinnen und Lesern des Buches, wünschen wir, dass Sie genauso beeindruckt und begeistert von dem Thriller sind, wie wir es waren, und dass auch Sie sehnsüchtig auf eine Fortsetzung der Projektfamilie warten! Und die folgt bald – ganz bestimmt!
Dr. Martina Oldengott und Dr. Issa Nafo
Emschergenossenschaft und Lippeverband
Vorwort
45 Jugendliche schrieben gemeinsam diesen Roman. Wie geht das denn, fragen Sie sich? Mit einem gut erprobten Konzept. Mit »Am Fluss entlang schreiben« und »Quer durch die Städte schreiben« haben wir bereits in zwei Projekten Jugendliche angeleitet, Romane zu schreiben. Es folgten weitere Projekte der Projektfamilie »FlussLandStadt. Eure Heimat – euer Roman«, in denen Erzählungen und ein Theaterstück entstanden. Mit dem Projekt »Spurenstoffe-Krimi« kehren wir zurück zum Format des Romans. Und legen mit »Neben der Spur. Ein Dülmen-Thriller« den vierten Band einer Reihe von Büchern vor, die unabhängig voneinander lesbar und doch inhaltlich verbunden sind.
Auch in diesem Band werden unsere treuen Leser wieder auf alte Bekannte stoßen. Denn Brian und Tara, die hier im Zentrum stehen, wurden bereits im Mai 2014 von Essener Jugendlichen als Protagonisten der Erzählung »Picknick im Park« (in: »Grenzgänger. Ein Ruhrpott-Roadmovie«) erfunden. Umso mehr freuen wir uns, dass die Dülmener Autoren die beiden Figuren aufgegriffen und ihre Geschichte weitererzählt haben.
Aber um auf unsere Eingangsfrage zurückzukommen: Wie schreibt man einen Roman mit so vielen Autoren? Genau wie in den beiden anderen Romanprojekten haben auch dieses Mal die Jugendlichen sukzessive in Gruppen weitergeschrieben. In vier aufeinanderfolgenden Schreibwochen übernahm jeden Freitag eine andere Gruppe die Aufgabe des Schreibens. Den Anfang machten Schülerinnen und Schüler der Marienschule. Inspiriert durch einen Besuch in der Kläranlage Dülmen (Tag 1) entwickelten sie in der Gruppe die Handlung ihres Romanabschnitts (Tag 2). Allein oder zu zweit schrieben sie dann an mehreren Tagen (Tag 3-5) einzelne Teile dieses Romanabschnitts, lasen sie sich gegenseitig vor, diskutierten, kritisierten und stimmten die Texte untereinander ab. Bis sie nach Ablauf einer Woche den Staffelstab an die nächste Gruppe weiterreichten (Tag 6). Sie übergaben nicht nur den symbolischen Staffelstab in Form einer Apothekerflasche an eine Gruppe Schülerinnen und Schüler der Privatschule Schloss Buldern und des Clemens-Brentano-Gymnasiums, sondern lasen ihnen auch den von ihnen verfassten Romanabschnitt vor. Auch die zweite Gruppe besuchte die Kläranlage, entwickelte im Team den weiteren Romanverlauf, schrieb, las und diskutierte, ehe sie wiederum den Staffelstab weiterreichte. So übernahmen in Woche drei Schülerinnen und Schüler der Kardinal-von-Galen-Schule und in Woche vier Schülerinnen des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs. In jeder Woche trugen wir Sorge dafür, dass die Jugendlichen immer gut informiert darüber waren, was bisher im Roman geschehen war und jeder die Möglichkeit hatte, Ideen einzubringen. Die Klammer für die vier Schreibwochen bildeten ein Auftakt- und ein Abschlussworkshop, an denen Delegierte aller Schulen teilnahmen, um zu Beginn eine erste Plot-Idee, zum Abschluss den Titel des Romans zu finden.
So viel zum erprobten Konzept. Also alles beim Alten? Von wegen! Denn jedes Projekt unser Projektfamilie wird von einem eigenen Thema und den jeweiligen regionalen Besonderheiten geprägt. Das waren dieses Mal die Spurenstoffe und das Lippegebiet.
