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Pop-up-Propaganda: Epikrise der russischen Selbstvergiftung
Pop-up-Propaganda: Epikrise der russischen Selbstvergiftung
Pop-up-Propaganda: Epikrise der russischen Selbstvergiftung
eBook464 Seiten5 Stunden

Pop-up-Propaganda: Epikrise der russischen Selbstvergiftung

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Über dieses E-Book

Während innerhalb Russlands das Verbot kritischer Medien und die Gleichschaltung der verstaatlichten Sender eine beinahe karikaturhafte Erzählung über traditionelle Werte und die Notwendigkeit der »Militärischen Spezialoperation« hervorbringen, arbeiten sorgfältig geplante Propagandaaktionen im Rest der Welt an der Destabilisierung demokratischer Gesellschaften. Ein planmäßiger Wahnsinn überzieht das Land. Er zeigt sich in inflationär gebrauchten Euphemismen und Hassrede, als Denunziation und in einem bis ins Subtilste durchdachten Strafregime. Und es ist ein Wahnsinn mit Geschichte. Denn die Gewalt, die die russische Gesellschaft unerbittlich im Griff hat, ist eine Fortführung der paranoiden Suche nach Feinden, der nächtlichen Verhaftungen, Durchsuchungen und Folterungen sowie der Gulags aus dem Sowjetregime – in grellem, neuem Gewand und verschmolzen mit dem Gangstertum der Neunzigerjahre.
In ihrem einzigartigen Ton, der so präzise wie ironisch ist, zeigt Irina Rastorgueva in einer Montage aus Zeitungsfundstücken und unabhängigen Berichten, aus der eigenen Erfahrung genauso wie aus der Analyse kremlkritischer und russlandtreuer Autoren das Wirken der russischen Selbstvergiftung.
SpracheDeutsch
HerausgeberMatthes & Seitz Berlin Verlag
Erscheinungsdatum31. Okt. 2024
ISBN9783751820387
Pop-up-Propaganda: Epikrise der russischen Selbstvergiftung
Autor

Irina Rastorgueva

Irina Rastorgueva, 1983 in Juschno-Sachalinsk geboren, studierte Philologie an der Staatlichen Universität Sachalin und arbeitete als Kulturjournalistin für mehrere russische Zeitschriften und Radiosender. 2006 bis 2015 war sie Dozentin für Journalistik an der Staatlichen Universität Sachalin. Sie ist Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Artikel über die Theorie und Geschichte der Literatur und des Journalismus des 20. Jahrhunderts. 2011 gründete sie das Kulturmagazin ProSakhalin. Von 2011 bis 2017 war sie Dramaturgin am Tschechow-Theater Sachalin und künstlerische Produktionsleiterin des Far Eastern Theatre Forum / Theatre go round Festival in Sapporo (2015). Seit 2017 arbeitet sie als Autorin und Grafikerin in Berlin. Sie schreibt u. a. für die FAZ, die NZZ und das Magazin Osteuropa. Gemeinsam mit Thomas Martin übersetzt sie und gibt die Werke von Georgi Demidow im Verlag Galiani heraus.

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    Buchvorschau

    Pop-up-Propaganda - Irina Rastorgueva

    1

    Korrumpierte Semantik oder: Postironie in Zeiten der Postwahrheit

    In der Kolchose lief es schlecht. Nicht ganz schlecht, man könnte sogar sagen, gut, aber es wurde von Jahr zu Jahr schlimmer und schlimmer …

    W

    ladimir

    W

    oinowitsch

    Eine Frau beschwerte sich über die russische Post. Der Frau war ein Paket für ihren mobilisierten Ehemann gestohlen worden. Und das war nicht der erste Diebstahl. Als erstes stahl man ihr ihr friedliches Leben, dann die Möglichkeit, in einem normalen, zivilisierten Land zu leben, ihren Kindern wurde die Möglichkeit gestohlen, eine gute Ausbildung zu bekommen und ins Ausland zu reisen, und schließlich stahl man ihr den Ehemann. Und dann noch, wie zum Hohn, ein Paket auf dem Weg durch die russische Post. Überraschenderweise empörte sich die Frau ausschließlich über den Diebstahl des Pakets. Vielleicht, weil ein Ehemann immerhin gegen eine Packung gefrorener Teigtaschen, Pelmeni oder Wareniki, oder ein Bündel Brennholz für den Winter eingetauscht werden kann. Irgendwann wird er vielleicht auch zur »Schulbank eines Helden« in der Schule, die ihr Sohn besucht – ein Sohn, der ebenfalls darauf vorbereitet wird, gestohlen und in Brennholz, Pelmeni oder eine Schulbank verwandelt zu werden.

