Über dieses E-Book
Pornojunkie in diesen Foltermord verstrickt? Kaum hat Kommissar Pötzsch die Ermittlungen aufgenommen, werden existentielle Dramen an die Oberfläche gespült.
Weitere Morde, grausam und brutal, stellen ihn und seine Mannschaft vor eine schwere Herausforderung. Aber auch privat kommt Pötzsch nicht zur Ruhe. Ein Hund,
von seiner Frau zur Pflege aufgenommen, stellt die Nerven des Hundemuffels und ausgesprochenen Katzenliebhabers auf eine harte Probe.”
Breslin Jane
Jane Breslin, 1961 in Berlin geboren, verbrachte ihre Kindheit und Schulzeit an der Spree und übersiedelte mit ihrer Familie später in die USA. 1999, nach dem Tod ihres Vaters, entschied sie sich für die Rückkehr nach Deutschland. Heute lebt sie im beschaulichen Remstal bei Stuttgart. Erregte sie mit ihrem ersten Erotikthriller “AUSGELIEFERT - Die Macht der Worte” wegen der drastischen Sprache und tabulosen Darstellungen bereits erhebliches Aufsehen, setzt sie Stil und Form in ihrem zweiten Thriller konsequent und kompromisslos fort.
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Buchvorschau
Entgleist - Breslin Jane
KAPITEL 1
Kommissar Pötzsch stand vor der Tür des leitenden Kriminaldirektors Hubertus von Medendorf, sein oberster Chef und nur eine Stufe unter Gott. Bevor er die Hand hob, um anzuklopfen, schielte er unwillkürlich auf das Namensschild links neben der Tür. Sein eigenes, wie auch die Schilder seiner Kollegen, war einheitlich genormt und aus durchsichtigem Plastik. Dieses hier war aus poliertem Messing. Der in geschwungener schwarzer Schrift geprägte Name strahlte Autorität und Vornehmheit aus.
Einfach nur peinlich, dachte Pötzsch respektlos, klopfte an und trat ein, ohne das näselnde »Herein, bitte« abzuwarten.
Bevor er jedoch den LKD hinter seinem Schreibtisch ausmachen konnte, umhüllte ihn eine Wolke dessen Rasierwassers. Ein teurer, holziger Duft hing in der Luft. Hubertus von Medendorf thronte hinter seinem Schreibtisch und hatte wie immer eine distinguierte Miene aufgesetzt. Als er Pötzsch sah, veränderte sich sein Gesichtsausdruck schlagartig. Besorgnis zeichnete sich in seinem runden Gesicht ab, dessen Mundwinkel jetzt nach unten gezogen waren. Sogar sein sonst so sorgfältig gestutztes Oberlippenbärtchen schien nicht ganz so akkurat wie üblich. Geschäftig blätterte er in einer Akte und bot seinem Untergebenen mit der ausgestreckten Hand einen Platz an.
Pötzsch fühlte sich wie immer in seine Schulzeiten versetzt, wie er damals dem Direktor, Herrn Dr. Kaulfuss, gegenüberstand und verzweifelt versuchte, sich für seine Missetaten zu rechtfertigen.
Entschlossen, oder passiv aggressiv, wie seine Frau sein bockiges Verhalten oft nannte, schwieg Pötzsch und schaute abwartend aus dem Fenster, um von Medendorf zu ärgern. Der blickte jetzt für einige Sekunden hoch und raschelte ungeduldig mit den einzelnen Blättern der Akte. Unvermittelt ließ er seine linke Faust auf den Schreibtisch krachen.
»Das ist eine verdammt unangenehme Sache«, knurrte er und schob den Ordner näher zu Pötzsch, ohne ihn in dessen Leserichtung zu wenden. Aber der ergriff ihn nicht, sondern blieb unbeweglich auf seinem Stuhl sitzen. Irritiert starrte sein Chef ihn an.
»Was sagen Sie dazu, Herr Pötzsch?« wartete jedoch keine Antwort ab, sondern erhob sich und stellte sich vor das Fenster, die Arme hinter dem Rücken verschränkt.