Vor allem prägen jedoch die Jugendlichen selbst das Projekt. Bislang arbeiteten wir meist mit Vierzehn- bis Sechzehnjährigen. Dieses Mal waren einerseits viele Teilnehmer im Alter zwischen zwölf und vierzehn dabei, andererseits war mit unseren Berufsschülerinnen auch die Gruppe der Siebzehnund Achtzehnjährigen stark vertreten. Den Spagat zwischen den Altersgruppen haben unsere jungen Autoren mit Bravour gemeistert. Es sind vor allem die Jugendlichen, die mit ihren ganz individuellen Persönlichkeiten den Gang des Projekts beeinflussen, den Verlauf des Romans bestimmen und uns staunen lassen, welche Wendungen die Geschichte von Woche zu Woche nimmt, welche Ideen entstehen, welche neuen Perspektiven jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin einbringt.
Überzeugen Sie sich selbst von der Vielstimmigkeit und dem Erfindungsreichtum unserer Autoren. Aber halt, eins bleibt uns noch zu sagen: So eng unsere Autoren sich an Realitäten anlehnen, bleibt dieser Roman doch eine Fiktion, die auf Gefahren hinweist, aber zum Glück nicht auf wahren Begebenheiten beruht. Das gilt insbesondere für das Verhalten der Dülmener: im wirklichen Leben von Aggression keine Spur. Ganz im Gegenteil: Überall in Dülmen und Umgebung, sei es im Klärwerk, an den Schulen, in der Neuen Spinnerei, in der VHS oder der Stadtbibliothek Lüdinghausen, sind wir immer sehr herzlich empfangen worden. Und kommen gerne wieder!
Nun aber schicken wir zunächst einmal Sie, unsere Leser, nach Dülmen … in ein Dülmen also, das der Fantasie unserer 45 Autorinnen und Autoren entsprungen ist.
Sascha Pranschke und Sarah Meyer-Dietrich
1 Schöner erster Tag?
Mit gemischten Gefühlen blickte ich aus dem Autofenster auf den Schulhof.
»Danke, dass du mich gebracht hast«, sagte ich zu meiner Mutter.
»Kein Problem, die Schule liegt ja auf dem Weg. Ich hoffe, dass dir dein erster Tag an der neuen Schule viel Spaß macht, mein Großer«, meinte meine Mutter mit einem Lächeln im Gesicht.
»Oh, Mama, ich bin kein kleines Kind mehr!«, gab ich genervt zurück. »Und eigentlich freu ich mich nicht besonders auf die neue Schule!«
Im gleichen Moment tat es mir leid. Ich wusste, auch meiner Mutter fiel der Umzug nicht leicht. Außerdem war heute Montag und damit nur noch eine Woche bis zu den Sommerferien, die würde bestimmt schnell vorbeigehen. Es würden also erst einmal nur ein paar Tage in der neuen Klasse sein. Und in den Ferien würde ich, so oft es ging, Tara in Essen besuchen.
»Sorry, Mum«, sagte ich. »Ich wünsche dir auch einen schönen ersten Tag an deinem neuen Arbeitsplatz.« Ich umarmte sie, stieg aus dem Auto und ging ins Schulgebäude Richtung Sekretariat.
Nachdem ich ein paar Formulare ausgefüllt hatte, schickte mich die Sekretärin zum Lehrerzimmer. Dort wartete meine neue Klassenlehrerin schon auf mich. Eine zierliche junge Frau mit blonden, hoch geflochtenen Haaren. Sie ging auf mich zu. »Hallo, du bist bestimmt Brian?«
»Ja, guten Morgen, Frau …«
»Frau Schnabel.« Sie reichte mir die Hand. Sie machte einen netten Eindruck.
Dann gingen wir in meine neue Klasse. Als Frau Schnabel die Tür öffnete, schallte uns Stimmengewirr entgegen.
»Das ist normal. Wenn ich meine Sachen abstelle, wird es leise«, sagte sie lächelnd. Und sie hatte recht.
»Guten Morgen, meine liebe 10c«, begrüßte Frau Schnabel.
»Guten Morgen, Frau Schnabel«, antwortete die Klasse im Chor.
»Das ist Brian«, sagte sie mit einem Seitenblick auf mich. »Brian, stell dich doch mal der Klasse vor.«
»Ja, wie gesagt«, begann ich, »ich heiße Brian. Ich komme eigentlich aus New York. Aber