    Die kleine Geschichte aus Russland lässt sich nicht nur als Spiegel des Sozialen lesen, sie wirft auch ein Licht auf die so sprichwörtlich wie rätselhaft strapazierfähige russische Seele. Nicht die absurdeste noch die brutalste Wendung können ihr etwas anhaben. Täglich wird auf den Websites russischer Regionalverwaltungen von der Übererfüllung des Plans für »Schulbänke der Helden« berichtet. Ein landesweites patriotisches Projekt zu Ehren der in der Ukraine Gefallenen, deren Namen, Lebensdaten und Gesichter auf den Tischen der Schüler ab Klasse 3 verewigt sind. Das Recycling von Männern zu Schultischen hat ein industrielles Niveau erreicht. Manchmal lassen sich Männer auch gewinnbringend gegen ein Auto oder gegen Geld eintauschen, aber das ist inzwischen eine Seltenheit. Denn zuvor wurde dem Land eine ganze Generation, wurden ihm zwanzig Jahre wirtschaftlicher, sozialer und politischer Entwicklung gestohlen. Und ein Auto ist auf jeden Fall mehr wert als ein Mann – und erst recht als eine Frau.

    Es scheint, dass die politische Postmoderne in der Russländischen Föderation ihren Höhepunkt erreicht und ein schleichendes sterbendes Territorium mit undeutlichen, abbröckelnden Grenzen geschaffen hat. Noch einmal in den Worten des Präsidenten der Föderation: »Russland endet nirgendwo.« Das heißt, dieses Land hat überhaupt keine Grenzen. Es ist nicht einmal mehr ein Land, sondern ein Mythos von einem Land, dessen Grenzen ebenfalls ein Mythos sind. Die Propaganda ist mit der Produktion von Narrativen in ebenfalls industriellem Maßstab beschäftigt, sie werden geboren und sterben, bevor man ihrer gedenken kann. Aus diesem Grund hat eine Spezialoperation im Nachbarstaat so viele verschiedene Ziele, die jedes für sich weder konkret noch erreichbar sind. Weil der Krieg für den Krieg notwendig ist, denn er ist der einzige Garant für Putins Macht. Das heißt Krieg um des Krieges willen, weil – mit Clausewitz – der Zweck des Krieg benannten Gewaltakts ist, »den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen«. Wer Gegner ist, obliegt natürlich »unserer« Bestimmung. Abgesehen davon hat jede andere Realität jeden Sinn verloren. Es ist eine Welt ohne Basis, mit einem beschnittenen Koordinatensystem, in dem Vorwärts- und Aufwärtsbewegungen unmöglich sind, nur Rückwärts- und Abwärtsbewegungen. Und der russische Präsident lebt in einer erfundenen Welt, die aus diesen temporären Narrativen aufgebaut ist: Wir kämpfen für das russische Volk, gegen den Faschismus, gegen die NATO, für traditionelle Werte, für das Recht der Kinder, zwei Elternteile zu haben – sprich Mama und Papa, aber Papa muss die Heimat verteidigen, also gibt es statt Papa eine Medaille für Bachmut. Und er, der Präsident, versucht, alle davon zu überzeugen, dass diese Realität wirklich »real« ist, und mit erstaunlicher Bereitschaft wird dieser Glaube von allen Ebenen der Regierung übernommen, bis hin zum kleinsten Beamten in der Dorfverwaltung. Um genau zu sein, ist es nicht einmal ein Glaube, sondern ein Spiel mit dem Glauben.

    Es ist nicht einmal Wladimir Wladimirowitsch Putin, der eine parallele Realität geschaffen hat, sondern es wurde das, woran er glauben wollte, für ihn geschaffen. Diese sorgfältig sortierte Realität wird ihm in speziellen Ordnern vorgelegt, und er verbreitet sie über die Medien im ganzen Land und in den Nachbarländern. Und dann werden Entscheidungen auf der Grundlage dieser Vorstellungen von der Welt getroffen, und die Ergebnisse der Entscheidungen werden sorgfältig nach den Präferenzen des Präsidenten sortiert und ihm wieder in Ordnern gebracht. Der Zyklus wiederholt sich endlos, jeden Tag … Wenn der Präsident plötzlich beschließt, eine russische Stadt zu besuchen, wird diese buchstäblich aus Ruinen erschaffen, bevor das Staatsoberhaupt eintrifft. Wenn er, sagen wir, nach Samara fährt, wird die Route der präsidialen Wagenkolonne eilig asphaltiert, Rasenflächen werden angelegt, einsturzgefährdete Häuser unter Bannern versteckt, Scharfschützen auf den Dächern postiert, falls es zu zu unerlaubten Liebesbekundungen an den Präsidenten kommen sollte. Angestellte staatlicher Unternehmen werden angewiesen, sich als glückliche Menschen auszugeben, da sie sonst entlassen werden, ausgetauscht gegen wirklich glücklich Aussehende.

