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Widerstandsfähig in Pflege und Betreuung: Ein Leitfaden für Sicherheit, Kommunikation und Selbstfürsorge
Widerstandsfähig in Pflege und Betreuung: Ein Leitfaden für Sicherheit, Kommunikation und Selbstfürsorge
Widerstandsfähig in Pflege und Betreuung: Ein Leitfaden für Sicherheit, Kommunikation und Selbstfürsorge
eBook162 Seiten1 Stunde

Widerstandsfähig in Pflege und Betreuung: Ein Leitfaden für Sicherheit, Kommunikation und Selbstfürsorge

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Über dieses E-Book

Sicher durch den Pflegealltag: Selbstschutz und Gewaltprävention in der Pflege
In der herausfordernden Welt der Pflege stehen Fachkräfte täglich vor emotionalen und physischen Belastungen. Gewalt in der Pflege ist ein ernstes Problem, das oft im Verborgenen bleibt. In diesem umfassenden Ratgeber teilt Nils Weyand, ein erfahrener Sicherheitsexperte mit über 30 Jahren Erfahrung, seine Erkenntnisse und Strategien zur Gewaltprävention und Selbstschutz in der Pflege.
Dieses Buch bietet einen tiefen Einblick in die Ursachen und Formen von Gewalt in der Pflege, beleuchtet Risikofaktoren für Pflegekräfte und Patienten und stellt effektive Sicherheitskonzepte vor. Mit praktischen Techniken zur gewaltfreien Kommunikation, Notwehr und Selbstschutz wird aufzeigt, wie Pflegekräfte sowohl sich selbst als auch ihre Patienten schützen können.
Erfahren Sie, wie Sie durch gezielte Schulungen, empathische Kommunikation und die Anwendung bewährter Methoden wie der Vital Pyramid und der 3-AAA-Regel nicht nur Ihre eigene Sicherheit erhöhen, sondern auch ein respektvolles und gewaltfreies Umfeld fördern können. Mit wertvollen Tipps zur Stressbewältigung, Teamarbeit und rechtlichen Aspekten in der Pflege bietet dieses Buch eine ganzheitliche Herangehensweise zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und des Wohlbefindens aller Beteiligten.
Sicher durch den Pflegealltag ist ein unverzichtbarer Leitfaden für Pflegekräfte, die ihre Resilienz stärken und in anspruchsvollen Situationen souverän handeln möchten. Seien Sie vorbereitet und entwickeln Sie das nötige Handwerkszeug, um in kritischen Momenten richtig zu reagieren , für sich selbst und für die Menschen, die Sie betreuen.
SpracheDeutsch
HerausgeberBoD - Books on Demand
Erscheinungsdatum28. Jan. 2025
ISBN9783769364927
Widerstandsfähig in Pflege und Betreuung: Ein Leitfaden für Sicherheit, Kommunikation und Selbstfürsorge
Autor

Nils Weyand

Nils Weyand ist ein angesehener Fachmann mit einer bemerkenswerten Karriere im Bereich Sicherheit und Selbstschutz. Seine beeindruckende Laufbahn erstreckt sich über mehr als ein viertel Jahrhundert Dienstzeit bei der hessischen Polizei, wo er in verschiedenen Funktionen tätig war, darunter auch Führungspositionen und umfassende Erfahrungen in der öffentlichen Sicherheit gesammelt hat. Durch seine langjährige Arbeit bei der Polizei hat er nicht nur die praktischen Aspekte der Sicherheit kennengelernt, sondern auch ein tiefes Verständnis für besondere Berufsgruppen oft in Spannungsfeldern arbeiten, in denen viel Empathie erforderlich ist, oftmals unter schwierigen Bedingungen wie zum Beispiel Schichtdienst. Diese einzigartige Kombination aus polizeilicher Erfahrung, Lebenserfahrung und einem fundierten Wissen über die Bedürfnisse von Personen in stark Empathie abhängigen Berufen hat dazu geführt dass viele Pflege- und Betreuungseinrichtungen sein Wissen bei der Aus- und Fortbildung von Mitarbeitern in dem Kontext Gewalt, Selbstschutz und Burnout Prävention schätzen und ihn für Fortbildungsmaßnahmen engagieren. Nils Weyand, der sich auch seit weit über 30 Jahren mit Kampfsport, Kampfkunst und Selbstverteidigung beschäftigt hat Programme entwickelt, die sowohl theoretische als auch praktische Aspekte der Selbstverteidigung abdecken. Diese Schulungen sind so konzipiert, dass sie unter anderem auf die spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen von Pflegekräften und zugeschnitten sind. Dabei legt er großen Wert darauf, dass die Teilnehmer nicht nur die Techniken erlernen, sondern auch ein gestärktes Selbstbewusstsein und ein besseres Verständnis für ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln. In seiner Freizeit engagiert sich Nils Weyand auch in verschiedenen sozialen Projekten, die darauf abzielen, die Sicherheit von vulnerablen Gruppen zu erhöhen. Er ist der Meinung, dass jeder das Recht auf ein sicheres Umfeld und ein gutes Leben hat, und setzt sich dafür ein, dass Menschen in schwierigen Situationen die Unterstützung und Ressourcen erhalten, die sie benötigen. Diese soziale Verantwortung spiegelt sich auch in seiner Arbeit wider, da er bestrebt ist, die Fähigkeiten der Pflegekräfte zu stärken und ihnen das notwendige Wissen zu vermitteln, um sich selbst und andere zu schützen.