Zu seinem karierten Harris-Tweed trug er eine farblich passende Hose und dazu braune, wahrscheinlich handgenähte Lederschuhe. Herr von Medendorf legte viel Wert auf exklusive, aber dezente Kleidung, was durch die Tatsache begünstigt wurde, dass er eine vermögende, wenn auch höchst unattraktive Frau geehelicht hatte. Pötzsch registrierte, dass die Haare des LKD am Hinterkopf merklich lichter wurden.
»Wie weit sind Sie mit Ihren Ermittlungen in diesem unappetitlichen Fall?«
»Nun, wir verfolgen erste Hinweise und klopfen, wie üblich, das Umfeld des Opfers ab. Auf die Ergebnisse der Spurensicherung warten wir noch.«
»Ja, natürlich, aber seien Sie bitte diskret und vor allen Dingen«, er wandte sich um, »gehen Sie diesmal mit Fingerspitzengefühl vor. Bloß nicht der Presse zu irgendwelchen wilden Spekulationen Anlass geben. Vermitteln Sie das bitte auch Ihrer Mannschaft. Ich verlasse mich auf Sie.«
Er ging an seinen Schreibtisch zurück, stützte sich mit den Händen darauf und fixierte Pötzsch mit seinen kleinen, sehr blauen Augen.
»Ich möchte nicht, dass Namen von gewissen, nun, sagen wir, nicht ganz unbekannten Personen, voreilig genannt werden. Ich habe diesbezügliche Order von ganz oben!«
Arschkriecher … dachte Pötzsch. Laut aber sagte er:
»Aber ermitteln dürfen wir schon, oder?«
»Stellen Sie sich doch nicht wieder so kompliziert an, lieber Kollege. Ich erwarte nur ein wenig Feingefühl, und dass nicht gleich alles ausposaunt wird.« Er setzte sich. »Erinnern Sie sich bitte an die Häme, die wie aus Mistkübeln über uns ausgeschüttet wurde, als wir den Frauenmörder gesucht haben und diese Frau, die er entführt hatte. Wie hieß sie gleich noch mal?«
»Wellmann, Carla Wellmann.« Pötzsch seufzte. Es stimmte, die Presse hatte sie in ihren reißerischen Artikeln wie stümperhafte Anfänger dastehen lassen, Dilettanten, denen es nicht gelang, einen Mann zu fassen, der drei Frauen vergewaltigt und umgebracht hatte.
»Also, habe ich mich klar ausgedrückt? Mit Fingerspitzengefühl! Und halten Sie mich auf dem Laufenden.« Damit war die Unterredung beendet.
Pötzsch hatte schon die Türklinke in der Hand, als sein Chef ihm hinterherrief: »Wenn Sie Hilfe brauchen, wie beim letzten Fall, dann rufen Sie diesen Berliner Psychologen an, diesen …«, er wedelte verächtlich mit der Hand, »… Späthippie mit Zopf und Lederjacke. Vielleicht kann er auch diesmal helfen, wenn er nicht gerade in Berlin mit einem Fall beschäftigt ist.«
Ein süffisantes Lächeln hatte sich auf seine Lippen geschlichen. Er breitete die Hände aus.
»Der Freistaat zahlt alles.« Sein Lächeln verwandelte sich in ein herablassendes Grinsen.
Pötzsch schloss die Tür mit einem Knall. Wütend stapfte er die große steinerne Treppe hinab und ging in sein Zimmer. Sein Assistent Schaller zuckte zusammen, als Pötzsch die Tür heftig aufriss und ebenso wieder hinter sich zuknallte.
»Der LKD war vermutlich wieder mal not amused?« Fragend hob Schaller die Augenbrauen.
»Eines Tages werde ich …,« aber Pötzsch führte nicht aus, was er eines Tages zu tun gedachte, denn ihm fiel ein, dass er als Vorgesetzter eine gewisse Vorbildfunktion hatte.
»Was, Chef, was werden Sie?« Schaller grinste.
