Über dieses E-Book
Leben Menschen unter den Hexen?
Gibt es im Harz parallele Welten oder ergänzen sie sich?
In dieser Geschichte über Frau Kohrs aus Bad Lauterberg und ihrer Nichte Susanne kann man endlich mehr darüber erfahren.
Lore I. Lehmann
Lore I. Lehmann wurde 1939 in Hannover geboren. Nach Schule, Dolmetscherseminar (Englisch, Französisch) und einem Volontariat von achtzehn Monaten in einem Kairoer Kinderheim lebte sie in Hamburg und Göttingen. In Hannover studierte sie Sonderpädagogik, und bis 2004 arbeitete sie als Förderschullehrerin im südlichen Niedersachsen. Seit ihrer Pensionierung besucht Lore I. Lehmann die UDL (Universität des Dritten Lebensalters) Göttingen und nimmt unter anderem an der offenen Schreibwerkstatt teil.
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Buchvorschau
Harzfeger - Lore I. Lehmann
Frau Kohrs war am frühen Nachmittag wieder zu Hause, nach einem nur mäßig anstrengenden Arbeitstag. Sie bereitete sich einen kräftigen Kaffee, fügte einen kleinen Schuss Cognac hinzu, und oben auf das Ganze kam ein Sahnehäubchen aus der Sprühdose. Zufrieden nahm sie sich das widerspenstige und daher unvollendet gebliebene Sudoku vom Frühstück noch einmal vor.
Kaum hatte sie eine der noch fehlenden Fünfen gefunden, klingelte es an der Tür. Missmutig zog sie ihre Hausschlappen an und öffnete die Wohnungstür. Das Gesicht des Polizisten in Uniform kannte sie, sie hatte ihn in den Straßen von Bad Lauterberg gelegentlich gesehen. Er zeigte ihr seinen Ausweis.
„Sind Sie Frau Kohrs?"
Sie nickte und zog fragend die Augenbrauen nach oben.
„Haben Sie eine Nichte?"
„Ja, sicher. Genau genommen drei. Sind aber alle ein bisschen jung für Sie!"
Etwas verlegen kam von ihm nur: „Kann ich kurz in der Wohnung mit Ihnen sprechen?"
Jetzt wurde Frau Kohrs doch mulmig zumute. Irgendetwas musste passiert sein, aber ein eindeutiges Katastrophennachrichtenüberbringergesicht hatte er nicht.
„Um welche meiner Nichten geht es überhaupt?"
„Tja, das weiß wohl noch keiner. Also: Mein Kollege aus Bad Grund hat mich angerufen. Einem Spaziergänger ist ein Mädchen, hellblond, blauäugig, so zwischen zehn und dreizehn Jahre alt, im Gelände aufgefallen, unter einem Baum. Nicht verletzt, aber etwas zerkratzt, so als wäre sie aus dem Baum ins Gebüsch gefallen."
Ach, dachte Frau Kohrs erleichtert, irgendwo im Gelände und dann noch Baum und Gebüsch - das war jedenfalls nicht Susanne, Gott sei Dank. Also eine von den Zwillingen ihrer Schwester. Wilde Mädchen, die eine wie die andere. Elf Jahre alt und eigentlich sehr süß in ihrem Ungestüm.
„Wie heißt das Mädchen denn? Und warum wenden Sie sich an mich und nicht an die Eltern?" fragte sie.
„Na ja, das ist es ja. Die redet nicht. Zuerst dachten die Kollegen, sie ist vielleicht taubstumm oder unter Schock, aber als die miteinander beratschlagten, ob sie jemanden vom Jugendamt benachrichtigen sollten, da konnte das Kind plötzlich doch sprechen und sagte einen Satz, nämlich, dass sie nach Bad Lauterberg zu ihrer Tante Kohrs wollte. Mehr konnten die Kollegen nicht aus ihr rauskriegen."
Ach verflixt, dachte Frau Kohrs nun, also doch Susanne. Die Zwillinge waren elende Quasselstrippen, die keine zwei Minuten ihren Mund halten konnten.
Susanne war die Tochter ihres Bruders, und sie war so anders als ihre Cousinen, so sehr anders als überhaupt jedes Kind. Der Polizist wollte nun die Adresse der Eltern wissen, damit das Mädchen ihnen zugeführt werden könnte. Das wollte Frau Kohrs verhindern, sie wollte Susanne selbst ‚zuführen', aber die Adresse musste sie natürlich doch angeben. Der Beamte versprach, den Kollegen in Bad Grund zu bitten, noch eine halbe Stunde lang nichts zu unternehmen, bis sie selbst dort eingetroffen war.
Also nichts mit Kaffee und Sudoku. Sie zog schnell ihre Stiefeletten an, griff sich Jacke und Tasche, lief die Treppe hinunter zum Hof und stieg in ihren kleinen grünen Flitzer. In dieser Situation musste sie sich wohl um das Kind kümmern, ob sie wollte oder nicht.
Sie hatte sehr wenig Kontakt zur Familie ihres Bruders. Mit ihm kam sie so einigermaßen zurecht, aber mit ihrer Schwägerin überhaupt nicht. Sie konnten sich gegenseitig nicht ausstehen. Daher war sie selten dort zu Besuch und kannte das Kind auch nicht besonders gut. Und - ganz ehrlich gesagt - sie fand Susanne eher unangenehm und nicht sonderlich sympathisch. Jedoch rührte es sie immer wieder, anscheinend ihre Lieblingstante zu sein. Vielleicht überhaupt die Einzige,