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    Buchvorschau

    Widerstandsfähig in Pflege und Betreuung - Nils Weyand

    KAPITEL 1: Gewalt in der

    Pflege - Ein ernstes

    Problem

    Die Pflege- und Betreuungssituation ist ein sensibler Bereich, in dem tagtäglich zahlreiche Menschen in engem Kontakt zueinanderstehen. Der Umgang mit hilfsbedürftigen Personen, sei es in Altenheimen, Pflegeeinrichtungen oder im häuslichen Bereich, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die nicht nur Engagement und Fachwissen erfordert, sondern auch die Fähigkeit, mit emotional belastenden Situationen umzugehen. Leider kommt es in diesem Kontext nicht selten zu Konflikten, die in Gewalt münden können. Es ist von entscheidender Bedeutung, die Ursachen, Formen und die Auswirkungen von Gewalt in der Pflege zu verstehen, um geeignete Präventionsstrategien zu entwickeln.

    Ursachen für Gewalt in der Pflege

    Die Ursachen für Konflikte und Gewalt in der Pflege sind vielschichtig. Pflegekräfte sind häufig mit Patienten konfrontiert, die aufgrund von physischen oder psychischen Erkrankungen oder kognitiven Einschränkungen Schwierigkeiten haben, ihre Bedürfnisse klar zu kommunizieren. Diese Umstände können zu Missverständnissen führen, die in verbalen oder sogar physischen Auseinandersetzungen enden. In vielen Fällen sind Patienten mit Stress, Angst, Schmerz oder emotionalen Belastungen konfrontiert, die ihr Verhalten beeinflussen können. Diese emotionale Instabilität kann sich in aggressiven Reaktionen äußern, die für Pflegekräfte sehr herausfordernd sind.

    Ein weiteres zentrales Problem ist die hohe Belastung des Pflegepersonals. Die Arbeitsbedingungen in der Pflege sind oft schwierig: Überstunden, Personalmangel und hohe emotionale Anforderungen strapazieren die Nerven der Mitarbeiter. Diese Überlastung kann dazu führen, dass Pflegekräfte weniger Geduld aufbringen, wenn sie mit herausforderndem Verhalten von Patienten konfrontiert werden. In stressigen Situationen können auch bei den Pflegenden selbst Aggressionen oder Frustrationen aufkommen, die zu einem Teufelskreis der Gewalt führen.

    Darüber hinaus spielt die körperliche Nähe, die in der Pflege notwendig ist – etwa bei der Körperpflege oder der Mobilisation von Patienten – eine entscheidende Rolle. Diese intime Interaktion kann bei Patienten, die unter psychischen Erkrankungen leiden, zu einem Gefühl der Bedrohung führen und aggressives Verhalten hervorrufen.

    Aber auch für psychisch gesunde Personen ist die Pflege als Eingriff in einen sehr intimen Lebensbereich zumindest zu Beginn der Pflege oft sehr unangenehm und führt nicht selten zu Verletzungen des Schamgefühls und infolge dessen auch zu Konflikten. Die Herausforderung, in solchen sensiblen Situationen professionell und empathisch zu reagieren, ist enorm und kann zu einem hohen Maß an Stress für das Pflegepersonal führen.