Aber Pötzsch erwiderte nichts, brummte nur und starrte grimmig aus dem Fenster. Heute lag die Spitze der Frauenkirche im sonnigen Morgenlicht und ermahnte ihn, sich nicht über Menschen wie von Medendorf zu ärgern. Es gab wichtigere Dinge, um die man sich kümmern musste. So wie dieser Fall, dessentwegen er gerade beim leitenden Kriminaldirektor einbestellt worden war. Gestern waren er und Schaller zum Tatort in einem etwas heruntergekommenen Mehrfamilienhaus in der Torgauer Straße in Dresden-Pieschen gerufen worden. Krankenwagen und Arzt waren noch vor Ort. Die Kollegen der Spurensicherung in ihren weißen Kapuzenoveralls hatten bereits mit der Arbeit begonnen. Der Polizeifotograf schoss gerade seine letzten Aufnahmen. Pötzsch musste wegen des grellen Blitzlichts die Augen für einen Moment schließen. Als er sie wieder öffnete, sah er vor sich auf einem großen Bett eine Frau. Sie lag mit gespreizten Beinen auf dem Bauch, den nackten Hintern obszön angehoben. Auf dem Bettlaken zwischen ihren Oberschenkeln hatte sich eine große Blutlache gebildet, die sich bereits bräunlich verfärbte. Pötzsch trat näher heran und konnte sehen, dass ein Kissen unter ihr Becken geschoben worden war. Sie war nur mit einem Mieder bekleidet und ihre Schultern waren unter langen schwarzen Haaren fast verborgen. Mit einem fragenden Blick drehte er sich um. Hartmut Hahnel, Leiter der SPUSI, von den Kollegen nur ›HaHa‹ genannt, hatte seinen fragenden Blick richtig verstanden und nickte kurz, während er seine Gerätschaften wieder einpackte. Pötzsch durfte die Tote jetzt berühren. Er griff nach ihren Haaren, wollte sie zur Seite streichen, um das Gesicht der Toten zu sehen. Eine kurze Schrecksekunde hielt er inne, als er bemerkte, dass sich die Kopfhaut auf dem Schädel bewegte. Dann griff er beherzt noch einmal zu und hatte eine Perücke in der Hand, unter der blonde, kurzgeschnittene Haare sichtbar wurden.
»Michelle Schlottwitz, alias Chantal«, HaHa warf sein letztes Instrument klirrend in den Koffer. »Arbeitete seit drei Jahren als Prostituierte hier in dieser ›Wohngemeinschaft‹, zusammen mit einer anderen Dame und einem Kerl.«
»Michelle alias Chantal?« fragte Pötzsch verblüfft.
HaHa zuckte mit den Schultern und reichte Pötzsch einen 500-Euro-Schein, auf dessen Rückseite ein kleiner weißer Zettel mit einer Büroklammer angeheftet war. Kommissar Pötzsch drehte ihn um und las die Nachricht, die mit blauer Tinte geschrieben worden war:
Ein kleiner Schein von Ralfilein,
dem Schweinilein
»Wie romantisch«, entfuhr es Erwin Pötzsch.
»Also, die vermutliche Todesursache ist eine innere Verletzung in der Vagina.« Dr. Hauser, der sich bisher im Hintergrund gehalten hatte, stand plötzlich neben ihm. »Aber nichts Genaues weiß man noch nicht.«
Der bucklige Mediziner ging ihm, wie immer, mit diesem Spruch auf die Nerven.
»Ich will mich noch nicht festlegen, aber soweit ich erkennen konnte, steckt irgendetwas in ihr drin. Es hat ein Muster.«
Pötzsch beugte sich in wenig hinunter und – tatsächlich, auch er konnte trotz des vielen Blutes ein Muster aus blauen und weißen Farben entdecken.
»Was kann das sein?« fragte er den Arzt.
»Wenn ich’s nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass es aussieht wie eine Handarbeit oder etwas Ähnliches. Irgendwie kommt mir das Ding bekannt vor.«
Vier Stunden später saß Pötzsch wieder hinter seinem Schreibtisch und kaute nachdenklich auf seinem Bleistift herum. Tief in Gedanken, wippte er auf seinem alten, abgewetzten Schreibtischsessel vor und zurück.