    Eine Frau aus Nowosibirsk beschwerte sich auf einer Sitzung des Rates für Wissenschaft und Bildung beim Präsidenten der Föderation über die geringen Gehälter der Forscher. Dem Chef wurde so überraschend, außerplanmäßig und in aller Öffentlichkeit ein Stück unschöner Wirklichkeit offenbart. Und Putin war tatsächlich überrascht, und wies an, wie es nur wirkliche Staatsoberhäupter können, die Gehälter für Forscher zu erhöhen, und zwar umgehend – und ihm wurde berichtet, dass seine Anweisung umgesetzt wurde, und zwar umgehend. Er gab sogar die Anweisung, die Verantwortlichen für derart niedrige Honorare zu überprüfen und zu bestrafen. Und noch am selben Tag kamen die Ordnungshüter zu der Frau und verlangten von ihr, zu gestehen, wer sie zu dieser abscheulichen Provokation angestiftet hatte. Was die Forschung betrifft, ist in Nowosibirsk jetzt alles in Ordnung, die Wissenschaftler sind mit ihren Gehältern zufrieden.

    Die gesamte Außen- und Innenpolitik Russlands beruht nicht auf Wissen, sondern auf einer Vorstellung (wir sagen nicht Idee) von der Weltordnung, wobei die realen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Prozesse völlig außer Acht gelassen werden. Nach Putins Auffassung kämpft Russland für eine multipolare Welt. Das heißt, eine Welt ohne die Vorherrschaft der USA. Putin hat mehrfach betont, dass Multipolarität Freiheit bedeutet und dass die Oktroyierung des US-amerikanischen Willens auf andere Länder Unfreiheit ist. Und er, Putin, kämpft in der Ukraine unter anderem für eine gerechtere multipolare Welt, die auf dem Völkerrecht basiert und nicht auf irgendwelchen »Regeln«, die den Bedürfnissen der »goldenen Milliarde« dienen. Gleichzeitig klammert sich »der kollektive Westen immer verzweifelter an archaische Dogmen, an seine schwer fassbare Dominanz und setzt dabei das Schicksal ganzer Staaten und Völker aufs Spiel«. Der Kreml ist, so wird unermüdlich betont, bereit, den Krieg zu beenden, der natürlich schrecklich ist, aber nicht von Russland begonnen wurde – Russland hat im Gegenteil ja alles getan, ihn zu vermeiden. Aber schließlich gab es rote Linien, die immer wieder überschritten wurden, und man musste reagieren, um die röteste aller Linien nicht selbst zu überschreiten. Moskau ist jederzeit offen »für eine politische und diplomatische Lösung der Ukraine-Krise unter Berücksichtigung der bestehenden geopolitischen Realitäten«. Welcher Realitäten? Nun, unter anderem der, dass die Ukraine bekanntlich ein Teil der Russländischen Föderation, um nicht zu sagen Russlands ist … Aber die Friedensgespräche wurden im April 2022 »keineswegs von uns« abgebrochen. Und deshalb drohen die Propagandisten allen mit Atomwaffen, während der offizielle Kreml erklärt, dass »es in einem Atomkrieg keine Gewinner geben kann und er niemals entfesselt werden sollte«.

    Eine solche Politik stabilisiert keinen historisch gewachsenen Staat, sondern schafft ein politisches Projekt aus Vorstellungen von dem, was nicht da ist: keine moderne militärische Macht, keine wirtschaftliche Souveränität, keine Unterstützung durch die Mehrheit, keine Entwicklung in der Forschung, keine Industrie, keine Kultur beziehungsweise nur eine ideologisch strangulierte. Es gibt nichts – außer Rohstoffen und einer Wirtschaft am Tropf der Rüstung, abgesichert durch das festgezurrte Netzwerk der Oligarchen und den Repressionsapparat der Silowiki, der Sicherheitsdienste. Durch die Loslösung von der Realität fällt der Inhalt, fällt die kritische Auseinandersetzung mit Problemen weg und alles wird plakativ, flach und eindimensional. Politiker wie Medwedew, Lawrow, Sacharowa und Putin selbst werden in die Kategorie der Freaks eingeordnet. Der objektive politische Raum verschwindet. So ist es möglich, inmitten bewaffneter Konflikte Referenden abzuhalten und unmittelbar danach eine Region zu bombardieren, obwohl dort angeblich 93,11 Prozent für den Anschluss an Russland gestimmt haben. Das macht es möglich, über die nukleare Bombardierung europäischer Städte zu sprechen, die Realität zu verzerren und absurde und einander widersprechende Aussagen zu machen. Denn all diese Aussagen werden von politischen Toten im Namen des Projekts eines nicht existierenden Staates gemacht.