    Formen der Gewalt

    Gewalt in der Pflege kann in zwei Hauptformen auftreten: physischer und psychischer Gewalt.

    Physische Gewalt

    Physische Gewalt umfasst alle Handlungen, die zu Verletzungen führen oder führen könnten. Dazu zählen Schläge, Tritte, Kratzen oder das Werfen von Gegenständen, Festhalten. Solche Übergriffe können sowohl von Patienten als auch von den Angehörigen gegenüber dem Pflegepersonal ausgehen. Ein Beispiel hierfür wäre, wenn ein Patient einen Pfleger mit einer Tasse bewirft, um eine Behandlung zu verhindern. Diese Formen der Gewalt sind nicht nur körperlich schmerzhaft, sondern können auch psychische Narben hinterlassen.

    Es kommt aber auch vor, dass Pflege- oder Betreuungspersonal Gewalt gegenüber Bewohnern oder Patienten anwendet.

    Die rechtlichen Konsequenzen für solche Handlungen sind gravierend. In Deutschland können solche Übergriffe als Körperverletzung (§ 223 StGB) oder als gefährliche Körperverletzung (§ 224 StGB) geahndet werden. Pflegekräfte, die Opfer physischer Gewalt werden, haben das Becht, Anzeige zu erstatten und sich rechtlich abzusichern. Die einfache Körperverletzung gemäß § 223 StGB wird nur auf Antrag des Geschädigten verfolgt. Auch der Vorgesetzte kann Strafantrag für die ihm anvertrauten Mitarbeiter stellen.

    Anders herum ist natürlich auch damit zu rechnen, dass Pflege- oder Betreuungspersonen oder deren Angehörige Strafanzeige gegen Mitarbeiter erstatten.

    Dies kann zu einer massiven Rufschädigung für die gesamte Einrichtung führen.

    Psychische Gewalt

    Psychische Gewalt ist oft subtiler, aber nicht weniger schädlich. Sie zeigt sich in Form von Beleidigungen, Drohungen oder Nötigungen. Eine Pflegekraft, die von einem Patienten beschimpft oder beleidigt wird, kann stark in ihrer Würde verletzt werden. In vielen Fällen können solche verbalen Angriffe die psychische Gesundheit des Pflegepersonals beeinträchtigen und zu einem hohen Maß an Stress und sogar zu Fehlzeiten und Burnout führen.

    Ein Beispiel für psychische Gewalt zum Nachteil von Pflege- oder Betreuungskräften wäre, wenn eine Pflegekraft von einem Patienten mit beleidigenden Worten angegriffen wird, um ihn zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen oder zu manipulieren (gegebenenfalls wird hierdurch der Tatbestand der Nötigung gemäß § 240 StGB erfüllt). Auch Drohungen, sei es in Form von körperlicher Gewalt oder durch das Androhen von Beschwerden bei Vorgesetzten, sind leider keine Seltenheit. Solche Verhaltensweisen können nicht nur die berufliche Integrität der Pflegekräfte gefährden, sondern auch die Qualität der Pflege und Betreuung, die sie leisten. Wird mit der Begehung eines Verbrechens gedroht, zum Beispiel mit den Worten: "Ich bring dich um, dann ist der Tatbestand des § 241 StGB (Bedrohung) erfüllt.

    Ein klassisches Beispiel für Gewalt durch Pflege- oder Betreuungskräfte zum Nachteil von Bewohnern, bzw. Patienten ist zum Beispiel das Festhalten bei der Körperpflege, wenn es dem ausdrücklichen Willen der Pflegeperson widerspricht. Hier käme ebenfalls der Tatbestand der Körperverletzung gemäß § 223 StGB zum tragen als auch der Verdacht der Nötigung gemäß § 240 StGB in Betracht.

    Fallzahlen und Dunkelziffer

    Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat in den letzten Jahren eine alarmierende Anzahl von Übergriffen auf Pflegepersonal dokumentiert. Zwischen 2018 und 2023 wurden im Durchschnitt jährlich etwa 5.300 gewalttätige Übergriffe auf Pflegekräfte gemeldet. Diese Zahl mag zunächst nicht hoch erscheinen, doch es ist wichtig zu beachten, dass sie nur die Fälle erfasst, die tatsächlich zu Verletzungen führten und in Form einer

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