»Ist diese, ähm, Kollegin von der Toten schon da?« Pötzsch hatte niemanden auf dem Gang vor der Tür gesehen.
»Ja, und auch dieser Typ, der andere Mitbewohner. Ist ebenfalls im horizontalen Gewerbe tätig. Bedient Männer«, Schaller grinste. »Warten beide im BS 102.«
Das BS 102 war der sogenannte Besucherraum im ersten Stock. Die Einrichtung und die graugrüne Farbe an den Wänden schüchterte jeden ein, der sich länger als fünf Minuten darin aufhielt.
»Hol die Zeugen, Schaller. Fangen wir mit der Frau an. Wie heißt sie doch gleich?« Pötzsch warf einen Blick in die Akte. »Ach so, ja. Anna Naschewko.«
Als Anna Naschewko ins Zimmer stöckelte, verschlug es dem Kommissar fast den Atem, nicht nur wegen der überaus intensiven Parfümwolke, die sie umgab. Vor ihm stand eine ausgesprochen schöne Frau mit slawischen Gesichtszügen und langen braunen Haaren. Die wohlgeformten schlanken Beine steckten in schwarzen Stiefeln mit schwindelerregend hohen Absätzen. Wäre sie nicht so stark geschminkt gewesen, hätte sie sogar noch besser ausgesehen. Der intensive Duft ihres Parfüms erfüllte sofort den ganzen Raum. Pötzsch widerstand dem starken Drang, ein Fenster zu öffnen, bot der Frau einen Platz an und setzte, so wie er glaubte, ein gewinnendes Lächeln auf.
»Vielen Dank, dass Sie gekommen sind, Frau Naschewko. Sie sind in der Ukraine geboren, wie ich hier sehe?«
»Da, chabe aberr Aufenthaltsgenähmigung. Alles ganz lägal. Mein Job, Sie wissen schon, nur vorrübergähend, dann Studium.«
» Aha. Was wollen Sie denn studieren?«
»Bätrriebswirrtschaft.«
Den nötigen Geschäftssinn hat sie ja bereits bewiesen, dachte Pötzsch und blickte sie nachdenklich an. Ihre großen dunklen Augen waren schön und sanft.
»Wie lange arbeiten Sie schon in dieser ›Wohngemeinschaft‹?«
»Knapp ein Jahrr. Habe mich gut mit es verrstanden, mit Chantal. Armes Kind. Dass so enden muss.«
»Können Sie mir etwas über Chantal erzählen? Zum Beispiel über ihre Freier, ihren Zuhälter, oder sonst etwas, was irgendwie von Bedeutung sein könnte?«
»Chantal und ich, wirr haben keinen Zuhälter. Maik, derr Gute, passt auf uns auf. Ist immer da, wenn wirr haben Kunden. Wirr schreien, wenn Gefahr. Dann kommt Maik. Wenn selber hat Kunden, dann sind wirr da und hören, ob alles ist in Ordnung. Wenn nicht, dann wir rrufen Frreund unter uns. Ganz leicht. Sie sähen, alles gut organisiert!«
»Aber trotzdem ist Chantal jetzt tot!«
»Ja, stimmt, schrräcklich.«
»Hatte Chantal Stammfreier?«
Anna warf den Kopf in den Nacken, lachte lauthals und ließ ein tadelloses Gebiss aufblitzen. »Ja, natürrlich, was dänken Sie denn, Herr Kommissar?«
»Ich denke gar nichts, ich befrage Sie!«
»Also, sie hatte Stammfreier. Sie hatte besonderen Service, därr viele Männer interessiert hat. So was bieten nicht viele.«
Zufrieden verschränkte sie die Arme vor ihrer Brust. Pötzsch’ Blick folgte der Bewegung ihrer Arme und blieb unwillkürlich auf ihrem vollen Busen hängen. Jetzt musste er nach dieser besonderen Dienstleistung fragen, das war ihm klar. Also fragte er, obwohl er sich sicher war, dass sie ihm nichts Gutes erzählen würde.