    Russland ist seit Langem vom postmodernen Pessimismus gepackt. Es glaubt weder an eine gute Zukunft noch an den Fortschritt. Es gibt keine Demokratie – »weder bei uns noch bei ihnen«. In Amerika töten die Weißen die Schwarzen; in Frankreich werden Proteste gewaltsam aufgelöst; in Deutschland sind die Gaspreise so hoch, dass die Menschen im Winter erfrieren, und in England sind die Leute gezwungen, aus Mangel an Nahrung die Eichhörnchen zu essen, kurz: Die Menschen darben überall. In Russland ist auch nicht alles Gold, aber abgesehen davon hat immerhin »die ganze Welt Angst vor uns«. Die russische Propaganda versucht nicht nur, den Westen zu diffamieren, sondern auch zu zeigen, dass dieser Westen nichts erreicht hat. Es gibt kein gutes Leben – es gibt überall nur Krise und Leid. Und es gibt kein Ideal, nichts, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Es ist also alles ganz einfach: Man wird geboren, man heiratet, man bekommt Kinder – man erfüllt seine Pflicht gegenüber der Heimat. Wenn man stillhält und nicht aufmuckt, wird man vielleicht nicht angefasst. Und wenn man Glück hat, wird man als Schultisch wiederauferstehen, und die Verwandten bekommen statt einem selbst etwas Schönes, Nützliches – eine Urkunde oder eine Tafel Schokolade für einen Feiertag. Und man sollte keine Angst vor dem Tod haben, das sagt ja auch der Präsident – wir alle sterben früher oder später, es gibt etwas Höheres als das Leben, und abgesehen davon, »krepieren die anderen einfach« und »wir kommen als Märtyrer ins Paradies«. Die Behörden beschützen uns vor westlichem Einfluss, wachen über unsere traditionellen Werte, sodass Mama und Papa zu jeder Familie gehören, und ja, die Orthodoxie, und ja, der Glaube an ein großes und unteilbares Mutterland – gefällt Ihnen das nicht? Dann können Sie sieben bis 25 Jahre im Gefängnis verbringen und darüber nachdenken, ob die traditionellen Werte wirklich so schlecht sind.

    Natürlich ist es unmöglich, sich vorzustellen, dass es nur ein Volk gibt, das von Gott für die Ewigkeit auserwählt ist, an eine nicht existierende Idee zu glauben und seinen Tyrannen zu lieben, für ihn zu leiden und in Kriegen zu sterben. Und auch der gewöhnliche Mensch – nennen wir ihn den Durchschnittsbürger mit 20 000 Rubeln (200 Euro) Gehalt monatlich – weiß, dass all das nicht real ist. Einerseits traut er dem Staat nicht und versucht auf jede erdenkliche Weise, den Kontakt mit ihm zu vermeiden. Auf der anderen Seite versucht er, mit diesem Staat zu verschmelzen, und je schrecklicher die Macht ist, desto stärker ist der Wunsch des Menschen, sich ihr anzuschließen, in sie einzutreten, ein Teil von ihr zu werden wie ein Sandkorn in der Wüste. Diese ewige Antinomie ist die Grundlage der politischen Kultur des russischen Philisters. Deshalb hasst der hypothetische Wasja aus Nachodka die Verwaltung seiner Region, weil die Renten gering sind und alles teuer ist, weil in seiner Stadt seit vierzig Jahren nichts mehr repariert wird, der Schnee im Winter nicht geräumt wird und es keine Möglichkeit gibt, auf den Friedhof zu gelangen, auf dem Tag für Tag jemand in die Erde versenkt wird. Aber im Fernsehen mag er diesen Staat, der ihm ein Bild von einem zuverlässigen, starken Land vermittelt. Und er würde wohl gern im Fernsehen leben, im gemütlichen Teil, der seine spaßigen Seiten hat, aber leider lebt er eben in Nachodka. Irgendwie scheint die gemütliche Seite auch nach und nach zu schrumpfen, dafür nimmt die Propagandacollage aus heterogenen Aussagen und unzusammenhängenden Zitatfragmenten zu, ein endloser Metatext bläht sich auf, der rund um die Uhr, auch in sich widersprechender Bedeutung, mit der gleichen Überzeugung, mit der gleichen Leidenschaft wiederholt und wiederholt wird … Solche Diskontinuitäten zwischen Beschreibendem und Beschriebenem – Signifikant und Signifikat – mögen in der Literatur bemerkenswert sein, aber nicht im politischen oder sozialen Leben. Und der konditionierte Wasja spürt, dass etwas nicht stimmt, dass es keine Konsistenz gibt, aber er ist nicht in der Lage, den ganzen Propaganda-Unsinn zu begreifen, zu sortieren und zu erkennen, dass die Semantik zerstört und korrumpiert wurde, wie alles andere im Land.