»Sie hat sich Dinge rreinstäcken lassen von ihren Kunden. Sährr große Dinge. Hat Herren viel Spaß gemacht.«
»Große Dinge?« blitzartig erinnerte er sich an das Muster des Gegenstandes in Chantals Unterleib.
»Da, sährr grroß. Eier. Bunte Holzeier. Osterreier, hübsch bemalt.«
»Bunte Holzeier«, wiederholte Pötzsch um Fassung bemüht. »Das haben ihr ihre Kunden eingeführt? Bestimmte Stammkunden, nehme ich an?«
»Weiß nicht, ob nur Stammkunden alles. Sie hat auch Werbung gemacht, im Internet.«
»Im Internet?« Pötzsch kam sich plötzlich uralt vor.
»Da, kleine Filmchen und so.«
Das Telefon klingelte. Pötzsch war froh über diese Unterbrechung, entschuldigte sich und hob den Hörer ab. Es war Doktor Hauser. Schweigend lauschte er den vorläufigen Untersuchungsergebnissen des Mediziners. Er bedankte sich und bat ihn noch um eine schnelle Zusendung des schriftlichen Berichtes, bevor er auflegte.
»Ihre Freundin ist an so einem Holzei gestorben, Frau Naschewko«, wandte er sich wieder an die Frau, die vor ihm saß. »Das Holzei, das der Untersuchungsarzt in ihrer Vagina gefunden hatte, wurde mit einer solchen Wucht in sie hineingerammt, dass das Gewebe an unzähligen Stellen zerrissen ist. Chantal ist innerhalb kürzester Zeit verblutet.«
Anna Naschewko starrte ihn an. Ihre Lippen verfärbten sich weiß und Tränen standen ihr in den Augen.
»Ist Ihnen an diesem Tag etwas Ungewöhnliches aufgefallen? Ein Kunde, der sich vielleicht nicht normal verhalten hat. Ungewohnte Geräusche in Chantals Zimmer. Irgendetwas?«
»Nein, nein«, Anna schluchzte jetzt. Die Tränen liefen wie Sturzbäche über ihre Wangen und hinterließen schwarze Spuren von Mascara. Jetzt fing sie an zu zittern.
»Möchten Sie ein Glas Wasser?« fragte Pötzsch.
Sie schüttelte den Kopf. Pötzsch gab Schaller durch ein Zeichen zu verstehen, dass die Vernehmung beendet war und dass er Frau Naschewko hinausbegleiten solle. In ihrer derzeitigen Gemütsverfassung würde sie ihm ohnehin nicht mehr sagen können. Er musste ihr Zeit lassen.
»Bitte halten Sie sich zu unserer Verfügung. Wir werden sicherlich noch Fragen haben. Vielen Dank, Frau Naschewko.«
Als sie aufstand, schwankte sie für eine Sekunde, aber Schaller stützte sie und verhinderte, dass sie von ihren hohen Absätzen kippte.
»Bring diesen Maik Zimmer rein und ruf Frau Naschewko ein Taxi!«
Maik war ein lebendes Muskelpaket in engem schwarzem T-Shirt, schwarzer Lederhose, mit Kopftuch und Ohrring. Die obligatorische Tätowierung auf dem muskulösen Oberarm stellte einen Drachen dar. Kryptische Zeichen zierten seinen trapezförmigen, stiernackigen Hals.
»Sie sind Maik Zimmer?«
»Das ist richtig.« Maik hatte eine Stimme wie Donnergrollen. Tief und rau. Erschreckte er damit nicht seine Kunden, fragte sich Pötzsch, kam aber zu dem Schluss, dass die Männer, die Maik besuchten, sich bewusst und gezielt diese fleischgewordene Brachialgewalt aussuchten.
»Hören Sie«, dröhnte Maik, »das ist alles sehr schrecklich und bedauerlich, was mit Chantal passiert ist. Anna hat mir alles erzählt. Aber ich habe nicht das Geringste damit zu tun. Ich habe auch nichts gesehen oder gehört.«
Maik schien nicht lange zu fackeln und war der Meinung, dass er nun gehen könne, denn er erhob sich wieder von seinem Stuhl, der bedenklich unter seinem Gewicht geknarrt hatte.
»Was sind das für Männer, die Sie besuchen, Herr Zimmer?«
Maik hatte mit dieser Frage offensichtlich nicht gerechnet, denn er starrte Pötzsch verblüfft an.
»Wie, was für Männer, wie meinen Sie das? Was haben meine Kunden damit zu tun?«
Drohend richtete er sich auf.
»Ich nehme an, dass es sich um Männer handelt, die gerne ein bisschen härter rangenommen werden möchten? Jedenfalls keine, die wegen zarter Liebesspiele zu Ihnen kommen.«
»Wenn Sie’s genau wissen wollen, nein. Meine Kunden sind zufrieden, sonst würden sie nicht immer wieder kommen, klar?«
Das war Pötzsch durchaus klar. Dieser Maik war wahrscheinlich bereit, jedem eine aufs Maul zu hauen, der Zweifel an seiner Person im Allgemeinen und der Qualität seiner Arbeit im Besonderen äußerte.
»Frau Naschewko hat mir erzählt, dass Sie aufeinander achtgeben und sich gegenseitig beschützen, wenn einer einen Freier hat. Ist das richtig, dass Sie immer in der Nähe sind und zur Not schnell eingreifen können?«
Maik sah Pötzsch an, als wäre dieser mickrige Typ von Bulle nicht ganz bei Trost.
»Na klar, Mann, bei den ganzen Verrückten, die hier frei rumlaufen, muss doch immer einer aufpassen.«
»Setzen Sie sich wieder. Wir sind noch nicht fertig. Sind Sie Chantal schon mal zu Hilfe gekommen? Mussten Sie sie vor einem Freier beschützen?«
»Nein, nie.«
»Und Frau Naschewko?«
»Nein, auch nicht.« Maik setzte sich endlich und verschränkte die Arme, dick wie Oberschenkel, vor seiner gewaltigen Brust.
»Frau Naschewko hat mir über Ihren Freund ein Stockwerk tiefer berichtet. Übernimmt der auch eine Schutzfunktion?«
»Hans? Machen Sie Witze? Hans ist fünfzig Kilo leicht und macht sich bei jeder Kleinigkeit in die Hosen. Ich beschütze Hans. Er braucht mich. Wer ihm zu nahe kommt, der lernt mich kennen.« Davon war Pötzsch überzeugt.
»Ist Ihnen an dem Tag etwas aufgefallen? Ungewöhnliche Geräusche, ein Freier, der vielleicht die Wohnung sehr schnell verlassen hat?«
»Nein, nein, nichts. Das letzte Mal habe ich Chantal so gegen 14:30 Uhr gesehen. Wir haben zusammen in der Küche eine geraucht. Anna hatte ihren freien Tag, war shoppen oder so was. Dann ist Chantal wieder in ihr Zimmer gegangen, weil sie noch einen Kunden erwartete. Ich weiß aber nicht wann und schon gar nicht wen. War das alles?«
»Was haben Sie zu diesem Zeitpunkt gemacht?«
Maik schien genervt.
»Ich war unten bei Hans. Ich wollte eigentlich nur kurz mit ihm sprechen. Aber dann bin ich doch viel länger geblieben, wenn Sie verstehen. Ausgerechnet dann muss so ein blöder Wichser Chantal abschlachten. Wenn ich den zu fassen kriege! Dem reiß ich den Arsch bis zum Hals auf.«
Keine leere Drohung, wie Pötzsch vermutete.
»Ich möchte noch den Nachnamen von diesem Hans, dann können Sie vorläufig gehen. Halten Sie sich bitte zur Verfügung.«
Maik erhob sich schwerfällig und stapfte zur Tür. Seine Lederhose spannte sich über sein muskelbepacktes Gesäß. Bevor er das Zimmer verließ, wandte er sich noch einmal zu Pötzsch.