    Russische Bürger haben genug mit den vielen verschiedenen, auch einander nicht kreuzenden Realitäten zu tun. Unzählige Videos von der Front zeigen Mobilisierte und Söldner, die um Ausrüstung, Waffen, Training, Nahrung oder Helme bitten. Offizielle Informationsquellen berichten, wie Tarnnetze gewebt, Ikonen gekauft und Maskottchen wie das glubschäugige nationale Kuscheltier Tscheburaschka genäht werden. »Es sollte nicht länger als zehn Zentimeter sein, damit es in eine Brusttasche passt«, kommentiert der Korrespondent kenntnisreich. Und parallel dazu ein Video von der Front: »Wir werden hier sterben, wir werden wie Fleisch in den Angriff geworfen, wir haben nicht mal die grundlegendsten Waffen.« Hüllt euch in Tarnkleidung, Genossen Soldaten, klebt euch Ikonen auf die Stirn und Tscheburaschka wird euch beschützen. Entertainer und Sänger treten für Millionengagen vor Verwundeten auf, und gleichzeitig wird Geld für Unterwäsche, Socken und Zahnbürsten für die »Helden der SWO« (das Kürzel für die »Militärische Spezialoperation«) gesammelt, die in den Krankenhäusern der Hauptstadt behandelt werden. Das Moskauer Bürgermeisteramt stellt 5,8 Millionen Rubel für die Unterhaltung der Soldaten zur Verfügung, dabei könnten mit diesem Geld Zehntausende Unterhosen gekauft werden. Und die Verwundeten liegen ohne Unterwäsche, ohne Zahnbürsten, ohne Beine, ohne Arme, aber mit patriotischen Liedern in den Lazaretten. Im Gebiet Pensa forderten Einwohner die Errichtung von Luftschutzbunkern, woraufhin die Behörden einen Erlass »Über die Organisation von Maßnahmen für die dringende Bestattung von Leichen in Kriegs- und Friedenszeiten« verabschiedeten, der unter anderem die Schaffung eines Sarglagers vorsieht. Die Behörden von Krasnojarsk versprachen den Bewohnern der Siedlung Bor einen Spielplatz an der Stelle eines abgerissenen Kindergartens, lieferten aber einen Schützenpanzer. Von hier aus schwer zu sagen, wer darüber lacht, aber ist nicht gerade das ein Paradebeispiel für Post-Ironie?

    Betrunkene Soldaten marschieren über den Exerzierplatz, Rekrutierungsbüros brennen, Flugzeuge stürzen ab, Züge entgleisen, Frauen weinen, Kindergärten veranstalten »Lektionen der Tapferkeit« mit Übungen zur Handhabung von Feuerwaffen. Erstklässler werden über die Verantwortung für »Falschnachrichten über die Armee« aufgeklärt und gleichzeitig vor den Strafen für die Teilnahme an Kundgebungen, der Forderung nach Sanktionen und »Diskreditierung der Armee« gewarnt. Ein Fünftklässler in Jekaterinburg wird in der Schule wegen »unzureichendem Patriotismus« schikaniert – er hat einen Brief an einen Soldaten geschrieben, in dem er ihm wünscht, dass er keine Menschen tötet, »nach Hause zurückkehrt und niemandem etwas Böses antut«. Eine Sechstklässlerin aus der Region Tula hat ein pazifistisches Bild gemalt, ihr Vater wurde für drei Jahre ins Gefängnis geschickt. Schüler schreiben Denunziationen gegen Lehrer, Lehrer gegen Schüler …

    Die Denunziationen und Repressionen selbst wirken immer mehr wie eine bizarre Fratze. In St. Petersburg denunzierte ein Besucher des Erarta-Museums für zeitgenössische Kunst ein Gemälde, das einen Bären mit einem Helm zeigt. Nach Ansicht des Besuchers ist der Bär ein Symbol Russlands; auf dem Bild wird er von Präsident Putin an einer Kette durch den Sumpf geführt, das Tarnnetz und der Helm mit Farbe stellen offensichtlich Blut dar und müssen als Hinweis auf die Militärische Spezialoperation verstanden werden. Der Bürger fordert, dass das Exponat einer fachkundigen Prüfung der darin enthaltenen Bedeutungen unterzogen wird. Er fordert außerdem, das Museum auf alles zu überprüfen: Verrat am Vaterland, Beleidigung des Präsidenten, Bedrohung der Sicherheit Russlands, Extremismus, öffentliche Rechtfertigung des Terrorismus und Kritik an der Armee. All diese Forderungen richtete er an die Polizei. Und es besteht kein Zweifel daran, dass das Museum überprüft wird, dass alle »Bedeutungen« dem Werk entnommen, vor Gericht gebracht und höchstwahrscheinlich bestraft werden.