»Wenn Sie nach Feierabend mal was Aufregendes ausprobieren wollen – Sie wissen ja, wo ich wohne.« Grinsend legte er die Hand mit einer ordinären Geste auf seinen Schritt, klatschte sich mit der anderen auf seinen Lederhintern und schloss dann die Tür hinter sich.
Pötzsch saß noch immer wie vom Donner gerührt auf seinem Bürostuhl, als Schaller wieder ins Zimmer kam.
»Na, das war ja mal ein zartes Kerlchen. Hoffentlich haben Sie den nicht zu hart angefasst, Chef … Chef?«
»Maik Zimmer hat mich gerade zu einem aufregenden Date eingeladen. Soll ich’s mal ausprobieren, was meinst du. Oder willst du vielleicht …? «
»Was, wieso? Sie machen Witze, Chef. Der hat doch nicht …«
»Doch, hat er. Gott sei Dank hat er darauf verzichtet, mir neckisch zuzuzwinkern. Stattdessen hat er seine Hand an sein Arbeitsgerät gelegt und keinen Zweifel über den Ort der Durchführung gelassen. Sehr verführerisch, muss ich sagen.«
»Ich bin einigermaßen schockiert, Chef. Sollten Sie eine andere Seite haben, von der ich noch nichts wusste, dann …« Weiter kam er nicht, denn Pötzsch hatte bereits in die Schale mit den Bonbons neben seiner Tastatur gegriffen und Schaller eine Handvoll der Süßigkeiten ins Gesicht gepfeffert.
»Aua, Chef.«
Beide lachten laut auf.
KAPITEL 2
Kamikaze123
Kamikaze123 starrte auf den schwarzen Bildschirm seines Hochleistungscomputers. Noch war der Bildschirm schwarz, würde aber gleich das Login-Feld preisgeben.
Er griff sich zwischen die Beine und spürte die Erektion. Seine Erregung steigerte sich von Sekunde zu Sekunde. Mal schauen, was die geile Hure heute zu bieten hatte. Endlich erschien das Bild. Aber irgendwas war anders. Das Bett war nicht mehr an der gleichen Stelle wie vorher. Sonst stand es quer zur Kamera, so dass der Blickwinkel den ganzen Körper der Hure umfasste und das, was sie mit ihren Freiern trieb, deutlich bis ins kleinste Detail zu erkennen war. Jetzt befand sich das große Bett mit den vielen schwarzen Kissen um 45 Grad verschoben frontal zur Kamera. Er fragte sich gerade, was wohl der Grund für diese Aktion gewesen war, als er eine Bewegung wahrnahm. Die Nutte tauchte links im Bild auf, legte sich aufs Bett und rekelte sich lasziv. Gar nicht so schlecht diese Position! Jetzt hatte er die Illusion, sie würde direkt vor ihm liegen. Das war ja noch viel realer! Beinahe hatte er den Eindruck, als würde sie ihn für eine Sekunde anschauen, aber das war wohl nur Einbildung, denn schon hatte sie sich auf den Bauch gedreht und präsentierte ihm ihr nacktes Hinterteil. Jetzt kniete sie sich hin, so dass er ihren Arsch und die Möse sehen konnte – aufnahmebereit für alles, was kommen würde. Kamikaze123 öffnete seinen Reißverschluss, zog den knüppelharten Schwanz heraus und umschloss ihn fest mit der linken Hand. Nun öffnete sich die Tür und jemand kam herein. Obwohl die Kamera nur die Körpermitte erfasste, sah er, dass es sich um einen Mann handelte, der eine schwarze Tasche neben dem Bett abstellte. Der Kunde, dachte Kamikaze123 erregt, endlich gibt’s was zu sehen. Der Mann zog sich aus, trat nackt ans Bett, auf dem die Hure sich mit weit gespreizten Beinen bäuchlings wälzte. Den Rücken zur Kamera gewandt, bückte er sich und zog etwas Schwarzes aus seiner Tasche. Kamikaze123 konnte nicht erkennen, um was es sich handelte, sah aber Sekunden später, dass es eine Maske war, die der Unbekannte sich überstülpte. Für den Bruchteil einer Sekunde war das Profil des Mannes zu sehen, der erneut in die Tasche griff und etwas Großes, Längliches herauszog. Zunächst konnte Kamekaze123 den Gegenstand nicht identifizieren, doch schließlich stellte er fest, dass es ein riesiger Dildo war. Den größten, den er jemals gesehen hatte.