    Durch die sich ständig ändernden Spielregeln des Gesellschaftsvertrages mit dem Staat, der durch Gesetze und öffentliche Institutionen geregelt werden soll, wird die Bevölkerung völlig ausgegrenzt von den realen politischen Bedingungen und gezielt desorientiert. Hinzu kommt, dass der Staat fast täglich neue Spielregeln aufstellt, die die Menschen nicht realisieren und noch weniger umsetzen können. Was gestern noch möglich war, wird heute mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft, aber das Gesetz funktioniert nicht immer, nicht konsequent, nicht egalitär und nicht für alle. Der Mechanismus, nach dem es funktioniert, ist völlig willkürlich. All das dekonstruiert die verfassungsmäßige Ordnung, verwässert die Gesetzgebung auf ein unartikulierbares Niveau und produziert anstelle von Institutionen der bürgerlichen Rechte und Freiheiten deren Nachahmungen. Alles wird simuliert – von Wahlen und öffentlicher Meinung bis hin zu kollektiven Initiativen und Massenbewegungen. Die Korruption, der Zerfall und die Entfremdung von der Realität breiten sich in der Vertikalen der Macht aus. Sie durchdringen jede Republik, betreffen jede organisierte Gemeinschaft. Gleichzeitig ist das Weltbild selbst sehr instabil, es wird fast täglich neu geschaffen, da es keine messbaren und stabilen Konturen hat.

    Jeder direkte Zusammenstoß mit der Realität wird zur Katastrophe, sowohl für die Behörden selbst als auch für die Bewohner des Landes. Im Ural zwang eine Frau ihren Mann, in den Krieg zu ziehen, und wurde als Witwe mit zwei Kindern und einer behinderten Mutter zurückgelassen. »Er ist sofort gestorben. Ich habe nicht erwartet, dass mir das passiert«, sagte sie zum Tod ihres Mannes. Die vielstimmige Wahrheit arbeitet nicht mit Fakten, sondern nur mit Varianten von Fakten. Das Paradoxe am Putinismus ist, dass bei seiner Entstehung das, was tatsächlich passiert, entweder nicht berücksichtigt oder so verzerrt wird, dass es unmöglich ist, die Situation wirklich zu beurteilen und eine planbare Entwicklung des Landes zu kalkulieren. So war es in der Innenpolitik, und so ist es auch beim Krieg in der Ukraine. Die falsche Einschätzung der Realität führt Russland in die Katastrophe. Russland kämpft verzweifelt gegen seinen eigenen Niedergang. Waffengang und Rüstungsboom ändern daran nichts, sie bringen die Abwärtsbewegung lediglich ins Trudeln.

    Die Behörden sind nicht in der Lage, mit wirklichen Tatsachen und Phänomenen umzugehen, sie passen nicht in das erfundene Bild der Welt, also werden sie entweder ignoriert oder zerstört. Und vielleicht ist das Ende der postmodernen Ära das Ende der Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes. Schließlich könnte der Krieg in der Ukraine in einer Atomexplosion enden, wenn die postmoderne Realität die Realität als solche zerstört. Ohne Demokraten gebe es keine Demokratie, meinte Francis Fukuyama in seinem Buch Das Ende der Geschichte. Wir können ergänzen: Ohne Diktatoren gibt es keine Diktatur.

    2

    Hier spricht Moskau

    Lawrow behauptet, dass die Ziele der SWO nicht erfunden sind. – Was in aller Welt hat er dann die ganze Zeit über gemacht?

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    nternet

    Wenn ich ein Wort wie »Leberkotelett« lese, muss ich an Folter in russischen Polizeistationen denken, erst danach fällt mir ein, ach ja: das Gericht. In meinem sprachlichen Weltbild, aufgrund meiner Arbeit an Texten über Polizeigewalt der Gegenwart und Vergangenheit des Gulag-Systems, sind die Worte Leber und Kotelett vor allem mit Brutalität verbunden – wenn einem ein Polizist zu häufig auf die Leber schlägt, wird sie zum »Kotelett«. Jeder Mann in Uniform erscheint mir als potenziell bedrohlich, und auch hier in Berlin schrecke ich immer noch vor Polizisten zurück.

    Die Sapir-Whorf-Hypothese der sprachlichen Relativität besagt, dass die Sprache die Wirklichkeit nicht nur beschreibt, sondern sie auch schafft und unser Denken bestimmt. Die Debatte um diese Hypothese ist noch im Gang, aber es ist unwahrscheinlich, dass Forscher die Tatsache leugnen, dass es die Sprache ist, die verschiedene Ereignisse und Phänomene interpretiert und ein bestimmtes Modell der Realität im Bewusstsein des Menschen schafft. Die Hypothese selbst, die als solche erst nach dem Tod der beiden Namensgeber Edward Sapir und Benjamin Lee Whorf etabliert wurde, lässt sich auf die Formel reduzieren, dass man die Welt verändern kann, indem man das Wörterbuch ändert. Auf dieser Grundlage sättigen russische Politiker offensichtlich die Sprache mit Euphemismen und ersetzen eine Realität durch eine andere. Was wiederum jeder Propagandist tut, egal welcher Ideologie. Die Übertragung semantischer Akzente bei der Bezeichnung verschiedener Phänomene und Tatsachen ermöglicht es, die Illusion einer vielleicht etwas verschwommenen, aber durchaus wohlhabenden, sogar wohltuenden Welt zu schaffen. Gewissermaßen das Weichbild, in dem Propaganda und Public Relations einander überlagern.

    Vor dem Zusammenbruch der UdSSR war die Sprache der offiziellen Kommunikation und der Massenmedien kodifiziert und klar in Stile unterteilt, die sich praktisch nicht überschnitten. Bereits zu Ende der Fünfzigerjahre war sie steif und schwerfällig, eigentlich schon unsprechbar geworden. Die gesamte Sowjetunion, vom Rentierhirten bis zum Generalsekretär der Partei, sprach auf den Zeitungsseiten die gleiche Behördensprache. Gleichzeitig war der kriminelle Jargon im allgemeinen Sprachgebrauch weit verbreitet; Millionen von Sowjetbürgern waren Insassen von Gefängnissen und Lagern gewesen, weitere Millionen arbeiteten im Kontroll- und Überwachungssystem, und der kriminelle Jargon war auch unter der Fabrikjugend, unter Berufsschülern und sogar Schulkindern weit verbreitet. Gefängniskultur und -sprache waren ein integraler Bestandteil der sowjetischen Gesamtkultur – sie fanden sich sogar im offiziellen Kino, in Büchern und Liedern. Das war immer auch ein deutliches Zeichen dafür, dass das Proletariat die Macht hat. Und als das Sowjetregime im Bruchteil einer Sekunde zusammenbrach, drang diese kriminelle Welt an die Oberfläche und durchdrang die Gesellschaft komplett, von ganz unten bis zu den politischen und wirtschaftlichen Eliten. Kriminelle Lieder erreichten die Bühne und füllten die Radiosender, Ausdrücke des kriminellen Jargons wurden zu einem festen Bestandteil der Sprache der Massenmedien, der Kommunikation und der politischen Sprache. Einerseits beschrieb die Sprache das Ausmaß der Gewalt, andererseits schuf sie einen Raum für die Legalisierung der kommunikativen Grausamkeit. Die Gosse war zur Hauptstraße geworden.

    Die chaotische Krisenzeit nach der Perestroika verwandelte Russland kurzzeitig in den Wilden Westen und verfestigte die Formel »Der Stärkere überlebt«. Die Stärksten waren diejenigen, die es schafften, sich in die Trias Verbrecher-Wirtschaft-Macht einzufügen. Putin schloss die Wirtschaft aus, oder besser gesagt, er schloss ihren Einfluss auf die politische Entscheidungsfindung aus. Mit seinem Amtsantritt wurde die offizielle politische Sprache mit kriminellem und Polizeijargon, eher platten, vulgären Witzen oder Phrasen und einem harten machistischen Image gefüllt. All das vermittelt den Eindruck, dass der Sprecher ein ganz normaler Typ aus der Nachbarschaft ist und sich den ungeschriebenen Rechtsnormen der Russischen Welt verpflichtet fühlt, die mit ihren sprachlichen Eigenheiten einem Straflager ähnelt; das nebenbei in unterschiedlichem Maß auch über die Grenzen hinaus in das ehemalige sozialistische Lager, also vom Pazifik bis Berlin reichte.