Der Maskierte kletterte aufs Bett, drehte die Frau auf den Rücken und steckte ihr den Plastikschwanz weit in den Mund. Ihre dunkelrot geschminkten Lippen schlossen sich um den riesigen Penis, den der Mann vor und zurück bewegte. Dann hielt er inne und holte einen weiteren Dildo aus der Tasche, nicht ganz so groß wie der erste. Die Hure lächelte wissend, als er ihr den Riesenpenis aus dem Mund zog. Sie fuhr sich mit dem Zeigefinger über die Lippen und verschmierte mit einer obszönen Geste den Lippenstift auf ihrem großen Mund.
Jetzt geht’s los, dachte Kamikaze123 und bearbeitete seinen Schwanz stärker, hörte dann aber auf. Bloß nicht zu früh kommen, ermahnte er sich.
Die Frau drehte sich nun wieder auf den Bauch und präsentierte erneut ihren Hintern. Verdammt noch mal! Wo hockte sich dieser Idiot denn hin! Genau zwischen ihre Beine. Er konnte ja überhaupt nichts mehr sehen! Nur noch, wie sich die Ellenbogen dieses Typen vor und zurück bewegten. Verdammter Mist! Blödes Arschloch, konnte der sich nicht woanders hinsetzen! Enttäuscht wartete er noch einige Sekunden, in der Hoffnung, wieder mehr Details sehen zu können. Aber alles blieb so wie es war. Seine Erektion löste sich in nichts auf. So ein verdammter Mist, wo es so gut angefangen hatte. Wütend kappte er die Verbindung und startete schnell einen Pornofilm, den er sich gestern auf seinen Rechner gezogen hatte. Diese Alte hier war auch nicht schlecht, aber eben nicht so geil wie die Frau von eben. Live dabei zu sein war einfach überragend und verschaffte ihm den ganz großen Kick. Er hatte ’ne Menge Kohle dafür gezahlt, dass die Hure in die Einrichtung eines Videostreams einwilligte. Sie brauchte nur auf einen Knopf zu drücken, wenn sie einen Kunden mit den Vorlieben erwartete, auf die sie sich spezialisiert hatte. Dann blinkte bei ihm die Kontrollleuchte und er konnte das Geschehen hautnah miterleben. Aber nicht nur das, es wurde auch automatisch alles auf seiner Festplatte gespeichert. Er hatte sein ganzes Wissen eingesetzt, viel Zeit und auch Geld investiert. Aber Zeit hatte er ja genug, seit ihm sein Arbeitgeber gekündigt hatte. Er war als Systemadministrator in einer großen Computerfirma beschäftigt gewesen, die maßgeschneiderte Software für Handelsfirmen und Dienstleister entwickelte. Wegen mangelnder Auftragslage hatte man ihn ohne Umschweife rausgeworfen.
Kamikaze123 versuchte, sich auf den Film mit der farbigen Frau zu konzentrieren, aber sein Schwanz hing schlaff herunter, so sehr er sich auch bemühte, ihn zum Stehen zu bringen.
Schließlich zog er frustriert seinen Reißverschluss wieder hoch. Wann hatte dieser ganze Scheiß eigentlich angefangen? Wie lange hatte er keine Frau mehr gevögelt? Er konnte sich kaum noch erinnern, so lange war das her. Gelangweilt und genervt hatten ihn seine früheren Frauenbekanntschaften, eine wie die andere. Da waren die Frauen im Internet um Lichtjahre besser. Die waren nämlich alle naturgeil, im Gegensatz zu