    Bei Putin war nach seiner Bemerkung zur Katastrophe des U-Boots Kursk – »Nun ja, es ist gesunken« – von Anfang an alles klar. Eigentlich. Der Journalist, Fernseh- und Radiomoderator Sergej Dorenko widmete dem Untergang der Kursk eine fast einstündige Sendung, in der er die Stellen aufzeigte, an denen Putin, der drei Monate zuvor seinen ersten Amtseid als Präsident abgelegt hatte, über die Katastrophe und die Rettungsaktion gelogen hat. Nach der Ausstrahlung wurde er von dem TV-Sender entlassen; die Sendung sollte seine letzte gewesen sein. Nach der Tragödie demonstrierten die Witwen der U-Bootfahrer und forderten, dass die Verantwortlichen für die unterlassene Hilfeleistung für die Matrosen bestraft werden. Im Fernsehen zeigte Perwy Kanal (der »Erste Kanal«) diese Kundgebungen. Dorenko sagte, Putin habe Ostankino angerufen, die Zentrale des Senders und der Standort des gleichnamigen Fernsehturms, und behauptet: »Sie haben mit Absicht Nutten engagiert. Sie haben ihnen absichtlich 10 Dollar gegeben, um mich zu diskreditieren.« Das war kaum anders als eine Drohung zu verstehen. Allein das würde ausreichen, um zu erkennen, was für ein Mensch dieser Präsident ist, der grade an die Macht gekommen war. Der Schläger, Spitzel, Gauner und Tschekist in Personalunion, er war jetzt Staatsoberhaupt und Potentat. Der Kleinkriminelle war der Größte geworden, die Regierung wurde zur Seilschaft der Gangster, die das in Schräglage befindliche Land mit Stabilität segnen sollte.

    Im Jahr 1999 äußerte Putin, damals erstmalig russischer Ministerpräsident, in Bezug auf tschetschenische Terroristen, denen eine Attentatsserie auf Moskauer Wohnhäuser angelastet wurde, einen Satz, der vielen Menschen immer noch als erstes in den Sinn kommt, wenn es um Putin geht: »Wir kriegen sie, und wenn wir sie auf dem Klo kaltmachen.« Das war ein Präzedenzfall; bis dahin erlaubte sich ein Regierungschef auch in Russland keine derartige Wortwahl, zumindest nicht in der Öffentlichkeit.

    Im Jahr 2002 schlug Putin auf einer Pressekonferenz nach dem Russland-EU-Gipfel als Reaktion auf die Behauptung eines Journalisten, Russland würde die Freiheit in Tschetschenien unterdrücken, vor, eine Beschneidung des Mannes vorzunehmen. »Wir sind ein multikonfessionelles Land, wir haben Spezialisten auch für dieses Thema, und ich werde ihnen empfehlen, diese Operation so durchzuführen, dass Ihnen nichts mehr wächst!« Das war mehr als eine Unverschämtheit. Aber die russische Gesellschaft, die mit der alltäglichen sowjetischen Kommunikationsgewalt gewachsen ist, nahm das eher wohlwollend auf oder bemerkte die Mischung aus Drohung, Beschimpfung und vielleicht Scherz einfach nicht. Und 2006, während eines Treffens mit dem israelischen Premierminister Ehud Olmert, sagte Putin über den israelischen Präsidenten Mosche Katzav, der der Vergewaltigung beschuldigt wurde: »Grüßen Sie Ihren Präsidenten. Er hat sich als ein sehr kräftiger Kerl entpuppt! Zehn Frauen vergewaltigt! Das hätte ich ihm nicht zugetraut! Er hat uns alle überrascht. Wir beneiden ihn alle!«

    Dies sind nur einige Beispiele für die sprachliche Aggression und die Verharmlosung von Gewalt, einschließlich sexualisierter Gewalt, die vom ersten Mann des Staates ausgeht und von den Medien und der Gesellschaft aufgegriffen wird. Der Beginn des umfassenden Krieges gegen die Ukraine wurde mit einem nekrophilen Liedchen assoziiert, das mit dem Satz endet: »Ob es dir gefällt oder nicht, ertrag es, meine Schöne« – und zwar als Putin Kiew auf die Notwendigkeit hinwies, die Minsker Vereinbarungen zu befolgen, die dem Ziel der friedlichen Wiederherstellung der Souveränität dienen sollten. Im Allgemeinen ist das Repertoire reichhaltig: Putins Image basiert auf roher Gewalt, und um dieses Image aufrechtzuerhalten – auch Gewalt.

    Denn es war Wladimir Putin, der die sprachliche Gewalt überhaupt erst legitimiert hat. Nie zuvor war die Gesellschaft so korrumpiert, so sehr an die Normalität von Demütigung und Grobheit gewöhnt, nie zuvor haben die Menschen so aggressiv miteinander kommuniziert. In den letzten dreißig Jahren ist die Sprache spürbar verarmt und degradiert worden, und auch an diesem Drama lässt sich der Zerfall der Gesellschaft ablesen.

    Die »Hate Speech« oder Hassrede ist zu einem festen Bestandteil der Reden von Politikern und Medien geworden. Und sie hat im nachrevolutionären Russland, in der Sowjetunion und erst recht im postsowjetischen Russland immer dazugehört.

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